Landwirtschafts-Aktion

"So schmeckt das Allgäu": Familie für Aktion gesucht

Was das Herz begehrt: Von Produkten und Speisen aus dem Allgäu lässt es sich gut leben.

Was das Herz begehrt: Von Produkten und Speisen aus dem Allgäu lässt es sich gut leben.

Bild: Veronika Würzer/Olaf Winkler/Dominik Berchtold/Lena Lingg

Was das Herz begehrt: Von Produkten und Speisen aus dem Allgäu lässt es sich gut leben.

Bild: Veronika Würzer/Olaf Winkler/Dominik Berchtold/Lena Lingg

Wir suchen eine Familie, die sich ein Jahr lang von Lebensmitteln aus der Region ernährt und unsere Leser teilhaben lässt. Als Dankeschön winkt ein Kurzurlaub.
19.06.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Das Allgäu ist nicht nur optisch ein Hingucker, sondern auch wirtschaftlich stark. Ein wichtiges Standbein ist die Landwirtschaft, die mal romantisiert, mal kritisiert wird. In einer neuen Serie will unsere Zeitung zeigen, wie und wo hier Lebensmittel produziert, vermarktet, verpackt und verkauft werden. Frei nach dem Motto: So schmeckt das Allgäu. Und wir wollen wissen: Wie ist es, sich ein Jahr lang von Produkten aus der Region zu ernähren? Dafür suchen wir eine Familie, die dieses spannende Abenteuer mit uns erleben möchte.

Das Allgäu hat viel zu bieten. Neben Fleisch, Milch und Käse werden hier auch Lebensmittel hergestellt, die zunächst überhaupt nicht typisch für die Region erscheinen. Zum Beispiel Tempeh – das Produkt aus fermentierten Sojabohnen kommt ursprünglich aus Indonesien. Doch so weit muss man gar nicht gehen. Obst, Gemüse, Honig, Bier, Wurst, Fisch, Nudeln – was der Mensch zum Leben braucht, gibt es (fast) alles aus regionalem Anbau oder regionaler Herstellung.

Das Allgäu ist bekannt für seine Kühe - und deren Milch.
Das Allgäu ist bekannt für seine Kühe - und deren Milch.
Bild: Matthias Becker

Also: Wer stellt sich der Herausforderung und legt ein Jahr lang nur Lebensmittel aus dem Allgäu in den Einkaufswagen? Kleine Ausnahmen sind natürlich erlaubt - schließlich wollen wir niemandem den morgendlichen Kaffee verwehren. Gesucht wird eine aufgeschlossene Familie mit Kindern, die bereit ist, neue Wege zu gehen und ihre Erfahrungen mit den Lesern unserer Zeitung zu teilen. In Form von kurzen Tagebucheinträgen sollen die Teilnehmer einmal in der Woche erzählen, wie leicht oder schwer es ist, Allgäuer Lebensmittel zu finden, wie sich ihr Einkaufsverhalten dadurch verändert, was sie überrascht oder erfreut und mit welchen (ungeahnten) Problemen sie konfrontiert werden.

(Lesen Sie auch: Rezept und Tipps für Allgäuer Seelen - für mehr Abwechslung auf dem Brotzeittisch)

Wer bei "So schmeckt das Allgäu" mitmachen will, sollte Lust auf soziale Medien mitbringen

Doch nicht nur schriftlich, auch in Form von kleinen Videos wollen wir die Familie begleiten und immer wieder neue Einblicke zeigen. Wer dabei sein möchte, sollte also auch eine gewisse Affinität zu den sozialen Medien mitbringen und nicht schüchtern sein. Wer mitmachen will, hat bis Sonntag, 4. Juli, Zeit, eine Bewerbung mit einem Foto und einem kurzen Vorstellungstext an familie@azv.de zu schicken.

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Als Belohnung gibt es für die abenteuerlustige Familie einen Gutschein für ein Familienwochenende im Panorama Land- und Wellnesshotel in Rückholz (Ostallgäu). Dort heißt es dann: Seele baumeln lassen und genießen. Neben all dem, was die Familie erlebt, werden wir über ein Jahr hinweg eine Artikelserie veröffentlichen, die sich rund um die Landwirtschaft vor Ort und regionale Lebensmittel dreht.

(Lesen Sie auch: So gelingen richtig gute Allgäuer Apfelküchle)

"So schmeckt das Allgäu" - eine Serie über die Landwirtschaft

Das wirft gleich die erste Frage auf: Wo ist überhaupt „die Region“? Welche unterschiedlichen Maßstäbe werden angesetzt, wenn verschiedene Anbieter von heimischer Ware sprechen? Dazu kommt: Neben der konventionellen Landwirtschaft gibt es hier mittlerweile auch zahlreiche Biobauern. Wir wollen wissen: Was ist eigentlich der Unterschied? Teils setzen die Erzeuger heutzutage auch auf kreative Vermarktungsstrategien, vertreiben ihre Ware direkt ab Hof oder bieten Nutztiere zum „Leasing“ an. Und doch muss auch die breite Masse in den Supermärkten versorgt werden. Allein hier zeigt sich: Landwirtschaft ist vielseitig und vielfältig.

In der Reginon wird auch viel Gemüse angebaut.
In der Reginon wird auch viel Gemüse angebaut.
Bild: Sabine Roth

Wir wollen all diese Aspekte aufgreifen: Angefangen damit, was das Allgäu überhaupt ist und wie regionale Lebensmittel definiert werden, über den Unterschied zwischen biologischer und konventioneller Herstellung, den Dschungel an Gütesiegeln und die Verwendung von Allgäuer Produkten in Kantinen bis hin zu der Frage, ob der Klimawandel schon jetzt eine Auswirkung auf die Landwirtschaft in der Region hat.

Außerdem wollen wir wissen, welche Innovationen es in der Verpackungsindustrie gibt. Wir möchten Wertschöpfungsketten unter die Lupe nehmen und sehen, ob dort, wo Allgäu draufsteht, auch Allgäu drin ist, und uns mit den einzelnen Lebensmitteln von der Herstellung bis zum Verkauf auseinandersetzen. Wie setzen sich die Preise zusammen und wer bekommt wie viel ab? Starten soll die Aktion „So schmeckt das Allgäu“ im Juli.

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