Prognosen der Meinungsforscher

Umfragen vor der Bundestagswahl 2021: Union verliert weiter an Boden

Welche Partei gewinnt bei der Bundestagswahl 2021. Umfrage-Ergebnisse aktuell finden Sie hier.

Welche Partei gewinnt bei der Bundestagswahl 2021. Umfrage-Ergebnisse aktuell finden Sie hier.

Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolfoto)

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Wie sind die Umfrage-Ergebnisse zur Bundestagswahl 2021? Wie stehen Union, Grüne, SPD oder AfD in Prognosen der Meinungsforscher da? Aktuelle News dazu hier.
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Von Allgäuer Zeitung
02.05.2021 | Stand: 08:33 Uhr

  • Am 26. September ist Bundestagswahl 2021.
  • Nach 16 Jahren im Amt tritt Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht mehr an.
  • Die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD könnte durch neue Koalitionen wie Schwarz-Grün oder die "Ampel" ersetzt werden.
  • Für die Union geht Armin Laschet ins Rennen, die Grünen haben Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin gemacht. Für die SPD tritt Olaf Scholz an.
  • Wie beeinflusst die Corona-Krise den Ausgang der Bundestagswahl 2021?

Schon Monate vor der Bundestagswahl 2021 im September drängen sich viele Fragen auf. Meinungsforscher und Umfrage-Institute versuchen, ein aktuelles Stimmungsbild wiederzugeben. Wie denken die Deutschen zu Themen wie Corona-Einschränkungen oder dem Klimawandel? Welchen Kanzlerkandidaten bevorzugt die Mehrheit? Welche Partei liegt in den Umfragen vorn - welche fällt zurück?

In diesem Artikel finden Sie laufend aktuelle Umfrage-Ergebnisse vor der Bundestagswahl 2021

2. Mai 2021: Umfrage: Union verliert weiter an Zustimmung

Die Union verliert in einer neuen Umfrage weiter an Zustimmung. Im Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Kantar für die "Bild am Sonntag" büßen CDU und CSU drei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche ein und erreichen nur noch 24 Prozent. Damit liegen sie deutlich hinter den Grünen, die 27 Prozent wählen würden (minus 1 zur Vorwoche). Um jeweils zwei Prozentpunkte zulegen können die SPD auf 15 Prozent und die FDP auf 11 Prozent. Unverändert bleiben die Werte von Linkspartei (7 Prozent) und AfD (10 Prozent).

27. April 2021: Neue Werte: Union und Grüne liegen Kopf an Kopf

Die Union bleibt auch in einer weiteren Umfrage deutlich hinter ihren Erwartungen zurück. 23 Prozent der Wählerstimmen würden CDU und CSU laut einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa für die "Bild" holen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Damit liegen sie gleichauf mit den Grünen, die wie auch schon vergangene Woche bei 23 Prozent lagen. In der Vorwoche hatte Insa für CDU und CSU noch 24 Prozent ermittelt.

Die Union war in den vergangenen Wochen stark abgesackt, gleichzeitig stiegen die Umfragewerte der Grünen deutlich an. In mehreren Umfragen erreichte die Öko-Partei zuletzt sogar höhere Werte als CDU und CSU.

Die SPD erreichte in der Befragung 16 Prozent (-1), die AfD 12 Prozent (+1). FDP und Linke hielten mit 12 beziehungsweise 8 Prozent ihre Ergebnisse der Vorwoche.

25. April 2021: Umfrage: Grüne überholen Union

Die Grünen haben einer Umfrage zufolge die Union in der Wählergunst überholt. Im "Sonntagstrend" des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der "Bild am Sonntag" legen die Grünen um 6 Prozentpunkte zu und kommen auf 28 Prozent. Das ist der Zeitung zufolge der höchste Grünen-Wert in der Geschichte des "Sonntagstrends". Die Union verliert 2 Punkte und liegt nun bei 27 Prozent. Auch die SPD büßt 2 Punkte ein und rutscht ab auf 13 Prozent - dem schlechtesten Wert seit August 2019. Linkspartei (7 Prozent) und AfD (10 Prozent) verlieren jeweils einen Punkt, die FDP bleibt bei 9 Prozent.

Kantar hat 1225 Menschen im Zeitraum vom 15. bis zum 21. April befragt. Am vergangenen Montag hatte der Grünen-Bundesvorstand Parteichefin Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin nominiert. In der Union hat sich CDU-Chef Armin Laschet nach einem Machtkampf gegen den CSU-Vorsitzenden Markus Söder als Kanzlerkandidat durchgesetzt. Finanzminister Olaf Scholz steht schon länger als Kanzlerkandidat der SPD fest.

Bei einer Kanzler-Direktwahl hätte Baerbock gute Karten, wie eine weitere Umfrage ergab. Laut einer Insa-Befragung für die "Bild am Sonntag" würden 30 Prozent Baerbock direkt wählen, Scholz käme auf 20 Prozent und Laschet auf 18 Prozent.

22. April 2021: Baerbock und Laschet-Kür - wie wirkt sich das in den Umfragen aus?

In dieser Woche haben Grüne und Union mit Annalena Baerbock und Armin Laschet ihre Kanzlerkandidaten bekanntgegenen. Im RTL/ntv-Trendbarometer des Meinungsforschungsinstituts Forsa stürzte die Union nach dem Ja zu Laschet und Nein zu Markus Söder am Dienstag ab: Im Vergleich zur vergangenen Woche verlor sie sieben Prozentpunkte und landete nur noch bei 21 Prozent. Die Grünen schossen um fünf Punkte nach oben und verdrängten mit 28 Prozent die Union von Platz eins. Sie hatten am Montag Co-Parteichefin Annalena Baerbock zur Kanzlerkandatin ausgerufen. Die SPD rutschte um zwei Punkte auf 13 Prozent.

Eine Insa-Blitzumfrage im Auftrag der "Bild" kommt allerdings zu anderen Ergebnissen. Demnach gewinnen die Grünen nach der Kür von Baerbock zur Kanzlerkandidatin lediglich einen Punkt hinzu und kommen nun auf 22 Prozent. Die CDU/CSU muss im Vergleich zum Insa-Meinungstrend vom Montag einen Punkt abgeben und landet bei 27 Prozent. SPD (16 Prozent), AfD (12 Prozent) und Linke (7 Prozent) halten ihre Werte.

11. April 2021: Söder und Laschet wollen beide Kanzlerkandidat der Union werden

Es ist offiziell: Markus Söder will Kanzlerkandidat der Union werden. Doch auch Armin Laschet erklärt sich bereit. Mehr dazu lesen Sie hier.

11. April 2021: Kanzler-Kandidatur: Söder in Umfrage klar vor Laschet und den Grünen

Geht es nach den Wählern selbst, wäre klar, wen sie bei einer Direktwahl - die es ja nicht gibt - zum Kanzler machen würden. Das Meinungsforschungsinstitut INSA befragte dazu im Auftrag der Bild am Sonntag am Freitag 1.003 Menschen. Klarer Sieger in der Umfrage wurde CSU-Chef Markus Söder. Mehr hier.

31. März 2021: Umfrage: Union legt nach Talfahrt wieder leicht zu

Die Union hat einer neuen Umfrage zufolge ihren Sinkflug in der Wählergunst beendet. Im neuen RTL/ntv-Trendbarometer kommt die Union bei der Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa auf 27 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Die Grünen legen ebenfalls einen Punkt auf 23 Prozent zu. Die SPD büßt hingegen einen Punkt auf 15 Prozent ein. Auch die Linke verliert einen Prozentpunkt und liegt aktuell bei 7 Prozent. Die FDP bleibt bei 10 Prozent, die AfD klettert um einen Punkt auf nun 11 Prozent.

28. März 2021: Söder warnt vor Wechselstimmung im Land - Union bei 25 Prozent

Der CSU-Vorsitzende Markus Söder hat die Union angesichts sinkender Umfragewerte vor einer aufkommenden Wechselstimmung gewarnt. "Die Lage ist sehr ernst. Die Corona-Zahlen steigen und die Unionswerte fallen", sagte Söder der "Bild am Sonntag". "Es kommt Wechselstimmung im Land auf." Es gebe kein Abo der Union mehr auf die Kanzlerschaft. Die Union müsse zeigen, dass sie noch Kraft und Ideen habe. Nun brauche es Aufbruch.

Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Kantar für die "Bild am Sonntag" erhebt, setzt sich der Abwärtstrend bei der Union fort. CDU und CSU verlieren demnach zwei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche und kommen nun auf 25 Prozent. Mitte Januar stand die Union im "Sonntagstrend" noch bei 36 Prozent. Die SPD profitiert nicht von der Schwäche ihres Koalitionspartners im Bund und bleibt unverändert bei 17 Prozent. Die Grünen liegen den Angaben zufolge mit 23 Prozent nur noch zwei Punkte hinter der Union. AfD und FDP kommen beide auf jeweils zehn Prozent, die Linke erreicht neun Prozent.

24. März 2021: Umfrage: Union büßt weiter massiv in Wählergunst ein

Die Union verliert zwei neuen Umfragen zufolge rasant an Ansehen in der Bevölkerung. In einer neuen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sank die Zustimmung für die Unionsparteien bei der Sonntagsfrage von 37 Prozent Anfang Februar auf jetzt 28,5 Prozent. Die Grünen kommen auf 21 Prozent, die SPD auf 18 Prozent. FDP und Linke erreichen jeweils 8,5 Prozent, die AfD erzielt 10 Prozent.

Die Affäre einzelner Unionspolitiker um Geschäfte mit Schutzmasken ist aus Sicht von Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher nicht entscheidend für den Niedergang der Union in der Umfragen. Der Vertrauensverfall habe schon vorher eingesetzt. So sei die Niederlage der CDU in Baden-Württemberg schon drei Wochen vor der Landtagswahl absehbar gewesen. Hauptgrund für den Sinneswandel sei, dass das Vertrauen, "die CDU kann Krise", erschüttert sei. Lange sei das Vertrauen in den Kurs der Regierung ungewöhnlich groß gewesen. Seit Januar verfalle die Zustimmung und wachse die Kritik.

Auch im neuen RTL/ntv-Trendbarometer sackt die Union weiter ab. Die Union kommt bei der Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa nur noch auf 26 Prozent, drei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Die Grünen liegen mit 22 Prozent nicht mehr weit dahinter. Die SPD kommt in der Sonntagsfrage auf 16 Prozent, die FDP auf 10, die Linke auf 8 und die AfD auf 10 Prozent.

21. März 2021: Kanzlerkandidaten-Umfrage: Söder vor Laschet - Habeck vor Baerbock

Vor der Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union hat das Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur in einer repräsentativen Online-Umfrage folgende Fragen gestellt:

Die CDU/CSU will zwischen Ostern und Pfingsten entscheiden, wer für sie als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl ziehen soll. Wen würden Sie bevorzugen? - Ergebnisse in Klammern

  • Armin Laschet (14 Prozent)
  • Markus Söder (41 Prozent)
  • Weiß nicht / keine Angabe (45 Prozent)

Unter den Wählern der Union liegt Söder mit 63 zu 12 Prozent noch deutlicher vorne. Außerdem wurde gefragt:

Die Grünen wollen zwischen Ostern und Pfingsten entscheiden, wer für sie als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl ziehen soll. Wen würden Sie bevorzugen? - Ergebnisse in Klammern

  • Annalena Baerbock (12 Prozent)
  • Robert Habeck (20 Prozent)
  • Weiß nicht / keine Angabe (68 Prozent)

Bei den Wählern der Grünen liegt Habeck mit 38 zu 29 Prozent vorne.

15. März 2021: Union unter 30 Prozent - Keine Mehrheit für Schwarz-Grün

Die Union ist in einer neuen Umfrage unter die 30-Prozent-Marke gefallen. Sie kommt laut dem am Montag veröffentlichten Insa-Meinungstrend im Auftrag der "Bild"-Zeitung nur noch auf 29,5 Prozent (minus 0,5 Prozentpunkte). Wäre am Sonntag Bundestagswahl, hätten CDU und CSU zusammen mit den Grünen, die unverändert bei 17 Prozent liegen, keine Mehrheit. Die SPD kommt ebenfalls unverändert auf 17 Prozent. AfD (11,5) und FDP (10,5) halten ebenfalls das Ergebnis aus der Vorwoche. Die Linke verliert einen Punkt auf acht Prozent (Lesen Sie auch: Bundestagswahl 2021: Briefwahl beantragen - ab wann und wie?).

10. März 2021: Umfrage: Union verliert leicht in Wählergunst

Kurz vor zwei Landtagswahlen hat die Union laut einer Umfrage in der bundesweiten Gunst der Wähler leicht eingebüßt. Im Vergleich zu der Befragung eine Woche zuvor verliert sie einen Punkt und kommt jetzt auf 33 Prozent. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa für das RTL/ntv-"Trendbarometer" hervor. Die Grünen verlieren ebenfalls einen Punkt und könnten bei einer Bundestagswahl zum jetzigen Zeitpunkt mit 18 Prozent rechnen.

Damit liegen die Grünen zwei Prozentpunkte vor der SPD, die unverändert bei 16 Prozent steht. FDP (8 Prozent) und die AfD (10 Prozent) gewinnen jeweils einen Prozentpunkt hinzu. Die Linke liegt weiter bei 8 Prozent. Die Bundestagswahl ist am 26. September.

Im Zeitpunkt der jüngsten Umfrage, die vom 2. bis 8. März erhoben wurde, war auch bereits die Masken-Affäre öffentlich ein Thema. Nach Privatgeschäften mit Corona-Masken haben der CDU-Politiker Nikolas Löbel und sein CSU-Kollege Georg Nüßlein ihre Parteien verlassen. Löbel hat sein Bundestagsmandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Nüßlein will im Herbst nicht mehr für den Bundestag kandidieren.