Leichtathletik

Neuer Rekord! Hammerwerfer Tristan Schwandke knackt bayerische Bestmarke

Überglücklich: Hammerwerfer Tristan Schwandke stellt beim Meeting in Halle/Saale einen neuen bayerischen Rekord auf. Mit 74,25 Metern wirft er neun Zentimeter weiter als Alexander Sporrer vor 25 Jahren.

Überglücklich: Hammerwerfer Tristan Schwandke stellt beim Meeting in Halle/Saale einen neuen bayerischen Rekord auf. Mit 74,25 Metern wirft er neun Zentimeter weiter als Alexander Sporrer vor 25 Jahren.

Bild: Schwankde

Überglücklich: Hammerwerfer Tristan Schwandke stellt beim Meeting in Halle/Saale einen neuen bayerischen Rekord auf. Mit 74,25 Metern wirft er neun Zentimeter weiter als Alexander Sporrer vor 25 Jahren.

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Tristan Schwandke aus Bad Hindelang ist auf dem besten Weg zu den Olympischen Spielen. Hammerwerfer gewinnt Meeting in Halle mit 74,25 Metern und verbessert Rekord aus dem Jahr 1997.
20.07.2021 | Stand: 11:07 Uhr

Hammerwerfer Tristan Schwandke kommt auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio immer besser in Fahrt. Vor einer Woche gewann der 28-Jährige vom TV Hindelang beim Europacup der Werfer in Split/Kroatien das B-Finale und holte mit Deutschland den Team-Titel, jetzt knackte er bei den Werfertagen in Halle gleich zwei Rekorde. Mit einem Versuch auf 74,25 Meter lag er 22 Zentimeter über seiner bisherigen persönlichen Bestmarke und stellte zudem neuen bayerischen Rekord auf. Die bisherige Top-Weite von Alexander Sporrer hatte fast 25 Jahre Bestand. Bis zum vergangenen Samstag. Dann waren die 74,16 Meter aus dem Jahr 1997 Geschichte.

Tristan Schwandke zählt längst zu Deutschland Top-Leichtathleten

Das Allgäuer Kraftpaket war überglücklich und meinte: „Ich war vor zwei Jahren mit 74,03 Metern schon einmal ganz nah dran und hatte den Rekord seitdem immer vor Augen. Im Training bin ich regelmäßig in diesem Weitenbereich. Ich wusste, dass ich es schaffen kann.“ Die Halleschen Werfertage waren in vielen Wettbewerben bereits richtungweisend für die Entscheidungen bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig Anfang Juni. Am Start waren fast alle deutschen Athletinnen und Athleten, die in den Wurf-Disziplinen um nationale Meistertitel, die Qualifikation für Tokio oder gar Olympia-Medaillen kämpfen wollen. Und zu diesen Top-Sportlern zählt mittlerweile auch Tristan Schwandke.

Hallesche Werfertage haben hohen Stellenwert für die Olympia-Qualifikation

Mit einer Weite von 71,02 Metern startete der Hindelanger in den Wettkampf. Schon das hätte ihm in Halle zum souveränen Sieg gereicht, denn am Ende hatte er vor Christoph Gleixner (Frankfurt) auf Platz zwei mehr als 13 Meter Vorsprung. Schritt für Schritt steigerte sich Schwandke schließlich über 73,10 auf 74,25 Meter im dritten Versuch. Auch in den weiteren drei Durchgängen schleuderte er das 7,26 Kilogramm schwere Wurfgerät über die 70-Meter-Marke. „Der Sieg war enorm wichtig mit Blick auf die kommenden Wochen und die nächsten Herausforderungen. Das Meeting in Halle hatte einen hohen Stellenwert und brachte daher auch viele Punkte für die Olympia-Quali“, sagt Schwandke.

Tristan Schwandke traut sich auch die Olympia-Norm von 77,50 Meter zu

Zufrieden blickte er auf die jüngsten Trainingseinheiten zurück. Er habe an Feinheiten gearbeitet, nur Details am Wurfsystem geändert. „Es ist schön zu sehen, dass ich damit gleich mehr Weite generieren kann. Das System ist stabil. Das macht Mut und ist gut für die Lockerheit und das Selbstvertrauen“, meint der Allgäuer. Dass er mental stark ist auf diesem schwierigen Weg bis zu den Sommerspielen in Tokio unterstreicht eine weitere Aussage: „Es ist noch viel, viel mehr drin. Vielleicht am Ende sogar die direkte Olympia-Norm von 77,50 Meter. Eine Weite, die ich mir durchaus zutraue.“ Bis 29. Juni hat er dafür noch Zeit. Zuvor stehen aber noch andere wichtige Wettkämpfe an. Kommendes Wochenende startet Schwandke beim Meeting in Hasloch, dann geht es zur Team-Europameisterschaft nach Polen und am 5. und 6. Juni will er bei der deutschen Meisterschaft in Braunschweig zum dritten Mal in Folge den Titel holen. An Pause und Erholung ist erst einmal nicht zu denken. Schwandke: „Aber ich habe es mir immer gewünscht, einen kompakten Wettkampf-Rhythmus zu haben. So lange alles nach Plan läuft, macht das auch Spaß.“

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