Corona-Newsblog, Teil 99

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 21. bis 24. Januar 2022

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Bayern steigt aus der Luca-App zur Rückverfolgung von Kontakten in der Corona-Pandemie aus.

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Bayern steigt aus der Luca-App zur Rückverfolgung von Kontakten in der Corona-Pandemie aus.

Bild: Philipp von Ditfurth, dpa (Symbolbild)

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Bayern steigt aus der Luca-App zur Rückverfolgung von Kontakten in der Corona-Pandemie aus.

Bild: Philipp von Ditfurth, dpa (Symbolbild)

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog-Archiv.
25.01.2022 | Stand: 23:05 Uhr

--- Hierbei handelt es sich um einen Archiv-Artikel. Zum Newsblog mit den aktuellen Nachrichten zur Corona-Lage im Allgäu, Deutschland und der Welt geht es hier. ---

Montag, 24. Januar, 21.30 Uhr: Söder: Mehr Zuschauer bei Sport- und Kultur-Events in Bayern

Kurz nach den Corona-Beratungen von Bund und Ländern hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) seine Zusage für Lockerungen bei Sport- und Kulturveranstaltungen in Bayern erneuert. Man werde in beiden Bereichen mehr Zuschauer zulassen, sagte Söder am Montagabend im BR Fernsehen - jeweils unter 2G-plus-Bedingungen und mit Maskenpflicht. Die Details will das Kabinett an diesem Dienstag beschließen. Ob und für welche Profi-Ligen dies gelten soll, ließ Söder noch offen.

"Wir werden einige Anpassungen vornehmen, weil es nicht mehr verhältnismäßig ist, bei einer doch so geringen Gesundheitsbelastung in den Krankenhäusern die gleichen Regeln zu haben", sagte Söder. Man könne Vorsicht mit Augenmaß auch dadurch erreichen, "indem man ein Stück weit atmen lässt, die Bevölkerung und die Menschen, und damit auch ein Signal der Hoffnung gibt", argumentierte der CSU-Chef.

Für den Kultur-Bereich hatte Söder bereits angekündigt, statt 25 voraussichtlich wieder 50 Prozent Zuschauer-Auslastung zuzulassen. Für welche Sport-Events er Lockerungen will und mit wie vielen Zuschauern, dazu sagte Söder am Montag zunächst weiterhin nichts.

Montag, 24. Januar, 19.10 Uhr: Demonstrationszug von Impfgegnern zieht durch Kempten

In Kempten ist am Montagabend ein Demonstrationszug gegen die Corona-Schutzmaßnahmen der Bundesregierung und eine mögliche Impfpflicht durch die Stadt gezogen. Die Teilnehmer zogen begleitet von der Polizei mit Transparenten, Schildern, Trillerpfeifen und Kuhglocken durch die Straßen. Einige von ihnen trugen Deutschlandfahnen, vereinzelt riefen Menschen in dem Umzug zum "Widerstand" auf.

Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer am Abend auf 2500.

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Corona-Newsblog, Teil 108

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 22. bis 30. März 2022

Im Allgäu sind aktuell mindestens 66,8 Prozent der Menschen gegen das Corona-Virus geimpft, 41,7 Prozent der Allgäuer sogar dreifach. Derzeit werden in den Krankenhäusern des Klinikverbunds Allgäu 24 Patientinnen und Patienten mit einer Corona-Infektion auf der Normalstation behandelt. Zwei Covid-Patientinnen und -Patienten sind laut dem Klinikverbund auf Intensivstationen in Behandlung. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 24. Januar, 18.35 Uhr: Gericht hebt Verbot von Corona-Demo in Landsberg auf

Das Verwaltungsgericht München hat auf einen Eilantrag hin eine Allgemeinverfügung zum Verbot von unangemeldeten Corona-Protesten in Landsberg am Lech aufgehoben. Damit seien am Montag die Demonstrationen in der Landsberger Innenstadt nicht untersagt, auch wenn sie nicht angemeldet wurden, teilte das Landratsamt mit.

Wie das Verwaltungsgericht am Montag darlegte, gilt die Entscheidung des Gerichts zunächst gesichert nur für den Kläger. Die Frage, ob rechtliche Konsequenzen gegenüber anderen Bürgern gezogen werden könnten, sei von den Behörden zu beantworten.

Den Eilantrag desselben Klägers für Dießen hatte das Verwaltungsgericht abgelehnt. Er habe nicht angegeben, dort an einer Versammlung teilnehmen zu wollen.

Das Verwaltungsgericht München hat bisher über rund ein halbes Dutzend Eilanträge gegen derartige Allgemeinverfügungen entschieden, unter anderem für München, Starnberg und Berchtesgaden. Auch der Verwaltungsgerichtshof als zweite Instanz war bereits mit der Frage beschäftigt.

Montag, 24. Januar, 18.20 Uhr: Union fordert Aufbau eines Impfregisters

In der Debatte um mehr Schub für die Corona-Impfungen fordert die Union die zügige Einrichtung eines Impfregisters. "Wenn wir jetzt nicht anfangen, wann dann", sagte der Fraktionsvize im Bundestag, Sepp Müller (CDU), am Montag. Damit könne man dann auch einfache Impfangebote ausbauen, etwa durch direkte Anschreiben oder verpflichtende Beratungsgespräche für Menschen aus Risikogruppen. Ein Register sei auch unabhängig davon wichtig, wie die Frage einer allgemeinen Impfpflicht beantwortet werde.

Fraktionsvize Andrea Lindholz (CSU) erläuterte, dass ein Register für die Kontrollierbarkeit einer möglichen Impfpflicht ebenfalls gut wäre. In der aktuellen Pandemie könne man für eine "schlanke Version" an bestehende Register anknüpfen. Als vorstellbar nannte sie etwa Meldedaten oder die Steuer-Identifikationsnummer. Eine Gruppe von Politkern aus der Ampel-Koalition will bei einer Initiative für eine Impfpflicht ab 18 Jahren aus Zeitgründen auf ein Register verzichten, wie der SPD-Abgeordnete Dirk Wiese deutlich gemacht hatte.

Am Mittwoch soll der Bundestag in einer Orientierungsdebatte über das Thema diskutieren, vorgesehen ist später eine Abstimmung ohne Fraktionsvorgaben. Die Union forderte die Bundesregierung erneut auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen. Lindholz nannte es unglücklich, wenn es durch Anträge von Abgeordnetengruppen ein Durcheinander und unterschiedliche Signale gebe. Die beiden Fraktionsvizes machten deutlich, dass die Meinungsbildung über das weitere Vorgehen der Union noch andauere.

Montag, 24. Januar, 18 Uhr: Mögliche Erklärung für mildere Verläufe bei Omikron-Variante

Frankfurter Forscher haben eine mögliche Ursache für mildere Krankheitsverläufe bei der Omikron-Variante des Corona-Virus identifiziert. In Zellversuchen habe sich gezeigt, dass Omikron im Vergleich zur Vorgänger-Variante Delta besonders empfindlich gegenüber der sogenannten Interferon-Antwort des Menschen sei, teilte das Uniklinikum in Frankfurt am Montag mit. Interferone sind Teil des Immunsystems.

Die Frankfurter Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse zusammen mit einem Team von der britischen University of Kent im Fachblatt "Cell Research". "Offenbar kann Omikron im Gegensatz zu Delta nicht verhindern, dass die befallenen Zellen Interferon produzieren und ausschütten", sagte Martin Michaelis von der School of Bioscience der University of Kent laut Mitteilung.

Von Viren befallene Zellen bilden bestimmte Interferone. Das sind vereinfacht gesagt Botenstoffe, die unter anderem andere Zellen über den Eindringling informieren. Interferone sind wichtig für die unspezifische Immunantwort - also eine sehr schnelle, wenn auch weniger spezifische Reaktion des Immunsystems gegen einen Erreger. Die unspezifische Immunantwort ist zu unterschieden von der spezifischen Immunantwort, deren Aufbau mehr Zeit braucht. Dabei werden unter anderem passgenaue Antikörper gegen den Erreger gebildet.

Trotz der Verkürzung des Genesenenstatus von sechs auf drei Monate für die Bürger gilt im Bundestag teilweise weiter die alte Frist.
Trotz der Verkürzung des Genesenenstatus von sechs auf drei Monate für die Bürger gilt im Bundestag teilweise weiter die alte Frist.
Bild: Kay Nietfeld, dpa (Symbolbild)

Montag, 24. Januar, 17 Uhr: "Geduldsfaden ist gerissen": Auch FDP prüft Klage gegen Staatsregierung

Erst die SPD, nun prüft auch die FDP wegen unbeantworteter parlamentarischer Anfragen zur sogenannten Maskenaffäre eine Klage gegen die Staatsregierung. Mehr Infos erhalten Sie hier.

Montag, 24. Januar, 16.25 Uhr: Kaufbeurer Oberbürgermeister in Quarantäne

Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse befindet sich nach einer mutmaßliche Corona-Infektion in Quarantäne. So geht es nun weiter.

Montag, 24. Januar, 15.35 Uhr: Inzidenz bei Kindern in Bayern steigt über 2000

Die Corona-Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen in Bayern steigt rasant. Für die vergangenen sieben Tagen liegt sie in der Altersgruppe sechs bis elf Jahre bei 2187, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag mitteilte. Das ist mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zur vor einer Woche ausgewiesenen Inzidenz und der mit Abstand höchste je in Bayern gemeldete Wert.

Den drastischsten relativen Anstieg gab es bei Kindern bis fünf Jahren. Hier sprang die Inzidenz von 376 vor einer Woche auf 1204. Das ist mehr als eine Verdreifachung. Auch die Altersgruppen der Zwölf- bis 15-Jährigen mit 1565 und der 15- bis 19-Jährigen mit 1596 weisen Werte weit über dem Durchschnitt auf. Das Wachstum fällt hier allerdings geringer aus.

Die niedrigsten Inzidenzen gibt es in den Altersgruppen ab 80 sowie 60 bis 79 mit Werten von 193 und 270. Auch hier stiegen die Zahlen aber deutlich an. Über alle Altersgruppen hinweg ermittelte das LGL einen Inzidenzwert von 929. Die leichte Abweichung zum RKI-Wert von 922,2 ergibt sich durch einen etwas späteren Stichzeitpunkt für die Zählung. Zu den hohen Werten bei Kindern und Jugendliche könnte auch beitragen, dass es in Schulen sowie bei Kindergartenkindern eine Verpflichtung zu regelmäßigen Tests gibt. Symptomlose Infektionen werden dadurch leichter entdeckt.

Montag, 24. Januar, 15.10 Uhr: Markus Söder: "Bayern wird keine Verschärfung der Corona-Regeln mittragen"

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat vor dem Treffen von Bund und Ländern am Montag Widerstand gegen schärfere Corona-Regeln angekündigt. „Bayern wird in der Ministerpräsidentenkonferenz keine Verschärfungen mittragen, sondern die Regeln an einzelnen Stellen anpassen. Wir wollen in der Kultur, beim Sport und in der Jugendarbeit wieder mehr Teilhabe ermöglichen“, sagte der CSU-Chef unserer Redaktion. Warum Bayern plötzlich gegen schärfere Corona-Regeln kämpft, lesen Sie hier.

Montag, 24. Januar, 15 Uhr: Erneut leichter Anstieg der Zahl der Covid-19-Intensivpatienten

Am zweiten Tag in Folge ist die Gesamtzahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland leicht angestiegen. Laut Tagesreport des Divi-Intensivregisters waren am Montag 2438 mit dem Coronavirus infizierte Patienten in intensivmedizinischer Behandlung - und damit 12 mehr als am Vortag. Am Höhepunkt der vierten Welle in der ersten Dezemberhälfte 2021 waren rund 5000 Corona-Patienten auf Intensivstation. Dann sank die Zahl lange Zeit kontinuierlich. Am Sonntag wuchs sie dann erstmals wieder um 28.

"Eine Trendumkehr sehen wir im Moment auf den Normalstationen, aber noch nicht auf Intensivstation", teilte der Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, am Montag auf dpa-Anfrage mit. Sonntags würden traditionell wenige Patienten von Intensivstation wegverlegt. "Ich würde dies nicht überbewerten." Die Woche werde zeigen, wo der Trend hingeht.

Die Zahl der bundesweit in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen hat laut Robert Koch-Institut (RKI) bereits in den vergangenen Tagen wieder zugelegt: Am Montag lag sie bei 3,87, am Montag der Vorwoche bei 3,14. Regional gibt es große Unterschiede. Da Krankenhausaufnahmen oft mit Verzug gemeldet werden, weist das RKI auch eine Schätzung aus: Diese Kurve (sogenannte adjustierte Hospitalisierungsinzidenz) steigt seit ungefähr Mitte Januar deutlicher an, auf Werte über 7.

Experten hatten gewarnt, dass es auch wieder vermehrt Schwerkranke durch Covid-19 geben dürfte. Zwar führt die mittlerweile dominierende Omikron-Variante seltener zu schweren Verläufen als Vorgänger Delta, dieser Vorteil kann aber bei sehr hohen Fallzahlen verpuffen.

Der ungarische Turn-Olympiasieger von 2000 Szilvester Csollany ist an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben.
Der ungarische Turn-Olympiasieger von 2000 Szilvester Csollany ist an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben.
Bild: Mario Behnke, dpa (Archivbild)

Montag, 24. Januar, 12.55 Uhr: Passagier beleidigt Polizisten bei Einreisekontrolle am Flughafen Memmingen

Beamte der Grenzpolizei haben am Flughafen in Memmingen kontrolliert, ob die Passagiere die Corona-Einreisebestimmungen beachten. Ein Passagier aus Dublin konnte laut Polizei am Freitagvormittag keine digitale Einreiseanmeldung vorweisen. Die Beamten forderten ihn daraufhin auf, die Anmeldung nachzuholen. Das verärgerte den 29-Jährigen und er beleidigte die Polizisten nach der Kontrolle. Er bekommt nun eine Anzeige.

Montag, 24. Januar, 12.50 Uhr: Demo gegen Corona-Politik und Gegendemo in Füssen

Ein vom Landratsamt Ostallgäu genehmigter Protestzug gegen die Corona-Maßnahmen hat am Sonntagmittag in der Innenstadt von Füssen stattgefunden. Insgesamt 102 Teilnehmer beteiligten sich an der Versammlung. Eine weitere stationäre Versammlung mit 72 Teilnehmern, die ebenfalls genehmigt worden war, fand laut Polizei als Gegendemonstration an der Morisse statt.

Beide Veranstaltungen verliefen nach Polizeiangaben friedlich und störungsfrei.

Montag, 24. Januar, 11.40 Uhr: Impfstatus mit Johnson & Johnson in Bayern: Wer gilt als geboostert?

Wer in Bayern als geboostert gelten möchte, muss sich im Regelfall ein drittes Mal impfen lassen. Aber auch andere gelten als geboostert, selbst wenn sie keine dritte Impfung erhalten haben. In Deutschland gelten aber je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen zum Booster-Status. Was gilt in Bayern für mit Johnson & Johnson Geimpfte oder für Menschen, die trotz doppelter Impfung mit einem mRNA-Impfstoff an Corona erkrankt sind? Die Antwort gibt es hier.

Montag, 24. Januar, 11.35 Uhr: Kein PCR-Test mehr: Wer bekommt jetzt noch einen?

Weil die Labore wegen der vielen anfallenden PCR-Tests überfordert sind, sollen die PCR-Tests zunächst priorisierten Gruppen vorbehalten werden. Am Montagnachmittag treffen sich Bund und Länder, um über das weitere Vorgehen in der Coronapandemie zu beraten. In der Beschlussvorlage, die unserer Redaktion vorliegt, geht es auch um die PCR-Tests. Demnach sollen künftig nur noch Menschen mit einem PCR-Test getestet werden, deren Risiko bei einer Infektion besonders hoch ist. Das gilt vor allem für Risikopatienten und für Mitarbeiter im Gesundheitswesen.

Montag, 24. Januar, 10.45 Uhr: Kommentar: So lässt sich die Spaltung der Gesellschaft verhindern

Man könnte es sich ganz einfach machen und feststellen, dass von einer Spaltung der Gesellschaft gar keine Rede sein kann – allenfalls von der Abspaltung einer kleinen, sich selbst radikalisierenden Minderheit. Einer wild zusammengewürfelten Gruppe von Menschen, die nicht nur ein Misstrauen gegen die Corona-Maßnahmen hegen, sondern gegen die Wissenschaft, den Staat und die Politik insgesamt. Frauen und Männer, die kein Problem damit haben, an der Seite von gewaltbereiten Extremisten zu „spazieren“. Kurzum: Menschen, die mit Argumenten ohnehin nicht mehr erreichbar sind. Den vollständigen Kommentar von Autor Michael Stifter lesen Sie hier.

Montag, 24. Januar, 10.25 Uhr: Österreich streicht Virusvariantengebiete - Einreise ohne PCR-Tests für alle Geboosterten

Österreich hat die Virusvariantengebiete gestrichen. Damit wird die Einreise für Menschen aus insgesamt 14 Staaten vereinfacht, berichten österreichische Medien. Betroffen sind Großbritannien, Dänemark, die Niederlande, Norwegen, Südafrika und neun weitere Staaten des südlichen Afrikas. Grund sei, dass Omikron in Österreich mittlerweile die vorherrschende Variante des Coronavirus ist.

Montag, 24. Januar, 10.15 Uhr: Geimpfte im Westallgäu verunsichert: Wenn sich der Impfstatus plötzlich ändert

Der Familienvater aus dem Westallgäu machte im Impfzentrum Lindenberg keinen Hehl aus seiner Verärgerung. Gerade wollte er nach Österreich zum Skifahren, wurde dort aber abgewiesen. „Aber ich habe mich doch extra boostern lassen“, monierte er.

Allerdings: Die Impfung, die der Mann vor einigen Wochen erhalten hat, gilt inzwischen nicht mehr als Booster. Denn seine erste Impfung hatte er mit dem Vakzin von Johnson & Johnson erhalten.

Montag, 24. Januar, 10 Uhr: So ist die Lage in den Krankenhäusern des Klinikverbunds Allgäu

Insgesamt werden in den Krankenhäusern des Klinikverbunds Allgäu derzeit 24 Patientinnen und Patienten mit einer Corona-Infektion auf der Normalstation behandelt. Zwei Covid-Patientinnen und -Patienten sind laut dem Klinikverbund auf Intensivstationen in Behandlung.

  • Kempten: Neun Menschen mit einer Covid-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, ein Corona-Patient liegt auf der Intensivstation.
  • Immenstadt: Neun Menschen mit einer Covid-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, ein Corona-Patient liegt auf der Intensivstation.
  • Sonthofen: Derzeit werden keine Patienten mit einer Covid-Infektion behandelt.
  • Oberstdorf: Vier Menschen mit einer Covid-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, kein Corona-Patient liegt auf der Intensivstation.
  • Mindelheim: Eine Person mit einer Covid-Infektion wird derzeit auf der Normalstation behandelt, kein Corona-Patient liegt auf der Intensivstation.
  • Ottobeuren: Eine Person mit einer Covid-Infektion wird derzeit auf der Normalstation behandelt, kein Corona-Patient liegt auf der Intensivstation.

Weiterer Lagebericht: Am Klinikum Memmingen werden insgesamt zwölf Corona-Patienten behandelt. Davon sind zwei Kinder, teilte das Klinikum mit. Auf der Normalstation liegen neun Corona-Infizierte, auf der Intensivstation werden drei Erwachsene mit einer Covid-Erkrankung

Montag, 24. Januar, 9.25 Uhr: Kritiker, Land und Betreiber tauschen sich wegen Luca-App aus

Vor einer Entscheidung über eine weitere Nutzung der Luca-App zur Kontaktverfolgung in der Corona-Pandemie will das Land Kritiker, Betreiber und Gesundheitsämter an einen Tisch bringen. An dem öffentlichen Austausch am Montag (10 Uhr) sollen neben den Experten des Freiburger Chaos Computer Clubs auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) als Sprecher der Gastronomen sowie Vertreter der staatlichen Corona-Warn-App teilnehmen.

Montag, 24. Januar, 8.35 Uhr: Umfrage: Ein Drittel für Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Angesichts drastisch steigender Corona-Infektionszahlen ist etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland (34 Prozent) für eine Verschärfung der Maßnahmen. Rund ein weiteres Drittel (35 Prozent) hält nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur die bestehenden Einschränkungen für richtig und ausreichend, um der rasanten Verbreitung der Omikron-Virusvariante zu begegnen. 24 Prozent sind jedoch für Lockerungen. 7 Prozent machen keine Angaben.

Montag, 24. Januar, 8.20 Uhr: Wieder Beratungen von Bund und Ländern über neue Corona-Maßnahmen

Im Lichte weiter emporschnellender Corona-Infektionszahlen beraten die Spitzen von Bund und Ländern an diesem Montag über das weitere Vorgehen in der Pandemie. Dabei deutet sich bereits an, dass sie ihren bisherigen Kurs beibehalten wollen: Keine Verschärfungen der bisherigen Maßnahmen, aber vorerst auch keine Lockerungen. Änderungen dürfte es aber bei den inzwischen raren PCR-Tests geben, die nicht mehr für alle Verdachtsfälle, sondern nur noch für Risikogruppen sowie Krankenhaus- und Pflege-Beschäftigte vorgehalten werden sollen. Mehr zu den möglichen Corona-Beschlüssen erfahren Sie hier.

Montag, 24. Januar, 8.15 Uhr: CSU und FDP fordern von Bund-Länder-Spitzen Lockerungsplan

Trotz emporschnellender Corona-Infektionszahlen fordern Politiker von FDP und CSU von den am Montag beratenden Bund-Länder-Spitzen einen Plan für künftige Lockerungen der Schutzmaßnahmen. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte der "Welt", er erwarte von der Runde der Ministerpräsidenten mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) eine kluge Strategie, um sich "Stück für Stück aus der Pandemie herauszubewegen". Klar sei: "Der Status der Pandemie wird mit Omikron ein anderer. Deshalb müssen auch die Bewertungsmaßstäbe angepasst werden. Dabei gilt es, Ermüdungseffekte in der Gesellschaft zu erkennen und aufzunehmen."

Montag, 24. Januar, 8.15 Uhr: DOSB-Virologin Gärtner: Pandemie-Ende bis Anfang 2023 möglich

Die DOSB-Virologin Barbara Gärtner hält ein Ende der Corona-Pandemie bis Anfang 2023 für möglich. "Mich würde das nicht wundern. Ich gehe ehrlich gesagt davon aus, dass Omikron der Anfang vom Ende ist", sagte die Expertin für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie sowie Beraterin des Deutschen Olympischen Sportbund der Deutschen Presse-Agentur. "Keiner weiß es so richtig, aber es passt in das, was wir von anderen Pandemien kennen."

Montag, 24. Januar, 7.50 Uhr: Bayerns Abgeordnete noch unschlüssig beim Thema Impfpflicht

Ein großer Teil der aus Bayern stammenden Bundestagsabgeordneten hat zum Thema Impfpflicht noch keine eindeutige Meinung. Dies geht aus einer Umfrage des Radiosenders Antenne Bayern hervor.

Demnach sprachen sich 29 Prozent für eine allgemeine Corona-Impfpflicht ab 18 Jahren aus, 18 Prozent sind dagegen. Die Mehrheit - 39 Prozent - hat sich bislang keine abschließende Meinung gebildet und will erst noch die Debatten im Parlament abwarten. 14 Prozent antworteten auf die Anfrage des Radiosenders nicht oder gaben an, sich nicht äußern zu wollen.

Montag, 24. Januar, 7.45 Uhr: Mehr als 14 800 Corona-Neuinfektionen in Bayern gemeldet

Die Gesundheitsämter in Bayern haben dem Robert Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages fast 14.850 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz im Freistaat lag damit am Montag bei 922,2 - vor sieben Tagen waren es 551,5. Das teilte das RKI am Montag auf seinem Dashboard mit (Stand: 3.21 Uhr). Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gezählten Todesfälle im Freistaat stieg um 5 auf 20.313.

Montags sind die Zahlen in der Regel niedriger, weil über das Wochenende weniger getestet und gemeldet wird. Die aktuellen Inzidenzwerte für die Allgäuer Landkreise und Städte finden Sie hier.

Montag, 24. Januar, 7.20 Uhr: Scholz erörtert mit Länderchefs Strategie gegen Omikron-Welle

Angesichts ständig neuer Rekordzahlen bei den Corona-Infektionen wollen die Ministerpräsidenten am Montag (14 Uhr) erneut mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beraten. Zuvor zeichneten sich aber weder wesentliche Verschärfungen noch grundlegende Lockerungen der Schutzmaßnahmen ab. Erwartet wurde daher, dass die bereits geltenden Maßnahmen für Kontakte und Veranstaltungen bestätigt werden. Dennoch sind bei der Videokonferenz von Bund und Ländern zahlreiche offene Fragen zu beraten. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will, dass über eine Priorisierung von PCR-Tests entschieden wird.

Montag, 24. Januar, 7 Uhr: RKI registriert 63.393 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 840,3

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen deutlichen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 840,3 an. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 528,2 (Vormonat: 222,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 63.393 Corona-Neuinfektionen. Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter zunehmend am Limit sind.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 8.744.840 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 7.273.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 116.746.

Sonntag, 23. Januar, 20.40 Uhr: Lauterbach: Nach der Omikron-Welle schrittweise Öffnungen

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wirbt weiter für einen vorsichtigen Kurs in der Pandemie: "Dabei bleiben wir", sagte er im ZDF und wies darauf hin, dass Deutschland anders als andere lockernde Länder die zweitälteste Bevölkerung Europas habe. Er erwarte den Höhepunkt der Welle mit mehreren Hunderttausend Neuinfizierten pro Tag für Mitte Februar. Aber: "Wenn wir das hinter uns haben, dann kann es bei den Einschränkungen natürlich nicht bleiben. Und dann würde man Schritt für Schritt wieder Öffnungen machen. Das jetzt schon ins Auge zu fassen, ist richtig."

Er glaube, dass es weitere Varianten geben werde, weil es weltweit noch zu viele Menschen gebe, die sich infizieren könnten. So könnten Viruskombinationen entstehen. Er befürchte: "Im Herbst haben wir wieder Probleme", sagte Lauterbach.

Sonntag, 23. Januar, 18.30 Uhr: Harte Einschränkungen für Ungeimpfte treten in Frankreich in Kraft

Ab Montag haben Ungeimpfte und Nicht-Genesene in Frankreich keinen Zugang mehr zu Restaurants, Bars, Kultureinrichtungen, Sportveranstaltungen und Fernzügen. Grund ist die Einführung des "pass vaccinal" (Impfpass) in Frankreich. Dieser Nachweis über Genesung oder Impfung muss künftig für die Teilnahme am öffentlichen Leben vorgelegt werden. Bislang reichte auch der Nachweis über einen negativen Corona-Test.

Der "pass vaccinal" entspricht grob der 2G-Regelung in Deutschland. Ausnahmen sollen zunächst aber für Menschen gelten, die sich noch kurzfristig für eine erste Impfung entscheiden. Sie sollen vorerst weiter ein negatives Testergebnis vorlegen dürfen.

Sonntag, 23. Januar, 17.31 Uhr: Erstmals seit Dezember Anstieg der Intensivbetten-Belegung

Erstmals seit Mitte Dezember gibt es wieder einen Anstieg bei der Zahl auf Intensivstationen behandelter Covid-19-Patienten. Laut Tagesreport des Divi-Intensivregisters waren am Sonntag 2426 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung erfasst - und damit 28 mehr als am Vortag. Ein Anstieg war zuletzt im Tagesreport vom 13. Dezember gemeldet worden, um 21 auf 4926 Patienten. Danach war die Zahl stetig gesunken.

Sonntag, 23. Januar, 17.03 Uhr, Gesundheitsminster Holetschek zur Impfpflicht im exklusiven AZ-Video

Für eine Impfpflicht, die auf zwei Jahre befristet werden könnte, spricht sich Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) aus und fordert im Interview mit AZ-Redaktionsleiter Uli Hagemeier und Helmut Kustermann, Leiter des Allgäu-Rundschau-Ressorts, eine baldige Entscheidung.

Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, warnt vor einer kaum zu kontrollierenden Impfpflicht.
Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, warnt vor einer kaum zu kontrollierenden Impfpflicht.
Bild: Britta Pedersen, dpa

Sonntag, 23. Januar, 15.11 Uhr: Scholz vor Corona-Beratungen: "Brauchen keine Kurskorrektur"

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht momentan keinen Anlass für ein Umsteuern bei den Corona-Maßnahmen in Deutschland. "Es ist jedenfalls sicher nicht angebracht, mitten in der Omikron-Welle auf breiter Front die Regeln zu lockern", sagte er in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" mit Blick auf die anstehenden Corona-Beratungen mit den Ländern an diesem Montag. "Wir brauchen keine Kurskorrektur."

Scholz sagte, das Land sei auf dem richtigen Weg. Die seit November eingeführten strengen Regeln hätten dazu geführt, dass die Omikron-Welle Deutschland später erreicht habe als die europäischen Nachbarn. Er verwies etwa auf die vor gut zwei Wochen beim letzten Bund-Länder-Gipfel vereinbarte 2G-plus-Regel für Restaurants.

Sonntag, 23. Januar, 13.25 Uhr: Medien berichten über fragwürdige Jobanzeigen ungeimpfter Pfleger

In einigen deutschen Tageszeitungen gibt es auffallend viele Jobanzeigen angeblich ungeimpfter Pflegekräfte. Mehrere Medien und Journalisten berichteten über eine bemerkenswerte Häufung sehr ähnlicher Anzeigen, die den Verdacht nahelegt, dass es sich zumindest teilweise um Falsch-Anzeigen beziehungsweise abgesprochene Aktionen von Gegnern der Corona-Impfung handeln könnte. Hier lesen Sie mehr zum Thema.

Sonntag, 23. Januar, 12.55 Uhr: SPD-Wunsch nach PCR-Pooltests in Kitas stößt in Füssen auf Ablehnung

Keineswegs auf ungeteilte Zustimmung stößt die Füssener SPD mit ihrer Forderung, dass in allen Ostallgäuer Kindertagesstätten PCR-Pooltests für die Mädchen und Buben angeboten werden sollten. Zumindest lehnen viele der Verantwortlichen der Füssener Kitas diesen Vorstoß ab und wollen an den Antigen-Tests festhalten, die von den Eltern vorgenommen werden müssen. Das ergeben Stellungnahmen, um die die Stadtverwaltung die Kitas gebeten hatte.

Sonntag, 23. Januar, 11.10 Uhr: Inzidenz in Bayern weiter gestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern ist am Sonntag weiter geklettert auf knapp 864 (863,9). Am Samstag war der Wert über die 800er Marke auf zunächst 822 gestiegen, nachdem die Inzidenz am Freitag laut Robert Koch-Institut bei 755 lag. Der Freistaat lag damit am Wochenende deutlich über dem Bundesdurchschnitt, der am Sonntag erstmals die Schwelle von 800 überschritt (807).

Die Kommunen mit dem meisten Infizierten in einer Woche pro 100.000 Einwohner im Freistaat lagen auch am Sonntag alle in Oberbayern. Den höchsten Wert meldete der Landkreis Erding (1473,1), gefolgt vom Landkreis Ebersberg (1339,4) und der Landeshauptstadt München (1336). Die niedrigsten Inzidenzwerte hatten die oberfränkischen Kreise Coburg (340,8) und Kronach (310,5).

Die 7-Tage-Inzidenzen für das Allgäu finden Sie hier.

Sonntag, 23. Januar, 10.20 Uhr: Corona-Kontrollen während Weltcup in Kitzbühel

Im Rahmen des Ski-Weltcups in Kitzbühel in Österreich führte die Polizei vor Ort Kontrollen durch. Im Fokus stand laut Polizei unter anderem, ob die Corona-Maßnahmen eingehalten und umgesetzt werden. Insgesamt 59 Gastronomiebetriebe kontrollierte die Polizei im Stadtgebiet - in zehn Fällen gab es Beanstandungen.

Demnach hielten sich die Betreiber der jeweiligen Gaststätten nicht an die Corona-Auflagen. Sie werden laut Polizei angezeigt. In weiteren fünf Fällen erhalten Gäste und Mitarbeiter Anzeigen, beispielsweise weil sie die Maskenpflicht ignorierten oder Getränke im Stehen zu sich nahmen.

Sonntag, 23. Januar, 9.20 Uhr: "30 Prozent Personalausfall" - immer mehr Läden im Oberallgäu müssen schließen

Die Bäckerei Albinger in Burgberg und Immenstadt macht es immer montags, der Edeka Haidorf in Wiggensbach immer mittwochs: Sie reduzieren Öffnungszeiten, weil sie zu wenig Personal haben und trotz intensiver Suche niemanden finden, der die Arbeit machen will. Das beklagen seit Jahren schon Händler und Handwerker. Die Corona-Pandemie verschärfe die Situation noch, berichtet die Industrie- und Handelskammer.

Sonntag, 23. Januar, 8.35 Uhr: Infektiologe für Beibehalten regionaler Lockdowns ab Inzidenz 1000

Der Infektiologe Chefarzt Clemens Wendtner hält bei hohen Infektionszahlen Einschränkungen weiter für notwendig und plädiert für ein Beibehalten der Regelung zu regionalen Lockdowns ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1000. Er halte es für sinnvoll, "dass der 1000er Wert eingehalten wird", sagte der Infektiologie an der München Klinik Schwabing der Deutschen Presse-Agentur. "Ich würde schon sagen, dass wir angesichts extrem steigender Neuinfektionen in diesen Tagen und voraussichtlich auch in den nächsten Wochen weitere Kontaktbeschränkungen benötigen." Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 23. Januar, 8.20 Uhr: Vier Impfschäden durch Corona-Impfung bayernweit anerkannt

Mehr als ein Jahr nach Impfstart gegen das Coronavirus ist ein dauerhafter impfbedingter Gesundheitsschaden bisher bei vier Menschen in Bayern anerkannt worden. Drei weitere Anträge seien abgelehnt, zwei zurückgenommen worden. 263 Anträge würden noch bearbeitet (Stichtag: 17. Januar), teilte das zuständige Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) in Bayreuth mit. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Seit dem Start der Impfkampagne im Freistaat sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) fast 25 Millionen Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 23. Januar, 6.40 Uhr: RKI registriert 85.440 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 806,8

Die vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 800 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 806,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 772,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 515,7 (Vormonat: 220,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 85.440 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.04 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 52.504 Ansteckungen.

Die 7-Tage-Inzidenzen für die Städte und Landkreise im Allgäu finden Sie hier.

Samstag, 22. Januar, 19.15 Uhr: Wieder Proteste gegen Corona-Politik - Demonstranten auch vor SWR

Aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen und eine geplante Impfpflicht sind am Samstag erneut mehrere tausend Menschen in Deutschland auf die Straße gegangen. In Schwerin folgten etwa 1100 Teilnehmer dem Aufruf zu einer Kundgebung, wie die Polizei mitteilte. Auch in Stuttgart und im hessischen Offenbach demonstrierten nach Polizeiangaben jeweils über tausend Menschen friedlich gegen die Corona-Politik der Regierung. In Stuttgart machten Demonstranten vor dem Gebäude des Südwestrundfunks (SWR) Halt. Dort kritisierten die Teilnehmer die Berichterstattung in den Medien über die Corona-Pandemie. Immer wieder wurde "Lügenpresse" gerufen oder "Wir sind das Volk".

Samstag, 22. Januar, 17 Uhr: Untervariante von Omikron in Großbritannien unter Beobachtung.

Eine möglicherweise noch leichter übertragbare Untervariante von Omikron wird in Großbritannien künftig aufmerksamer beobachtet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 22. Januar, 16.40 Uhr: Gesundheitsminister verlangen Klärung bei Einrichtungsimpfpflicht

Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder fordern bei der beschlossenen einrichtungsbezogenen Impfpflicht gegen Corona vom Bundesgesundheitsministerium mehr Informationen zur konkreten Umsetzung. Zudem sprechen sie sich für die Prüfung eines mehrstufigen Verfahrens aus, so dass ungeimpfte Beschäftigte nicht sofort mit einem Tätigkeitsverbot belegt werden müssten. Außerdem plädieren sie dafür, den bald zur Verfügung stehenden Impfstoff Novavax zunächst vorrangig diesem Personenkreis anzubieten.

In einem gemeinsamen Beschluss nach einer Schaltkonferenz der Ressortchefs am Samstag wird das Bundesgesundheitsministerium gebeten, gemeinsam mit den Bundesländern "unverzüglich" alle offenen Fragen bei dem Thema zu klären, etwa für wen ganz genau die Impfpflicht gelten soll, welche Ausnahmen es gibt und wie Betroffene angehört werden.

Samstag, 22. Januar, 14.30 Uhr: Virologe Oliver Keppler: Omikron nicht "mild"

Die deutschen Krankenhäuser steuern nach Einschätzung des Münchner Virologen Oliver Keppler auf erneut sehr hohe Zahlen von Corona-Patienten zu. Die Wucht der Infektionswelle wird sich nach Einschätzung des Wissenschaftlers in den Kliniken niederschlagen. "Eine Verharmlosung von Omikron wäre daher fatal, die häufig zu lesende Einordnung als "mild" halte ich für brandgefährlich", sagte der Leiter der Virologie an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Mehr dazu lesen Sie hier.

In Kempten ist am Montagabend ein Demonstrationszug gegen die Corona-Schutzmaßnahmen der Bundesregierung und eine mögliche Impfpflicht durch die Stadt gezogen
In Kempten ist am Montagabend ein Demonstrationszug gegen die Corona-Schutzmaßnahmen der Bundesregierung und eine mögliche Impfpflicht durch die Stadt gezogen
Bild: Sascha Borowski

Samstag, 22. Januar, 13.05 Uhr: Corona-Rekordwerte in Polen und Russland

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat am zweiten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 40.876 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Im selben Zeitraum starben 193 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

Auch in Russland spitzt sich die Corona-Lage deutlich zu. Am Samstag erreichte die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages mit 57.200 einen neuen Höchststand seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020. Das geht aus der Statistik der Regierung hervor. Seit Tagen steigt dieser Wert rasant nach einer Entspannung um den Jahreswechsel in dem flächenmäßig größten Land der Erde. Besonders betroffen ist Europas größte Metropole Moskau mit am Samstag gemeldeten 16.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Behörden stockten bereits die Zahl der Krankenhausbetten auf.

Samstag, 22. Januar, 12.10 Uhr: Berlin hat bundesweit höchste Corona-Inzidenz

Berlin hat derzeit die höchste Corona-Inzidenz aller Bundesländer. Die Corona-Fallzahlen in der Hauptstadt sind weiter in die Höhe geschnellt. Die Inzidenz lag am Samstag bei 1473,1, wie aus den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Am Vortag rangierte der Wert noch bei 1258,3. Für ganz Deutschland liegt die Inzidenz bei 772,7.

In der Hauptstadt wurden zwischen Freitag und Samstag laut RKI 14.087 neue Corona-Fälle verzeichnet. Die Lage auf den Intensivstationen ist jedoch weiter unter Kontrolle: 16 Prozent der Intensivbetten in Berlin waren laut Senat mit Covid-19-Patienten belegt. Die Warnampel zeigte für diesen Wert Gelb. Der Wert lag weiter unter der kritischen Marke von 20 Prozent.

Samstag, 22. Januar, 11.20 Uhr: Hälfte der Bevölkerung hat Booster-Impfung bekommen

Mindestens die Hälfte der Bevölkerung hat eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Knapp 41,7 Millionen Menschen (50,1 Prozent) seien inzwischen geboostert, teilte das Robert Koch-Institut am Samstag mit. Das ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der besonders ansteckenden Virusvariante Omikron. Mindestens 75,4 Prozent der Bevölkerung (62,7 Millionen Menschen) sind bislang einmal geimpft. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent Erstgeimpfte bis Ende Januar an.

Mindestens 73,3 Prozent der Bevölkerung (60,9 Millionen) haben nach RKI-Angaben einen vollständigen Grundschutz erhalten. Dafür sind in der Regel zwei Impfdosen nötig. Noch zählt das RKI auch Menschen, die nur eine Dosis des Johnson-&-Johnson-Präparats erhalten haben, mit - allerdings wird das gerade umgestellt. Künftig sollen Johnson-&-Johnson-Geimpfte nur noch nach einer zweiten Impfdosis - möglichst mit einem mRNA-Impfstoff wie dem von Biontech/Pfizer oder Moderna - von den 2G-Regeln profitieren.

Nicht geimpft sind derzeit 24,6 Prozent der Bevölkerung (20,5 Millionen Menschen). Für 4,8 Prozent (vier Millionen) dieser Menschen im Alter von 0 bis 4 Jahren steht bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung.

Samstag, 22. Januar, 9.15 Uhr: Lauterbach warnt vor Lockerungen - Söder will sie aber

Die Omikron-Welle baut sich auf. Weil er noch viel höhere Fallzahlen erwartet, will Gesundheitsminister Karl Lauterbach das Pandemiemanagement anpassen. Er hat sich dafür ausgesprochen, die bestehenden Maßnahmen beizubehalten. Der SPD-Politiker warnte zugleich: "Eine Lockerung wäre fatal."

Bayerns Ministerpräsident Söder fordert indes, die Corona-Lage mit Augenmaß zu beobachten. "Es gibt immer noch keinen Anlass für Panik oder Hysterie", sagte er. Für Bayern kündigte der CSU-Chef sogar mögliche Lockerungen für die Zulassung von Zuschauern beim Profisport sowie für Kinder und Jugendliche bei der Beschäftigung am Nachmittag an.

Samstag, 22. Januar, 8.12 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu steigen

Die Inzidenzwerte am Samstag sind im Vergleich zum Vortag überall im Allgäu gestiegen: Der Kreis Lindau liegt heute bei 1165,9 (Vortag: 1061,1) und hat die höchste Inzidenz in der Region. Deutlich gestiegen sind auch die Zahlen im Unterallgäu. Dort liegt die Inzidenz aktuell bei 748,5 (Vortag: 671,8). Alle Werte im Detail erfahren Sie hier.

Im gesamten Allgäu gab es in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 5.281 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus.

Samstag, 22. Januar, 7 Uhr: RKI registriert 135.461 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 772,7

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen deutlichen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 772,7 an. Zum Vergleich: Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 497,1 (Vormonat: 289,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 135.461 Corona-Neuinfektionen. Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter zunehmend am Limit sind.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 179 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 8.596.007 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 7.206.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 116.664.

Freitag, 21. Januar, 21.37 Uhr: Erste Initiative für Impfpflicht ab 18 Jahren - Ringen um Omikron-Kurs

Die Omikron-Variante breitet sich rasant aus - was bedeutet das für den Kampf gegen die Pandemie? Eine schwierige Frage vor der Bund-Länder-Runde am Montag.

Freitag, 21. Januar, 20.22 Uhr: So laufen die Corona-Tests in den Kitas im Westallgäu

Seit kurzem müssen Kinder ab einem Jahr, die Kindertagesstätten besuchen, dreimal die Woche von den Eltern getestet werden. Wie das im Westallägu funktioniert.

Freitag, 21. Januar, 19.55 Uhr: Gesundheitsminister beraten am Samstag - Demonstrationen in zahlreichen Städten

Zwei Tage vor der nächsten Bund-Länder-Runde wollen sich die Gesundheitsminister der Länder treffen, um über die Corona-Lage zu beraten.

Freitag, 21. Januar, 19.13 Uhr: Die Inzidenz steigt im Landkreis Lindau erstmals über 1000

Das Infektionsgeschehen im Landkreis Lindau ist so dynamisch wie nie zuvor. Viele Ansteckungen können nicht nachvollzogen werden. Dafür gibt’s ausreichend Impfstoff.

Freitag, 21. Januar, 17.17 Uhr: Krankenstand beim Personal: Flughafen Frankfurt erwartet Flugausfälle

Die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante zeigt Auswirkungen auf den Frankfurter Flughafen. Für das Wochenende rechnet der Betreiber Fraport mit Verzögerungen, Wartezeiten und vereinzelten Flugausfällen.

"Aktuell führen Infektionsfälle oder Quarantäneanordnungen bei uns im Bereich Flugzeug- und Gepäckabfertigung dazu, dass zunehmend Beschäftigte gleichzeitig ausfallen", sagte ein Sprecher von Deutschlands größtem Airport am Freitag in Frankfurt.

Wo möglich, würden Engpässe durch entsprechend qualifiziertes Personal aus anderen Bereichen abgefedert. Es zeichne sich jedoch ab, dass Ausfälle über diesen Weg "nicht vollständig kompensiert" werden könnten.

Freitag, 21. Januar, 16.50 Uhr: Skisprung-Olympiasieger Wellinger positiv auf Corona getestet

Nur zwei Wochen vor den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking wurde der vormalige Gold-Gewinner Andreas Wellinger positiv auf das Corona-Virus getestet.

Frankfurter Forscher haben eine mögliche Ursache für mildere Krankheitsverläufe bei der Omikron-Variante des Corona-Virus identifiziert.
Frankfurter Forscher haben eine mögliche Ursache für mildere Krankheitsverläufe bei der Omikron-Variante des Corona-Virus identifiziert.
Bild: Pavlo Gonchar, dpa (Symbolbild)

Freitag, 21. Januar, 16.37 Uhr: Überdurchschnittlich viel Klinik-Personal fällt aus

Deutschlands Krankenhäuser beklagen derzeit überdurchschnittlich hohe Personalausfälle und führen dies auf die Auswirkungen der Omikron-Welle zurück. Fast drei Viertel der Kliniken berichten von höheren Personalausfällen in patientennahen Bereichen als um diese Jahreszeit üblich, wie aus einer Umfrage des Deutschen Krankenhausinstituts unter mehr als 240 Kliniken von Mitte der Woche hervorgeht. Die Ergebnisse, über die zuerst die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Samstag) berichtete, liegen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor.

In 12 Prozent der Krankenhäuser sind die Personalausfälle demnach sogar deutlich höher als üblich. Hier seien über 20 Prozent mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erkrankt als normalerweise im Winter, so die Umfrage. Der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sagte der dpa: "Die Daten lassen vermuten, dass die deutlich höheren Personalausfälle auf Omikron-Infektionen bei Krankenhausmitarbeitenden zurückzuführen sind."

Besonders hoch ist der Krankenstand nach Angaben der Krankenhausgesellschaft unter den Pflegekräften. Jedes fünfte Krankenhaus gab an, über 20 Prozent mehr Pflegebeschäftigte als um die Jahreszeit üblich seien krank. Die Personalausfälle seien "aktuell ein deutlich größeres Problem als in normalen Jahren", sagte Gaß der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Jedes zweite Krankenhaus gab in der Umfrage an, wegen des Personalmangels derzeit seine Betten auf den Allgemeinstationen nicht voll betreiben zu können, fast jedes zweite sagt dies über seine Intensivstationen.

Freitag, 21. Januar, 16.13 Uhr: Fast 160 aller rund 200 Länder weltweit Corona-Hochrisikogebiet

Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt dafür, dass gut drei Viertel aller rund 200 Länder auf der Welt als Hochrisikogebiete eingestuft werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 21. Januar, 14.50 Uhr: Regierung will Deutschland auf "Corona-Wand" vorbereiten

Die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante droht immer mehr zur Belastungsprobe für die Infrastruktur zu werden. Die Politik will reagieren. Mehr dazu.

Freitag, 21. Januar, 13.25Uhr: Söder: Corona-Maßnahmen derzeit nicht verschärfen

Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) hat sich vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag trotz sprunghaft steigender Infektionszahlen gegen härtere Corona-Maßnahmen ausgesprochen. "Es ist nicht sinnvoll, jetzt zu verschärfen", sagte der Parteichef nach einer Sitzung des CSU-Vorstandes am Freitag in München. Vielmehr müsse mit Augenmaß beobachtet werden, inwieweit sich die Omikron-Welle auf die Belastung des Gesundheitswesens auswirke.

Auf der anderen Seite gebe es auch keinen Anlass dafür, wie etwa in Großbritannien auf ein Corona-Management völlig zu verzichten. Es könne aber nach Lage der Dinge Erleichterungen geben. Für Bayern kündigte er mögliche Lockerungen für die Zulassung von Zuschauern beim Profisport sowie für Kinder und Jugendliche bei der Beschäftigung am Nachmittag an.

Freitag, 21. Januar, 12.40 Uhr: Baden-Württemberg passt Corona-Regeln nach Gerichtsurteil an

Die Menschen in Baden-Württemberg müssen sich schon nächste Woche auf neue Corona-Regeln einstellen. Voraussichtlich gilt dann nur noch die zweithöchste Stufe, die normale Alarmstufe, die mit einigen Lockerungen verbunden wäre.

Das Land will das am 12. Januar ausgesetzte reguläre Stufensystem der Corona-Beschränkungen Mitte nächster Woche wieder in Kraft setzen, wie eine Sprecherin des Staatsministeriums am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart mitteilte. Die Regierung reagiert damit auch auf ein vorangegangenes Urteil des Verwaltungsgerichtshofs, das das Einfrieren der Alarmstufe II mit harten Einschränkungen für Ungeimpfte für teilweise rechtswidrig erklärt hatte.

Bleibt die Belastung der Krankenhäuser auf dem derzeitigen, etwas niedrigerem Niveau, gilt wieder die normale Alarmstufe. Eigentlich sieht diese Stufe deutlich weniger Einschränkungen vor. Allerdings will die Regierung die Regeln in den einzelnen Stufen noch einmal anpassen, insbesondere bei Veranstaltungen.

Freitag, 21. Januar, 12.35 Uhr: Wirt muss Lokal wegen gefälschten Impfpasses schließen - eröffnet aber trotzdem wieder

Der Fall hatte am vergangenen Wochenende bei der Polizei für Erstaunen gesorgt. Ein Gastwirt hatte sein Lokal in der Memminger Innenstadt geöffnet, obwohl ihm kurz zuvor von der Stadt die Konzession entzogen worden war. Bei einer ersten Kontrolle am Freitag hatte er rund 30 Gäste bewirtet. Als die Beamten einen Tag später abermals vorbeischauten, waren es sogar rund 80 Gäste. Was ihm jetzt drohen könnte, lesen Sie hier.

Freitag, 21. Januar, 11.25 Uhr: Termine und Strafen: So ist die Impfpflicht in Österreich geregelt

Österreich führt als erstes Land in der EU eine allgemeine Impfpflicht ein. Das Parlament hat dem Gesetzesentwurf mit breiter Mehrheit zugestimmt. Demnach müssen ab Februar alle in Österreich wohnhaften Menschen über 18 gegen das Corona-Virus geimpft sein. Die Impfpflicht wird zunächst bis 31. Januar 2024 gelten. Die Regeln im Überblick finden Sie hier.

Freitag, 21. Januar, 11.15 Uhr: So ist die Lage in den Krankenhäusern des Klinikverbunds Allgäu

Insgesamt werden in den Krankenhäusern des Klinikverbunds Allgäu derzeit 18 Patientinnen und Patienten mit einer Corona-Infektion auf der Normalstation behandelt. Vier Covid-Patientinnen und -Patienten sind laut dem Klinikverbund auf Intensivstationen in Behandlung.

  • Kempten: Sechs Menschen mit einer Covid-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, ein Corona-Patient liegt auf der Intensivstation.
  • Immenstadt: Vier Menschen mit einer Covid-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, drei Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation.
  • Sonthofen: Derzeit werden keine Patienten mit einer Covid-Infektion behandelt.
  • Oberstdorf: Vier Menschen mit einer Covid-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, kein Corona-Patient liegt auf der Intensivstation.
  • Mindelheim: Drei Menschen mit einer Covid-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, kein Corona-Patient liegt auf der Intensivstation.
  • Ottobeuren: Eine Person mit einer Covid-Infektion wird derzeit auf der Normalstation behandelt, kein Corona-Patient liegt auf der Intensivstation.

Weiterer Lagebericht: Am Klinikum Memmingen werden insgesamt 15 Corona-Patienten behandelt. Davon sind drei Kindern, teilte das Klinikum mit. Auf der Normalstation liegen 13 Corona-Infizierte, auf der Intensivstation werden zwei Erwachsene mit einer Covid-Erkrankung behandelt.

Freitag, 21. Januar, 8.20 Uhr: Polizisten stehen für Corona-Kontrolle in Zivil an der Liftkasse

„Die Polizei macht scharfe Kontrollen“, sagt Ralf Speck von der Alpspitzbahn in Nesselwang. Der Geschäftsführer des Unternehmens berichtet: Neulich seien zwei Beamte in Zivil an der Liftkasse angestanden und hätten Skikarten gewollt, ohne einen 2G-Nachweis (vollständig geimpft oder genesen) vorlegen zu können. Das Personal habe richtig reagiert und einen Kartenverkauf verweigert, schildert Speck. „Da gab es dann auch nichts zu beanstanden.“ Auch sonst kontrollierten Beamte immer wieder, ob die Corona-Regeln in dem beliebten Ostallgäuer Wintersportgebiet eingehalten werden – zum Beispiel die Abstandsregeln. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Freitag, 21. Januar. 8 Uhr: Corona bei Haustieren: Gefahr für Mensch und Tier?

Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit hat keine Hinweise auf relevante Übertragungen des Coronavirus Sars-CoV-2 von Haustieren auf den Menschen in Deutschland. Das teilte Elke Reinking, Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), auf dpa-Anfrage mit. Zuvor war bekanntgeworden, dass die Behörden in Hongkong etwa 2000 Hamster und andere Kleintiere aus Sorge vor Corona einschläfern lassen wollen.

In der Regel erfolge die Infektion vom Mensch auf das Tier, sagte Reinking mit Verweis auf bislang 13 in Deutschland gemeldete Infektionen von Haustieren, davon eine bei einem Hund und zwölf bei Katzen. Über Infektionen von Haustieren in Deutschland mit der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante ist demnach bislang nichts bekannt.

Freitag, 21. Januar, 7.55 Uhr: Wegen großer Nachfrage: Mehr Termine für Impfungen für Kinder in Memmingen

Die Nachfrage nach Terminen für Corona-Impfungen für Kinder ist groß, teilt die Stadt Memmingen am Freitag mit. Daher werde es ab dem 5. Februar 40 weitere Termine für Impfungen für Kinder geben - und zwar immer samstags.

Konkret betreffe das die Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen. Bislang fanden die Impfungen für diese immer freitags zwischen 13 und 17 Uhr statt. Ab dem 5. Februar werden laut der Stadt dann auch an allen Samstagen zwischen 8 und 12 Uhr Kinder gegen Corona geimpft.

Eine Anmeldung für die Termine sei erforderlich und unter der Telefonnummer 08247/909910 möglich. Die Erziehungsberechtigten müssen eine Einwilligung zum Termin im Impfzentrum Memmingen in der Alten Realschule mitbringen.

Freitag, 21. Januar, 7.45 Uhr: RKI blickt detaillierter auf Covid-19-Patienten mit Symptomen

Angesichts der sich weiter aufbauenden Omikron-Welle nimmt das Robert Koch-Institut (RKI) in Auswertungen zur Corona-Lage verstärkt die Krankheitslast durch Covid-19 in den Blick. Die Experten weisen neuerdings im Corona-Wochenbericht Schätzungen zu Infizierten mit Covid-19-Krankheitssymptomen verschiedener Schwere aus, wie aus der RKI-Publikation vom Donnerstagabend hervorgeht. Entsprechende Inzidenzschätzungen beruhen auf schon länger bestehenden Systemen des Instituts, mit denen die Entwicklung von akuten Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung überwacht wird. Eines davon zum Beispiel speist sich aus Informationen aus der Bevölkerung.

Freitag, 21. Januar, 7.40 Uhr: Omikron und Corona-Medikamente: Was hilft gegen die neue Variante?

Seitdem vor knapp zwei Jahren die ersten Corona-Patienten Deutschlands in München behandelt wurden, ist das Virus spürbar mutiert. Die neue Variante Omikron verbreitet sich besonders schnell. Sie ist so verändert, dass sich Geimpfte und Genesene häufiger anstecken als bei der Delta-Variante. Zudem versagen bei Omikron bestimmte, aufwendig entwickelte Medikamente. Doch einige neuere Präparate machen durchaus Hoffnung.

Freitag, 21. Januar, 6.35 Uhr: CSU dringt vor Bund-Länder-Runde auf Omikron-Check der Corona-Regeln

Vor Spitzenberatungen von Bund und Ländern und mit Blick auf die Omikron-Variante dringt die CSU auf eine Neubewertung der Corona-Maßnahmen. "Wahr ist, mit Omikron ändern sich die Grundlagen. Wir brauchen einen Omikron-Check für das Corona-Management in Deutschland", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume der "Welt" (Freitag). "Die kommende Ministerpräsidentenkonferenz kann ein wichtiger Meilenstein sein, um über diese Dinge zu reden." Bund und Länder wollen am Montag über Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise beraten.

Freitag, 21. Januar, 6.30 Uhr: RKI registriert 140.160 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 706,3

Die vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 700 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 706,3 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 638,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 470,6 (Vormonat: 306,4). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 140.160 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.01 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 92.223 Ansteckungen.

Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Labore und Gesundheitsämter zunehmend an Kapazitätsgrenzen geraten.

Die 7-Tage-Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

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Alle Entwicklungen vom 18. bis 20. Januar 2022 lesen Sie in Teil 98 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 12. bis 17. Januar 2022 lesen Sie in Teil 97 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 4. bis 11. Januar 2022 lesen Sie in Teil 96 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 29. Dezember 2021 bis 3. Januar 2022 lesen Sie in Teil 95 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 25. bis 28. Dezember lesen Sie in Teil 94 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 21. bis 24. Dezember lesen Sie in Teil 93 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 16. bis 20. Dezember lesen Sie in Teil 92 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 10. bis 15. Dezember lesen Sie in Teil 91 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 7. bis 9. Dezember lesen Sie in Teil 90 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 2. bis 6. Dezember lesen Sie in Teil 89 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 27. November bis 1. Dezember lesen Sie in Teil 88 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

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