Corona-Newsblog, Teil 124

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 26. Oktober bis 14. November

Corona-News aus dem Allgäu und der Welt: Die Politik streitet um die Maskenpflicht in Fernzügen und -bussen.

Corona-News aus dem Allgäu und der Welt: Die Politik streitet um die Maskenpflicht in Fernzügen und -bussen.

Bild: Daniel Karmann

Corona-News aus dem Allgäu und der Welt: Die Politik streitet um die Maskenpflicht in Fernzügen und -bussen.

Bild: Daniel Karmann

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog-Archiv.
15.11.2022 | Stand: 10:21 Uhr

--- Hierbei handelt es sich um einen Archiv-Artikel. Zum Newsblog mit den aktuellen Nachrichten zur Corona-Lage im Allgäu, Deutschland und der Welt geht es hier. ---

Montag, 14. November, 18.55 Uhr: Fünf rätselhafte Dinge, die wir noch immer nicht über das Coronavirus wissen

Warum spüren manche Infizierten keine Symptome? Wie lange schützt eine durchgemachte Infektion? Welche Ursachen hat Long-Covid? Fünf Rätsel, die Sars-CoV-2 aufgibt.

Montag, 14. November, 16 Uhr: Angepasster Biontech-Impfstoff auch für Kinder ab fünf Jahren

Der angepasste Impfstoff für die Omikron-Variante ist als Auffrischung für Menschen ab zwölf Jahre zugelassen. Nun empfiehlt die Europäische Arzneimittelbehörde ihn auch für die ganz Kleinen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 14. November, 13.30 Uhr: Bund plant zunächst kein Masken-Aus in Bussen und Bahnen

In der Bundesregierung gibt es bisher keine Überlegungen, die Maskenpflicht in Fernzügen und -bussen aufzuheben. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums verneinte das am Montag in Berlin auf Nachfrage und verwies auf das geltende Infektionsschutzgesetz und die darin enthaltenen Vorgaben. Das Gesetz sei beschlossen und innerhalb der Regierungskoalition abgestimmt.

Über die Maskenpflicht im Nahverkehr können laut Infektionsschutzgesetz die Länder selbst entscheiden. Für Fernzüge und Fernbusse ist der Bund zuständig. Dort gilt laut Infektionsschutzgesetz noch bis 7. April 2023 eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht für Fahrgäste über 14 Jahren.

Montag, 14, November, 13.15 Uhr: Vorstoß zu Masken-Aus im Nahverkehr - Schwesig für einheitliche Regel

Nach dem Vorstoß für ein Ende der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ein einheitliches Vorgehen der Bundesländer angemahnt. "Weil wir kennen die Diskussion bei den Bürgern. Sie verstehen nicht, wenn in einem Land es so ist, in dem anderen Land so", sagte sie am Montag vor der Sitzung des Bundesrats in Berlin. Daher sollten die Gesundheitsminister auf ihrer Konferenz sowohl die Frage der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr als auch die Frage der Quarantänepflicht gemeinsam beraten. Wichtig sei, dabei auch auf das Votum der Corona-Expertenkommission zu hören.

Montag,14. November, 5 Uhr: Streit über Vorstoß zum Ende der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen

Ein Vorstoß aus Schleswig-Holstein für ein Ende der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ist in der Bundespolitik auf ein geteiltes Echo gestoßen. Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Andrew Ullmann, sagte der "Welt": "Wir plädieren für eine Maskenempfehlung statt einer Maskenpflicht. Denn Bürgerinnen und Bürger können sich selbst schützen und eigenverantwortlich entscheiden." Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Janosch Dahmen, lehnte eine Lockerung der Maskenpflicht im Nahverkehr dagegen ebenso ab wie die von vier Bundesländern angekündigte Aufhebung der Isolationspflicht für Corona-Infizierte.

Sonntag, 13. November, 18.50 Uhr: 34-Jähriger wegen übler Politiker-Beleidigung vor Gericht

Wegen seiner Unzufriedenheit mit der Corona-Politik soll ein Mann eine E-Mail mit übelsten Beleidigungen an die bayerische Staatsregierung geschickt haben. Der 34-Jährige muss sich am Montag (10.30 Uhr) deswegen vor dem Augsburger Amtsgericht verantworten. Um welche Beleidigungen genau es gehen soll, lesen Sie hier.

Samstag, 12. November, 12.45 Uhr: G20-Staaten gründen Pandemie-Fonds mit 1,4 Milliarden US-Dollar

Die Gruppe der großen Wirtschaftsnationen (G20) hat einen Fonds im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie ins Leben gerufen. Dessen Mittel sollen zur Stärkung der Gesundheitssysteme und Schließung von Haushaltslücken über fünf Jahre dienen, wie die Gesundheitsminister der G20-Staaten am Samstag in Nusa Dua auf der indonesischen Insel Bali beschlossen. Weitere Informationen dazu lesen Sie hier.

Samstag, 12. November, 10 Uhr: RKI registriert 28 369 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 232,1

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 232,1 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 243,5 gelegen (Vorwoche: 281,7; Vormonat: 799,9). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 28.369 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 38.859) und 185 Todesfälle (Vorwoche: 207) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 36.033.394 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Freitag, 11. November, 19.40 Uhr: Long-Covid behandelnde Station im Allgäu: „Unsere Betten sind proppenvoll“

Die Reha-Wartelisten für Long-Covid-Patienten im Allgäu sind lang. Die Krankheit ist nach wie vor schwer fassbar, sagt ein Chefarzt. Eine Betroffene erzählt.

Freitag, 11. November, 17 Uhr: Entzugserscheinungen nach Corona: Massenandrang zum Karnevalsauftakt

Stimmungsaufheller in krisenhaften Zeiten: In Köln, Düsseldorf und anderen Hochburgen des närrischen Frohsinns ist am Freitag um 11.11 Uhr die neue Karnevalssession eröffnet worden. In Köln kam es zu einem Massenandrang Zehntausender Feiernder.

Die Stadt bat schon früh, sich nicht mehr auf den Weg in den Studentenkiez Zülpicher Viertel zu machen, sondern auf andere Orte auszuweichen. Polizeipräsident Falk Schnabel sagte am Nachmittag, nach seinem Eindruck werde bisher aber weitgehend friedlich gefeiert. Für eine Bewertung des Sicherheitskonzeptes sei es noch zu früh.

Die Kölner Verkehrs-Betriebe stellten den Großteil des Verkehrs der Stadtbahnlinien in der Innenstadt ein. Der Bahnhof Köln-Süd wurde nach Angaben einer Bahnsprecherin auf Bitte der Stadt geschlossen. Mitunter sei es zu Streckensperrungen wegen Gleisläufern gekommen.

"Wir haben die besten Voraussetzungen mit dem wunderbaren Wetter und den Entzugserscheinungen, die wir zwei Jahre lang erduldet haben", hatte die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) die Jecken am Vormittag begrüßt. Im vergangenen Jahr war der 11.11. auch gefeiert worden, allerdings noch unter Corona-Auflagen. Im Jahr davor war der Karnevalsauftakt wegen der Pandemie komplett ausgefallen.

Zwei Mitglieder der Schwarzen Husaren Mainz e.V. schauen zum Auftakt zur Mainzer Fastnacht auf den Schillerplatz, der voller Menschen ist.
Zwei Mitglieder der Schwarzen Husaren Mainz e.V. schauen zum Auftakt zur Mainzer Fastnacht auf den Schillerplatz, der voller Menschen ist.
Bild: Sebastian Gollnow, dpa

Freitag, 11. November, 15.45 Uhr: Corona-Zahlen in Bayern sinken langsamer

Die Corona-Zahlen in Bayern sind weiter rückläufig, sinken aber langsamer. Am Freitagmorgen meldete das Robert Koch-Institut eine Inzidenz von 180,4 für den Freistaat. Das ist ein Rückgang um 13 Prozent im Vergleich zum Freitag der vergangenen Woche. Binnen zwei Wochen ist es mehr als eine Halbierung.

In den letzten Tagen hatte es in den vom RKI gemeldeten Inzidenzwerten für Bayern Schwankungen gegeben. Dabei dürfte allerdings der Feiertag in der vergangenen Woche eine große Rolle gespielt haben. In den aktuellen Zahlen ist nun nicht mehr von einem größeren Einfluss auszugehen.

Experten gehen allerdings seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Auch in den bayerischen Krankenhäusern zeigt sich ein rückläufiger Trend, der allerdings an Dynamik verliert. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldete 956 hospitalisierte Fälle mit oder wegen Corona binnen sieben Tagen in Bayern, das waren 12 Prozent weniger als vor einer Woche. Auch die Bettenbelegung mit Covid-Patienten auf den Intensivstationen ging zurück. Stand Freitag lag sie bei 164 Personen, das ist ein Minus von 22,3 Prozent auf Wochensicht.

Auch auf den Intensivstationen ist die Lage deutlich entspannter als noch vor drei Wochen, als laut Intensivregister zeitweise mehr als 90 Intensivstationen eingeschränkten und nur noch weniger als 50 regulären Betrieb gemeldet hatten. Am Freitag meldeten 74 eingeschränkten und 64 regulären Betrieb.

Freitag, 11. November, 14.55 Uhr: EU-Behörde: Angepasster Biontech-Impfstoff auch für Kinder ab 5 Jahre

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Zulassung des an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer auch für Kinder ab fünf Jahren empfohlen. Das teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Der für die Subvarianten BA.4 und BA.5 angepasste Impfstoff war bereits als Auffrischung für Menschen ab 12 Jahre zugelassen worden. Die EU-Kommission muss der Empfehlung noch zustimmen, das aber gilt als Formsache.

Die Experten erwarten einen breiteren Schutz gegen verschiedene Corona-Varianten. Die Hersteller wiesen auf Studien hin, nach denen 30 Tage nach der Impfung starke Immunantworten gegen die Subvarianten BA.4 und BA.5 bei Menschen über 18 Jahre festgestellt worden waren. Der angepasste Impfstoff sei ebenso verträglich und sicher wie das ursprüngliche Präparat.

Freitag, 11. November, 11.10 Uhr: Vier Bundesländer heben Corona-Isolationspflicht auf

Vier Bundesländer haben sich nach Angaben des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums darauf verständigt, die Isolationspflicht für Corona-Infizierte aufzuheben. Es handelt sich um Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. In diesen Ländern sollten "zeitnah" neue Regelungen in Kraft treten, die Details würden derzeit ausgearbeitet. Weitere Informationen dazu lesen Sie hier.

Freitag, 11. November, 10.45 Uhr: Kreuzfahrtschiff mit Hunderten Corona-Infizierten steuert Sydney an

Auf einem Kreuzfahrtschiff in Australien haben sich Berichten zufolge Hunderte Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Der Sender 9News sprach am Freitag von 800 infizierten Passagieren und Crew-Mitgliedern auf der "Majestic Princess". Die Reederei Princess Cruises bestätigte den Virus-Ausbruch, ohne zunächst genaue Zahlen zu nennen. "Die Gäste haben nur leichte Symptome oder sind asymptomatisch, und sie isolieren sich in ihren Kabinen", zitierten australische Medien einen Reederei-Sprecher. Auch alle nicht betroffenen Passagiere trügen zum Schutz Masken. Die Crew sei angewiesen worden, volle Schutzausrüstung anzulegen.

Der Luxusliner soll am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) in Sydney anlegen. "Obwohl die Regierung gesagt hat, dass wir mit Covid koexistieren müssen, ist es doch ein beunruhigender Gedanke, dass morgen 800 positiv auf das Coronavirus getestete Personen an Land gehen", sagte ein Reporterin von 9News.

Auf dem Schiff befinden sich 4600 Menschen. Für die infizierten Menschen seien in Sydney private Transportmittel organisiert worden, damit sie sich schnell isolieren könnten, hieß es.

Freitag, 11. November, 7.30 Uhr: Corona ist kein Bremsklotz mehr - Halligalli bei Bayerns Narren

Personalsorgen, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die gestiegenen Energiekosten machen zwar auch vor dem Fasching nicht halt: Dennoch wollen sich Bayerns Narren die Faschingslaune nicht länger trüben lassen. Am Freitag, dem 11.11. um 11.11 Uhr, beginnt für die Karnevalisten und Faschingsvereine traditionell die Halligalli-Zeit.

Die Kostüme bleiben allerdings zumeist im Schrank, erstmal müssen die Prinzenpaare ins Amt gehoben werden, etwa in Würzburg. Die traditionelle Proklamation des neuen Prinzenpaares auf dem Sternplatz soll pünktlich um 11.11 Uhr beginnen. In München will der Karnevalsverein Narrhalla das offizielle Prinzenpaar der Landeshauptstadt auf dem Viktualienmarkt vorstellen.

Bis zu den Höhepunkten des bayerischen Faschings mit den bunten Umzügen im Februar ist es noch etwas hin: In Nicht-Corona-Jahren kamen Hunderttausende Zuschauerinnen und Zuschauer etwa nach Nürnberg, Würzburg, Bayreuth und Bamberg. Im vergangenen Februar hatten die Infektionszahlen im dritten Corona-Jahr dem närrischen Treiben allerdings ein jähes Ende bereitet, viele Umzüge fielen aus.

Freitag, 11. November, 7.10 Uhr: RKI registriert 33 703 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 243,5

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 243,5 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 262,3 gelegen (Vorwoche: 290,1; Vormonat: 787,5). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 33 703 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 56 635) und 216 Todesfälle (Vorwoche: 233) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 36 005 025 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Donnerstag, 10. November, 12.15 Uhr: Mindestens 76 Millionen Euro Schaden durch Corona-Abrechnungsbetrug

Die Schäden wegen Abrechnungsbetrugs im Zusammenhang mit angeblichen Corona-Testzentren liegen in Baden-Württemberg bei mindestens 76 Millionen Euro. Auf diese Summe kamen Staatsanwaltschaften durch die Bearbeitung von Ermittlungsverfahren der vergangenen zwei Jahre, wie eine Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Anton Baron ergab. In 30 bis 40 Ermittlungsverfahren sei eine Bezifferung des Schadens noch überhaupt nicht möglich, hieß es in der Antwort weiter. In Baden-Württemberg seien demnach aktuell etwa 155 Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs des Corona- Abrechnungsbetrugs anhängig. Rund 60 derartige Ermittlungsverfahren seien in den vergangenen 24 Monaten abgeschlossen worden.

Donnerstag, 10. November, 11.45 Uhr: 1,35 Millionen Euro für bayerische Programmkinos

91 Programmkinos in Bayern werden für ihre Filmprogramme und ihr Engagement während der Corona-Krise ausgezeichnet. Sie erhalten Prämien in Höhe von insgesamt 1,35 Millionen Euro, wie der FilmFernsehFonds Bayern bereits am Dienstag mitgeteilt hatte. Die Spitzenprämie in Höhe von 30 000 Euro geht an die Münchner City/Atelier Kinos - unter anderem für abwechslungsreiches Arthouse-Programm. Seit Beginn der Pandemie mussten die Kinos zweimal komplett schließen und konnten viele Monate nur unter hohen Auflagen geöffnet bleiben. Mit den Prämien würdigt der Fonds das Engagement der Kinobetreiber im Jahr 2021.

"Kino ist mehr, als nur einen Film anzuschauen - es ist ein Erlebnis. Viele Kinos in Bayern gestalten dieses Erlebnis in herausragender Weise, sei es durch eine besondere Programmauswahl oder durch eine außergewöhnliche Inszenierung. Gerade während der Pandemie war das eine echte Herausforderung", sagte die bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach (CSU), einer Mitteilung zufolge. Das Prämienbudget stammt aus Fördergeldern der Gesellschafter des FilmFernsehFonds und Haushaltsmitteln des Bayerischen Landtags. Die Preisverleihung findet am 18. November in Würzburg statt.

Donnerstag, 10. November, 9 Uhr: Corona-Zahlen in China steigen weiter - Flüge gestrichen

Vor dem Hintergrund weiter ansteigender Corona-Zahlen sind in China zahlreiche Flüge gestrichen worden. Wie die Parteizeitung "Global Times" am Donnerstag berichtete, hatten einige Flughäfen im Land bereits am Mittwoch den Großteil ihrer Flüge gestrichen. In der von einem Corona-Ausbruch besonders schwer getroffenen südchinesischen Metropole Guangzhou seien mehr als 1000 Flüge ausgefallen. Auch an den beiden großen Flughäfen der Hauptstadt Peking wurden demnach jeweils mehr als 700 Flüge abgesagt. Flugstreichungen gehören wie Lockdowns, Zwangsquarantänen und Massentests zu den strikten Maßnahmen, mit denen die Regierung versucht, die Verbreitung des Virus zu einzudämmen. Trotz der verfolgten Null-Corona-Politik, die die Wirtschaft des Landes schwer belastet, steigen die Infektionszahlen landesweit seit Wochen wieder an. Nach 8176 Corona-Erkrankungen am Vortag meldeten die Behörden am Donnerstag landesweit rund 8800 weitere Infektionen. Neben Guangzhou stiegen in den vergangenen Tagen auch die Infektionszahlen in anderen Großstädten wie Peking, Shanghai und Chongqing wieder an.

Donnerstag, 10. November, 8.15 Uhr: Ärztepräsident kritisiert geplantes Triage-Gesetz

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat die von der Bundesregierung geplante Triage-Regelung zur Verteilung von Intensivbetten bei knappen Behandlungskapazitäten kritisiert. Für Ärztinnen und Ärzte sei es unabdingbar, dass sie sich keinen rechtlichen Risiken aussetzten, wenn sie in einer extrem schwierigen Situation eine Entscheidung über die Behandlungsreihenfolge träfen, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). Deshalb hätte in dem Gesetz neben dem Kriterium der aktuellen und kurzfristigen Überlebenswahrscheinlichkeit der betroffenen Patientinnen und Patienten auch die ärztliche Indikation und der Patientenwille verankert werden müssen. Das sei aber nicht geschehen.

"Ohne eine solche Klarstellung wird der Hinweis in der Gesetzesbegründung, dass die Letztverantwortung für die Beurteilung medizinischer Sachverhalte bei den Ärztinnen und Ärzten liegt, diese eher noch weiter verunsichern", sagte Reinhardt. Vor diesem Hintergrund sei es gut, dass es eine Überprüfung der Triage-Regelungen geben solle, um die Auswirkungen auf die medizinische Praxis zu überprüfen.

Das Gesetz soll das Vorgehen im Krankenhaus regeln, wenn wegen einer übertragbaren Krankheit wie Corona zu wenige Intensivbetten vorhanden sind. In solchen Fällen soll die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Patienten maßgeblich darüber entscheiden, ob er ein Bett bekommt oder nicht. Der Bundestag soll am Donnerstagnachmittag über das Vorhaben abstimmen.

Donnerstag, 10. November, 7.15 Uhr: Söder kündigt Lockerung der Corona-Quarantäne-Regeln für Bayern an

Bayern plant laut Ministerpräsident Markus Söder, die Quarantäneregel für Corona-Infizierte zu lockern und Menschen ohne Symptomen das Arbeiten zu erlauben. „Wir sind der festen Überzeugung, die Quarantäne muss angepasst werden“, sagte der CSU-Vorsitzende unserer Redaktion. „Ich glaube, dass wir inzwischen in einer endemischen Phase sind durch das hohe Maß an Impfungen“, sagte Söder.

Die Pandemiephase sei seiner Meinung nach überwunden. „Deswegen werden wir jetzt in Bayern – möglicherweise mit anderen Ländern zusammen – die Quarantäneregeln neu schreiben“, kündigte Söder an. Der bayerische Regierungschef strebt dabei ein gemeinsames Vorgehen mit Baden-Württemberg an. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 10. November, 7 Uhr: BGH verhandelt über Strafbarkeit von Impfpass-Fälschungen

Gibt es eine Strafbarkeitslücke bei der Fälschung von Corona-Impfpässen? Über diese Frage verhandelt am Donnerstag (10.30 Uhr) der Bundesgerichtshof in Leipzig. Der 5. Strafsenat hat die Revisionen gegen ein Urteil des Landgerichts Hamburg aus dem März diesen Jahres auf dem Tisch.

Donnerstag, 10. November, 6.30 Uhr: RKI registriert 38.668 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 262,3

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 262,3 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 294,1 gelegen (Vorwoche: 289,6; Vormonat: 598,1). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 38.668 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 78.629) und 175 Todesfälle (Vorwoche: 281) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 35.971.322 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mittwoch, 9. November, 19.15 Uhr: BGH verhandelt über Strafbarkeit von Impfpass-Fälschungen

Gibt es eine Strafbarkeitslücke bei der Fälschung von Corona-Impfpässen? Über diese Frage verhandelt am Donnerstag (10.30 Uhr) der Bundesgerichtshof in Leipzig. Der 5. Strafsenat hat die Revisionen gegen ein Urteil des Landgerichts Hamburg aus dem März diesen Jahres auf dem Tisch. (Az.: 5 StR 283/22)

Das Landgericht hatte einen Mann vom Vorwurf der Urkundenfälschung freigesprochen, der in neun Fällen gefälschte Impfbescheinigungen ausgestellt hatte. Der Angeklagte trug angebliche Corona-Impfungen in Impfpässe ein und versah sie mit falschen Stempeln und Unterschriften, wie der BGH mitteilte. Gegen den Freispruch hatte die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt, auch der Angeklagte, der zudem wegen Drogenhandels verurteilt wurde, hatte Rechtsmittel eingelegt. Das Hamburger Gericht war laut BGH davon ausgegangen, dass sich der Mann nicht der Fälschung von Gesundheitszeugnissen strafbar gemacht hat. Dies setze nämlich voraus, dass die falschen Impfpässe gegenüber Behörden und Versicherungen eingesetzt werden. Würden sie nur genutzt, um in ein Restaurant gehen zu können, sei dies nicht der Fall.

Zugleich war eine Verurteilung wegen Urkundenfälschung allgemein aus Sicht des Landgerichts nicht möglich, weil die Sonderregelung zu den Gesundheitszeugnissen eine sogenannte Sperrwirkung habe. Die Frage, ob es diese Sperrwirkung gibt, ist bislang in der Rechtsprechung umstritten.

Mittwoch, 9. November, 18.40 Uhr: RKI: Grippewelle in Deutschland hat begonnen

In Deutschland hat die Grippewelle begonnen. Nach der Definition des Robert Koch-Instituts (RKI) werde der Beginn rückblickend auf die Woche bis 30. Oktober datiert, wie aus dem wöchentlichen Bericht zu akuten Atemwegserkrankungen vom Mittwochabend hervorgeht. Maßgeblich für die Einschätzung sind Ergebnisse aus einem Überwachungssystem, bei dem Proben von Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen untersucht werden. Routinemäßig wird dabei nach verschiedenen Erregern geschaut, etwa Rhinoviren, Sars-CoV-2 und Influenza. Bereits vergangene Woche hatten die Fachleute von einem deutlich steigenden Grippe-Trend berichtet. "Während der letzten Monate wurden deutlich mehr Influenzameldungen an das RKI übermittelt als in den vorpandemischen Saisons um diese Zeit", heißt es im Bericht weiter. Wahrscheinlich beruhe dies unter anderem auch auf der Empfehlung seit der Corona-Pandemie, dass bei Atemwegssymptomen auch auf Influenzaviren getestet werden sollte. Für vergangene Woche seien bislang mehr als 2100 Grippe-Fälle übermittelt worden - und seit Saisonbeginn im Oktober insgesamt rund 8330. Besonders viele Meldungen kamen demnach aus Bayern und Nordrhein-Westfalen. Berichtet wird zudem über 13 Ausbrüche mit mindestens fünf Fällen, etwa an Schulen und Kindergärten.

Die jährliche Grippewelle begann in den Jahren vor Corona laut RKI meist im Januar und dauerte drei bis vier Monate. In den vergangenen beiden Saisons veränderten die Pandemie und die dagegen getroffenen Maßnahmen den gewohnten Verlauf jedoch stark: 2020/21 fiel die Grippewelle weltweit aus. Und auch 2021/22 kam es in Deutschland nicht zu einer Welle im gewohnten Maßstab, die Meldezahlen gingen erst nach den Osterferien und damit sehr spät etwas in die Höhe. Auch wenn es zuletzt Warnungen vor einer nun drohenden schweren Welle gab: Das RKI und andere Fachleute betonen, dass sich der Verlauf nicht vorhersagen lasse. Allerdings ist laut RKI "denkbar", dass die Bevölkerung in erhöhtem Maß und/oder ein erhöhter Anteil der Bevölkerung anfällig ist für die Erreger, wie es auf der Institutswebseite heißt.

Die Meldezahlen sind nur ein Ausschnitt der tatsächlichen Lage: Die Zahl der Infektionen während einer Grippewelle wird nach RKI-Angaben auf 5 bis 20 Prozent der Bevölkerung geschätzt, was in Deutschland etwa 4 bis 16 Millionen Menschen entspreche. Nicht jeder Infizierte erkranke. "Die Zahl der Todesfälle kann bei den einzelnen Grippewellen stark schwanken, von mehreren Hundert bis über 25 000 in der Saison 2017/18", hält das RKI fest. Eine Grippeschutzimpfung wird in Deutschland unter anderem Menschen ab 60, Schwangeren, chronisch Kranken, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen und Menschen mit erhöhtem beruflichem Risiko empfohlen.

Mittwoch, 9. November, 18 Uhr: WHO: 90 Prozent weniger Corona-Tote als im Februar

Die Zahl offiziell erfasster Corona-Toter ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit dem vergangenen Winter stark gesunken. Vorige Woche wurden weltweit rund 9400 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf berichtete. Das seien fast 90 Prozent weniger als im Februar, als der diesjährige Wochen-Höchststand von 75.000 erreicht wurde. Auch wenn das eine positive Entwicklung sei, würden noch immer zu viele Menschen "an einer vermeidbaren und behandelbaren Krankheit" sterben, sagte Tedros bei einer Pressekonferenz. "Covid-19 ist noch immer eine Pandemie", sagte die WHO-Expertin Maria Van Kerkhove. In der Vorwoche wurden weltweit etwa 2,1 Millionen Neuinfektionen registriert, wobei von einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle auszugehen ist.

Mittwoch, 9. November, 16 Uhr: Bundesverwaltungsgericht prüft Rechtmäßigkeit von Corona-Regeln

Das Bundesverwaltungsgericht hat am Mittwoch über die Rechtmäßigkeit früher Corona-Schutzverordnungen aus der ersten Welle der Pandemie verhandelt. Dabei geht es um Regelungen, die Sachsen und Bayern im März und April 2020 erlassen hatten. Bei der sächsischen Verordnung geht es um Kontaktbeschränkungen sowie die Schließung von Sportstätten und Gastronomiebetrieben. In dem bayerischen Fall stehen die damaligen sehr strengen Ausgangsbeschränkungen im Freistaat auf dem Prüfstand. Die Kläger wollen festgestellt wissen, dass bestimmte Passagen der Verordnungen unwirksam gewesen sind. (Az.: BVerwG 3 CN 1.21 und BVerwG 3 CN 2.21) Das oberste deutsche Verwaltungsgericht in Leipzig will seine Entscheidung am 22. November verkünden.

Die Vorinstanzen hatten unterschiedlich entschieden: Das sächsische Oberverwaltungsgericht hatte die Maßnahmen als verhältnismäßig eingestuft. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte dagegen festgestellt, dass die Ausgangsbeschränkungen zu strikt und damit unverhältnismäßig gewesen seien. Die "triftigen Gründe", aus denen man damals in Bayern noch seine Wohnung verlassen durfte, seien zu eng gefasst gewesen. Für das Bundesverwaltungsgericht ist es das erste Mal, dass es sich mit den Corona-Schutzmaßnahmen auseinander setzen muss. Es wird allerdings nicht das letzte Mal sein. Laut Gericht sind noch eine ganze Reihe von Verfahren anhängig, die sich mit späteren Corona-Schutzverordnungen befassen.

In der mündlichen Verhandlung diskutierte der Senat ausführlich, ob die Länder in der Frühphase der Pandemie derart weitreichende Beschränkungen verhängen durften. Ein Knackpunkt ist dabei die Frage, ob das Infektionsschutzgesetz in der damals geltenden Fassung eine ausreichende Rechtsgrundlage für die Verordnungen gewesen ist. Das Infektionsschutzgesetz legt fest, dass Menschen unter Umständen verpflichtet werden können, einen Ort nicht zu verlassen. Die Vorsitzende Richterin machte deutlich, dass eine solche Klausel aus Sicht des Senats verfassungsrechtlich nicht bedenklich sei. Es müsse allerdings Grenzen geben. Ausgiebig wurde zudem über die Verhältnismäßigkeit der Regelungen aus Sachsen und Bayern gestritten.

Mittwoch, 9. November, 15.30 Uhr: WHO-Bericht: Zugang zu Impfstoffen weltweit ungleich verteilt

Reiche und arme Länder haben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht nur im Fall von Covid-19, sondern auch bei anderen Krankheiten einen sehr ungleichen Zugang zu Impfstoffen. So sei der Impfstoff gegen das Humane Papillomavirus (HPV), das Gebärmutterhalskrebs auslösen kann, nur in 41 Prozent der Länder mit niedrigem Einkommen eingeführt - verglichen mit 83 Prozent der reichen Länder, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlich Impf-Bericht der WHO. Auch mangelnde Erschwinglichkeit der Produkte sei ein Hindernis. Manchmal zahlten Länder mit mittleren Einkommen aufgrund von Preisunterschieden sogar mehr als wohlhabendere. "Das Recht auf Gesundheit schließt das Recht auf Impfstoffe ein", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Der Bericht zeige, dass die Dynamik des freien Marktes einigen der ärmsten und am stärksten gefährdeten Menschen der Welt dieses Recht vorenthalte.

Aufgrund der Corona-Pandemie seien 2021 insgesamt rund 16 Milliarden Impfstoffdosen im Wert von 141 Milliarden US-Dollar geliefert worden, fast das Dreifache des Marktvolumens von 2019. Die Zahlen zeigten das Potenzial für einen Ausbau der Impfstoffherstellung, so die WHO. Allerdings liege die Produktion in den Händen weniger Hersteller. So lieferten zehn Firmen - ohne Berücksichtigung von Corona - 70 Prozent der Impfstoffdosen. Einige der 20 am häufigsten verwendeten Impfstoffe wie zum Beispiel gegen Röteln und Masern stammten von nur zwei Anbietern. Monopole auf geistiges Eigentum und begrenzter Technologietransfer schränken laut WHO die Fähigkeit zum Aufbau und zur Nutzung lokaler Produktionskapazitäten ein. Eine Gefahr seien auch die begrenzten Investitionen in solche Vakzine, die wie bei Cholera, Typhus, Affenpocken und Ebola erst bei Ausbrüchen stark gefragt seien. Dies könne "verheerend für das Leben der Menschen sein", so der Report. Die Reaktion auf die Corona-Pandemie habe bewiesen, dass Impfstoffe in einem Bruchteil der bisher benötigten Zeit entwickelt werden könnten, hieß es. Außerdem habe sie den Stellenwert von Impfstoffen als öffentliches Gut gefestigt. Um einen gleichberechtigten Zugang zu Impfstoffen voranzutreiben, fordert der Bericht die Regierungen auf, klare Impfpläne zu entwickeln, die Aufsicht über die Entwicklung, Produktion und Verteilung von Impfstoffen zu verstärken sowie sich um regionale Forschungs- und Produktionszentren zu kümmern.

Mittwoch, 9. November, 12 Uhr: Studie: Rechtsextreme Einstellungen nehmen ab - Vorbehalte nehmen zu

Rechtsextreme Einstellungen sind in Deutschland laut einer Studie aktuell nicht mehr so stark verbreitet wie noch vor zwei Jahren. Die Autoren der Leipziger Autoritarismus-Studie, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde, sehen die Gesellschaft dennoch im Krisenmodus. Wie das Team um die Psychologen Oliver Decker und Elmar Brähler feststellt, sind zwar 82 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mit der verfassungsmäßigen Demokratie zufrieden. Bei einer repräsentativen Befragung zwischen März und Mai dieses Jahres war jedoch nur gerade die Hälfte mit der demokratischen Alltagspraxis zufrieden.

Durch die Corona-Pandemie und den russischen Angriffskrieg in der Ukraine seien die Verantwortlichen in Bund und Ländern zwar gestärkt. Ihr Handeln finde auch breite Zustimmung. Diese "autoritäre Sicherheit" habe aber einen Preis. Ohnmachtsgefühle und die Einschränkungen des eigenen Lebens würden akzeptiert, führten aber auch "zu einer Steigerung der Aggressionen". Rechtsextreme Einstellungen träten zwar in den Hintergrund, andere "antidemokratische Motive" gewännen gleichzeitig aber an Bedeutung. Unter dem Titel "Autoritäre Dynamiken in unsicheren Zeiten" legen Wissenschaftler der Universität Leipzig bereits die elfte Untersuchung dieser Art zu politischen und antidemokratischen Einstellungen in Deutschland seit 2002 vor. Die Untersuchung erscheint im Zweijahres-Rhythmus, sie wird von der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung und der Otto Brenner Stiftung der IG Metall unterstützt.

Mittwoch, 9. November, 8.15 Uhr: Corona-Zahlen in China steigen weiter

Trotz eines strengen Lockdowns und anderer strikter Einschränkungen steigt die Zahl neuer Corona-Infektionen in China weiter an. Wie die nationale Gesundheitskommission am Mittwoch in Peking mitteilte, kamen seit dem Vortag landesweit 8176 Infektionen hinzu. Am Dienstag waren mehr als 7400 neue Fälle gemeldet worden. Die Infektionszahlen sind so hoch wie seit dem zweimonatigen Lockdown der ostchinesischen Hafenstadt Shanghai im März und April nicht mehr.

Besonders betroffen ist derzeit die südchinesische Metropole Guangzhou, wo am Dienstag mehr als 2600 neue Infektionen gemeldet wurden. Die Behörden schickten Teile der Bevölkerung in einen Lockdown und verordneten Massentests. China verfolgt eine strenge Null-Covid-Strategie mit Ausgangssperren, alltäglichen Tests, Kontaktverfolgung und Zwangsquarantäne. In der Volksrepublik leben mehr als 1,4 Milliarden Menschen.

Mittwoch, 9. November, 6.30 Uhr: RKI registriert 47 820 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 294,1

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 294,1 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 282,9 gelegen (Vorwoche: 279,1; Vormonat: 611,2). Dem deutschlandweiten Trend entsprechend, sind die Inzidenzen im Allgäu nahezu sprunghaft angestiegen. Nur in einer Stadt in der Region sinken sie weiter.

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 47 820 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 29 961) und 227 Todesfälle (Vorwoche: 120) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 35 932 654 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Dienstag, 8. November, 17.50 Uhr: Rechtmäßigkeit früher Corona-Schutzverordnungen auf dem Prüfstand

Das Bundesverwaltungsgericht verhandelt am Mittwoch über die Rechtmäßigkeit früher Corona-Schutzverordnungen aus dem Jahr 2020, die in Sachsen und Bayern erlassen worden waren. Die Kläger wollen festgestellt haben, dass die Regelungen unwirksam gewesen sind. (Az.: BVerwG 3 CN 1.21 u.a.)

Bei der sächsischen Verordnung geht es um Kontaktbeschränkungen sowie die Schließung von Sportstätten und Gastronomiebetrieben. In dem bayerischen Fall werden die damaligen Ausgangsbeschränkungen als unzulässig kritisiert, wie das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig mitteilte.

In der Vorinstanz hatte das sächsische Oberverwaltungsgericht die Maßnahmen als verhältnismäßig eingestuft. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte dagegen festgestellt, dass die Ausgangsbeschränkungen zu strikt und damit unverhältnismäßig gewesen seien. Wann das Bundesverwaltungsgericht seine Entscheidung trifft, war zunächst offen.

Dienstag, 8. November, 17.45 Uhr: Niederländische Behörde erklärt Ende der Corona-Herbstwelle

Die Niederlande haben einen weiteren deutlichen Rückgang bei Corona-Infektionen registriert. Die Herbstwelle sei vorbei, teilte das zuständige Institut für Gesundheit und Umwelt (RIVM) am Dienstag mit. In den vergangenen sieben Tagen waren 7719 Neuinfektionen festgestellt worden, rund 37 Prozent weniger als in der Vorwoche. Da Selbsttests nicht zentral registriert werden, ist die Zahl der wirklichen Infektionen voraussichtlich höher.

Aber auch bei den übrigen Indikatoren stellte die Behörde deutlich geringere Werte fest. Demnach seien zum Beispiel im Abwasser weniger Spuren des Virus gefunden worden. Auch die Zahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern und die der Todesfälle ging deutlich zurück. Das Institut hatte im Oktober das Risikoniveau erhöht, nachdem die Zahl der Infektionen und Einweisungen in Krankenhäuser zugenommen hatte.

Dienstag, 8. November, 13.20 Uhr: Gastbeitrag über das traurige Trauern in Corona-Pandemiezeiten

Viele Menschen konnten sich zu Hochzeiten der Corona-Pandemie nur digital von Angehörigen verabschieden. Ihr Schmerz wurde dadurch noch größer. Ein öffentliches Thema ist das aber leider nicht. Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen hat dazu einen Gastbeitrag verfasst.

Dienstag, 8. November, 11.30 Uhr: Studie: Frauen kommen dank positivem Denken besser durch die Pandemie

Die Corona-Pandemie hat die Lebenszufriedenheit der Deutschen erheblich eingeschränkt, die Belastungen waren in verschiedenen Bevölkerungsgruppen aber unterschiedlich stark. Das hat die Befragung von rund 30.000 Menschen ergeben, die das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) am Dienstag in Wiesbaden vorstellte. Die größte Lebenszufriedenheit hatten Menschen, die stabile Beziehungen hatten und die zudem in der Lage waren, der Krise auch positive Seiten abzugewinnen. Mit dem neuen familiendemografischen Panel "FReDA" werden zweimal im Jahr Menschen zwischen 18 und 49 Jahren zu ihrer Lebenssituationen befragt. Die Studie - laut BiB eine der größten in Deutschland - erlaube "einen außerordentlich repräsentativen und differenzierten Blick auf unsere Gesellschaft im Krisenmodus".

Große Unterschiede zeigen sich bei den Geschlechtern: Frauen fühlten sich insgesamt stärker belastet und hatten deutlich häufiger Angst zu erkranken. Sie konnten aber auch viel häufiger als Männer das Gute sehen. Wie stark sich Eltern belastet fühlten, hing stark vom Alter der Kinder ab: Bei Babys war es vergleichsweise gering, stieg mit zunehmendem Alter der Kinder und ging wieder zurück, wenn diese über 14 waren. Mütter fühlten sich stärker belastet als Väter. "Insgesamt ist die Lebenszufriedenheit in der Corona-Pandemie deutlich gesunken", sagte der stellvertretende Direktor des Instituts, Martin Bujard. Im Frühjahr 2021 - als viele noch nicht geimpft waren und weitreichende Kontakteinschränkungen galten - lagen die Werte deutlich unter dem, was normalerweise in Deutschland gemessen wird.

Dienstag, 8. November, 9.45 Uhr: Was anhaltende Halsschmerzen nach Covid bedeuten können

Nach einer Corona-Infektion bleiben oftmals anhaltende Symptome bestehen, mit denen sich der Genesene herumplagen muss. Was anhaltende Halsschmerzen nach Covid bedeuten können, erfahren Sie hier.

Dienstag, 8. November, 8 Uhr: Neue Corona-Infektionen in China auf höchstem Stand seit halbem Jahr

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Corona-Virus ist in China auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr gestiegen. Wie die nationale Gesundheitskommission am Dienstag in Peking mitteilte, wurden mehr als 7400 Fälle gemeldet. Das ist der höchste Wert seit dem zweimonatigen Lockdown der ostchinesischen Hafenstadt Shanghai im März und April. Während der Rest der Welt versucht, mit dem Virus zu leben, verfolgt China eine strenge Null-Covid-Strategie mit Ausgangssperren, alltäglichen Massentests, strenger Kontrolle, Kontaktverfolgung und Zwangsquarantäne. Trotzdem nimmt die Zahl der Neuinfektionen täglich zu, während sich leicht ansteckende Omikron-Varianten schnell verbreiten. Die Zahl hat sich in zwei Wochen verdreifacht.

Dienstag, 8. November, 6.45 Uhr: Inzidenz sinkt im ganzen Allgäu weiter

Die 7-Tage-Inzidenz ist in allen Allgäuer Städten und Landkreisen gesunken. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag mit. Ein Kreis nähert sich sogar der 100er Marke. Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Dienstag, 8. November, 6 Uhr: RKI registriert 61 063 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 282,9

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 282,9 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 260,2 gelegen (Vorwoche: 351,7; Vormonat: 635,7). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 61.063 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 48.556) und 250 Todesfälle (Vorwoche: 150) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 35.884.834 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Montag, 7. November, 21 Uhr: Viren im Herbst: Diese Erreger sorgen aktuell für Husten und Schnupfen

Wer derzeit mit Husten, Schnupfen oder Fieber im Bett liegt, muss nicht automatisch Corona haben: Auch andere Viren verbreiten sich im Herbst. Ein Überblick.

Montag, 7. November, 13 Uhr: Erster Leonhardiritt in Bad Tölz seit Corona

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie hat in Bad Tölz wieder der berühmte Leonhardiritt stattgefunden. Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kam am Montag zu der Pferdewallfahrt in die oberbayerische Kreisstadt. Der Ritt zu Ehren des heiligen Leonhard von Limoges findet in vielen Gemeinden Altbayerns um dessen Namenstag am 6. November statt. Die Katholiken verehren Leonhard von Limoges als Schutzpatron der landwirtschaftlichen Tiere, insbesondere der Pferde.

Der Leonhardiritt in Bad Tölz gilt als eine der größten und schönsten Pferdewallfahrten. Zahlreiche von Pferden gezogene Wagen rollen durch die Straßen und Gassen der Kurstadt. Die Reihenfolge der Wagen wird zuvor ausgelost, um Streit über die vorderen Plätze zu vermeiden. Der Ritt beginnt morgens unter dem Geläut aller Bad Tölzer Kirchenglocken und endet nachmittags mit dem Abschlusssegen.

Nach Angaben der Stadt kommen jedes Jahr Tausende Menschen zu der Wallfahrt, um die besondere Atmosphäre zu erleben. Seit 2016 gehört der Bad Tölzer Leonhardiritt zum immateriellen Kulturerbe Bayerns.

Frauen in Tracht sitzen bei der Leonhardifahrt in einem Wagen. Nach zwei Jahren Corona bedingter Pause findet die Leonhardifahrt in Bad Tölz, die immaterielles Kulturerbe Bayerns ist, zu Ehren des Heiligen Leonhard von Limoges als Schutzpatron der Nutztiere wieder statt.
Frauen in Tracht sitzen bei der Leonhardifahrt in einem Wagen. Nach zwei Jahren Corona bedingter Pause findet die Leonhardifahrt in Bad Tölz, die immaterielles Kulturerbe Bayerns ist, zu Ehren des Heiligen Leonhard von Limoges als Schutzpatron der Nutztiere wieder statt.
Bild: Angelika Warmuth, dpa

Montag, 7. November, 8.10 Uhr: Lieferprobleme beim iPhone 14 Pro durch Covid-Lockdown in China

Mitten im wichtigen Weihnachtsgeschäft hat Apple mit erheblichen Lieferengpässen beim neuen iPhone 14 Pro zu kämpfen. Die Produktion im Hauptwerk in China werde aktuell von Covid-Einschränkungen beeinträchtigt, teilte Apple in der Nacht zum Montag mit. Die Fabrik laufe mit deutlich reduziertem Ausstoß. Für die Kunden werde das längere Wartezeiten bedeuten.

Das Werk des taiwanischen Auftragsfertigers Foxconn in Zhengzhou ist von Corona-Lockdowns der Regionalregierung betroffen. Die Fabrik arbeitet zumindest teilweise, da einige Mitarbeiter das Gelände nicht verlassen. Die Einschränkungen könnten aber auch den Fluss von Bauteilen ins Werk unterbrechen. Apple teilte mit, man arbeite zusammen mit dem Fertiger daran, die Produktion wieder auf normales Niveau zu bekommen, ohne die Gesundheit der Mitarbeiter zu gefährden.

Montag, 7. November, 6.30 Uhr: Virologe Streeck rechnet mit Anstieg von Infektionen nach WM-Spielen

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck rechnet mit einem Anstieg von Infektionserkrankungen, wenn im Winter viele Menschen gemeinsam die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar verfolgen. Zugleich plädiert der Mediziner dafür, Ruhe zu bewahren, sollte es zu anschwellenden Krankheitswellen kommen. Man werde damit umgehen können, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Grund für die zu erwartende Zunahme an Infektionen sei, dass die Weltmeisterschaft - anders als sonst - in der kalten Jahreszeit stattfinde, erläuterte Streeck. "Wir können nicht mehr - wie in den vergangenen Jahren - draußen im Freien die Spiele schauen, zum Beispiel beim Public Viewing, sondern werden in Innenräumen sein", sagte er. Dabei sitze man eng zusammen, die Belüftung sei oft schlecht. Zudem falle die Verlagerung genau in eine Zeit, in der sowieso vermehrt Infektionen zu beobachten seien - nicht nur mit Corona. Daher rechne er während der WM mit mehr Erkrankungen.

Allerdings rate er auch zu Pragmatismus, sollte es so kommen, sagte Streeck. "Ich glaube, dass wir damit umgehen können werden." Es gehe dann um "Eigenverantwortung" und darum, das Bewusstsein zu schärfen.

Sonntag, 6. November, 10 Uhr: Hausärzte registrieren weniger Nachfrage nach Corona-Impfungen

Die Hausärzte beobachten nach Verbandsangaben weniger Interesse an Impfungen gegen das Coronavirus. "Die Impfung ist unser schärfstes Schwert im Kampf gegen schwere Verläufe. Umso bedauerlicher ist es, dass die Impfkampagne aktuell stagniert", sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Markus Beier, der Funke Mediengruppe.

Die Ärzte erhielten bei weitem nicht mehr so viele Anfragen der Patientinnen und Patienten, wie es laut Ständiger Impfkommission empfohlen wäre, sagte Beier. "Natürlich nutzen die Kolleginnen und Kollegen in ihren Praxen jede Möglichkeit, um über die Impfungen aufzuklären, aber der Output ist mittlerweile eher mau." Man müsse es ganz klar sagen: "Der Run auf die Coronaimpfungen hat sich mittlerweile auf ein Schleichen verlangsamt."

64,8 Millionen Menschen haben mindestens eine Impfung erhalten, wie aus dem Impfdashboard des Gesundheitsministeriums hervorgeht. 10,3 Millionen Menschen haben demnach eine zweite Auffrischungsimpfung bekommen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine zweite Corona-Boosterimpfung derzeit über 60-Jährigen und Menschen mit Vorerkrankungen.

Sonntag, 6. November, 7.30 Uhr: Britischer Corona-Patient nach 411 Tagen Infektion geheilt

Ein immungeschwächter Mann in Großbritannien war 411 Tage lang mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Erst durch eine Behandlung mit neutralisierenden Antikörpern wurde der Patient geheilt, wie die European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases mitteilte. Demnach war der inzwischen 59-Jährige Patient mit jener frühen Corona-Variante infiziert, die zunächst im chinesischen Wuhan aufgetreten war.

Der Mann hatte wegen einer Nierentransplantation ein geschwächtes Immunsystem. Er erhielt demnach eine Antikörper-Kombination, die als Regeneron bekannt ist und die im Jahr 2020 auch dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump verabreicht wurde. Bedeutsam sei bei der Behandlung des Mannes die genetische Analyse des Virus gewesen.

Für die derzeit dominierende Corona-Variante Omikron gibt es nach Angaben der Experten bisher keine wirksame Antikörper-Behandlung in Großbritannien oder der Europäischen Union. "Einige Menschen mit geschwächten Immunsystemen sind weiterhin dem Risiko schwerer Erkrankung und andauernder Infektion ausgesetzt", so der Mediziner Luke Blagdon Snell vom King's College in London, der seine Erkenntnisse kürzlich in der Fachzeitschrift "Clinical Infectious Diseases" veröffentlicht hat.

Der inzwischen geheilte Patient gehört zu den Menschen mit einer der längsten bekannten Corona-Infektionen. Ein ebenfalls im Krankenhaus Guy's and St Thomas' behandelter Patient war bis zu seinem Tod sogar 505 Tage lag infiziert gewesen.

Sonntag, 6. November, 7.10 Uhr: Inzidenzwert im Allgäu

Auch am Sonntag bleiben die Inzidenzwerte im Allgäu auf stabilem Niveau. Gegenüber dem vergagenen Wochenende sinken die Corona-Zahlen deutlich. Unsere Übersicht.

Samstag, 5. November, 13 Uhr: Ölpreise steigen stark - Gerüchte über Chinas Corona-Politik

Die Ölpreise sind am Freitag stark gestiegen. Am Markt wurde erneut darauf spekuliert, dass China die strikte Corona-Politik lockern könnte. Dies schürte die Hoffnung auf eine höhere Nachfrage. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Januar kostete am Morgen 96,55 US-Dollar. Das waren 1,92 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im Dezember stieg um 1,94 Dollar auf 90,11 Dollar.

In den sozialen Medien kursierten am Morgen abermals Gerüchte, dass China vor einem Wandel der Corona-Politik stehen könnte. Bereits im Verlauf der Woche hatte es Spekulation über eine mögliche Abkehr von der strikten Null-Covid-Strategie der Führung in Peking gegeben, die von Chinas Behörden aber zurückgewiesen wurden. Dennoch hätten die Investoren am Ölmarkt erneut auf eine mögliche Lockerung gesetzt, hieß es von Marktbeobachtern, was die Preise kräftig nach oben trieb.

Das konsequente Vorgehen in China gegen die Ausbreitung des Coronavirus führte in den vergangenen Monaten immer wieder zu umfangreichen Lockdowns. Analysten der Bank of China gehen davon aus, dass als Folge der harten Corona-Politik die Ölnachfrage in China in diesem Jahr um durchschnittlich 400 000 Barrel pro Tag gesunken ist.

Samstag, 5. November, 10 Uhr: Lambrecht dankt Männern und Frauen der Bundeswehr für Corona-Hilfe

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat den Männern und Frauen der Bundeswehr bei einem feierlichen Appell für ihren Einsatz in der Corona-Pandemie gedankt. Dabei seien 400 Soldaten auf dem Paradeplatz des Berliner Bendlerblocks mit Erinnerungsmedaillen und Urkunden ausgezeichnet worden, teilte das Verteidigungsministerium am Freitag mit und bezeichnete den Einsatz als "historische Herausforderung".

Seit dem Jahr 2020 leisteten Bundeswehrangehörige und Reservisten Dienst in Gesundheits- und Impfzentren, Pflegeeinrichtungen und in anderen staatlichen Stellen. In der Spitze waren nach Angaben des Ministeriums 19 000 Helfer eingesetzt. Sie leisteten demnach bis zum Ende des Einsatzes im März dieses Jahres mehr als 20 Millionen Arbeitsstunden. Es sei der umfassendste Hilfseinsatz in der 66-jährigen Geschichte der Bundeswehr gewesen.

Samstag, 5. November, 8 Uhr: Biontech: Angepasster Impfstoff deutlich wirksamer gegen Omikron

Eine Auffrischungsimpfung mit dem an die aktuell vorherrschenden Omikron-Sublinien BA.4/BA.5 angepassten Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer ist nach Unternehmensangaben gegen diese deutlich wirksamer als das ursprüngliche Vakzin. Neue Daten aus einer laufenden klinischen Studie zeigten einen Anstieg der neutralisierenden Antikörper gegen BA.4/BA.5 in der Altersgruppe der Über-55-Jährigen um das etwa Vierfache im Vergleich zu Personen, die eine Auffrischung mit dem ursprünglichen Vakzin erhielten, teilten die Unternehmen am Freitag mit. Beide Messungen wurden den Angaben zufolge einen Monat nach der Auffrischung ermittelt.

Im Vergleich zu den Werten vor einer Auffrischungsimpfung wurde in der Gruppe der 18- bis 55-Jährigen ebenfalls einen Monat nach dieser Impfung ein Anstieg der sogenannten Antikörpertiter um das 9,5-fache festgestellt. In der Gruppe der Über-55-Jährigen gab es einen 13,2-fachen Anstieg. Beide Impfstoffe zeigten eine vergleichbare Sicherheit und Verträglichkeit, teilten die Unternehmen mit. Für die Studie wurde Blut von Dutzenden Menschen untersucht. Der BA.4/BA.5-Booster von Biontech/Pfizer ist seit Mitte September in der EU zugelassen. Er enthält Wirkstoffe gegen die ursprüngliche Corona-Variante und gegen die Omikron-Sublinien BA.4/BA.5.

Samstag, 5. November, 7.30 Uhr: Analyse: Weniger Impfungen bei Kinder und Jugendlichen als vor Corona

In der Corona-Pandemie sind weniger Kinder und Jugendliche gegen andere Krankheiten als Covid geimpft worden als davor. Im vergangenen Jahr gab es elf Prozent weniger Impfungen für Kinder und Jugendliche als noch 2019 und damit vor dem Pandemieausbruch. Das geht aus dem Kinder-und Jugendreport der Krankenkasse DAK hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Nach Hochrechnungen des Versicherers wurden im vergangenen Jahr rund 680 000 Kinder weniger geimpft als im Vergleichsjahr 2019.

"Wir beobachten schon länger einen Rückgang der Impfquoten bei Kindern und Jugendlichen. In der Corona-Pandemie hat sich dieser negative Trend verstärkt", sagte Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. Angesichts der Impfzahlen gebe es akuten Handlungsbedarf. "Sonst wird die Gesundheit von vielen jungen Menschen plötzlich wieder durch Krankheiten bedroht, die als fast ausgerottet galten."

Besonders stark ist der Rückgang laut der Auswertung bei der Vierfach-Impfung gegen Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus und Kinderlähmung. Den Angaben zufolge bekamen 31 Prozent weniger Kinder und Jugendliche im Jahr 2021 eine Erst-Impfung gegen diese Krankheiten als noch 2019. Bei den sogenannten Gesamtimpfungen, also allen vorgesehenen Impfungen und Auffrischungsimpfen gegen die vier Krankheiten, betrug der Rückgang demnach 23 Prozent.

Auch bei der Impfung gegen das Papillomavirus (HPV) sanken die Impfzahlen während der Pandemie. Das Virus kann unter anderem Gebärmutterhalskrebs auslösen. 2021 ging die Zahl der HPV-Gesamtimpfungen um 13 Prozent im Vergleich zu 2019 zurück. Bei den Erstimpfungen betrug der Rückgang gut ein Viertel.

Die Auswertung beruht auf Daten aus dem Zeitraum von 2019 bis 2021 zu DAK-Versicherten im Alter bis 17 Jahren. Covid-Impfungen spielten in der Analyse laut DAK keine Rolle, weil dazu nur unvollständige Daten vorlagen.

Samstag, 5. November, 7.10 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu

Die Inzidenzwerte im Allgäu bleiben stabil. Während die Corona-Zahlen in Memmingen steigen, werden aus Kempten weniger Corona-Infektionen gemeldet als Mitte der Woche. Unsere Übersicht.

Samstag, 5. November, 7 Uhr: RKI registriert 38.859 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 281,7

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 281,7 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 290,1 gelegen (Vorwoche: 436,4; Vormonat: 414,0).

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 38 859 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 47 718) und 207 Todesfälle (Vorwoche: 167) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Freitag, 4. November, 12.35 Uhr: Freiburger Mediziner: Corona-Pandemie verliert an Kraft

Die Corona-Pandemie verliert nach Einschätzung des Freiburger Epidemiologen und Mediziners Hajo Grundmann an Kraft. "Wir müssen uns jetzt nicht mehr so vor Corona in Acht nehmen wie vor 33 Monaten, als es eine Virusinfektion war, gegenüber der die Weltbevölkerung überhaupt keine Immunität aufzuweisen hatte", sagte der Experte der Tageszeitung "Badische Zeitung" (vom Freitag).

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin bilanzierte in seinem jüngsten Wochenbericht, vergangene Woche seien die Sieben-Tage-Inzidenzen in allen Bundesländern und Altersgruppen gesunken. Die rückläufige Entwicklung bei den gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland könnte mit den Herbstferien zusammenhängen und nur vorübergehend sein.

Auf die Frage, ob die Herbstwelle schon vorbei sei, sagte Grundmann der Zeitung: "Davon kann man ausgehen. Sie (die Herbstwelle) hatte ihren Höhepunkt in der ersten und zweiten Oktoberwoche." Seitdem seien die Fallzahlen gesunken. "Wir sind aus dem Gröbsten raus", fügte der Mediziner hinzu. Grundmann sprach mit Blick auf die Pandemie von Sättigungseffekten.

"Mittlerweile sind in Deutschland drei Viertel der Menschen geimpft und obendrein hat, wenn Sie sich die Wucht der Omikron-Wellen anschauen, die Mehrzahl auch eine Immunität durch eine Infektion." Grundmann leitet das Institut für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg.

Freitag, 4. November, 6.15 Uhr: RKI registriert 56 635 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 290,1

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 290,1 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 289,6 gelegen (Vorwoche: 464,1; Vormonat: 374,0). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 56.635 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 61.492) und 233 Todesfälle (Vorwoche: 184) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 35.784.912 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Im Allgäu ist das Infektionsgeschehen gemischt: In manchen Landkreisen gab es zuletzt wieder Sprünge nach oben.

Donnerstag, 3. November, 19.45 Uhr: Erneut kein Dresdner Adventskonzert im Stadion

Das Open-Air-Adventskonzert im Dresdner Stadion ist erneut abgesagt worden. Als Grund dafür nannten die Veranstalter am Donnerstag fehlende Planungssicherheit. Die aktuellen Entwicklungen ließen auch in diesem Jahr Einschränkungen befürchten, hieß es. Dabei wurde sowohl auf die gestiegenen Energiekosten als auch auf die Corona-Pandemie verwiesen. Dies führe bei der Planung zu Unsicherheiten, die man weder den Mitwirkenden noch den Zuschauerinnen und Zuschauern zumuten könne und wolle.

Zuletzt hatte es die Großveranstaltung 2019 gegeben. Danach war sie wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Nun hoffen die Veranstalter auf ein Konzert im Dezember 2023. Zu den Mitwirkenden gehören etwa der Dresdner Kreuzchor und die Dresdner Kapellknaben.

Donnerstag, 3. November, 19 Uhr: RKI: Rückgang bei Corona-Zahlen wohl auch wegen Herbstferien

Die rückläufige Entwicklung bei den gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland könnte laut Robert Koch-Institut (RKI) mit den Herbstferien zusammenhängen. Vergangene Woche seien die Sieben-Tage-Inzidenzen in allen Bundesländern und allen Altersgruppen gesunken, heißt es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend. "Hierbei muss weiterhin der Faktor der Schulferien mit bedacht werden, der sowohl Kontakt- als auch Testverhalten beeinflusst." Weiter hieß es, dass der Rückgang - auch angesichts der Ferien in vielen Bundesländern - vorübergehend sein könnte.

Rückläufig war vorige Woche nicht nur die Inzidenz: Auch wurden laut Bericht weniger schwere Covid-19-Verläufe erfasst. Zudem zeige sich bei der Viruslast im Abwasser beim Großteil der untersuchten Standorte ein fallender Trend. Die vom RKI geschätzte Zahl der Arztbesuche wegen Covid-19 fiel im Wochenvergleich ebenfalls geringer aus.

Insgesamt rechnet das RKI in den kommenden Wochen mit einer hohen Zahl an Atemwegserkrankungen. "Insbesondere die Positivenrate und die Zahl der Erkrankungen durch Influenza zeigen einen steigenden Trend, zudem führen RSV-Infektionen insbesondere bei Kleinkindern zu vermehrten Erkrankungen und Krankenhauseinweisungen." RSV steht für Respiratorisches Synzytial-Virus. Der Erreger hatte bereits vergangenes Jahr für eine außergewöhnliche Welle in einigen Ländern gesorgt, was auch als Folge der Pandemie gilt.

Donnerstag, 3. November, 13.05 Uhr: Das Lumpenpack: Corona hat Tourneen komplizierter gemacht

Die Corona-Pandemie hat Konzerttourneen aus Sicht der Band Das Lumpenpack "viel, viel komplizierter" gemacht. "Alles ist viel, viel teurer: Locations, Material und Personal", sagten Jonas Frömming und Max Kennel der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in München.

"Gleichzeitig gehen alle Bands jetzt auf Tour, weil die Pause so lange war und sie wieder Geld verdienen müssen. Jetzt übersteigt das Angebot an Konzerten plötzlich die Nachfrage und in Kombination mit Corona, Inflation und der allgemeinen Verunsicherung sorgt das dafür, dass das Publikum ausbleibt."

Die Band, die Mittwochabend in München aufgetreten war und am Donnerstag Station in Augsburg machen wollte, habe da zwar "echt noch Glück", sagten die beiden Sänger. "Aber insgesamt ist das Touring viel komplexer und finanziell riskanter geworden.

Donnerstag, 3. November, 7.30 Uhr: Organspende auch mit Corona-Infektion möglich - keine Übertragung

Weil eine Übertragung bei sorgfältiger Auswahl nahezu ausgeschlossen ist, dürfen inzwischen auch die Organe von corona-positiven Spendern transplantiert werden. Seit das möglich ist, gab es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bis Ende Oktober 39 Sars-CoV-2 positive Spender in Deutschland. Ihnen wurden 114 Organe entnommen und in 113 Empfänger transplantiert, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) anlässlich ihres Jahreskongresses in Frankfurt berichtete. "Es ist dabei nicht zu einer einzigen Übertragung einer Sars-CoV-2-Infektion vom Spender auf den Empfänger gekommen", sagte DSO-Vorstand Axel Rahmel der dpa.

Die Corona-Pandemie hatte die Organspende in Deutschland erschwert: Nach einer Organtransplantation wird die Immunabwehr heruntergefahren, daher sollte unbedingt verhindert werden, dass es zu einer Übertragung des Virus vom Spender auf den Empfänger kommt. Corona-Positive, Kontaktpersonen von Infizieren und Rückkehrer aus Risikogebieten wurden von einer Organspende ausgeschlossen.

Dann aber zeigten laut DSO Erfahrungen aus dem Ausland, dass das Übertragungsrisiko geringer war als befürchtet, besonders wenn die Krankheit mild verlief. In vielen Ländern seien die Kriterien daraufhin gelockert worden. "Tatsächlich sind bislang nur sehr wenige Fälle bekannt geworden, bei denen es eine Übertragung vom Spender auf den Empfänger gab - und diese auch nur im Zusammenhang mit einer Lungentransplantation", sagte Rahmel.

Im Mai 2022 haben Bundesärztekammer und Deutsche Transplantationsgesellschaft auch für Deutschland die Akzeptanzkriterien für Spender angepasst. Ausgeschlossen sind nun nur noch Organspender mit einem schweren Verlauf, bei denen die Organe so geschädigt sind, dass sie für eine Transplantation nicht mehr geeignet sind. Bei Lungentransplantationen gilt laut Rahmel weiterhin "äußerste Zurückhaltung". Der DSO-Jahreskongress findet am Donnerstag und Freitag statt. Dabei sollen auch die neuesten Spenderzahlen veröffentlicht werden. Zuletzt waren die Zahlen stark eingebrochen.

Donnerstag, 3. November, 6.40 Uhr: Gericht verhandelt in München über gescheiterten Maskendeal

Mit einem gescheiterten Maskendeal der bayerischen Staatsregierung zu Beginn der Corona-Pandemie befasst sich das Landgericht München I am Donnerstag (9.00 Uhr). Ein Unternehmer aus Unterfranken hat den Freistaat verklagt, weil ein geplanter Deal mit FFP2-Masken dann doch nicht zustande kam. Es geht nach Gerichtsangaben um die Summe von 1,5 Millionen Euro.

Der Kläger erklärte, er sei in finanzielle Vorleistung gegangen, weil er darauf vertraut habe, dass der "quasi zu Ende verhandelte Vertrag" auch definitiv geschlossen werde. Ohne nachvollziehbaren Grund habe der Freistaat Bayern den Vertrag dann aber nicht unterzeichnet.

Der Freistaat hatte diese Darstellung nach Gerichtsangaben zurückgewiesen. Die Maskenpreise seien damals im April 2020 stark gefallen, darum habe der Freistaat sich einfach für ein günstigeres Angebot entschieden, hieß es. Aus staatlicher Sicht sei das durchaus ein vernünftiger Grund, von dem geplanten Deal zurückzutreten. Außerdem habe das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit die Masken als "nicht verkehrsfähig" eingestuft.

Donnerstag, 3. November, 6.25 Uhr: RKI registriert 78.629 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 289,6

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 289,6 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards (5.00 Uhr) wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 279,1 gelegen (Vorwoche: 493,4; Vormonat: 471,1).

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen. In dieser Woche gab es im Großteil der Bundesländer am Montag oder Dienstag einen Feiertag.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 78.629 Corona-Neuinfektionen und 281 Todesfälle innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 35.728.277 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mittwoch, 2. November, 17 Uhr: Faeser plant kein Verbot für Feuerwerk an Silvester

Das Bundesinnenministerium hat die Forderung der Deutschen Umwelthilfe nach einem generellen Böllerverbot an Silvester zurückgewiesen. Eine Sprecherin sagte am Mittwoch auf Nachfrage, ein entsprechendes Verbot sei zum Jahreswechsel 2020/2021 und 2021/2022 jeweils von Bund und Ländern aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen worden. "Ob erneut eine Situation entstehen wird, die einen vergleichbaren Beschluss erforderlich macht, ist derzeit nicht absehbar", fügte sie hinzu.

In den vergangenen zwei Jahren war wegen der Corona-Pandemie der Verkauf von Silvesterfeuerwerk deutschlandweit untersagt, zugleich galt ein An- und Versammlungsverbot für Silvester und Neujahr. Ziel dieser Maßnahme war es damals, die Krankenhäuser vor Überlastung zu schützen - unter anderem, indem Verletzungen beim Abbrennen von Feuerwerk in der Silvesternacht verhindert werden.

Die Deutsche Umwelthilfe hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am Dienstag aufgefordert, die Böllerei in diesem Jahr "ein für alle Mal" zu beenden. Durch wenige und einfache Änderungen der Sprengstoffverordnung könne die Ministerin umweltschädlichem Feuerwerk schnell ein Ende setzen, sagte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch am Dienstag. Die Umwelthilfe führt als Argument für ein Verbot unter anderem die hohe Feinstaubbelastung durch Silvesterknaller und -raketen an.

Mittwoch, 2. November, 15 Uhr: Lauterbach: Kita-Schließungen waren nicht nötig

Die Kita-Schließungen in den ersten Corona-Wellen sind nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach unnötig gewesen. "Das Schließen von Kitas ist definitiv medizinisch nicht angemessen und wäre auch in dem Umfang, wie wir es damals gemacht haben, nach heutigem Wissen nicht nötig gewesen", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin. "Es wird keine Schließungen dieser Art mehr geben." Lauterbach äußerte sich anlässlich der Veröffentlichung des Abschlussberichts der "Corona-Kita-Studie" gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne).

Paus sagte, laut der Studie trügen die Kinder, die am meisten von frühkindlicher Bildung und Förderung profitieren können, besonders schwer an den Folgen der Corona-Eindämmungsmaßnahmen. Kitas mit vielen Kindern aus sozial benachteiligten Familien hätten jetzt einen fast doppelt so hohen Förderbedarf etwa bei Sprache oder Motorik wie vor der Pandemie.

Die von beiden Ministerien finanzierte und vom Deutschen Jugendinstitut und Robert Koch-Institut durchgeführte Kita-Studie lief von Sommer 2020 bis Juni dieses Jahres. Untersucht wurden die Auswirkungen der Pandemie und der Schutzmaßnahmen auf Kindertagesbetreuung, Kinder und Familien aus verschiedenen Blickwinkeln. Ermittelt wurde darin unter anderem, wie oft Kinder im Kita-Alter an Corona erkranken, wie empfänglich sie für das Virus sind und wie schwer die Krankheitsverläufe sind.

Die festgestellten Ansteckungszahlen in Kitas folgten der Studie zufolge eher denen in der Gesamtgesellschaft als umgekehrt. Die Inzidenz blieb demnach durchgängig unterhalb der von älteren Kinder und Jugendlichen. Mit Corona infizierte Kinder im Kita-Alter zeigten zumindest bei den ersten Corona-Varianten auch meist wenige oder gar keine Symptome.

Mittwoch, 2. November, 12 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in China steigt - neue Lockdowns

In China haben ansteigende Corona-Zahlen für Millionen Menschen neue Lockdowns zur Folge. Nach Behördenangaben wurden am Mittwoch landesweit trotz der in China strikt verfolgten "Null-Corona-Politik" 2755 neue Infektionen verzeichnet. Das sind mehr als dreimal so viele Fälle wie noch vor zehn Tagen. Der Trend neuer Infektionen zeigte in den vergangenen Tagen stetig nach oben.

Gleich mehrere Metropolen verhängten Lockdowns für Teile ihrer Bevölkerung. So riegelte die schwer betroffene südchinesische Metropole Guangzhou mehrere Bezirke ab. Auch im ostchinesischen Zhengzhou durften Menschen in Teilen der Stadt nicht mehr vor die Tür. Berichte über Einschränkungen gab es zuletzt auch aus den Städten Ningbo, Xining, Nanjing sowie der Inneren Mongolei. So gut wie in allen Landesteilen gibt es Regionen, die von scharfen Corona-Maßnahmen betroffen sind.

Chinas Wirtschaft leidet darunter, dass Peking nicht von seiner Politik abrücken will. Diese hat zum Ziel, jeden Ausbruch des Virus im Keim zu ersticken. Zahlreiche Millionenstädte in China hatten in diesem Jahr immer wieder harte Corona-Maßnahmen verhängt, um die Verbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante zu verhindern. Hoffnungen, dass die Maßnahmen nach dem Parteikongress im Oktober gelockert werden könnten, haben sich nicht erfüllt. Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit, in der es in der Regel zu mehr Infektionen kommt, könnte sich die Lage weiter zuspitzen.

Mittwoch, 2. November, 07.10 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu sinken teils deutlich - bundesweit kaum aussagekräftige Zahlen

Mehrere Bundesländer - darunter Bayern - hatten am Dienstag den Allerheiligen-Feiertag, was die Meldung der Corona-Fallzahlen an das Robert Koch-Institut (RKI) in der Regel beeinflusst. Deshalb sind die am Mittwoch veröffentlichten Zahlen in ihrer Aussagekraft sehr begrenzt. Wir verzichten deshalb auf die bundesweite Statistik.

Im Allgäu hingegen meldeten die Behörden neue Zahlen. Allerdings sind auch diese nach dem langen Wochenende mit Brückentag und Feiertag gestern nur bedingt aussagekräftig - verzögerte Meldungen sind möglich. Nach aktuellem Stand sind die Inzidenzwerte im Allgäu von Dienstag auf Mittwoch in allen Landkreisen und den Städten Kempten, Memmingen und Kaufbeuren gesunken, hier geht's zur Übersicht.

Mittwoch, 2. November, 06.50 Uhr: Impfungen mit Kochsalzlösung - Impfzentrum-Mitarbeiterin vor Gericht

Im Fall möglicher Impfungen mit Kochsalzlösung am früheren Corona-Impfzentrum im niedersächsischen Schortens muss sich ab heute eine ehemalige Beschäftigte vor dem Landgericht Oldenburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der 38-Jährigen Körperverletzung in 15 Fällen vor, wie das Landgericht mitteilte. Die damalige Krankenschwester soll im April vergangenen Jahres 15 Spritzen entweder nur mit Kochsalzlösung aufgezogen oder den Covid-Impfstoff so stark mit Kochsalzlösung verdünnt haben, dass dieser nicht mehr wirkte.

Die Spritzen wurden danach von anderen Beschäftigten verwendet, die nichts von dem Handeln der Beschuldigten wussten. 15 Menschen sollen in der Folge Spritzen ohne wirksamen Covid-Impfstoff bekommen haben. Hintergrund für die mutmaßlichen Taten der Frau war laut Staatsanwaltschaft, dass sie den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisch gegenüberstand. Der Vorwurf der Körperverletzung ergibt sich aus dem Umstand, dass die Betroffenen dem Einstich mit einer Injektionsnadel für eine Corona-Schutzimpfung zugestimmt hatten. Eine Einwilligung für einen unwirksamen Stoff gab es nicht.

Da nicht mehr nachvollzogen werden konnte, wer möglicherweise Impfungen mit unwirksamem Wirkstoff erhielt, riefen die Behörden mehr als 10.000 potenziell Betroffene als Vorsichtsmaßnahme zu einer damals dritten oder gar vierten Impfung auf.

Dienstag, 1. November, 11 Uhr: Holetschek: Viele Kliniken "vor dem Knock-out"

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) warnt vor einem Kollaps vieler Einrichtungen. "Viele Kliniken und Gesundheitseinrichtungen unseres Landes stehen vor dem Knock-out", sagte er laut Mitteilung vom Dienstag in München. "Inflation und Energie-Krise sorgen für Kostenexplosionen, die letztlich die Versorgung der Menschen gefährden."

In einem gemeinsam Appell mit der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, den Sana Kliniken, den bayerischen Landkreisen und dem Bayerischen Städtetag forderte Holetschek die Bundesregierung auf, für eine stabile und langfristig gesicherte Finanzierung von Einrichtungen des Gesundheitswesens zu sorgen.

"So gut wie alle Einrichtungen des Gesundheitswesens sind von den hohen Energie- und Sachkosten, den Pandemie-Folgen sowie von Personalproblemen teils schwer getroffen", sagte Holetschek. "Die Lage ist wirklich ernst und erfordert rasches und entschlossenes Handeln."

Der Vizepräsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Thomas Lemke, warnte: "Die Krankenhäuser stehen vor dem wirtschaftlichen Kollaps." Schon jetzt gebe es einen "dramatischen Versorgungsengpass".

Dienstag, 1. November, 10.15 Uhr: Vier weitere Todesfälle mit nachgewiesener Corona-Infektion im Allgäu

Im Allgäu ist die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie an oder mit einer bestätigten Corona-Infektion gestorben sind, am Dienstag auf 1178 angestiegen. Das sind vier mehr als in der offiziellen RKI-Statistik vom Montag. In die Werte am Dienstag laufen in der Regel auch Nachmeldungen vom Wochenende ein.

Dienstag, 1. November, 09.45 Uhr: RKI ohne belastbare bundesweite Corona-Zahlen am Feiertag - Inzidenzwerte im Allgäu sinken

Mehrere Bundesländer hatten am Montag einen Feiertag, was die Meldung der Corona-Fallzahlen an das Robert Koch-Institut (RKI) in der Regel beeinflusst. Deshalb sind die am Dienstag veröffentlichten Zahlen in ihrer Aussagekraft sehr begrenzt. Wir verzichten deshalb auf die bundesweite Statistik.

Im Allgäu hingegen meldeten die Behörden neue Zahlen. Allerdings sind auch diese nach dem Wochenende mit Brückentag nur bedingt aussagekräftig - Nachmeldungen sind möglich. Nach aktuellem Stand sind die Inzidenzwerte im Allgäu von Montag auf Dienstag in allen Landkreisen und den Städten Kempten, Memmingen und Kaufbeuren gesunken, hier geht's zur Übersicht.

Montag, 31. Oktober, 21.15 Uhr: Rom streicht Corona-Impfpflicht in Kliniken - Kampf gegen Rave-Partys

Italiens neue Regierung hat die Corona-Impfpflicht für das Gesundheitspersonal in Krankenhäusern und Pflegeheimen aufgehoben. Ab diesem Dienstag können rund 4000 Beschäftigte im Gesundheitsbereich, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, wieder dort arbeiten, wie Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Montagabend in Rom erklärte. Die Maßnahme der Vorgängerregierung unter Mario Draghi hätte noch bis Ende des Jahres gegolten. Masken muss das Personal weiter tragen.

Rom verschärfte außerdem Strafen, um gegen illegale Rave-Partys vorzugehen. Wer solche Feste organisiert und unerlaubt Gebäude oder Grund besetzt, kann bis zu sechs Jahre statt wie bisher zwei ins Gefängnis gehen. Für die Organisation von Ansammlungen mit mehr als 50 Menschen, von denen Gefahr für die öffentliche Ordnung, Unversehrtheit oder Gesundheit ausgeht, drohen Geldstrafen zwischen 1000 und 10.000 Euro. Am Wochenende sorgte eine Technofeier in Modena mit einigen Tausend Teilnehmern für Schlagzeilen. Die Polizei räumte die mehrtägige Feier am Montag. "Ich bin sehr zufrieden mit dem klaren Zeichen, das hier gesetzt wurde", erklärte Meloni.

Montag, 31. Oktober, 12.10 Uhr: Corona-Lockdown: Arbeiter von Foxconn fliehen von Gelände

In dem Werk des Apple-Zulieferers Foxconn arbeiten mehrere Hunderttausend Menschen. Nachdem in Teilen der Stadt Zhengzhou ein Lockdown verhängt wurde, verlassen Arbeiter das Gelände fluchtartig. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 31. Oktober, 8.15 Uhr: Welche Corona-Szenarien halten Experten im Winter für wahrscheinlich?

Der dritte Winter mit Sars-CoV-2 steht bevor. Die Ausgangslage scheint besser zu sein als in der Vergangenheit. Aber sollte man sich schon auf Weihnachten im Familienkreis und große Silvesterfeiern wie früher freuen? Das sagen Forscher zu den möglichen Szenarien im Winter.

Montag, 31. Oktober, 5.30 Uhr: Intensivmediziner beklagt Personalausfälle in Kliniken

Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis hat angesichts zahlreicher Personalausfälle in den Kliniken vor Einschränkungen der regulären Krankenhausversorgung gewarnt.

"Unser Hauptproblem im Gesundheitswesen sind aktuell die vielfältigen Personalausfälle und die damit verbundenen Bettensperrungen", sagte Karagiannidis, der Mitglied im Corona-Expertenrat der Bundesregierung ist, der "Rheinischen Post". Dies treffe auf ein chronisch krankes System, das keine Möglichkeit der Kompensation mehr habe. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 31. Oktober, 5. 15 Uhr: Patientenschützer: Corona-Prävention in Altenpflege unzureichend

Auch vor dem dritten Winter seit Beginn der Corona-Pandemie sehen Patientenschützer noch eklatante Mängel beim Schutz wirklich gefährdeter Gruppen. "Das Thema brennt uns unter den Nägeln. Die Situation für Menschen, die sich in der stationären und ambulanten Altenpflege nicht selbst schützen können, ist nach wie vor verheerend", sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der Deutschen Presse-Agentur. Bund und Länder unternähmen bei dem Thema präventiv nicht genug. "Insofern sehe ich keine nennenswerten Verbesserungen im Vergleich zu bisherigen Wintern", sagte Brysch.

Sonntag, 30. Oktober, 10.15 Uhr: Umfrage: Zufriedenheit mit Gesundheitssystem gestiegen

Gesetzlich Versicherte sind einer Umfrage zufolge zufriedener mit der Gesundheitsversorgung in Deutschland als vor der Corona-Pandemie. 58 Prozent der Befragten gaben an, zufrieden oder sehr zufrieden mit der Gesundheitsversorgung zu sein, wie aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. 2019 und damit vor der Pandemie hatte der Wert bei 50 Prozent gelegen.

Jeder zehnte Teilnehmer gab in der aktuellen Befragung an, etwas oder sehr unzufrieden mit dem Gesundheitswesen zu sein. Vor drei Jahren hatten noch 15 Prozent so geantwortet. Gut ein Drittel gab in beiden Befragungen an, zum Teil zufrieden zu sein.

Mehr als zwei Drittel der über 2000 Befragten war außerdem der Meinung, dass sich das Krankenversicherungssystem in der Pandemie bewährt habe. 15 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer widersprachen dem. 16 Prozent antworteten, dass sie das nicht wüssten.

"Das solidarische Gesundheitssystem hat den Stresstest bestanden", sagte Stefanie Stoff-Ahnis vom Vorstand des GKV-Spitzenverbands anlässlich der Umfrage.

Die Ergebnisse ähneln einer im Juni veröffentlichen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach: Ein Großteil der damals Befragten (81 Prozent) bewertete das Gesundheitssystem und die Gesundheitsversorgung in Deutschland positiv. Demnach pendelte die Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung seit 2012 stets um die 80 Prozent.

Sonntag, 30. Oktober, 9.30 Uhr: Inzidenz aktuell bei 416,5

Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 416,5. Im Allgäu sind die Zahlen weiter gesunken. Die Inzidenzen sind heute aber nur bedingt aussagekräftig, weil längst nicht mehr alle Gesundheitsämter und Bundesländer ihre Corona-Zahlen am Wochenende an das RKI melden.

Hier finden Sie die aktuellen Inzidenz-Werte für das Allgäu.

Samstag, 29. Oktober, 7.45 Uhr: Endemisch - was heißt das? Bedeutung bei Corona und anderen Krankheiten

Was heißt endemisch? Vor allem in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie oder Covid kommt der Begriff häufig vor. Hier die Erklärung.

Samstag, 29. Oktober, 7.40 Uhr: RKI registriert 47 718 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 436,4

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 436,4 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 464,1 gelegen (Vorwoche: 625,1; Vormonat: 409,9). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 47.718 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 74.631) und 167 Todesfälle (Vorwoche: 204) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 35.571.130 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Freitag, 28. Oktober, 10.55 Uhr: Droht die nächste Corona-Welle? Omikron-Sublinien breiten sich in Deutschland aus

Geht es wieder los? Neue Omikron-Sublinien breiten sich in Deutschland immer weiter aus. Was hat die Bezeichnung Höllenhund damit zu tun?

Freitag, 28. Oktober, 10.50 Uhr: RKI registriert 61.492 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 464,1

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 464,1 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 493,4 gelegen (Vorwoche: 644,5; Vormonat: 379,6). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 61.492 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 92.293) und 184 Todesfälle (Vorwoche: 178) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 35.523.412 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Donnerstag, 27. Oktober, 11.55 Uhr: Landesamt für Statistik: Mehr Tote in den Pandemiejahren in Bayern

In den Jahren 2020, 2021 und den ersten acht Monaten des laufenden Jahres sind in Bayern mehr Menschen gestorben als sonst. Das Landesamt für Statistik stellte für 2020 um 6,9 Prozent erhöhte Sterbefallzahlen fest, wie es am Donnerstag mitteilte. Für 2021 sind sie sogar um 10 Prozent höher als im Median der vier Jahre davor. Corona ist dabei allerdings nicht der einzige Faktor für die Veränderung. Auch 2022 wurden bisher in jedem Monat erhöhte Sterblichkeitswerte festgestellt - teils um mehr als 10 Prozent - hier ist die Ursachenforschung allerdings noch schwierig.

Für 2020 führt das Landesamt den Anstieg der Sterblichkeit zu 30 Prozent auf die Veränderung der Demografie zurück - also unter anderem auf die Alterung der Gesellschaft. Für 2021 macht dies 37 Prozent aus. Für 2022 ist eine solche Differenzierung noch nicht möglich, hier könnten zudem auch noch andere Faktoren wie die hohen Temperaturen im Sommer eine Rolle gespielt haben.

Die jeweils nicht durch die Bevölkerungsveränderung zu erklärende zusätzliche Sterblichkeit in den Jahren 2020 und 2021 geht dem Landesamt zufolge insbesondere auf Corona zurück. So gab es vor allem während der ersten, zweiten und vierten Corona-Welle deutlich erhöhte Sterbefallzahlen. Insgesamt ist die Zahl der an Corona gestorbenen Menschen sogar größer als die zusätzliche Sterblichkeit in diesen beiden Jahren. Das erklärt sich unter anderem durch bremsende Faktoren wie die weitgehend ausgebliebenen Grippewellen und niedrigere Zahlen an Unfalltoten, zu denen auch die Gegenmaßnahmen zu Corona beigetragen haben.

Dabei differenziert das Landesamt auch zwischen Menschen, die an Corona gestorben sind und Menschen, die mit Corona gestorben sind. Bis Februar 2022 - aktuellere Zahlen liegen nicht vor - starben demnach 21 092 Menschen an Corona, weitere 3820 starben mit Corona.

Donnerstag, 27. Oktober, 6.15 Uhr: RKI registriert 78.905 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 493,4

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 493,4 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 528,0 gelegen (Vorwoche: 661,3; Vormonat: 334,9). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 78.905 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 116.806) und 196 Todesfälle (Vorwoche: 223) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 35.461.920 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mittwoch, 26. Oktober, 19.20 Uhr: "Schließung der Impfzentren überfällig": Allgäuer Impfärzte befürworten Entscheidung

In Bayern übernehmen ab 1. Januar 2023 die Arztpraxen und die Apotheken komplett die Corona-Schutzimpfungen – die bisherigen Impfzentren werden dann nicht mehr gebraucht. Das hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) angekündigt. „Die Schließung ist der richtige Schritt“, sagt Gregor Blumtritt, Leiter der Impfzentren in Kaufbeuren und Marktoberdorf. Zumal zum Ende des Jahres auch die Arbeitsverträge der Mitarbeiter ausliefen. Die Nachfrage sei in den vergangenen Wochen zwar wieder deutlich gestiegen, weil es jetzt auch einen Impfstoff gegen die derzeit grassierenden Omikron-Varianten gibt. „Wir sind in beiden Impfzentren zusammen derzeit allerdings bei etwa 100 Impfungen am Tag – zu Hochzeiten waren es 1000“, sagt Blumtritt. Die niedergelassenen Ärzte in der Region könnten das Pensum aus seiner Sicht gut auffangen.

Dieser Meinung ist auch die Unterallgäuer Koordinierungsärztin Dr. Carola Winkler. „Die Schließung der Impfzentren war längst überfällig“, sagt sie. „Das Geld dafür hätte man besser in den ambulanten Bereich gesteckt, da wäre das nachhaltiger angelegt.“ Man habe zu lange an den falschen Strukturen festgehalten: „Die Zahl der Impfungen lässt sich locker auf die Hausärzte umlegen.“ Laut Winkler werden im Unterallgäuer Impfzentrum aktuell 30 bis 50 Personen pro Tag geimpft. 95 Prozent seien Viertimpfungen. Aktuell seien dort zwei Ärzte pro Schicht im Einsatz, früher seien es bis zu sechs gewesen.

Mittwoch, 26. Oktober, 18 Uhr: Fußballfans brauchen bei Einreise nach Katar keinen Corona-Test mehr

Kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft lockert Gastgeber Katar seine Corona-Einreisebestimmungen. So müssen Ausländer ab dem 1. November keinen Corona-Test mehr vorlegen, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Voraussetzung für die Einreise bleibe aber weiterhin eine vollständige Impfung gegen das Virus. Katar ist vom 20. November bis 18. Dezember Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft.

Mittwoch, 26. Oktober, 16 Uhr: Mutmaßliche Querdenker-Anhänger wegen Bahn-Gefährdung vor Gericht

Zwei mutmaßliche Anhänger der sogenannten Querdenker-Szene sollen im Kampf gegen die Corona-Schutzmaßnahmen einen ICE in Unterfranken zu einer Schnellbremsung veranlasst haben. Wegen vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr stehen der 38-Jährige und die 61-Jährige seit dem Mittwoch vor dem Amtsgericht Gemünden am Main. Zu Prozessauftakt machten die Angeklagten nach Angaben eines Gerichtssprechers keine Angaben zu den Vorwürfen. Ein Urteil wurde anders als erwartet nicht gesprochen, weil eine Zeugin wegen Krankheit fehlte. Die Verhandlung soll deshalb am 11. November und 2. Dezember fortgesetzt werden.

Das Duo hatte der Anklage zufolge im Januar 2021 geholfen, fünf an Holzlatten befestigte Plakate über die Gleise auf der Bahnstrecke Gemünden-Waigolshausen aufzustellen. Auf den Transparenten war unter anderem in roter Farbe geschrieben zu lesen: "Achtung Gleisbruch 2km" und "Diesmal Fake". Ein aus Schweinfurt kommender ICE mit 62 Fahrgästen durchfuhr eine dieser Konstruktionen mit einer Größe von etwa 1,50 mal 4,50 Meter. Der Lokführer leitete eine Notbremsung ein. Verletzt wurde niemand, aber der Triebwagen leicht beschädigt. Der Staatsanwaltschaft zufolge war den Angeklagten klar, dass durch die Schnellbremsung Zuginsassen hätten verletzt werden können. Polizisten fanden später entlang der Bahnstrecke weitere, ebenfalls mit Holzlatten über die Gleise gespannte Plakate. Die Ermittler gingen nach der Tat rasch davon aus, dass Gegner der Corona-Maßnahmen für die Aktion verantwortlich sein könnten, um überregionale Aufmerksamkeit zu erregen. Mittäter konnten bisher nicht ermittelt werden.

Mittwoch, 26. Oktober, 11.30 Uhr: DOSB-Umfrage: Für Vereine ist Energiekrise bedrohlicher als Corona

Für die deutschen Sportvereine ist die Energiekrise bedrohlicher als die Corona-Pandemie. Mehr als 40 Prozent der Vereine erwarten starke Auswirkungen, rund sechs Prozent befürchten eine akute Existenzbedrohung, nämlich die Auflösung des Vereins. Dies ergab eine bundesweite Umfrage des Instituts für Sportstättenentwicklung (ISE) im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes zur Lage der Vereine in der Energiekrise. Beteiligt haben sich daran bis zum 23. Oktober 5696 Sportvereine aus allen 16 Bundesländern. Zum Vergleich: Rückblickend auf die Corona-Pandemie gaben lediglich 26 Prozent der Vereine in der aktuellen Umfrage an, dass sie starken Auswirkungen ausgesetzt waren, für knapp zwei Prozent sei es existenzbedroht gewesen, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Im DOSB sind rund 87 000 Sportvereine organisiert.

"Die Sportvereine in Deutschland sind stark und haben nicht zuletzt während der Pandemie ein enormes Durchhaltevermögen bewiesen", sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert. "Aber die Reserven sind so gut wie aufgebraucht und spätestens mit den zu erwartenden, deutlich erhöhten Abschlagszahlungen stehen insbesondere die vielen tausend Vereine mit eigenen Sportanlagen vor teilweise existenzbedrohenden finanziellen Belastungen." Für viele Vereine sind laut Umfrage die Auswirkungen der Energiekrise bereits jetzt zu spüren. So gab mehr als ein Viertel der befragten Vereine an, dass sie einen Mitgliederrückgang aufgrund der aktuellen Krise zu verzeichnen haben. In mehr als fünf Prozent der Fälle mussten bereits Sportstätten geschlossen werden. Um anfallende Mehrkosten abzufangen, sieht sich mehr als ein Drittel der Vereine gezwungen, ihre Mitgliedsbeiträge zu erhöhen, was den Mitgliederrückgang wohl weiter beschleunigen würde. Mehr als 65 Prozent der befragten Vereine wünschen sich deshalb finanzielle Hilfe.

Mittwoch, 26. Oktober, 10.30 Uhr: Corona-Inzidenz in Bayern sinkt unter 500

Erstmals seit knapp einem Monat ist die Corona-Inzidenz in Bayern wieder unter 500 gefallen. Das Robert Koch-Institut in Berlin meldete am Mittwochmorgen einen Wert von 460,2 registrierten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Woche im Freistaat. Das ist ein Rückgang um 55,6 gegenüber Dienstag und um 271 auf Wochensicht. Bundesweiter Schnitt sind 528.

Die Inzidenz liefert allerdings nur noch ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen und nur positive PCR-Tests in die Statistik einfließen.

Der deutliche Abwärtstrend in Bayern hält damit an. Vor zwei Wochen hatte die Inzidenz im Freistaat noch über 1000 gelegen. Der Rückgang zeigt sich auch in den Krankenhäusern. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldete am Mittwoch 1721 neue Patienten mit oder wegen Corona binnen einer Woche in Bayern. In der aktuellen Welle hatte dieser Wert mit mehr als 2500 den bisherigen Höchststand erreicht.

Die Intensivstationen in Bayern sind dagegen immer noch stark belastet. Stand Dienstag meldeten laut bundesweitem Intensivregister 89 eingeschränkten Betrieb und 39 teilweise eingeschränkten. Regulären Betrieb meldeten 49. Auch das ist aber eine leichte Verbesserung in den letzten Tagen.

Mittwoch, 26. Oktober, 7 Uhr: RKI registriert 94.787 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 528,0

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 528,0 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 570,2 gelegen (Vorwoche: 670,5; Vormonat: 293,6). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 94 787 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 130 074) und 242 Todesfälle (Vorwoche: 248) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

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Alle Entwicklungen vom 23. September bis 8. Oktober 2022 lesen Sie in Teil 122 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 6. bis 22. September 2022 lesen Sie in Teil 121 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 24. August bis 5. September 2022 lesen Sie in Teil 120 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 9. bis 23. August 2022 lesen Sie in Teil 119 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

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