Grippewelle in Deutschland

RKI verzeichnet fast 18.000 Kranke und 34 Tote in der laufenden Grippe-Saison 2022

Die Grippewelle 2022 in Deutschland nach Angaben des RKI 34 Menschen das Leben gekostet, rund 18.000 Influenza-Kranke wurden bisher offiziell registriert.

Die Grippewelle 2022 in Deutschland nach Angaben des RKI 34 Menschen das Leben gekostet, rund 18.000 Influenza-Kranke wurden bisher offiziell registriert.

Bild: Maurizio Gambarini, dpa (Symbolbild)

Die Grippewelle 2022 in Deutschland nach Angaben des RKI 34 Menschen das Leben gekostet, rund 18.000 Influenza-Kranke wurden bisher offiziell registriert.

Bild: Maurizio Gambarini, dpa (Symbolbild)

Die Grippe-Saison 2022 in Deutschland hat nach Angaben des RKI 34 Menschen das Leben gekostet, rund 18.000 Influenza-Kranke wurden bisher registriert.
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Von Allgäuer Zeitung
11.07.2022 | Stand: 15:28 Uhr

In Deutschland sind in der laufenden Grippe-Saison vergleichweise wenig Menschen an der Influenza erkrankt. Wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht, wurden in der Zeit von Oktober 2021 bis Anfang Juli 2022 bundesweit 17.953 Influenza-Fälle registriert. Das sind zwar deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum, in dem allerdings wegen der Corona-Pandemie Ausgangsbeschränkungen und strenge Hygiene-Regeln galten, aber weitaus weniger als in den Vor-Pandemie-Jahren.

Zum Vergleich: In der Grippe-Saison 2019/2020 waren in Deutschland offiziell mehr als 188.000 Menschen an der Grippe erkrankt, 2018/2019 waren es offiziellen Angaben zufolge rund 182.000 Menschen.

34 Menschen starben laut RKI in der laufenden Grippe-Saison an der Influenza, auch das sind deutlich weniger als in den Vor-Coronapandemie-Jahren. Rund 3200 Menschen erkrankten so schwer an der Grippe, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten.

34 Grippe-Tote in der laufenden Saison

Eine massive Grippewelle, die von einzelnen Experten befürchtet worden war, ist damit also ausgeblieben. Lediglich "von der 17. KW bis zur 20. KW 2022 waren die virologischen Kriterien einer Grippewelle erfüllt, wobei die Influenza-Aktivität niedrig blieb", heißt es im aktuellen Wochenbericht des RKI. Die 17. Kalenderwoche begann am 25. April 2022. Bei Grippe wird generell eine hohe Dunkelziffer nicht erkannter und nicht gemeldeter Fälle angenommen.

Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Andrew Ullmann, forderte erst kürzlich Vorbereitungen auf eine möglicherweise besonders schwere Grippewelle in diesem Herbst. "Wir müssen uns auf den Winter vorbereiten und dazu gehört neben einer guten Impfkampagne gegen Covid-19 auch die der freiwilligen Grippe-Schutzimpfung", sagte er. "Durchaus realistisch ist eine Grippewelle, die eine ähnliche Dimension erreicht wie die in den Jahren 2017/2018."

Damals grassierte laut Robert Koch-Institut (RKI) die heftigste Grippewelle seit Jahrzehnten. Schätzungen zufolge starben etwa 25 000 Menschen. In den vergangenen beiden Jahren seien die Grippewellen vollständig ausgefallen. Nun gebe es aktuell hohe Grippezahlen auf der Südhalbkugel. Er erwarte dies im Winter auch auf der Nordhalbkugel, sagte der Infektiologe. "Und diese Welle trifft dann auf eine Bevölkerung, die mindestens zwei Jahre lang nicht gegen Grippe immunisiert wurde. Obwohl einige sich impfen ließen, ist die Immunisierungsrate zu niedrig."

Das sind die Symptome bei einer Grippe (Influenza)

Eine Grippe ist eine schwere Atemwegserkrankung, die durch Influenza-Viren ausgelöst wird. Sie kann unter Umständen sogar tödlich enden, vor allem dann, wenn der Patient alt ist oder bereits Vorerkrankungen hat, so die Deutsche Lungenstiftung.

Typische Anzeichen für eine Grippe:

  • Plötzliches, hohes Fieber von mindestens 38,5 Grad, das dann auch mehrere Tage anhält (oft)
  • Schweres Krankheitsgefühl
  • Schüttelfrost (oft)
  • Magen-Darm-Probleme wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen (gelegentlich)
  • Starke Kopfschmerzen (oft)
  • Trockener Reizhusten (oft)
  • Verstopfte Nase und Niesen sind bei einer Influenza selten.

Verlauf und Dauer einer Influenza-Erkrankung

Typisch für die Influenza ist laut RKI ein plötzlicher Erkrankungsbeginn mit Fieber, Muskel- und/oder Kopfschmerzen. Häufig komme etwas später ein trockener Reizhusten dazu.

Allerdings erkranken längst nicht alle Infizierten so typisch. Den Experten zufolge erkrankt etwa ein Drittel der Infizierten mit den genannten Symptomen, ein Drittel zeigt eine mildere Symptomatik wie bei Erkältungs­krank­hei­ten und ein Drittel entwickelt gar keine Symptome. Vor allem ältere Menschen bekommen demnach bei einer Grippe häufig kein Fieber.

Bis man wieder ganz gesund ist, können laut Lungenstiftung zwei Wochen oder mehr vergehen. Und selbst danach fühlt man sich häufig noch lange nicht ganz leistungsfähig ("verschleppte Grippe").

Behandlung: Symptombezogen.

Gegen Grippe gibt es eine Schutzimpfung, die allerdings jedes Jahr rechtzeitig vor der Grippesaison erneuert werden muss.