Skispringen

Katharina Althaus: Die Nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf im Visier

Nordische Ski-WM 2021: Katharina Althaus hofft auf eine erfolgreiche Teilnahme in Oberstdorf.

Nordische Ski-WM 2021: Katharina Althaus hofft auf eine erfolgreiche Teilnahme in Oberstdorf.

Bild: Ralf Lienert

Nordische Ski-WM 2021: Katharina Althaus hofft auf eine erfolgreiche Teilnahme in Oberstdorf.

Bild: Ralf Lienert

Katharina Althaus gehört im Skisprung zu den Medaillenhoffnungen für die Nordischen Ski-WM 2021 in Oberstdorf. So tickt sie sportlich und privat.
13.11.2020 | Stand: 21:39 Uhr

UPDATE, 12. November: Katharina Althaus enttäuscht: Corona-Krise verhindert Saisonaufakt in Lillehammer

Der Saisonauftakt der Skispringerinnen fällt der Corona-Krise zum Opfer: Die Weltcup-Wettkämpfe in Lillehammer (Norwegen) wurden abgesagt. Sie hätten vom 4. bis zum 6. Dezember in der norwegischen Wintersporthochburg statt finden sollen.

UPDATE, 21. Oktober 2020: Katharina Althaus deutsche Skisprung-Meisterin - Gutes Omen für die Heim-WM 2021 in Oberstdorf?

Das war knapp! Mit hauchdünnem Vorsprung von 0,5 Punkten setzte sich Katharina Althaus bei der deutschen Meisterschaft im Skispringen gegen Vorjahressiegerin Juliane Seyfarth (TSG Ruhla) durch. Damit holte die Oberstdorferin auf der Normalschanze in ihrem Heimatort zum nunmehr fünften Mal den deutschen Meistertitel. Mit Agnes Reisch aus Missen-Wilhams (WSV Isny) stand als Dritte eine weitere Allgäuerin auf dem Podest. Ein gutes Omen für die Nordische Ski-WM in Oberstdorf?

Heiß auf Nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf: Katharina Althaus weiht Schattenberg-Schanze ein

UPDATE 27. Juli 2020: Bei Temperaturen von knapp 30 Grad hat Katharina Althaus den ersten Sprung auf der umgebauten Schattenbergschanze absolviert. Die Allgäuer Doppel-Weltmeisterin genoss die Premiere vor der in gut 200 Tagen beginnenden Nordischen Ski-WM 2021 in Oberstdorf. Nach den umfassenden Umbauarbeiten in der Audi-Arena sprang sie von der Großschanze auf 120 Meter. „Ich bin stolz, dass ich als Erste da runter darf“, sagte sie in die Mikrofone. Aber noch glücklicher mache sie der Umstand, dass sie und ihre Kolleginnen aus der Nationalmannschaft jetzt wieder regelmäßig am Oberstdorfer Stützpunkt trainieren und sich auf die Heim-WM vorbereiten können. „Am Schanzenprofil“, stellt die 24-Jährige Oberstdorferin noch einmal klar, „hat sich durch den Umbau ja nichts verändert. Drumrum aber ist es für uns Athleten jetzt deutlich besser geworden.“

Katharina Althaus näht Behelfsmasken in der Coronakrise

UPDATE 25. März 2020: Mit tollem Engagement geht Katharina Althaus während der Coronakrise voran. Die Skispringerin vom SC Oberstdorf näht Behelfsmasken. Da Nähen zu ihren Hobbies gehört, geht ihr die Fleißarbeit locker von der Hand. Zudem hat sie einen persönlichen Hintergrund. Althaus hat etliche Freunde und Bekannte, die im Gesundheitswesen tätig sind. Ihr Freund Patrick, der älteste Bruder des Kombinierers Julian Schmid, beispielsweise arbeitet als Rettungssanitäter. „Und meine Nachbarin ist Ärztin. Sie hat mich auf die Idee gebracht. Mundschutz wird zwar geliefert, aber meistens nicht in die Arztpraxen. Sie hat mich gefragt, ob ich nicht Zeit und Lust hätte, solche Behelfsmasken zu nähen“, erzählt die 23-Jährige.

Saison vorzeitig beendet, Katharina Althaus Fünfte im Gesamt-Weltcup

UPDATE 12. März 2020: Die Skisprung-Saison ist wegen des Coronavirus vorzeit beendet! Bei den Frauen fallen die Springen der Blue Bird Tour in Russland ersatzlos aus. Katharina Althaus schließt die Saison als Fünfte im Gesamt-Weltcup ab. Die Doppel-Weltmeisterin von Seefeld 2019 sprang zweimal aufs Podest. In Rasnov/Rumänien wurde sie Zweite, in Klingenthal (Sachsen) sprang sie auf Rang drei. Jetzt heißt es tief Luft holen für den kommenden Winter.

Katharina Althaus vom SC Oberstdorf sehnt die Nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf herbei. Die Allgäuerin hofft auf Einsätze bei der Heim-WM im Skispringen. Infos zu ihrer Person im Überblick.

Das ist Katharina Althaus:

Katharina Althaus: Botschafterin für die Nordische Ski-WM 2021

Katharina Althaus ist WM-Botschafterin. Sie kennt die Schattenbergschanze aus dem Effeff. Die Anlagen seien "absolut WM-würdig", sagte sie nach der Generalprobe im Janaur 2020. Ähnlich wie bei den Männern ihr Vereinskollege Karl Geiger so will Katharina Althaus bei den Frauen um Medaillen mitspringen. Vielleicht greifen die beiden sogar gemeinsam an. So wie bei der WM in Seefeld, als Katharina Althaus und Karl Geiger zusammen mit Juliane Seyfarth und Markus Eisenbichler Gold im Mixed-Wettbewerb holten.

Optimismus nach missglückter WM-Generalprobe

Katharina Althaus belegte im Januar 2020 bei der WM-Generalprobe, dem Nordic Weekend mit drei Weltcup-Veranstaltungen in der Nordischen Kombination, im Ski-Langlauf und im Frauen-Skispringen, die Ränge 13 und 19. Trotz dieser eher ernüchternden Ergebnissen blickte sie optimistisch auf die Nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf: "Wenn die WM-Generalprobe schlecht läuft, kann's ja im nächsten Jahr bloß umso besser laufen."

Fleißig für die Nordische Ski-WM 2021: Katharina Althaus vom SC Oberstdorf im Kraftraum.
Fleißig für die Nordische Ski-WM 2021: Katharina Althaus vom SC Oberstdorf im Kraftraum.
Bild: Ralf Lienert

Ist Katharina Althaus bereits für die Nordische Ski-WM 2021 qualifiziert?

Nein. Auch für die WM-Botschafterin gilt: Sie muss sich mit Top-Leistungen in der Saison 2020/2021 qualifizieren.

Katharina Althaus für Frauen-Wettbewerbe bei Vierschanzentournee

Katharina Althaus begrüßt Pläne, wonach die Vierschanzentournee mit traditionellem Auftakt in Oberstdorf um einen Frauen-Wettbewerb ergänzt wird. Sie sieht das Niveau im Frauen-Skispringen auf bestem Wege. "Nein, werstecken brauchen wir uns auf keinen Fall", sagte sie im Interview mit der Allgäuer Zeitung. "Wir können - vielleicht mit ein bisschen mehr Anglauf als die Jungs - genauso weit springen."

Katharina Althaus: So begann ihre Karriere

Schon mit fünf Jahren begann Katharina Althaus mit dem Skispringen. Die unerschrockene Allgäuerin, die in ihrer Freizeit Flügelhorn spielt, setzte ihren Weg konsequent fort. In ihrer Schülerzeit galt sie in ihrem Sport als Exotin. Das änderte sich im Jahr 2011. Als damals 14-Jährige bejubelte sie die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komittees, das Frauen-Skispringen für die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi ins Programm aufnahm. Seither ist die Disziplin nicht mehr wegzudenken. Allerdings: Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen dürfen Frauen nur von der Normalschanze springen. Wettbewerbe von der Großschanze sind bei diesen internationalen Großereignissen (noch?) den Männern vorbehalten. Im Weltcup jedoch fanden zuletzt bereits 10 von 29 Springen auch bei den Frauen auf der Großschanze statt. Genau nach dem Geschmack von Katharina Althaus.

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