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Boxer Michael Eifert aus Kempten: "Wichtigster Kampf meiner Karriere"

Michael Eifert kämpft am 16. Juli in Magdeburg gegen den Italiener Adriano Sperandio um den Intercontinental-Titel des Boxverbandes IBF. Momentan bereitet sich der 24-Jährige in Kempten auf das Duell vor.

Michael Eifert kämpft am 16. Juli in Magdeburg gegen den Italiener Adriano Sperandio um den Intercontinental-Titel des Boxverbandes IBF. Momentan bereitet sich der 24-Jährige in Kempten auf das Duell vor.

Bild: Ralf Lienert

Michael Eifert kämpft am 16. Juli in Magdeburg gegen den Italiener Adriano Sperandio um den Intercontinental-Titel des Boxverbandes IBF. Momentan bereitet sich der 24-Jährige in Kempten auf das Duell vor.

Bild: Ralf Lienert

Michael Eifert bestreitet Mitte Juli den wichtigsten Kampf seiner bisherigen Laufbahn. Wie sich der Kemptener auf das Duell gegen Adriano Sperandio vorbereitet.
23.06.2022 | Stand: 23:35 Uhr

In drei Wochen steht für Michael Eifert die bislang größte Bewährungsprobe in seiner noch jungen Karriere an. Der Profi-Boxer könnte am Samstag, 16. Juli, seinen ersten internationalen Titel im Seniorenbereich holen. Eifert trifft im „IBF Inter-Continental Championship im Halb-Schwergewicht“ auf den Italiener Adriano Sperandio. Der Kampf findet im Maritim-Hotel in Magdeburg statt.

Duell um den Intercontinental-Titel der IBF

Derzeit bereitet sich Eifert in Kempten auf den Kampf gegen Sperandio vor. „Sollte ich ihn besiegen, kann ich danach theoretisch um den WM-Titel boxen“, sagt Eifert. „Das ist die ultimative Motivation für mich.“ In der Rangliste der International Boxing Federation (IBF) wird der dreifache Junioren-Weltmeister und deutsche Meister Eifert auf Platz fünf gelistet, Sperandio auf Platz zehn. Die IBF gehört neben der World Boxing Association (WBA), der World Boxing Organization (WBO) und dem World Boxing Council (WBC) zu den vier größten Verbänden im Profiboxen. „Ich freue mich unfassbar auf das Duell gegen Sperandio“, sagt Eifert.

In Magdeburg, wo Eiferts Box-Stall SES seinen Sitz hat, findet der 24-Jährige eine vertraute Umgebung vor. „Das gibt mir natürlich schon jetzt ein gutes Gefühl“, sagt Eifert. Vergangene Woche stand dort bereits eine Pressekonferenz an, zu der auch Sperandio kam. „Ich habe ihn dort das erste Mal persönlich getroffen“, sagt Eifert. „Er hat einen entspannten Eindruck gemacht, aber auch sehr selbstsicher gewirkt.“

In Magdeburg trifft Eifert auf den Italiener Adriano Sperandio

Sperandio ist zehn Jahre älter als Eifert und steht bei 14 Siegen in 15 Kämpfen. Vorteile gegen Eifert (zehn Siege in elf Duellen) rechnet sich der gebürtige Römer aufgrund seiner Größenvorteile aus. „Ich bin deutlich größer, habe die so die Vorteile in der Distanz. Dazu meine Beinarbeit, meine Schnelligkeit – das soll mir den Titel sichern“, sagte der Italiener auf der Pressekonferenz. Großartig beeindruckt zeigte sich Eifert von den Aussagen seines Kontrahenten allerdings nicht. „Ich weiß, dass Sperandio den Größenvorteil und die längere Box-Erfahrung hat. Aber ich bin frisch, immer gut austrainiert und bin hungrig auf Titel“, sagt der 24-Jährige.

Wie sich Michael Eifert und Trainer Ali Celik auf den Kampf vorbereiten

Die Analyse von Sperandios Box-Stil liegt hauptsächlich bei Eiferts Trainer Ali Celik. „Er schaut sich viele Videos an und dann sehen wir, wie der Gegner in unterschiedlichen Situationen reagiert“, sagt Eifert. „Da geht es um Kleinigkeiten, die man nicht unbedingt sofort erkennt.“ Neben der Videoanalyse steht für den 24-Jährigen viel Sparring an. „Wir haben die nächsten Wochen ein volles Programm“, sagt Eifert. Der Kemptener trainierte zuletzt bereits mit dem Münchner Shefat Ifusi, demnächst kommt möglicherweise noch ein Vize-Europameister als Sparringspartner.

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Außerdem ist geplant, dass Eifert mit seinem SES-Kollegen Tom Dzemski trainiert. Der 25-Jährige bestreitet den zweiten Hauptkampf des Abends – falls Eifert den Interconti-Titel holt, hat Dzemski die Chance, auf nationaler Ebene die Nachfolge des Kempteners anzutreten. Insgesamt stehen am 16. Juli zehn Kämpfe auf dem Programm. „Für Michael ist es der logische Schritt, nun auch international im Herrenbereich anzugreifen. Er ist sportlich schon so weit, aber ob er als Box-Persönlichkeit schon reif für den Titel ist, wird man sehen“, sagte SES-Promoter Ulf Steinforth.

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