Ticker zur Ski-Weltmeisterschaft

Nordische Ski-WM in Oberstdorf: Langlauf-Star Klaebo disqualifiziert - Nur neun Corona-Fälle bei 23.000 Tests

Ski-WM in Oberstdorf: Der 50-Kilometer-Langlauf-Klassiker bildete den Abschluss der Weltmeisterschaften in Oberstdorf 2021 und endete mit einem Eklat. Weil er Konkurrent Alexander Bolschunow auf der falschen Seite überholte, wurde Sieger Johannes Klaebo disqualifiziert.

Ski-WM in Oberstdorf: Der 50-Kilometer-Langlauf-Klassiker bildete den Abschluss der Weltmeisterschaften in Oberstdorf 2021 und endete mit einem Eklat. Weil er Konkurrent Alexander Bolschunow auf der falschen Seite überholte, wurde Sieger Johannes Klaebo disqualifiziert.

Bild: Benedikt Siegert

Ski-WM in Oberstdorf: Der 50-Kilometer-Langlauf-Klassiker bildete den Abschluss der Weltmeisterschaften in Oberstdorf 2021 und endete mit einem Eklat. Weil er Konkurrent Alexander Bolschunow auf der falschen Seite überholte, wurde Sieger Johannes Klaebo disqualifiziert.

Bild: Benedikt Siegert

Der letzte Tag der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf: Im News-Blog berichtet die Allgäuer Zeitung über den Langlauf der Männer und zeigt Fotos des Schlusstags.
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Von Allgäuer Zeitung
07.03.2021 | Stand: 20:35 Uhr

7. März, 20.35 Uhr: Schlussfeier: Die Nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf ist zu Ende

Mit einer kurzen Schlussfeier ging die 53. Nordische Ski-WM in Oberstdorf zu Ende. Die Euregio-Alphornbläser und Oberallgäuer Böllerschützen umrahmten die Feier. Eine Bildergalerie zur Abschlussfeier finden Sie hier.

7. März, 20.10 Uhr: Ein Blick hinter die Kulissen der Ski-WM mit Angela Wiartalla

Regelmäßig haben wir während der WM über die vielen fleißigen Helfer dieser Weltmeisterschaft berichtet. Heute, am Sonntagabend, darf man ihnen allen Danke sagen: Die WM in Oberstdorf war ein Erfolg. Nur sehr wenige Corona-Fälle, ein striktes Hygienekonzept und reibungslose Wettkämpfe im Langlauf- und Skisprung-Stadion. Als Assistentin der WM-Geschäftsführung war auch die Oberallgäuerin Angela Wiartalla für viele Abläufe in Oberstdorf zuständig. Ein Blick mit ihr hinter die Kulissen.

7. März, 17 Uhr: Kläbo bei Ski-WM disqualifiziert - Landsmann Iversen staubt Titel ab

Johannes Kläbo hat den letzten Titel bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf nachträglich aberkannt bekommen und wurde für sein Verhalten im Zielsprint disqualifiziert. Dies teilte der Ski-Weltverband Fis am Sonntagnachmittag nach dem Rennen über 50 Kilometer in der klassischen Technik mit. Gold staubte stattdessen sein Landsmann Emil Iversen ab, der eigentlich Zweiter wurde. Silber ging an den Russen Alexander Bolschunow, dem im umstrittenen Duell mit Kläbo auf der Zielgeraden ein Stock brach. Bronze holte nach der Herausnahme Kläbos der Norweger Simen Hegstad Krüger.

Kläbo war auf der Zielgeraden neben der Spur gefahren und hatte dabei auch Bolschunow behindert. Nach Rennende wurde Protest eingelegt. Die Jury entschied sich dafür, den Sprint-Spezialisten nach seinem Spurt zu disqualifizieren. Der ehrgeizige Bolschunow, der unbedingt einen weiteren Titel holen wollte, saß zunächst bedient im Zielraum. Nach Überqueren der Linie hatte er frustriert die Skibrille in den Schnee gedonnert. Auch bei der Siegerehrung sah er - mit Silber statt Bronze - untröstlich aus.

Siegerehrung ohne den eigentlichen Gewinner: Am Sonntagnachmittag bekamen Emil Iversen, Alexander Bolschunow und Simen Hegstad Krüger Gold, Silber und Bronze. Johannes Kläbo hatte das Rennen gewonnen, wurde aber disqualifiziert.
Siegerehrung ohne den eigentlichen Gewinner: Am Sonntagnachmittag bekamen Emil Iversen, Alexander Bolschunow und Simen Hegstad Krüger Gold, Silber und Bronze. Johannes Kläbo hatte das Rennen gewonnen, wurde aber disqualifiziert.
Bild: Ralf Lienert

7. März, 16.40 Uhr: Nach Zielsprint: Kläbo zunächst disqualifiziert - Endergebnis offen

Nach einem umstrittenen Zielsprint beim 50-Kilometer-Rennen der Langläufer ist Norwegens Weltmeister Johannes Kläbo von der Jury zunächst disqualifiziert worden. Der 24-Jährige fuhr am Sonntag in der klassischen Technik auf der Zielgeraden neben der Spur und setzte sich auf der Innenbahn gegen den Russen Alexander Bolschunow durch. Kläbo gewann im Anschluss sein viertes Gold bei der WM in Oberstdorf vor Landsmann Emil Iversen und Bolschunow, der nach einem Stockbruch in dem Zweikampf bedient im Zielraum saß. Ein offizielles Endergebnis vom Weltverband Fis gab es nach der Disqualifikation zunächst nicht.

Hier prüfen die Jury-Mitglieder im Beisein der norwegischen Trainer und Betreuer in Oberstdorf den Zieleinlauf - anschließend sprachen sie die Disqualifikation Kläbos aus.
Hier prüfen die Jury-Mitglieder im Beisein der norwegischen Trainer und Betreuer in Oberstdorf den Zieleinlauf - anschließend sprachen sie die Disqualifikation Kläbos aus.
Bild: Ralf Lienert

7. März, 15.20 Uhr: Johannes Hösflot Kläbo holt viertes WM-Gold über 50 Kilometer der Männer

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WM-Schanzen in Oberstdorf gesperrt

„Ausgerechnet vor dem Olympia-Winter“: Trainer hadern mit Schanzen-Sperrung in Oberstdorf

Langläufer Johannes Kläbo hat bei der letzten Entscheidung der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf die Goldmedaille gewonnen. Der 24 Jahre alte Norweger gewann am Sonntag das traditionsreiche 50-Kilometer-Rennen in der klassischen Technik und folgt auf seinen Landsmann Hans Christer Holund, der 2019 in Seefeld gewonnen hatte. Für Kläbo war es bereits die vierte Goldmedaille im Allgäu. Auf den weiteren Podesträngen landeten sein Teamkollege Emil Iversen (Silber) und der Russe Alexander Bolschunow (Bronze), dem auf der Zielgerade der Stock brach.

Der ehrgeizige Bolschunow, der unbedingt einen weiteren Titel gewinnen wollte, saß nach Bronze bedient im Zielraum und kämpfte mit den Tränen. Nach dem furiosen Finish, bei dem er mit einem Stock chancenlos war, hatte er frustriert seine Skibrille in den Schnee gedonnert.

Die deutschen Langläufer hatten auch mit dem Ausgang der letzten von zwölf WM-Entscheidungen nichts zu tun. Jonas Dobler zeigte ein ordentliches Rennen und belegte am Ende Rang 18 mit 2:47 Minuten Rückstand. Friedrich Moch landete auf Rang 21. Nach 2013, 2015, 2017 und 2019 bleibt für Deutschlands Langläufer die fünfte WM in Serie medaillenlos. Dabei hatte Teamchef Peter Schlickenrieder das Ereignis im Allgäu schon bei Amtsantritt 2018 als das große Ziel ausgegeben.

Mit dem finalen Wochenende war Schlickenrieder trotzdem nicht unzufrieden. "Es ist auf alle Fälle ein versöhnlicher Abschluss, gerade mit dem Damen-Rennen. Die Jungs haben wacker gekämpft, Jonas Dobler war knapp an den Top 15 vorbei", sagte Schlickenrieder im ZDF. Youngster Moch vom WSV Isny habe "eine tolle Show abgeliefert".

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Nordische Ski-WM in Oberstdorf: Fotos vom Langlauf über 50 Kilometer der Männer am Sonntag, 7.3.2021

7. März, 14.30 Uhr: Neun Corona-Fälle bei 23.000 Tests - Ski-Präsident lobt WM-Konzept

Der Präsident des Deutschen Skiverbands, Franz Steinle, hat die aus seiner Sicht sehr gelungene Organisation der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf gelobt. Die Titelkämpfe hätten gezeigt, dass es auch in Corona-Zeiten möglich sei, "eine so große Veranstaltung mit 4.500 Akkreditierten aus 65 Nationen so reibungslos durchzuführen", sagte Steinle am Sonntag im Langlauf-Stadion.

Er bezog sich dabei unter anderem auf das Hygienekonzept mit engmaschigen Corona-Tests. "Wir haben rund 23.000 Tests gehabt und davon waren lediglich neun positive Fälle, alle in der ersten Woche", sagte der 71-Jährige. "Insofern hat das Hygienekonzept voll gegriffen."

7. März. 11.20 Uhr: Was Skispringer uns wirklich in Interviews sagen wollen

Das Mittagessen wird kalt, weil Sie noch unbedingt was am Laptop machen mussten? Von den deutschen Skispringern lernen, heißt nicht nur siegen lernen - sondern auch passende Entschuldigungen für viele Lebenslagen. Glauben Sie nicht? Doch, hier!

7. März, 9 Uhr: 50 Kilometer Langlauf zum Abschluss

Zum Abschluss der Titelkämpfe steht die Königsdisziplin der Langläufer auf dem Programm. Über 50 Kilometer in der klassischen Technik wird der letzte Weltmeister der Titelkämpfe im Allgäu gesucht. Vor zwei Jahren in Seefeld hatte sich beim großen Finale über die ganz lange Distanz der Norweger Hans Christer Holund durchgesetzt und Gold geholt.

Diesmal gilt der Russe Alexander Bolschunow, der in Oberstdorf bereits einen kompletten Satz an Medaillen gewonnen hat, als Topfavorit. Das starke norwegische Team wird Bolschunow fordern, die deutsche Mannschaft befindet sich klar in der Außenseiter-Rolle. Das Rennen beginnt um 13 Uhr - ZDF und Eurosport 2 übertagen.

7. März, 8 Uhr: Weltmeister Geiger froh über vier gescheiterte Heim-WM-Bewerbungen

Warum der frisch gesprunge Team-Weltmeister froh ist, dass Oberstdorf mit seinen WM-Bewerbungen scheiterte.

6. März, 21. 15 Uhr: Die Fotos des vorletzten Tages aus Oberstdorf

Was für ein Wettkampftag in Oberstdorf! Am Samstag gab es nochmals Emotionen pur - und Medaillen für das DSV-Team: Gold beim Skspringen, Bronze in der Kombination - außerdem bot Oberstdorf einmal mehr eine Traumkulisse. Die besten Forots des Tages hier.

Bilderstrecke

Nordische Ski-WM in Oberstdorf: Fotos des Tages vom Samstag, 6.3.2021

6. März, 15.35 Uhr: Kombinierer-Gold für Österreich - Deutsches Duo holt Bronzemedaille

Das deutsche Kombinierer-Duo Eric Frenzel und Fabian Rießle hat zum Abschluss der WM-Wettbewerbe in Oberstdorf die Bronzemedaille geholt. Die beiden Titelverteidiger schafften es am Samstag nach dem Großschanzensprung und 2x7,5 Kilometern in der Loipe in der letzten Runde noch an Japan vorbei auf Platz drei. Gold ging an Österreich mit Einzel-Weltmeister Johannes Lamparter und Lukas Greiderer vor den Norwegern Jarl Magnus Riiber und Espen Andersen.

Seit 2013 wird bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften ein Teamsprint ausgetragen. Das deutsche Duo, zu dem bei allen Auflagen stets Rekord-Weltmeister Frenzel gehörte, war dabei immer auf dem Podest. Frenzel und Rießle hatten 2019 in Seefeld in Tirol noch den WM-Titel in dieser Disziplin gewonnen.

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Nordische Ski-WM in Oberstdorf: Fotos vom Teamsprint der Kombinierer am Samstag, 6.3.2021

6. März, 15 Uhr: Nach Langlauf-Bronze: Schwedin Karlsson im Krankenhaus

Die schwedische Langläuferin Frida Karlsson ist nach ihrer WM-Bronzemedaille in Oberstdorf ins Krankenhaus gebracht worden. Darüber informierte der Weltverband Fis am Samstag nach dem Rennen über 30 Kilometer in der klassischen Technik. Karlsson war in der vierten von fünf Runden bei einem Sturz der Verfolgerinnen zu Fall gekommen und konnte das Rennen danach nur unter Schmerzen fortsetzen. Sie habe Schmerzen im Arm und könne diesen kaum bewegen, hieß es von der Fis. Auch bei der Ehrung der Siegerinnen im Zielraum mit Weltmeisterin Therese Johaug und Silber-Gewinnerin Heidi Weng (beide Norwegen) fehlte die 21 Jahre junge Schwedin.

6. März, 14.15 Uhr: Viertes WM-Gold für Therese Johaug - Laura Gimmler wird Zehnte

Ihr viertes Gold bei dieser WM holte sich am Samstagmittag Therese Johaug aus Norwegen, die die 30-Kilometer der Frauen mit riesigem Vorsprung von 2:34 Minuten vor Heidi Weng (Norwegen) und Frida Karlsson (Schweden) beendete (Lesen Sie hier, weshalb die norwegischen Sportler im Langlauf so weit voraus sind).

Johaug, die sich frühzeitig abgesetzt hatte und ihr eigenes Rennen lief, zog bei ihrer Machtdemonstration bis zum letzten Meter durch und feierte ihre insgesamt 14. WM-Goldmedaille nach der Zieleinfahrt so, als sei es ihre erste. Mit dem vierten Sieg über 30 Kilometer ist sie nun auch an Landsfrau Marit Björgen vorbeigezogen, die über die prestigeträchtige Langstrecke dreimal WM-Gold gewann.

Langläuferin Laura Gimmler aus Oberstdorf kam im letzten Rennen der Frauen auf einem starken zehnten Platz ins Ziel. "Ich bin total sprachlos. Ich hatte so viel Respekt vor dem Lauf. Ich muss das jetzt erstmal sacken lassen", sagte sie im ZDF. Teamkollegin Katharina Hennig, die nach starker Startphase bei einer Abfahrt gestürzt war, belegte am Samstag in ihrer Wahlheimat Rang 18.

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Nordische Ski-WM in Oberstdorf: Fotos vom 30-Kilometer-Langlauf der Frauen am Samstag, 6.3.2021

6. März, 11.45 Uhr: Unterallgäuer Sternekoch verpflegt Sportler und Betreuer in Oberstdorf

Mittagessenszeit auch in Oberstdorf - doch wer sorgt bei der Ski-WM eigentlich für die richtige Verpflegung der Sportler und Betreuer? Wir stellen die Menschen hinter den Kulissen vor.

6. März, 10.45 Uhr: Rießle springt nicht gut: Deutsche Kombinierer schon wieder mit Rückstand

Die deutschen Nordischen Kombinierer liegen nach dem Skispringen des WM-Teamsprints auf Rang vier. Eric Frenzel und Fabian Rießle gehen an diesem Samstagnachmittag (15 Uhr/ZDF) in Oberstdorf mit einem Rückstand von 1:12 Minuten auf die führenden Japaner in das Langlaufrennen über 2x7,5 Kilometer. Der Abstand des deutschen Duos auf die drittplatzierten Norweger beträgt bereits 38 Sekunden. Auf Rang zwei liegt Österreich.

Frenzel sprang am Vormittag auf der Schattenbergschanze 132 Meter weit. Rießle landete bereits nach 123 Metern. In der Loipe sind die Deutschen allerdings stark, sodass sie noch Medaillenchancen haben. "Ich konnte meine Leistung leider nicht so rüberbringen", sagte Rießle zu seinem Sprung.

Seit 2013 wird bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften ein Teamsprint ausgetragen. Bisher waren die deutschen Sportler immer auf dem Podest dabei. Frenzel und Rießle starten als Titelverteidiger.

6. März, 8 Uhr: Ski-WM in Oberstdorf: Das bringt der Samstag

Geht erneut eine Medaille ins Allgäu? Auf der Großschanze gibt's die Großchance für Karl Geiger und Markus Eisenbichler im Teamspringen. Außerdem treten die Nordischen Kombinierer und die Frauen im Langlauf an.

5. März, 21 Uhr: So emotional reagiert Karl Geiger - die besten Fotos des Tages

Die Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf werden zu Karl-Geiger-Festspielen: Am Freitag holte der Allgäuer mit Bronze seine dritte Medaille bei der Heim-WM. Von vier Medaillen für Deutschland gehen allein drei auf das Konto Geigers. Für einen Schreckmoment sorgte sein Skisprung-Kollege Markus Eisenbichler, der im zweiten Durchgang von der Großschanze stürzte. Emotionale Stimmen der deutschen Skispringer zur Entscheidung am Freitag finden Sie hier - und die besten Fotos vom WM-Tag am Freitags gibt's gleich hier:

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Nordische Ski-WM in Oberstdorf: Fotos des Tages vom Freitag, 5.3.2021

5. März, 19.35 Uhr: WM-Teamwettbewerb der Skispringer mit Freund - Geiger Schlussmann

Die deutschen Skispringer nehmen das Projekt Titelverteidigung im Mannschaftsspringen mit Ex-Weltmeister Severin Freund in Angriff. Der 32-Jährige gewann am Freitag im Einzel von Oberstdorf das direkte Duell gegen Martin Hamann und steht somit am Samstag (17.00 Uhr/ZDF und Eurosport) im deutschen Aufgebot, wie Bundestrainer Stefan Horngacher bestätigte.

Freund wird demnach an Position zwei starten, zuvor wird Pius Paschke für die Sieger der WM 2019 eröffnen. Markus Eisenbichler springt in der dritten Gruppe, bevor Karl Geiger als dreimaliger Medaillengewinner von Oberstdorf als letzter Deutscher antritt.

Das Kombinierer-Duo Eric Frenzel und Fabian Rießle will im Teamsprint (10.00 Uhr und 15.00 Uhr/ZDF) seinen WM-Titel von Seefeld 2019 verteidigen. Die norwegische Langläuferin Therese Johaug peilt über 30 Kilometer in der klassischen Technik (12.30 Uhr/ZDF und Eurosport 2) ihre vierte WM-Goldmedaille von Oberstdorf an.

5. März, 18.45 Uhr: Kraft wird Weltmeister - Geiger holt Bronze von der Großschanze

Skispringer Karl Geiger hat beim WM-Einzel von der Großschanze die nächste Medaille geholt. Der 28 Jahre alte Lokalmatador (132 und 132 Meter) belegte beim Titelgewinn des Österreichers Stefan Kraft am Freitag den dritten Platz und sicherte sich damit Bronze.

Vor allem der zweite Versuch des Allgäuers distanzierte die Konkurrenz, die zur Halbzeit noch vor Geiger gelegen hatte. An Kraft (132,5 und 134 Meter) führte aber kein Weg vorbei. Silber holte sich Robert Johansson aus Norwegen. Titelverteidiger Markus Eisenbichler belegte nach einem Sturz Rang 17, Pius Paschke landete auf Rang 18.

Aus dem deutschen Team hatten auch Severin Freund (22.) und Martin Hamann (24.) den zweiten Durchgang erreicht. Am Samstag (17.00 Uhr/ZDF und Eurosport) steht die Entscheidung im Teamspringen auf dem Programm.

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Nordische Ski-WM in Oberstdorf: Fotos vom Skispringen am Freitag, 5.3.2021

5. März, 16.55 Uhr: Mit Tränen und Instagram-Post - so emotional dankt Katharina Althaus ihrem Trainer Andreas Bauer

Schon am Donnerstag verriet Skisprung-Weltmeisterin Katharina Althaus der Allgäuer Zeitung, dass sie bei der Rücktritts-Ankündigung ihres Trainers Andreas Bauer "sofort" Tränen vergossen hat. Jetzt legt die Oberstdorferin in einem emotionalen Instagram-Post nach: "Andi du bist mein HELD und ich werde dich sehr vermissen."

"Ich bin stolz ein Teil deiner unglaublichen Karriere zu sein - du bist eine LEGENDE!", schrieb die Allgäuerin Althaus am Freitag in den sozialen Netzwerken. Die 24-Jährige war fast die komplette Zeit unter Bauer dabei und hat inzwischen vier WM-Titel und Olympia-Silber in Pyeongchang gewonnen.

5. März, 15.15 Uhr: Norwegen holt nächstes Langlauf-Gold - deutsche Staffel auf Rang sieben

Die norwegischen Skilangläufer haben eine beeindruckende WM-Serie fortgesetzt. Paal Goldberg, Emil Iversen, Hans Christer Holund und Johannes Kläbo gewannen in der Staffel über 4x10 Kilometer in Oberstdorf die Goldmedaille. In den vergangenen 20 Jahren siegte bei Weltmeisterschaften in diesem Rennen immer ein norwegisches Quartett. Silber holte das Team aus Russland, Bronze ging an Frankreich.

Die deutsche Staffel spielte im Kampf um die Podestplätze am Freitag wie erwartet keine Rolle. Jonas Dobler, Janosch Brugger, Lucas Bögl und Friedrich Moch belegten den siebten Platz. Ihr Rückstand auf die Sieger betrug fast zwei Minuten.

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Nordische Ski-WM in Oberstdorf: Fotos von der 4 x 10 km Langlauf-Staffel der Männer am Freitag, 5.3.2021

5. März, 13.40 Uhr: Das denkt Karl Geiger über die Ski-WM in Oberstdorf vor den letzten Wettkämpfen

An zwei von drei deutschen Medaillen bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf hat Karl Geiger maßgeblichen Anteil. Am Freitag und am Samstag stehen für den Allgäuer Skispringer nun die letzten Wettkämpfe an - mit welchen Gefühlen er zurück- und vorausschaut, verrät er exklusiv hier.

5. März, 9.35 Uhr: Ski-WM in Oberstdorf - Diese Entscheidungen stehen am Freitag an

  • 13.15 Uhr: Langlauf, 4x10 Kilometer Staffel der Männer (ZDF und Eurosport)

Die bisherigen Resultate der deutschen Langlauf-Männer sind geprägt von Pleiten, Pech und Pannen. Das große Ziel Oberstdorf 2021, auf das Teamchef Peter Schlickenrieder mit seiner Mannschaft seit Jahren hinarbeitet, droht nicht nur ohne Medaille, sondern auch ohne echte Chance auf Edelmetall zu enden. Klarer Favorit auf Gold ist das Quartett aus Norwegen, das bislang auch die Einzelrennen im Ried prägte. Zum Abschluss der Langlauf-Wettbewerbe warten am Samstag und Sonntag die Langdistanzrennen über 30 und 50 Kilometer.

  • 17 Uhr: Skispringen, Großschanze Männer, 1. und 2. Durchgang (ZDF und Eurosport)

Wer nutzt den Ausfall von Norwegens Überflieger Halvor Egner Granerud? Der Gesamtweltcup-Sieger fehlt am Schattenberg nach einem positiven Corona-Test, was die Chance für zahlreiche weitere Anwärter massiv verbessert. Zum engsten Favoritenkreis zählen auch die beiden Deutschen Markus Eisenbichler und Karl Geiger, die 2019 bei der WM in Seefeld Gold und Silber in diesem Wettbewerb holten. Neben den beiden Top-Athleten sind auch Pius Paschke, Martin Hamann und Ex-Weltmeister Severin Freund für den Deutschen Skiverband am Start. Nur einen Tag später gibt es in Oberstdorf das Teamspringen.

5. März, 8.55 Uhr: Wintergefühle bei WM: Es schneit in Oberstdorf

Von einem typischen Wintersport-Event hatte die Nordische Ski-WM in Oberstdorf bislang nicht allzu viel. Bei fast täglich herrlichem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen von bis zu 20 Grad kämpften Skispringer, Langläufer und Nordische Kombinierer an den Sportstätten im Allgäu um Gold, Silber und Bronze - bis zu diesem Freitag! Am Morgen des drittletzten WM-Wettkampftages setzte nach einem Temperatursturz plötzlich Schneefall ein. Aus dem Schneeregen am Freitagmorgen wurden kurzzeitig dicke Schneeflocken, die auf die ergrünte Marktgemeinde mit gerade einmal 10.000 Einwohnern herabfielen.

4. März, 20.45 Uhr: WM-Tag in Oberstdorf endet Lichter- und Drohnenshow in der Audi Arena

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Viertletzter Wettkampftag bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf - in der Audi Arena gab es am Abend ein Lichterspektakel samt Drohnenshow über den Skisprung-Schanzen an der Audi Arena. Schlagerstar Peter Wackel performte zwei Songs mit speziellem Oberstdorf-Text und sorgte für Stimmung - auch wenn Zuschauer und Fans fehlten.

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4. März, 18.45 Uhr: Kraft gewinnt Skisprung-Quali - Deutsches Quintett souverän dabei

Die fünf deutschen Skispringer um Weltmeister Markus Eisenbichler haben sich souverän für das WM-Einzel am Freitag (17 Uhr/ZDF und Eurosport) qualifiziert. Eisenbichler belegte am Donnerstagabend nach einem Sprung auf 127,5 Meter Rang drei in der Qualifikation und war damit bester Deutscher. Auch Karl Geiger (12.), Severin Freund (19.), Pius Paschke (22.) und Martin Hamann (27.) hatten keine Probleme, unter die besten 50 zu kommen. Der Sieg in der Qualifikation ging an den Österreicher Stefan Kraft, der 127 Meter sprang.

Topfavorit Halvor Egner Granerud aus Norwegen fällt für den Wettbewerb nach einem positiven Corona-Test aus.

4. März, 15.55 Uhr: Kombinierer Lamparter gewinnt WM-Gold - Frenzel auf Rang vier

Die deutschen Nordischen Kombinierer haben im WM-Wettkampf von der Großschanze nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen können. Beim souveränen Sieg des Österreichers Johannes Lamparter belegte Eric Frenzel als bester Deutscher am Donnerstag mit großem Rückstand den vierten Platz. Silber holte Jarl Magnus Riiber aus Norwegen, Bronze sicherte sich der Japaner Akito Watabe.

Bereits nach dem Skispringern am Vormittag waren die deutschen Medaillenchancen dahin gewesen. Der Abstand auf das Führungstrio war zu groß. Direkt nach Frenzel lief Fabian Rießle nach zehn Kilometern Langlauf als Fünfter über die Ziellinie. Die beiden Lokalmatadoren Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek enttäuschten mit den Plätzen 15 und 17,

Seit dem ersten WM-Einzel von der Großschanze im Jahr 2001 hatten es die deutschen Sportler bis dato in dem Wettkampf immer auf das Podest geschafft.

4. März, 14.15 Uhr: Norwegen holt wieder Langlauf-Gold - Deutsche Frauen auf Rang fünf

Die norwegischen Langläuferinnen um Superstar Therese Johaug haben den WM-Titel in der Staffel gewonnen. Tiril Udnes Weng, Heidi Weng, Johaug und Helene Marie Fossesholm setzten sich am Donnerstag vor den Quartetts aus Russland und Finnland durch. Das deutsche Team mit Laura Gimmler, Katharina Hennig, Pia Fink und Victoria Carl hielt im Kampf um Bronze lange mit und belegte am Ende den fünften Platz. Für Johaug war es bereits die dritte Goldmedaille im Allgäu. Bei den schwedischen Titelverteidigerinnen brach Charlotte Kalla als zweite Läuferin im Rennen über 4x5 Kilometer überraschend völlig ein und nahm ihrem Team damit jede Medaillenchance.

Für Deutschland hatte Startläuferin Gimmler als Siebte auf Hennig übergeben. Die 24-Jährige zeigte ein starkes Rennen und brachte ihr Team auf Rang drei. Fink hielt die Position, doch am Ende war Carl gegen Krista Parmakoski aus Finnland sowie die Gesamtweltcup-Führende, Jessica Diggins aus den USA, chancenlos. Carl kam 1:06,4 Minuten nach der Siegerin ins Ziel.

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4. März, 13.30 Uhr: Ein Coup wie am Bergisel? Eisenbichler und Geiger nehmen WM-Titel ins Visier

Die Bilder vom Bergisel in Innsbruck sind für Deutschlands Skispringer unvergessen. Weltmeister Markus Eisenbichler brüllte vor zwei Jahren im sonnendurchfluteten Stadion seine Freude heraus, Kumpel Karl Geiger holte Silber und herzte nach dem überraschenden Doppelerfolg seinen Teamkollegen. Geht es nach dem Duo, das in normalen Jahren gern als "fliegendes Doppelzimmer" bezeichnet wird, soll sich dieser Coup am Freitag (17 Uhr/ZDF und Eurosport) bei der Heim-WM in Oberstdorf wiederholen.

Die Chancen dafür stehen gar nicht schlecht. Geiger ist rechtzeitig zur WM in seinem Heimatort in Form gekommen, auch Eisenbichler blühte beim Mixed-Gold-Coup am Sonntag auf. "Ich kann die Schanze ziemlich gut. Ich bin deutscher Meister geworden im Sommer und habe sehr gute Erinnerungen", sagte Eisenbichler über die Eindrücke von der Großschanze am Schattenberg. Das WM-Einzel von 2019 hatte der Bayer mit deutlichem Vorsprung für sich entschieden. Als Marschroute für Freitag gab Eisenbichler in feinstem Dialekt aus: "I mog einfach a Gaudi ham!"

Neben Geiger und Eisenbichler zählen auch die Polen um Tournee-Sieger Kamil Stoch, die Slowenen um Anze Lanisek und die Österreicher um Stefan Kraft zu den Mitfavoriten.

4. März, 12.15 Uhr: Deutsche Kombinierer haben bei WM-Einzel riesige Rückstände

Die deutschen Nordischen Kombinierer liegen im WM-Einzel nach dem Skispringen extrem weit zurück und haben kaum noch Chancen auf die Medaillenränge. Als bester deutscher Springer landete Fabian Rießle am Donnerstag in Oberstdorf auf Rang zehn. Sein Rückstand auf den Führenden Johannes Lamparter aus Österreich beträgt 1:55 Minuten. Auch Eric Frenzel als 13. (2:14 Minuten) und Manuel Faißt auf Rang 15 (2:27 Minuten) liegen weit zurück. Die beiden Lokalmatadoren Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger haben nach schwachen Sprüngen noch größere Rückstände.

Favorit auf Gold ist der Norweger Jarl Magnus Riiber, der nur 37 Sekunden hinter Lamparter liegt und auch in der Loipe stark ist. Zwischen Lamparter und dem Dritten Riiber sortierte sich noch der Japaner Akito Watabe (22 Sekunden Rückstand) ein. Die deutlichen Rückstände des deutschen Teams auf das Führungstrio sind im Zehn-Kilometer-Lauf am Nachmittag (15.15 Uhr/ZDF und Eurosport) kaum aufzuholen.

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4. März, 11.20 Uhr: Nur ein Norwegen-Ersatz für Skispringer - Granerud gewinnt Weltcup

Der Norweger Halvor Egner Granerud steht vorzeitig als Gewinner des Skisprung-Gesamtweltcups fest. Weil der Weltverband Fis nach den coronabedingten Absagen in Norwegen nicht genügend Ausweichorte fand, ist Granerud an der Spitze des Klassements um das Gelbe Trikot nicht mehr zu verdrängen. Die Fis hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass es am 25. März ein weiteres Skifliegen im slowenischen Planica geben werde. Für die Wochenenden am 13. und 14. März sowie am 20. und 21. März wurden trotz "intensiver Bemühungen" keine neuen Gastgeber gefunden.

Granerud (1.544 Punkte), der bei der WM in Oberstdorf positiv auf das Coronavirus getestet wurde, führt im Gesamtweltcup mit riesigem Vorsprung auf den Deutschen Markus Eisenbichler, der bislang 1018 Zähler gesammelt hat. Nach der WM haben die Skispringer also mehr als zwei Wochen Pause, bevor im Tal der Schanzen in Planica das viertägige Saisonfinale über die Bühne geht. In dem slowenischen Ort findet 2023 auch die Nordische Ski-WM statt.

4. März, 8.30 Uhr: Langlauf-Teamchef: "In Behle-Zeit stark auf Wissenschaft verzichtet"

Der deutsche Langlauf-Teamchef Peter Schlickenrieder sieht für die derzeitigen Resultate seiner Mannschaft auch Gründe in der Vergangenheit. Zum Thema Technik sagte der 51-Jährige bei der WM in Oberstdorf: "Wir haben festgestellt, wir sind da nicht auf Höhe der internationalen wissenschaftlichen Entwicklungen. Da sind uns die Norweger diese zehn Jahre voraus."

Dies hänge auch mit der Zeit von Bundestrainer Jochen Behle zusammen, der von 2002 bis 2012 Deutschlands Langläufer begleitete. "In der Behle-Zeit hat man eigentlich sehr stark auf Wissenschaft verzichtet und das wirkt sich leider mit einem großen Verzug irgendwann aus, dass das nach hinten losgeht", kritisierte Schlickenrieder. Für die nächsten Jahre und Großereignisse müsse man das Thema Technik "forcieren", fügte Schlickenrieder an.

4. März, 7.15 Uhr: Ex-Champion Freund bei zweitem WM-Einzel der Skispringer wieder dabei

Der frühere Skisprung-Weltmeister Severin Freund darf im zweiten Einzel sein Debüt bei der Heim-WM in Oberstdorf geben. Nachdem er für das Normalschanzen-Einzel und das Mixed-Team in der vergangenen Woche nicht berücksichtigt wurde, nominierte ihn Bundestrainer Stefan Horngacher für das Einzel auf der Großschanze am Freitag (17.00 Uhr/ZDF und Eurosport).

Neben Freund sind auch Titelverteidiger Markus Eisenbichler, Karl Geiger, Pius Paschke und Martin Hamann dabei. Constantin Schmid scheiterte an der internen Qualifikation. Das deutsche Team hat durch den Titel von Eisenbichler 2019 in Seefeld einen fünften Startplatz. Die Qualifikation am Schattenberg findet bereits am Donnerstag (17.30 Uhr/Eurosport und ZDF Livestream) statt. Der 32 Jahre alte Freund hatte 2015 in Falun WM-Gold im Einzel und im Mixed-Team gewonnen.

4. März, 6.30 Uhr: Kombinierer Geiger: Durch Corona-Einschränkungen "nicht die geile WM"

Für Kombinierer-Olympiasieger Vinzenz Geiger schlagen die Corona-Einschränkungen bei der WM in seinem Heimatort Oberstdorf auch auf die Gesamtstimmung. "Für alle war klar, dass es nicht die geile WM wird, auf die wir uns seit Jahren gefreut haben. Aber Oberstdorf mit all seinen Helfern hat alles perfekt hergerichtet", sagte Geiger im Interview mit unserer Redaktion.

Geiger kämpft im zweiten Kombinierer-Einzel am Donnerstag (11.00 Uhr und 15.15 Uhr/ZDF und Eurosport) um eine Einzelmedaille, nachdem er mit dem Team bereits Silber geholt hatte.

4. März, 6.15 Uhr: Diese Entscheidungen fallen am Donnerstag bei der WM

  • Nordische Kombination: Einzel, Männer
  • 11.00 Uhr: Großschanzensprung (ZDF und Eurosport)
  • 15.15 Uhr: Zehn-Kilometer-Lauf (ZDF und Eurosport)

Gelingt den Schützlingen von Bundestrainer Hermann Weinbuch der erste Gold-Coup von Oberstdorf oder jubelt am Ende doch wieder