Unwetterwarnung für Deutschland

DWD bestätigt drei Tornados in NRW - Wann die nächsten Unwetter möglich sind

In Paderborn wurden laut Polizeiangaben 43 Menschen wegen des Unwetters verletzt. Hier die News zum Unwetter aktuell.

In Paderborn wurden laut Polizeiangaben 43 Menschen wegen des Unwetters verletzt. Hier die News zum Unwetter aktuell.

Bild: Lino Mirgeler, dpa

In Paderborn wurden laut Polizeiangaben 43 Menschen wegen des Unwetters verletzt. Hier die News zum Unwetter aktuell.

Bild: Lino Mirgeler, dpa

Die Unwetter haben am Freitag in Teilen Deutschland schwere Schäden verursacht. Wie ist die Lage aktuell - auch im Allgäu? News und Unwetterwarnung.
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Von Allgäuer Zeitung
21.05.2022 | Stand: 13:57 Uhr

  • Deutschland steht heute mit großer Wahrscheinlichkeit ein "extremes Unwetter" bevor.
  • Der Deutsche Wetterdienst warnt ab Nachmittag vor schwerem Gewitter, Starkregen, Orkanböen, und Hagel. Sogar Tornados seien möglich.
  • Auch im Allgäu kann es am Abend heftig gewittern und stürmen. Auch Starkregen ist wahrscheinlich. Schwerpunkt dürfte aber in Norddeutschland sein.

Wo gibt es aktuell eine Unwetterwarnung? Wie ist die Gewitter-Lage in Deutschland? Wie im Allgäu, in Kempten, Memmingen oder Kaufbeuren? Hier alle News im Ticker der Allgäuer Zeitung zum Unwetter in Deutschland.

21. Mai, 13.56 Uhr: Ruhiges Wochenende – am Montag aber erneut Unwetter möglich

Nach den heftigen Unwettern in Teilen Deutschlands sind Hagel, Blitz und Donner für den Rest des Wochenendes nun erstmal vorbei. "In die Bresche springt das neue Hoch "Zeus", das aber nicht mit Blitzen um sich wirft", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag in Offenbach. Für erneute Gewitter zu Beginn der neuen Woche könnte aber demnach schon am Montag das nächste Tief sorgen.

Bevor es so weit ist, können sich die Menschen in Deutschland erst einmal auf ein ruhiges Wochenende einstellen. Nach Angaben des DWD wird es am Sonntag vielfach heiter bis wolkig, im Westen, Süden und in der Mitte zeigt sich auch länger die Sonne.

Lediglich in den Alpen und am Schwarzwald könne vereinzelt noch etwas herunterkommen. Ganz so heiß wie in den vergangenen Tagen wird es aber auch nicht mehr. Die Temperaturen erstrecken sich von 16 bis 24 Grad in der Nordhälfte, im Rest des Landes zwischen 22 und 27 Grad.

"Am Montag droht mit dem nächsten Gewittertief neues Ungemach", erklärte der Meteorologe. Dabei schlagen die Gewitterparameter wieder deutlich an, allerdings nicht so stark wie vergangenen Donnerstag und Freitag.

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Unwetter

Unwetter in Deutschland: Verletzte nach mutmaßlichem Tornado in NRW

Trotzdem erwartet der DWD abermals im Westen und Südwesten lokale Unwetter mit größerem Hagel, Starkregen und schweren Sturmböen. Auch erneute Tornados seien nicht völlig ausgeschlossen. Im Osten bleibe es dagegen heiter. Die Höchsttemperaturen am Montag liegen zwischen 21 und 27 Grad. In der Nacht zum Dienstag ziehen die Gewitter laut DWD nach Nordosten ab, und die Unwetterlage beruhigt sich wieder.

21. Mai, 13.45 Uhr: Paderborner Bürgermeister: Massive Zerstörungen quer durch die Stadt

Der Tornado hat in Paderborn nach Schilderung von Bürgermeister Michael Dreier (CDU) mit enormer Kraft in mehreren Stadtteilen massive Zerstörungen angerichtet. Der Tornado verursachte nach Angaben der Behörden am Freitag in einem Korridor von West nach Ost, der ungefähr 300 Meter breit ist und sich über fünf Kilometer Länge mitten durch die Stadt zieht, erhebliche Zerstörungen.

"Im Riemeke-Park sind sprichwörtlich die Bäume umgeknickt wie Streichhölzer. Es sind unzählige Dächer komplett mit den Pfannen entdacht worden. Es sind viele Scheiben eingeschlagen worden durch den Wind", sagte Dreier am Samstag in einer Pressekonferenz.

21. Mai, 11.35 Uhr: Unwetter in Bayern - Hunderte Einsätze und mehrere Verletzte

Umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer und Straßensperrungen: Das Unwetter vom Freitagabend hat in Franken Hunderte Feuerwehreinsätze ausgelöst. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bei einem Unwetter in Mittelfranken ist eine Holzhütte eingestürzt. 14 Menschen wurden dabei verletzt.
Bei einem Unwetter in Mittelfranken ist eine Holzhütte eingestürzt. 14 Menschen wurden dabei verletzt.
Bild: Haubner/vifogra, dpa

21. Mai, 11.25 Uhr: Paderborn: 13 Schwerverletzte, darunter eine Schwerstverletzte

Bei dem Tornado in Paderborn hat es am Freitag nach Angaben der Stadt 13 Schwerverletzte gegeben - darunter eine Schwerstverletzte. Insgesamt seien es 43 Verletzte, sagte am Samstag Bürgermeister Michael Dreier (CDU) bei einer Pressekonferenz. Über 400 Einsatzkräfte seien unterwegs gewesen.

21. Mai, 10.41 Uhr: Kreis Höxter in NRW meldete schwere Schäden - Impfstelle geschlossen

Auch im Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen hat Sturmtief Emmelinde nach Angaben der Kreisverwaltung schwere Schäden hinterlassen. Die Behörde verwies in einer Mitteilung am Samstag auf schwere Schäden unter anderem im Ortsteil Lütmarsen der Stadt Höxter. Um die Aufräumarbeiten dort nicht zu beeinträchtigen und den Verkehr in der Gemeinde möglichst gering zu halten, werde in Abstimmung mit der Feuerwehr der Stadt Höxter eindringlich darum gebeten, am Samstag nicht zur Impfstelle des Kreises in Lütmarsen zu kommen. Der Deutsche Wetterdienst hatte für Lütmarsen einen Tornadoverdacht bestätigt.

21. Mai, 10.05 Uhr: Polizei appelliert: Innenstadt von Paderborn meiden

Die Polizei in Paderborn hat eindringlich dazu aufgerufen, die Innenstadt wegen der Tornado-Schäden, möglichen Gefahren und laufenden Aufräumarbeiten vorerst zu meiden. "Viele Straßen im Schadensgebiet, das sich von West nach Ost quer durch die Stadt zieht, müssen zeitweise, teilweise auch längerfristig gesperrt werden", erklärte sie.

"Wer nicht zwingend in die Stadt fahren muss, sollte die Gebiete weiträumig umfahren, um Platz für die vielen Arbeitskräfte vorzuhalten", riet die Polizei. Gefahren bestünden weiter auch für Fußgänger, die die betroffenen Bereiche meiden sollten. Außerdem appellierte die Polizei eindringlich in einer Mitteilung am Samstag: "Schaulustige haben hier nichts zu suchen. Sie begeben sich unnötig in Gefahr und behindern die wichtigen Arbeiten!"

21. Mai, 9.50 Uhr: Unwetter in Tirol - mehrere Straßen im Bezirk Landeck blockiert

Am Freitagabend gegen 21 Uhr ist ein heftiges Unwetter über den Bezirk Landeck in Tirol gezogen. Wie die Polizei aus Österreich mitteilt, wurden dabei mehrere Bäume und Sträucher entwurzelt und teilweise umgeworfen, wodurch es zu Behinderungen auf verschiedenen Straßen kam.

Die B171 - Tiroler Straße zwischen Pians und Strengen wurde durch mehrere Bäume blockiert. Die Feuerwehr musste die Fahrbahn von den Bäumen befreien, die Straßenmeisterei reinigte die Straße. Ab 0.37 Uhr konnte die B171 wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Die B188 - Paznauntalstraße wurde zwischen Pians und Wiesberg für den gesamt Verkehr gesperrt. Eine Verkehrsbegehung zum weiteren Vorgehen wurde für Samstagmorgen um 7 Uhr angesetzt. Die Autos wurden über die Tobadill umgeleitet.

21. Mai, 9.30 Uhr: Hunderte Feuerwehreinsätze wegen Unwettern in Mittelfranken

Das Unwetter im bayerischen Mittelfranken hat knapp 400 Feuerwehreinsätze in Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie in den Landkreisen Nürnberger Land, Fürth und Erlangen-Höchstadt ausgelöst. Die Feuerwehr rückte vor allem wegen vollgelaufener Keller, entwurzelter Bäume und beschädigter Hausdächer an, wie sie am frühen Samstagmorgen mitteilte.

Zwischen Neuhaus und Hersbruck wurde die Bahnstrecke gesperrt, weil Bäume die Gleise blockierten. In Nürnberg-Wetzendorf fielen Bäume in eine Stromleitung. Der Störungsdienst schaltete die Leitung dann ab, um den Baum entfernen zu können. Menschen wurden im Zuge des Unwetters nicht verletzt.

Die Einsätze wurden am Freitag nach Angaben der Feuerwehr über einen Zeitraum von etwa sechs Stunden abgearbeitet. Die Aufräumarbeiten dürften sich demnach bis in den Vormittag ziehen.

21. Mai, 8.58 Uhr: Keine Verletzten bei schwerem Unwetter in Lippstadt

Bei dem schweren Unwetter in Lippstadt im Kreis Soest hat es nach Informationen der Polizei keine Verletzten gegeben. Es liege keine Verletztenmeldung vor, sagte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen. Es liefen weiter Auf Uhrräumarbeiten in Lippstadt. "Nach so einem Chaos muss alles aufgeräumt werden", verdeutlichte er und fügte hinzu: "Es sind viele Einsatzkräfte unterwegs gewesen und sind auch noch unterwegs." Es gehe vor allem um Schäden an Dächern und Bäumen, die am Freitag entstanden seien. In der Innenstadt von Lippstadt seien auch Bereiche noch sicherheitshalber abgesperrt.

21. Mai, 8.44 Uhr: Hütte bei Unwetter eingestürzt - 14 Verletzte

Beim Einsturz einer Holzhütte bei einem Unwetter in Mittelfranken sind 14 Menschen verletzt worden, darunter mehrere Kinder. Eine 37 Jahre alte Frau sei mit schwersten Verletzungen in eine Klinik geflogen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Auch eines der Kinder sei per Hubschrauber in ein Krankenhaus gekommen. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend in Spalt (Landkreis Roth) nahe dem Großen Brombachsee.

Der Polizeisprecherin zufolge hatten angesichts des in Bayern aufziehenden Unwetters offenbar mehrere Urlauber in der rund 105 Quadratmeter großen Hütte Schutz gesucht. Aus ungeklärter Ursache sei diese dann zur Seite gekippt und zusammengefallen. Ersthelfer hätten noch vor Eintreffen der Rettungskräfte sämtliche Personen aus den Trümmern geborgen.

Der Kriminaldauerdienst sicherte den Angaben nach Spuren und übernahm die Ermittlungen zur Unglücksursache. Die Staatsanwaltschaft ordnete zudem an, dass ein Sachverständiger hinzugezogen wird.

21. Mai, 8.35 Uhr: Stromschlag im unter Wasser stehenden Keller - Mann stirbt

In einem unter Wasser stehenden Keller ist ein 38-Jähriger beim Unwetter in Rheinland-Pfalz am Freitag ums Leben gekommen. Der Mann habe beim Betreten des Kellers einen Stromschlag erlitten, sei dadurch zu Fall gekommen und vermutlich mit dem Kopf aufgeschlagen, teilte die Polizei mit. Das Unglück passierte im Anwesen einer Familie in Wittgert (Kreis Westerwald), der 38-Jährige war ein Bekannter. Die Reanimation des Mannes sei erfolglos geblieben, er starb noch vor Ort, hieß es weiter. Die genauen Abläufe seien Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.

21. Mai, 8.19 Uhr: DWD bestätigt drei Tornados in NRW

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nach den schweren Unwettern am Freitag in Teilen von Nordrhein-Westfalen drei Tornadoverdachtsfälle bestätigt. "Drei können wir bestätigten", sagte ein Sprecher des DWD am Samstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Demnach sind in Paderborn, Lippstadt und in Lütmarsen, einem Ortsteil der Stadt Höxter, Tornados aufgetreten.

21. Mai, 7.40 Uhr: Polizei: 43 Verletzte nach Unwetter in Paderborn

Bei dem schweren Unwetter in Paderborn sind nach Angaben der Polizei 43 Menschen verletzt worden. Einige darunter schwer, sagte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Eine schwer verletzte Person sei in ein Krankenhaus nach Bielefeld geflogen worden.

Es stünden umfangreiche Aufräumarbeiten an. Lose Dachziegel, umgestürzte Baugerüste und Äste, die in Fenster gekracht seien, beschrieb der Polizeisprecher die Schäden von Freitagabend. In einem Gewerbegebiet habe es größere Gebäudeschäden gegeben.

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Unwetter hinterlassen in Paderborn und Lippstadt eine Spur der Zerstörung

21. Mai, 7.35 Uhr: Allgäuer Polizei hatte "keinen einzigen Einsatz" in der Nacht

Obwohl der Deutsche Wetterdienst (DWD) in der Nacht und am frühen Morgen Warnungen vor Gewittern im Allgäu herausgegeben hat, hielt sich die Unwetterlage in der Region in Grenzen. Auf Nachfrage unserer Redaktion teilt die Einsatzzentrale der Polizei am Morgen mit, dass die Polizei im Allgäu in der Nacht und am Morgen "keinen einzigen Einsatz" wegen Unwetter hatte. Bei Feuerwehreinsätzen wegen umgestürzten Bäumen oder Ähnlichen werde die Polizei in der Regel auch informiert.

20. Mai, 21.14 Uhr: Video des Tornados in Paderborn

Auf der Internetplattform Twitter kursieren Videos, die den Tornado in Paderborn zeigen sollen. Eines dieser Videos hat nun die Feuerwehr der Stadt geteilt. "Im Zuge eines Gewitters hat eine Windhose am Freitagnachmittag eine Schneise der Verwüstung von West nach Ost mitten durch Paderborn in Richtung der östlichen Stadtteile gezogen", erklärte die Polizei am frühen Abend. Die Beamten berichteten von Millionenschäden.

20. Mai, 21.13 Uhr: Wetterdienst rechnet nachts mit unwetterartigen Gewittern im Süden Deutschlands

Der Deutsche Wetterdienst rechnet für die Nacht zum Samstag im Süden noch mit teils unwetterartigen Gewittern. Sonst sollen die Gewitter Richtung Polen abziehen, das Wetter sich von Westen beruhigen. Am Samstag könnte es dann im Nordosten noch ganz vereinzelt kurze Gewitter mit stürmischen Böen geben, die am Nachmittag nachlassen.

20. Mai, 20.08 Uhr: Feuerwehrauto in Paderborn beschädigt

Auch ein Feuerwehrauto wurde beim Sturm in Paderborn beschädigt. Die Feuerwehr der Stadt teilte ein Bild des Fahrzeugs auf Twitter. Verletzt worden sei glücklicherweise keiner der Feuerwehrleute.

20. Mai, 19.50 Uhr: Bis zu 40 Verletzte durch Sturm in Paderborn

Im Zuge eines Gewitters hat eine Windhose am Freitagnachmittag eine Schneise der Verwüstung von West nach Ost mitten durch Paderborn in Richtung der östlichen Stadtteile gezogen. 30 bis 40 Verletzte, davon mindestens 10 schwer, forderte der Sturm. Die angerichteten Schäden sind noch nicht überschaubar.

Vom Riemekeviertel durch die Innenstadt bis zum Gewerbegebiet Auf dem Dören und dann über Benhausen bis Neuenbeken sind viele Straßen unpassierbar. Einige Unfälle behindern den Verkehr zusätzlich. Die Innenstadtparks sind gesperrt und nicht passierbar.

Im Gewerbegebiet Auf dem Dören sind Dächer von Hallen abgerissen worden. Bleche, Dämmung und andere Materialien sind Kilometerweit geflogen. Unzählige Dächer sind abgedeckt oder schwer beschädigt. Viele Bäume liegen noch auf zerstörten Autos. Der Busverkehr ist stark behindert und auf einigen Strecken nicht mehr möglich. Die Bahnstrecke von Paderborn nach Altenbeken ist blockiert.

20. Mai, 19.43 Uhr: Einschränkungen im Bahnverkehr in Bayern wegen umgestürzter Bäume

Wegen zahlreicher Bäume im Gleis gibt es im Raum Nürnberg am Freitagabend erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr. Das teilte die DB Regio Bayern per Twitter mit. Der S-Bahn Verkehr auf den Strecken Neustadt-Aisch-Steinach sowie Bad Windsbach-Wicklesgreuth müsse komplett eingestellt werden. Nach hochsommerlichen Tagen in Bayern hatte der Deutsche Wetterdienst für Freitag kräftiges Unwetter prognostiziert. In Franken gab es teils heftige Gewitter.

20. Mai, 19.05 Uhr: DWD warnt vor starken Gewittern im Unterallgäu, Oberallgäu, Ostallgäu und Kreis Lindau

Der Deutsche Wetterdienst warnt nun in allen Allgäuer Kreisen vor Gewittern am Freitagabend. Die Warnungen gelten also für das Unterallgäu, Oberallgäu, Ostallgäu und den Kreis Lindau (jeweils Stufe 2 von 4). Es besteht demnach die Gefahr von Blitzschlag, entwurzelten Bäumen und herabstürzenden Ästen und Dachziegeln.

Die Warnung gilt vorerst bis 22 Uhr am Freitag, im Unterallgäu bis 21 Uhr.

20. Mai, 18.50 Uhr: Feuerwehr Düsseldorf meldet Vielzahl von Einsätzen

Ein kurzes, aber starkes Gewitter ist nach Aussage der Feuerwehr Düsseldorf über die Stadt gezogen. Derzeit sei man noch damit beschäftigt, alle Einsatzstellen abzufahren.

20. Mai, 18.14 Uhr: Mutmaßlicher Tornado in Lippstadt

Durch Lippstadt zog mutmaßlich ein Tornado. Es habe schwere Schäden im gesamten Stadtgebiet gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher. Zahlreiche Dächer seien abgedeckt worden und Bäume auf Autos gestürzt. Von Toten sei ihm nichts bekannt, sagte der Sprecher.

20. Mai, 17.02 Uhr: Warnung vor extremen Orkanböen und Tornados im Raum Düsseldorf und Wiesbaden

Große Gewitterzellen liegen aktuell über dem Raum Düsseldorf und über dem Bereich Wiesbaden. Der DWD warnt vor"extremen Orkanböen mit Geschwindigkeiten um 140 km/h sowie extrem heftigem Starkregen mit Niederschlagsmengen um 45 l/m² pro Stunde und Hagel mit Korngrößen um 5 Zentimeter. "Das zusätzliche Auftreten von Tornados ist möglich", so die Warnung.

20. Mai, 16.38 Uhr: DWD: Gewitter erreichen am späten Nachmittag Bayern

20. Mai, 15.15 Uhr: Erste amtliche Unwetterwarnungen in NRW

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am frühen Freitagnachmittag zunächst für die südwestlichen Gebiete Nordrhein-Westfalens - einem Streifen von Aachen bis nach Essen im Ruhrgebiet - amtliche Unwetterwarnungen herausgegeben. Dort könnte es am Nachmittag zuerst zu schweren Gewittern mit heftigem Starkregen und Hagel kommen, sagte ein Sprecher. Die Menschen müssten zudem mit Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern rechnen. Das Unwetter könne ab dem Nachmittag bis in den Abend hinein Gebiete im gesamten Bundesland treffen. Auch mit weiteren Warnungen der Stufen 3 und 4 vor extremen Unwettern sei zu rechnen. "Wer nichts vorhat, soll auch lieber zuhause bleiben", so der Sprecher.

20. Mai, 13.40 Uhr: Deutsche Bahn stellt sich auf Verspätungen und Ausfälle ein - und bietet flexible Umbuchung an

Die Deutsche Bahn stellt ihre Kundschaft bereits auf Verspätungen und Zugausfälle ein. Fahrgäste, die ihre für Freitag geplante Reise wegen des Unwetters verschieben wollen, könnten bereits gebuchte Fernverkehrstickets bis einschließlich sieben Tage nach Störungsende flexibel nutzen. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei umgetauscht werden, hieß es auf der Website der Bahn.

20. Mai 12.09 Uhr: Gewitterfront rückt näher - "Vereinzelte Tornados nicht ausgeschlossen"

Das Gewitter-Tief, das von Frankreich her Richtung Deutschland zieht, kommt allmählich näher. Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell zunächst NRW und Rheinland-Pfalz vor schweren Gewittern. Dabei sei lokal extrem heftiger Starkregen um 40 l/m² in kurzer Zeit, großer Hagel bis 5 cm und schwere Sturm- bis Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 130 km/h möglich. "Vereinzelte Tornados nicht ausgeschlossen", so der DWD wörtlich. Am Abend seien dann auch im Süden des Landes einzelne kräftige Gewitter mit Unwetterpotential vor allem durch Starkregen und Hagel wahrscheinlich.

20. Mai, 11 Uhr: Gewitter im Allgäu für Freitagabend erwartet

Im Allgäu und am Alpenrand werden die angekündigten Gewitter wohl heute Abend eintreffen. Von Nordwesten zieht am Nachmittag eine Kaltfront heran, die auf subtropische, heiße Luft stößt, hieß es beim Deutschen Wetterdienst. Ab dem Nachmittag seien zunächst in Franken teils heftige Gewitter zu erwarten, in der Spitze mit 40 Litern Regen je Quadratmeter, Hagel mit zwei Zentimetern Durchmesser sowie starke Sturmböen von um die 100 Stundenkilometer. Ansonsten dürften laut dem DWD-Experten bis zu 25 Liter Regen fallen, sich kleinere Hagelkörner bilden und stürmische Böen mit bis zu 75 Stundenkilometern aufziehen.

Am Abend und in der Nacht soll es dann in den Alpen und im Alpenvorland gewittern, während die Unwetter in Franken nachlassen dürften.

20. Mai, 8.43 Uhr: Blitzeinschläge und vollgelaufene Keller in Bayern

Gewitter und Starkregen haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Bayern vergleichsweise wenige Schäden angerichtet. In Zellingen (Landkreis Main-Spessart) schlug wahrscheinlich ein Blitz in ein Haus ein und entfachte einen Dachstuhlbrand, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Verletzt wurde dabei niemand, die Feuerwehr konnte das Ausbreiten des Brandes verhindern.

In den meisten anderen Fällen rückte die Polizei wegen umgestürzter Bäume, umgeknickten Verkehrsschildern und vollgelaufenen Kellern aus. Für den Freitag meldet der Deutsche Wetterdienst vor allem für Nordbayern weiter Starkregen und schwere Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern. In der Nacht zum Samstag soll es in den Alpen und im Alpenvorland zu Starkregen mit bis zu 35 Litern pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden kommen.

In Hamburg regnete es so heftig, dass manche Straßen überschwemmt wurden.
In Hamburg regnete es so heftig, dass manche Straßen überschwemmt wurden.
Bild: Daniel Bockwoldt, dpa

20. Mai, 7.45 Uhr: Murenabgang in Tirol wegen starker Regenfälle

In Sellrain in Tirol hat es in der Nacht aufgrund der starken Regenfälle einen Murenabgang gegeben. Gegen 22.30 Uhr hat es eine 100 Meter lange Vermurung auf der Sellrainer Landesstraße gegeben, teilt die POlizei aus Österreich mit. Bei dem Murenabgang in Tirol wurden keine Menschen verletzt. Die Straße war während der Aufräumarbeiten für den Verkehr gesperrt.

20. Mai, 7.24 Uhr: Blitzeinschlag wahrscheinlich Ursache für Brand

Ein Blitzschlag ist nach ersten Erkenntnissen für einen Dachstuhlbrand in Zellingen bei Würzburg verantwortlich gewesen. Die Familie, die in dem Haus wohnt, konnte das Gebäude am Donnerstagabend bei dem kräftigen Gewitter rechtzeitig verlassen und wurde nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Am Haus entstand ein Schaden von mindestens "mehreren Zehntausend Euro", wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Auch eine sechsstellige Schadenssumme sei nicht ausgeschlossen. Das sei aber noch völlig offen, alles weitere müssten nun die Experten klären.

Als die Feuerwehr eintraf, schlugen bereits Flammen aus dem Dachstuhl des Hauses. Das Feuer konnte jedoch schnell unter Kontrolle gebracht werden. Nach dem jetzigen Stand deute alles auf einen Blitzeinschlag als Ursache hin, sagte der Polizeisprecher. Es gebe auch entsprechende Zeugenaussagen.

20. Mai, 6.34 Uhr: Wetterdienst: Ab den Mittagsstunden schwere Gewitter zu erwarten

Die Menschen in vielen Regionen Deutschlands müssen sich am Freitag auf heftige Unwetter einstellen. Dabei soll es am Vormittag zunächst nur vereinzelte Gewitter geben - vorrangig in einem Streifen entlang von Mosel und Main bis zum Erzgebirge, lokal mit Starkregen und Hagel - aber dann: "Ab den Mittagsstunden auf NRW und Rheinland-Pfalz übergreifende schwere Gewitter mit erhöhter Unwettergefahr! Dabei lokal extrem heftiger Starkregen um 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, großer Hagel bis fünf Zentimeter und schwere Sturmböen bis Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 130 Stundenkilometern. Vereinzelte Tornados nicht ausgeschlossen", prognostizierte der DWD in Offenbach am Morgen.

Am Freitagnachmittag ziehen die Gewitter ostwärts, am Abend kann es auch im Süden des Landes einzelne kräftige Gewitter mit Unwetterpotenzial vor allem durch Starkregen und Hagel geben. Die höchsten Temperaturen liegen am Freitag zwischen 20 Grad an der See, schwülwarmen 27 Grad in der Mitte und heißen 34 Grad am Oberrhein.

In der Nacht zum Samstag gibt es an den Alpen auch unabhängig von Gewittern lokal Starkregen zwischen 20 und 35 l/qm innerhalb weniger Stunden, vereinzelt auch etwas mehr..

20. Mai, 6.18 Uhr: Weitere Unwetter in Deutschland erwartet

Das Unwetter in Deutschland hat sich in der Nacht zum Freitag etwas beruhigt. Die Schäden waren weniger schwer als zunächst erwartet. Gegen Mitternacht hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) die bestehenden Unwetterwarnungen zunächst auf. In der Nacht gab es vor allem in Franken noch einzelne, teils kräftige Gewitter mit Starkregen, kleinerem Hagel und Sturmböen mit bis zu 80 Stundenkilometer.

Zuvor war eine Gewitterfront über den Westen Deutschlands gezogen. Vielerorts verdunkelte sich schlagartig der Himmel. Es gab lokal heftige Regenfälle, Donner und Blitze. Auch im Norden kam es zu heftigen Niederschlägen. In Hamburg musste eine vollgelaufene Tiefgarage von der Feuerwehr abgepumpt werden. Auch in Baden-Württemberg im Landkreis Ludwigsburg musste die Feuerwehr Keller auspumpen und mit Schlamm bedeckte Straßen räumen.

Ab Freitagmittag erwartet der DWD in Teilen Nordrhein-Westfalens und dem nördlichen Rheinland-Pfalz bis nach Brandenburg und Sachsen teils extreme Gewitter mit schweren Sturm- und Orkanböen sowie heftigem Starkregen und Hagel. Starke Gewitter soll es auch im Südwesten geben. In Nord- und Mittelhessen dagegen wird stellenweise Nebel erwartet.

19. Mai, 22.15 Uhr: Gewitterzelle zieht nach Süden

Laut DWD zieht die aktuelle Gewitterzelle nach Südosten weiter. Für den Bereich um Regensburg gilt inzwischen die Warnstufe 3 von 4. Auch östlich von München kann es heftigst gewittern. Für das Allgäu gibt es aktuell keine Warnungen.

19. Mai, 21 Uhr: Unwetter ziehen über Westdeutschland

Trotz umgestürzter Bäume und Beeinträchtigungen im Flug- und Bahnverkehr ist im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen das Unwetter zunächst etwas weniger heftig ausgefallen als vorhergesagt.

Die Gewitterfront erreichte NRW am Nachmittag über den Südwesten bei Aachen und zog dann über das Rheinland sowie das Münsterland und das Ruhrgebiet hinweg. Vielerorts verdunkelte sich schlagartig der Himmel. Es gab lokal heftig Regen, Donner und Blitze. Später zog die Gewitter-Front weiter über Südwestfalen Richtung Ostwestfalen-Lippe.

Starker Regen in Krefeld. Ein Unwetter zog am Donnerstagnachmittag über weite Teile Nordrhein-Westfalens.
Starker Regen in Krefeld. Ein Unwetter zog am Donnerstagnachmittag über weite Teile Nordrhein-Westfalens.
Bild: Alexander Forstreuter, dpa

Morgen am Freitag steht weiten Teilen Deutschlands nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit großer Wahrscheinlichkeit "extremes Unwetter" mit Gewitter, Hagel und Sturm bevor. Nach Einschätzung eines Meteorologen dürfte vielerorts die höchste Warnstufe (Stufe 4) ausgerufen werden.

Wahrscheinlich bilden sich demnach auch sogenannte Superzellen - sich drehende Systeme mit starken Aufwinden, die sich völlig eigenständig und damit schwer vorhersehbar bewegen. Auch für Tornados und heftige Orkanböen mit Windstärke 12 gebe es "ideale Bedingungen".

19. Mai, 19.40 Uhr: Unterricht fällt wegen Unwetterwarnung aus

Wegen der Warnung vor Starkregen und Sturmböen bleiben an diesem Freitag alle Schulen in Trägerschaft des Kreises Ahrweiler geschlossen. Wie die örtliche Kreisverwaltung am Donnerstagabend mitteilt, findet dort kein Unterricht statt. Der Kreis empfehle den Trägern der übrigen Schulen dringend, diese ebenfalls geschlossen zu halten. Detaillierte Informationen sind demnach bei den jeweiligen Schulen zu erfragen.

Der Kreis appellierte zudem an alle Eltern von Kita-Kindern, am Freitag vom Besuch der Kindertagesstätte abzusehen und die Kinder zu Hause zu betreuen.

19. Mai, 18.40 Uhr: Blitzeinschlag auf Frachter: ein Schwerverletzter

Bei einem Blitzeinschlag ist auf einem Frachtschiff in Duisburg eine Person schwer verletzt worden. Es handle sich vermutlich um einen Beschäftigten auf dem Schiff, sagte ein Feuerwehrsprecher. Er habe sich während des schweren Unwetters am Donnerstagnachmittag in NRW auf dem Frachter aufgehalten. Der Blitz sei auf dem Deck eingeschlagen und habe den Mann dadurch schwer verletzt, so der Sprecher. Zuvor hatte die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" über den Blitzeinschlag berichtet.

Inzwischen warnt der Deutsche Wetterdienst im Ostallgäu, im Oberallgäu und im Landkreis Lindau vor starken Gewittern.

19. Mai, 18 Uhr: Bäume blockieren Züge

Infolge des Unwetters haben umgestürzte Bäume am Niederrhein und im Münsterland Bahnstrecken blockiert. Zwischen Düsseldorf und Leverkusen stürzte ein Baum am Donnerstag auf die Nord-Süd-Hauptstrecke. Dort werde hoffentlich ein Teil der Strecke bald wieder freigegeben werden können, sagte ein Bahnsprecher am Nachmittag auf Anfrage. Die Störung der S-Bahn-Linie 6 zwischen Düsseldorf und Köln könne dagegen länger dauern.

"Die Kollegen bemühen sich, die Strecken schnellstmöglich wieder freizubekommen. Mit Beeinträchtigungen im Berufsverkehr muss dennoch gerechnet werden", hieß es. Auch in der Eifel kam es zu Unwetterschäden.

19. Mai, 17.40 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor "schwerem Gewitter" im Oberallgäu

Inzwischen warnt auch der Deutsche Wetterdienst vor schwerem Gewitter im Oberallgäu - und im Landkreis Lindau.

19. Mai, 16.59 Uhr: "Hohes Gewitterrisiko" auch für das Allgäu

Auch für das Allgäu besteht jetzt ein "hohes Gewitterrisiko" heute Abend. Das meldet Wetter Online. Die Unwetter ziehen derzeit von Westen heran. Für Biberach und Neu-Ulm hat der DWD bereits Unwetterwarnungen herausgegeben. "Es treten Gewitter auf. Dabei gibt es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 40 l/m² pro Stunde sowie Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 85 km/h (24m/s, 47kn, Bft 9) und Hagel mit Korngrößen um 2 cm", so der DWD.

19. Mai, 16.05 Uhr: Erste schwere Gewitter in Westdeutschland aufgezogen - Zugverkehr in die Niederlande gestört

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Nachmittag für die westlichen Teile Nordrhein-Westfalens eine amtliche Warnung vor schwerem Gewitter herausgegeben. Das Unwetter erreicht laut DWD zunächst den Westen des Münsterlandes, des Ruhrgebiets und des Rheinlands. Dort könnte es zuerst zu orkanartigen Böen und heftigem Starkregen kommen. Die Menschen müssten zudem mit Hagelkörnern rechnen.

Wegen schwerer Unwetter ist der Zugverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden am Donnerstagnachmittag gestoppt worden. Das teilte die Deutsche Bahn per Twitter mit.

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19. Mai, 14.30 Uhr: Auch in Bayern werden Gewitter erwartet

Auch in einigen Teilen Bayerns werden für die nächsten Tage heftige Gewitter und Regenschauer erwartet. Selbst Tornados schließen die Meteorologen für Nordbayern nicht aus. "Die Gewitter, die wir für Mitteldeutschland erwarten, werden wohl nicht ganz schadlos an Bayern vorbeigehen", so ein Sprecher des DWD. "Die Voraussetzungen sind vorhanden, allerdings sieht es nach aktuellem Stand so aus, als liege die Gefahr deutlich nördlich der Landesgrenze."

  • Bereits am Donnerstag seien in Bayern lokal eng begrenzt schwere Unwetter möglich, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Vor allem am Alpenrand und damit im Allgäu könnte es krachen.
  • Am Freitag rechnet der DWD noch mit viel Sonnenschein, im Tagesverlauf seien vor allem in den Alpen Gewitter möglich. Dort könne es auch zu Starkregen und Hagel kommen.
  • Am Samstag ist das Wetter vermutlich zweigeteilt: Während es im Süden Bayerns Schauer und Gewitter geben kann, dürfte es im Norden laut DWD trocken bleiben.
  • Für Sonntag geht die Prognose von sonnigem Wetter fast überall in Bayern aus.

Was tun, wenn beim Wandern plötzlich Gewitter aufzieht? Hier wichtige Tipps.

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Brutale Naturgewalt: Zahlen und Fakten zu Gewitter

19. Mai, 13.20 Uhr: Superzellen und Tornados - Meteorologen erwarten extremes Unwetter

Deutschland steht laut Deutschem Wetterdienst (DWD) mit großer Wahrscheinlichkeit am Freitag ein "extremes Unwetter" mit Gewitter, Hagel und Sturm bevor. Nach Einschätzung eines DWD-Meteorologen dürfte vielerorts die höchste Warnstufe (Stufe 4) ausgerufen werden. "Damit drohen dort, wo der Gewitterkomplex langzieht, massive Schäden", sagte der Wetterforscher am Donnerstag in Offenbach.

Wahrscheinlich bilden sich demnach auch sogenannte Superzellen - sich drehende Systeme mit starken Aufwinden, die sich völlig eigenständig und damit schwer vorhersehbar bewegen. Auch für Tornados und heftige Orkanböen gebe es "ideale Bedingungen". Hinzu kämen Hagel und teils extremer Starkregen. Dabei könnten innerhalb weniger Stunden bis zu 80 Liter Regen auf den Quadratmeter fallen.

19. Mai, 8.15 Uhr: Kräftige Gewitter und Starkregen erwartet

In Teilen Deutschlands drohen am Donnerstag und Freitag kräftige Gewitter. Im Emsland erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) schon am Donnerstagvormittag Schauer und Gewitter, im Westen und Nordwesten sowie im Schwarzwald und an den Alpen vor allem ab dem Nachmittag. Dort kann es auch Unwetter mit Starkregen von bis zu 40 Liter pro Quadratmeter, Sturm- oder Orkanböen bis um die 100 Kilometer pro Stunde und drei Zentimeter große Hagelkörner geben.

Grund für die Gewitter ist eine warme und zunehmend sehr feuchte Luftmasse, die aus dem Westen kommt. Tagsüber wird es schwülwarm bis heiß, mit Temperaturen von bis zu 27 und 32 Grad. Im Südosten und Osten Deutschlands ist es am Donnerstag dagegen sonnig und trocken.

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