Skispringen heute

"Das bedeutet mir so viel" - Karl Geiger holt dritte Medaille bei WM in Oberstdorf

Karl Geiger ist der dominierende Athlet der Ski-WM in Oberstdorf aus deutscher Sicht. Der Skispringer holte am Freitag seine dritte Medaille bei seiner Heim-WM 2021.

Karl Geiger ist der dominierende Athlet der Ski-WM in Oberstdorf aus deutscher Sicht. Der Skispringer holte am Freitag seine dritte Medaille bei seiner Heim-WM 2021.

Bild: Ralf Lienert

Karl Geiger ist der dominierende Athlet der Ski-WM in Oberstdorf aus deutscher Sicht. Der Skispringer holte am Freitag seine dritte Medaille bei seiner Heim-WM 2021.

Bild: Ralf Lienert

War das spannend! Karl Geiger hat seine nächste Medaille bei der Ski-WM in Oberstdorf in der Tasche. Alles zum dramatischen Skispringen von der Großschanze.
05.03.2021 | Stand: 19:48 Uhr

Karl Geiger gewann beim Springen von der Großschanze am Freitagabend Bronze. Mit einem Satz auf 132 Meter schob er sich nach Rang sechs im ersten Durchgang (ebenfalls 132 Meter) noch um drei Plätze nach vorne. Für den Deutschen Ski-Verband war es das vierte Edelmetall bei den Titelkämpfen im Allgäu, allein drei dieser Medaillen gehen nun bereits auf Geigers Konto. Der 28-Jährige hat nach Gold im Mixed-Wettbewerb und Silber von der Normalschanze nun den ganzen Medaillensatz komplett.

Skispringen: Karl Geiger bekommt Huldigung von Bundestrainer Stefan Horngacher

Von Bundestrainer Stefan Horngacher gab es Lob für den Allgäuer: „Karl hat alles auf eine Karte gesetzt und einen tollen Sprung gezeigt. Ich habe noch nie einen Athleten trainieren dürfen, der mental so stark ist, sich so akribisch vorbereitet und immer auf den Punkt da ist.“

Geiger selbst ärgerte sich zunächst noch ein wenig über den verpatzten ersten Sprung. Der ging zwar wie sein zweiter Satz auf 132 Meter. „Aber ich hätte richtig guten Wind gehabt“, meinte er. Letztlich kam er aber bei den Interviews aus dem Strahlen nicht mehr heraus und sagte: „Ich bin natürlich überglücklich über die Bronzemedaille. Dass ist jetzt nochmal auf dem Stockerl stehen darf, ist schon genial. Das bedeutet mir so viel. Das kann man nicht beschreiben.“

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Schneefall, Nebel, ungewöhnlich starker Aufwind: Die Springer hatten auf der Schattenbergschanze mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Schon im Probedurchgang stürzte der Slowene Peter Prevc schwer, überschlug sich mehrfach, rappelte sich aber wieder auf und sprang im ersten Durchgang an 126,5 Meter. Wenig später verlor der Japaner Ryoyu Kobayashi die Kontrolle im Auslauf und schied vorzeitig aus (Lesen Sie auch: Oberstdorfer Bürgermeister sorgt mit WM-Rede auf Englisch für Lacher).

Markus Eisenbichler: Sturz in Oberstdorf geht ihm "ziemlich auf die Nerven"

Auch Markus Eisenbichler, als einer der Top-Favoriten an den Start gegangen, erwischte einen rabenschwarzen Tag. Im ersten Durchgang kam er nicht zurecht und landete nur auf 122,5 Metern. Bei seinem zweiten Versuch kam er zwar auf 134 Meter, legte dann aber eine Bauchlandung im Neuschnee hin und war stinkesauer über seinen 17. Platz in der Endabrechnung: „Ich habe riskiert und bin dann auf die Schnauze geflogen. Ich wäre eigentlich echt gut in Form. Aber das ist so beim Skispringen: Mal ist ein Tag gut, mal ist er nicht so gut. Aber ich kann mir nichts vorwerfen, auch wenn mir das ziemlich auf die Nerven geht.“ (Zum Medaillenspiegel der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf hier).

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Alle fünf deutschen Skispringer hatten sich für den Finaldurchgang qualifiziert. Hinter Geiger und Eisenbichler folgten Pius Paschke als 18., Severin Freund als 22. und Martin Hamann auf Rang 24 (Lesen Sie auch: Katharina Althaus zum Rücktritt von Andreas Bauer: "Wir Mädels haben sofort zu weinen angefangen")