Corona im Allgäu

Corona-Newsblog: Alle wichtigen Entwicklungen zu Covid-19 vom 4. September bis 14. September 2020

Ein Schild am Eingang zum Strand von Cala Major auf Mallorca weist auf die Sicherheitsmaßnahmen hin, die die Verbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Ganz Spanien wurde zum Risikogebiet erklärt.

Ein Schild am Eingang zum Strand von Cala Major auf Mallorca weist auf die Sicherheitsmaßnahmen hin, die die Verbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Ganz Spanien wurde zum Risikogebiet erklärt.

Bild: Clara Margais, dpa

Ein Schild am Eingang zum Strand von Cala Major auf Mallorca weist auf die Sicherheitsmaßnahmen hin, die die Verbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Ganz Spanien wurde zum Risikogebiet erklärt.

Bild: Clara Margais, dpa

Corona hält die Welt in Atem, auch im Allgäu. In unserem Newsblog berichten wir über die aktuelle Entwicklung. Lesen Sie hier im Archiv die News vom 4. September bis 14. September 2020.
22.09.2020 | Stand: 10:15 Uhr

Hier geht es zum aktuellen Newblogs zur Corona-Entwicklung im Allgäu und in der Welt.

Montag, 14. September, 21.30 Uhr: Slowakei stuft Nachbarn Tschechien als Corona-Risikoland ein

Die Slowakei hat ihre ehemalige Schwesterrepublik Tschechien zum Corona-Risikoland erklärt. Wie Außenamts-Staatssekretär Martin Klus nach einer Sitzung des nationalen Corona-Krisenstabes am Montagabend auf Facebook mitteilte, müssen Einreisende aus dem Nachbarland künftig einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder eine mindestens fünftägige Heimquarantäne antreten. Die Vorschrift trete am Freitag in Kraft.

Für die Nachbarländer Österreich und Ungarn gab die Kommission die Empfehlung aus, nicht notwendige Reisen dorthin zu vermeiden. Ob die Grenze zum größten Nachbarland Ukraine geschlossen wird, wie vielfach erwartet, sei noch nicht entschieden worden, erklärte Klus.

Die 5,4 Millionen Einwohner zählende Slowakei verzeichnete bis Montag nur 5580 bestätigte Corona-Infektionsfälle und 38 coronabedingte Todesopfer. Damit gehört sie zu den am wenigsten von der Pandemie betroffenen Ländern Europas. Zuletzt sind die täglichen Neuinfektionen aber rasant angestiegen.

 

Montag, 14. September, 20 Uhr: Fan-Rückkehr in Bundesliga-Stadien schneller als gedacht? Beratungen am Dienstag

Der Eindruck der glückseligen Fans im DFB-Pokal wirkte noch nach, als selbst CSU-Chef Markus Söder einlenkte. Nach wochenlanger Abwehrhaltung sieht der einflussreiche bayerische Ministerpräsident inzwischen "eine Chance" für eine schnelle Rückkehr der Zuschauer in die Fußball-Stadien.

Schon am Dienstag (16.00 Uhr) beraten nach dpa-Informationen die Chefs der Staatskanzleien der Länder über eine bundeseinheitliche Lösung, die früher kommen soll als Ende Oktober.

 

Montag, 14. September, 19 Uhr: Berichte: Airbus-Chef warnt Belegschaft vor Entlassungen

Airbus-Chef Guillaume Faury hat die Belegschaft Berichten zufolge vor einer schwereren und länger als erwartet andauernden Krise gewarnt. Es sei "unwahrscheinlich, dass das freiwillige Ausscheiden aus dem Unternehmen" ausreiche, um 15.000 Arbeitsplätze abzubauen, zitierte unter anderem die französische Wirtschaftszeitung La Tribune am Montag aus einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Airbus bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass am Freitag ein entsprechender Brief Faurys an die Belegschaft gegangen sei - machte aber keinerlei Angaben zum Inhalt. Der Brief sei Teil des ständigen Dialogs zwischen Management und Mitarbeitern, hieß es lediglich. Airbus hatte wegen der Corona-Krise die Produktionspläne gekappt und den Abbau von weltweit 15.000 der rund 90.000 Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte angekündigt. Auch mehrere Tausend Stellen in Deutschland sind von dem Sparplan betroffen.

Corona hatte den Luftfahrt- und Rüstungskonzern tief in die roten Zahlen gerissen. Weil die Zahl der Flugzeugauslieferungen einbrach, stand im zweiten Quartal unterm Strich ein Verlust von mehr als 1,4 Milliarden Euro. "Die Halbjahresergebnisse, die wir Ende Juli veröffentlichten, zeigten, dass unsere Kosten während dieser Krise unsere Einnahmen bei weitem überschritten hatten", soll es nun den Berichten nach in dem Brief von Faury heißen. Man müsse daher bei Produktion, Einkäufen, Projekten, Investitionen und leider auch der Belegschaft Anpassungen vornehmen.

 

Montag, 14. September, 18 Uhr: Kabinett segnet 17 neue Krankenhaus-Vorhaben ab

Bayerns Kabinett hat grünes Licht für 17 neue Krankenhaus-Vorhaben im Gesamtwert von 344 Millionen Euro gegeben. "Bayern baut auch während der Corona-Krise die Krankenhäuser weiter aus", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montag in München. Die Kliniken hätten insbesondere zu Beginn der Pandemie massive Zusatzbelastungen getragen und die Herausforderung ausgezeichnet gemeistert. "Umso wichtiger ist es, Gebäude und Ausstattung kontinuierlich zu modernisieren und auszubauen." Welche Kliniken in Bayern davon profitieren, erfahren Sie hier.

 

Montag, 14. September, 17.30 Uhr: Zahl der coronainfizierten Schüler in Bayern verdoppelt

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler hat sich in Bayern übers Wochenende mehr als verdoppelt. Das Kultusministerium in München sprach am Montag von 135 infizierten Kindern und Jugendlichen. Vor dem Wochenende waren es 66. Bei den Lehrern gebe es aktuell derzeit 43 Infektionen - ein Fall weniger. In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie 150.000 Lehrkräfte. Die Schule läuft nach dem Ende der großen Ferien seit dem 8. September wieder. Noch bis Ende der Woche gilt mit Ausnahme der Grundschulen auch in Klassenzimmern eine Maskenpflicht.

"Es wird in diesem Schuljahr leider ein Stück weit Normalität sein, dass Klassen oder Lehrkräfte von den Gesundheitsämtern in Quarantäne geschickt werden", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Dem Ministerium zufolge sind momentan rund 2490 Schüler sowie knapp 400 Lehrer in Quarantäne. Oft wurden ganze Klassen heimgeschickt. Es kam aber auch schon zu Schulschließungen. So findet etwa an der Mittelschule in Furth im Wald kein Präsenzunterricht statt. Corona-Fälle gibt es auch an Kindertagesstätten: Rund 50 Einrichtungen sind ganz oder teilweise geschlossen.

Noch bis Ende der Woche laufen freiwillige Reihentests für Lehrer. Rund 60 Prozent wollen dem Kultusministerium zufolge teilnehmen. Nach den Herbstferien sollen die Tests wiederholt werden. In Rosenheim müssen nun auch Grundschüler im Unterricht Masken tragen, weil der kritische Warnwert von 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten wurde.

 

Montag, 14. September, 17.15 Uhr: Corona-Fälle im Ostallgäu häufen sich - von "Hotspots" will keiner sprechen

Umgerechnet auf 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen 26,4 Ostallgäuer mit dem Sars-Cov2-Virus infiziert. Dies geht aus Zahlen des Landesgesundheitsamt Bayern hervor. Am Wochenende erhöhte sich die Zahl der Fälle im Landkreis um zehn. Damit infizierten sich seit Beginn der Pandemie 643 Menschen im Ostallgäu. Obwohl sich die Fälle an einigen Orten häufen, will Thomas Brandl vom Büro der Landrätin nicht von "Hotspots" sprechen.

 

Montag, 14. September, 16.30 Uhr: Corona-Opfer in Ottobeurer Pflegeheim

In einem Ottobeurer Senioren- und Pflegeheim sind nach aktuellem Stand vier Bewohner mit dem Coronavirus infiziert, eine der Personen wird im Krankenhaus behandelt. Eine ebenfalls erkrankte 90-Jährige Frau ist am Wochenende gestorben – laut der Pflegedienstleitung hatte sie sich bereits zuvor aufgrund mehrerer anderer Krankheitsbilder in schlechtem gesundheitlichem Zustand befunden.

Zuletzt hatte dieser sich aufgrund der Corona-Infektion noch zusätzlich zugespitzt. Auch zwei weitere Bewohner starben am Wochenende – dies stand jedoch nach Angaben der Pflegedienstleitung nicht im Zusammenhang mit Corona. Positiv waren wie berichtet auch sechs Mitarbeiter getestet worden, insgesamt zwölf befinden sich derzeit in Quarantäne. Es wurden zusätzliche Zeitarbeitskräfte gewonnen, um das Team angesichts der erhöhten Arbeitsbelastung zu unterstützen.

Bis auf Weiteres gelten in der Einrichtung erhöhte Infektionsschutzmaßnahmen nach einem bestehenden Pandemieplan, die betroffenen Bewohner werden in einem gesonderten Bereich versorgt und für die Einrichtung besteht ein Besuchsverbot.

 

Montag, 14. September, 15.40 Uhr: "Herbstmarkt" in Memmingen abgesagt

Eigentlich sollte es im Oktober dieses Jahres einen "Herbstmarkt" anstelle eines Jahrmarkts am Westertorplatz in Memmingen geben. Wegen des derzeitigen Infektionsgeschehens mit Covid-19 hat die Memminger Stadtspitze nun beschlossen, auch die geplante Ersatzveranstaltung des Schaustellerverbandes nicht zu genehmigen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Montag, 14. September, 15.10 Uhr: Nach Corona-Fällen: Diese Regeln gelten jetzt im Unterallgäu

Nachdem der Landkreis Unterallgäu am Wochenende den Corona-Frühwarnwert überschritten hatte, wurden am Montag erste Maßnahmen beschlossen. Diese betreffen fürs Erste ausschließlich Kindergärten, Kindertagesstätten und Krippen im Landkreis. „Es wird dort ab sofort einen eingeschränkten Regelbetrieb geben“, erklärte Amtssprecherin Sylvia Rustler auf Anfrage unserer Redaktion. Die neuen Corona-Regeln für das Unterallgäu finden Sie hier.

 

Montag, 14. September, 15 Uhr: Vorerst keine neuen Corona-Regeln in Kaufbeuren

Vertreter des Gesundheitsamtes sind mit der Stadt Kaufbeuren im ständigen Austausch. Laut Thomas Brandl, Sprecher des Landratsamts Ostallgäu, werde die Lage stets aktuell bewertet. Derzeit sieht Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse keinen Anlass für lokale Corona-Maßnahmen, die über die Vorgaben des Freistaats Bayern hinaus gehen (Stand 12.30 Uhr). Das könne sich aber schnell ändern, wenn weitere Fälle bekannt würden.

Zum Falle eines Kindes, das positiv getestet wurde und zuvor einen Kindergeburtstag besucht hatte, sagt Brandl: „Die Kinder, die auf dem Fest waren, sind derzeit alle unter Quarantäne.“ Es gibt keine Angaben dazu, um wie viele Kinder es sich handelt. Auch wann weiter Testergebnisse vorliegen ist unklar.

 

Montag, 14. September, 15 Uhr: Corona-Fall in Nesselwanger Kindergarten: Kinder und Personal müssen in Quarantäne

Im Kindergarten St. Andreas in Nesselwang ist ein weiterer Corona-Test positiv ausgefallen. Damit müssen sich nun alle Kinder und das gesamte Personal, das vergangene Woche in der Einrichtung betreut wurde beziehungsweise tätig war, in häusliche Quarantäne begeben und an der Reihentestung teilnehmen, teilt der Kindergarten auf seiner Homepage mit. Die Schließung der Einrichtung verlängert sich bis einschließlich Freitag, 25. September.

 

Montag, 14. September, 14.50 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen "Superspreaderin" von Garmisch

Nach einem schweren Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen ermittelt die Staatsanwaltschaft München II gegen eine mutmaßliche "Superspreaderin". Dabei gehe es um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, sagte Oberstaatsanwältin Andrea Mayer am Montag. "Was im Raum steht, ist ein mögliche Verletzung der Quarantänevorschriften." Der Münchner Merkur hatte zuerst darüber berichtet.

Eine 26-jährige US-Amerikanerin, die in Garmisch-Partenkirchen lebt, soll trotz Krankheitsanzeichen durch verschiedene Kneipen gezogen sein und dabei mehrere Menschen angesteckt haben. Nach Angaben des Landratsamts hatte sich testen lassen. Bis zum Ergebnis hätte sie in Quarantäne bleiben müssen. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass deutsches Recht gilt.

Die Frau arbeitete in einem Hotel für US-Streitkräfte und deren Familien. Die Ferienunterkunft wurde am Montag für zwei Wochen geschlossen, nachdem mehrere Beschäftigte positiv getestet wurden, wie das Hotel auf seiner mitteilte.

 

Montag, 14. September, 14.30 Uhr: Scholz will Kampf gegen Steuerbetrug vorantreiben: Doch Betriebe haben in der Corona-Krise andere Sorgen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) beharrt auf der Umstellung von Ladenkassen zur Vermeidung von Steuerbetrug und lehnt einen nochmaligen Aufschub ab. Eine Sprecherin sagte am Montag in Berlin, das Finanzministerium habe die Finanzbehörden der Länder gebeten, Regelungen für eine Verlängerung der Frist nicht umzusetzen. Es habe genügend Zeit zur Vorbereitung gegeben. Sie betonte zugleich, das Kassengesetz sei ein wichtiger Baustein, um Steuerbetrug zu bekämpfen. Es handle sich um eine bundesgesetzliche Regelung.

Die meisten Bundesländer dagegen hatten mit Blick vor allem auf die Corona-Krise deutlich gemacht, sie wollten die Frist zur Umstellung der Registrierkassen von Ende September auf Ende März verlängern. In der Wirtschaft wurde dies begrüßt. So hatte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer Anfang August der Deutschen Presse-Agentur gesagt, die Umstellung koste viel Geld und Zeit, und das mitten in der Pandemie-Zeit. Es handle sich um Hunderttausende Kassen in Deutschland, die umgerüstet werden müssen.

Die Corona-Krise sorgt derzeit in Bayern für den größten Steuerverlust seit 75 Jahren.

 

Montag, 14. September, 13.35 Uhr: Superspreaderin auf Kneipentour: 700 Menschen in Garmisch-Partenkirchen getestet

Sie ging Feiern, obwohl sie eigentlich in Corona-Quarantäne sein musste. Eine Amerikanerin hat in Garmisch-Partenkirchen offenbar viele andere mit dem Corona-Virus angesteckt. Hunderte Menschen ließen sich nun testen.

 

Die Ergebnisse der Kabinetts-Sitzung in unserer Zusammenfassung

Das bayerische Kabinett hat am Montagvormittag über die Auswirkungen der Corona-Krise auf Wirtschaft und Industrie in Bayern beraten - und was die Politik dagegen tun kann. Im Zentrum stand die Autoindustrie mitsamt ihrer Zulieferbetriebe. Die Ergebnisse lesen Sie in unserer aktuellen Zusammenfassung.

 

Montag, 14. September, 13 Uhr: Die Pressekonferenz zur Kabinetts-Sitzung im Live-Stream

Ministerpräsident Markus Söder informiert über die Ergebnisse der Kabinetts-Sitzung am Vormittag.

 

Montag, 14. September, 11.53 Uhr: Umfrage: Schulen schlecht vorbereitet auf mögliche neue Schließungen

Die Schulen in Deutschland sind einer Umfrage zufolge nur schlecht auf mögliche neue Schließungen wegen der Corona-Pandemie vorbereitet. Wie eine repräsentative Befragung durch den Digitalbranchenverband Bitkom zeigt, geben die Bürger den Schulen im Durchschnitt gerade mal die Schulnote 4,3 bei der Frage, wie sie die Vorbereitungen auf einen "möglichen neuen Lockdown" mit Blick auf die Aufrechterhaltung des Unterrichts beurteilen. Von Eltern schulpflichtiger Kinder gibt es nur ein "mangelhaft" (4,6). Der Stand der Digitalisierung (Geräte, Internetanbindung oder digitale Unterrichtsinhalte) an den Schulen wird lediglich mit "ausreichend" bewertet (4,2 Eltern, 4,2 alle Befragten).

Digitalisierungsgegner gibt es der Umfrage zufolge so gut wie keine: Nur drei Prozent aller Befragten sagen, digitale Technologien wie Computer oder Tablets sollten in Schulen nichts zu suchen haben. Eine große Mehrheit ist dafür, dass Computer, Smartboards oder Tablets in allen Schulen Standard sein sollten (88 Prozent, Eltern 93 Prozent). Die allermeisten finden es wichtig, dass Schulen technisch besser ausgestattet und an schnelles Internet angeschlossen werden, dass alle Schüler mit Laptops oder Tablets ausgestattet werden und Lehrer regelmäßig in digitalen Kompetenzen weitergebildet werden.

 

Montag, 14. September, 11 Uhr: Kind infiziert: Corona-Fall in Nesselwanger Kindergarten

Der Kindergarten St. Andreas in Nesselwang (Landkreis Ostallgäu) ist wegen eines bestätigten Corona-Falles geschlossen. Kinder und Mitarbeiter, die die Einrichtung Anfang vergangener Woche besucht haben, müssen sich auf eine Anordnung des Gesundheitsamtes vom Samstag hin bis 14 Tage nach dem letzten Kontakt mit der betroffenen Person in häusliche Quarantäne begeben, teilt die Einrichtung auf ihrer Homepage mit. Zudem gibt es eine Reihentestung im Kindergarten.

Gegenüber der Allgäuer Zeitung wollte die Kindergartenleitung keine weitere Auskünfte geben. Der Mitteilung im Internet zufolge bliebt der Kindergarten bis voraussichtlich Dienstag, 22. September, geschlossen. Eine Kinderbetreuung ist in dieser Zeit nicht möglich. Im Kindergarten St. Andreas werden in diesem Kindergartenjahr 115 Kinder in fünf Gruppen, darunter eine integrative, betreut. (mar)

 

Montag, 14. September, 10.08 Uhr: Markus Söder im Interview: „Der Freistaat Bayern wird wie der FC Bayern gesehen"

Markus Söder bleibt dabei: Sein Platz ist in Bayern. Im Exklusiv-Interview mit unserer Zeitung spricht der Ministerpräsident über seine Zukunft, Verantwortung im Kampf gegen Corona und die weiß-blaue Maske.

 

Montag, 14. September, 9.27 Uhr: Lesbos: Tausende Menschen harren weiterhin im Freien aus

Tausende Migranten haben auf Lesbos eine weitere Nacht im Freien verbracht. Mit dem ersten Tageslicht seien weitere Migranten ins provisorische Zeltlager von Kara Tepe eingezogen, teilte das Migrationsministerium am Montag mit. Alle würden auf Corona getestet.

Viele Menschen zögern weiterhin, in dieses Camp zu gehen. Gerüchte machen die Runde, denen zufolge das provisorische Lager eine Art Gefängnis werden könnte, das niemand verlassen kann. Zudem hindern nach Augenzeugenberichten überwiegend aus Afghanistan stammende Migranten ihre Landsleute daran, ins Camp Kara Tepe zu gehen, wie es aus Regierungskreisen heißt.

Viele Migranten glauben, mit den Bildern vom Elend der Menschen, die weltweit gezeigt werden, könnten nun alle Migranten zum griechischen Festland und danach nach Westeuropa gebracht werden. Der stellvertretende Migrationsminister Giorgos Koumoutsakos hält dem allerdings entgegen: "Wer denkt, er könne zum Festland und dann nach Deutschland reisen, der soll es vergessen."

Die griechischen Sicherheitskräfte bereiten nach Informationen örtlicher Medien in den nächsten Tagen eine umfangreiche Aktion vor, um alle Migranten von den Straßen zu holen und ins Zeltlager zu bringen. Der griechische Minister für Bürgerschutz, Michalis Chrysochoidis, hatte bereits am Vortag die radikalen Migranten gewarnt: Wer Menschen daran hindere, ins Lager zu gehen, müsse mit harten Strafen rechnen, sagte er im Staatsfernsehen (ERT).

 

Montag, 14. September, 8.45 Uhr: Söder will Augsburger Industrie mit 100 Millionen Euro helfen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will dem angeschlagenen Industriestandort Augsburg mit 100 Millionen Euro unter die Arme greifen. "Wir werden in Augsburg ein großes Zentrum für die Weiterentwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz schaffen", sagte der CSU-Chef im Interview mit der Augsburger Allgemeinen. Zudem soll die schwäbische Stadt laut Söder mit dem Geld als Zentrum für die Weiterentwicklung von Wasserstoff als Kraftstoff gefördert werden.

Mehrere große Augsburger Unternehmen haben in den vergangenen Monaten Einschnitte wegen der Corona-Krise angekündigt. So will der in Augsburg ansässige Großmotorenhersteller MAN Energy Solutions 1650 Arbeitsplätze in Deutschland und 950 im Ausland streichen. Bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec sind zudem am Unternehmenssitz in Augsburg rund 1000 Jobs und in Norddeutschland weitere 1800 Stellen gefährdet.

Das bayerische Kabinett will am Montag (10.00 Uhr) über die Auswirkungen der Corona-Krise auf Wirtschaft und Industrie in Bayern beraten. Im Zentrum steht die Autoindustrie mitsamt ihrer Zulieferbetriebe. Aber auch die in Schwaben stark vertretene Luft- und Raumfahrtindustrie soll gefördert werden.

 

Montag, 14. September, 8.10 Uhr: Kaufbeuren liegt weiterhin über Warnwert - bundesweit auf Platz 2

Kaufbeuren hat am Wochenende den Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten und liegt auch am Montag im bundesweiten Verlgleich auf Platz 2. Neben Garmisch-Partenkirchen ist die Wertachstadt aktuell am stärksten vom Coronavirus betroffen. Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse sieht nach wie vor keinen Anlass zu Maßnahmen in der Stadt, die über die normalen Corona-Bestimmungen hinausgehen: Der Corona-Ausbruch war in einem Altenheim und ist somit örtlich einzugrenzen. Ein Bewohner des Pflegeheims war am Wochenende an Covid-19 verstorben.

 

Montag, 14. September, 7.55 Uhr: WHO meldet neuen Rekord an registrierten Corona-Neuinfektionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut einen Rekord an neu gemeldeten Corona-Fällen innerhalb eines Tages registriert. Weltweit wurden zuletzt 307.930 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet, wie aus am Sonntag veröffentlichten WHO-Daten hervorgeht. Das sind rund 1000 Fälle mehr als beim jüngsten Höchststand vor einer Woche.

Damit sind seit Bekanntwerden des Erregers Sars-CoV-2 Ende vergangenen Jahres weltweit mehr als 28,6 Millionen Infektionen gemeldet worden. Die Dunkelziffer ist allerdings nach Einschätzung von Experten erheblich. Spitzenreiter bei den neuen Fällen sind nach absoluten Zahlen Indien, die USA und Brasilien. Auf Platz vier liegt Spanien mit rund 12.000 Neuinfektionen binnen eines Tages.

Mehr als 917.000 Infizierte sind nach der WHO-Statistik (Stand Sonntag, 13.00 MESZ) weltweit bisher gestorben. Die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle blieb zuletzt laut WHO-Daten relativ konstant. Am Sonntag wurden rund 5500 Tote in 24 Stunden registriert.

 

Montag, 14. September, 7.11 Uhr: Umfrage in zwölf Ländern: Corona beschleunigt Abkehr vom Bargeld

Beim Bezahlen sind Deutsche und Österreicher konservativ - allerdings ist die Liebe zum Bargeld keine ewige, wie eine Umfrage zeigt: Die Corona-Krise beschleunigt nach einer Verbraucherstudie die allmähliche Abkehr der Europäer vom Bargeld.

 

Montag, 14. September, 7 Uhr: Corona-Krise: Abendmahl in der Kirche mit besonderen Hostien

Einen Kelch mit Wein zum Abendmahl herumreichen? In der Corona-Krise ist das undenkbar. Viele Gemeinden möchten trotzdem nicht auf den Wein verzichten. Eine Bäckerei backt deshalb nun Weinhostien.

 

Montag, 14. September, 6.48 Uhr: Kehren Heizpilze durch Corona-Krise zurück?

Den einen gilt er als dekadenter Klimakiller, den anderen als Hoffnungsträger für die Gastronomie in der Corona-Krise. Viele bayerische Städte überdenken derzeit ihre Regeln für Heizpilze.

 

Montag, 14. September, 6.38 Uhr: Kabinett berät über Krise in der Autoindustrie und mögliche Hilfen

Ministerpräsident Söder rechnet mit einem massiven Stellenabbau im gesamten Bereich der Automobilindustrie. Deshalb will das Kabinett heute Vormittag beraten, ob und wie der Staat betroffene Regionen unterstützen kann.

 

Montag, 14. September, 6.25 Uhr: Zahl im Allgäu steigt von 134 auf 155

In der Region ist die Zahl der Infizierten wieder etwas angestiegen. Vor allem im Landkreis Unterallgäu. Am Sonntag lag der sogenannte Sieben-Tage-Index bei 38,9 im Landkreis. Was die neue Situation bedeutet und wie damit umgegangen wird, will die Koordinierungsgruppe des Landratsamts Unterallgäu am Montag beraten.

 

Montag, 14. September, 6 Uhr: 927 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Einen guten Morgen und tollen Start in die Woche wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir beginnen mit den aktuellen Zahlen: Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Montagmorgen 927 neue Corona-Infektionen gemeldet. Diese Zahlen sind mit Blick auf das wirkliche Infektionsgeschehen allerdings wenig aussagekräftig - an Sonntagen und Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 260.355 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 14.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9350. Seit dem Vortag wurde ein Todesfall mehr gemeldet. Bis Montagmorgen hatten etwa 233.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Sonntag bei 1,18 (Vortag: 1,15). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,08 (Vortag: 1,16). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Sonntag, 13. September, 17.13 Uhr: Unterallgäu liegt über Corona-Frühwarnwert

Am Sonntag überstieg auch der Landkreis Unterallgäu die 35er Marke des Corona-Frühwarnwerts. „Aktuell liegt der sogenannte Sieben-Tage-Index bei 38,9“, teilte eine Sprecherin des Landratamts mit. Vor dem Wochenende lag der Wert bei 32,6 – 52 Bürger waren im Unterallgäu mit dem Virus infiziert. Was die neue Situation bedeutet und wie damit umgegangen wird, will die Koordinierungsgruppe des Landratsamts Unterallgäu am Montag beraten.

Sonntag, 13. September, 15.58 Uhr: Bayerns Innenminister fordert Konsequenzen für Superspreaderin

Nach einem heftigen Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Konsequenzen für die mutmaßliche Verursacherin. "Sollte sich bestätigen, dass die Frau bewusst trotz eindeutiger Corona-Symptome die Quarantäne ignoriert hat, muss sie mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen", sagte Herrmann dem Münchner Merkur (Montag). "Gegen so eine Rücksichtslosigkeit sollte ein klares Signal und ein mahnendes Beispiel gesetzt werden, dass jeder mit empfindlichen Sanktionen rechnen muss, der in dieser besonderen Situation der Pandemie gegen die Regeln verstößt und andere vorsätzlich in Gefahr bringt."

Das Landratsamt geht davon aus, dass der Ausbruch auf eine sogenannte Superspreaderin zurückzuführen ist. Die 26-Jährige soll durch verschiedene Kneipen in der Marktgemeinde am Fuße der Zugspitze gezogen sein und dabei mehrere Menschen angesteckt haben. Nach Angaben der Behörde hat sie auf der Kneipentour schon Symptome gehabt und auf die Ergebnisse ihres Corona-Tests gewartet. In Bayern kann bei Verstößen gegen Quarantäne-Auflagen ein Bußgeld von 2000 Euro verhängt werden.

 

Sonntag, 13. September, 13 Uhr: 18 Boxer des deutschen Nationalteams mit Corona infiziert

Von den 18 Boxern der deutschen Nationalmannschaft im österreichischen Trainingslager sind 16 mit dem Corona-Virus infiziert. Diese aktuelle Zahl gab der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) am Sonntag bekannt. Tags zuvor gab es die Information, dass alle Sportler betroffen seien. Das Team bereitet sich im Längenfeld im Ötztal auf den internationalen Cologne Cup in Köln (14. bis 18. Oktober) vor. Die Sportler sind derzeit in ihren Zimmern isoliert.

Die Heimreise soll nach Auswertung der täglichen Wohlfühlprotokolle durch das Gesundheitsamt bis zum Ende der kommenden Woche erfolgen. In Deutschland werden die Sportler an ihren Olympia- und Bundesstützpunkten intensiv untersucht. Erst danach wird entscheiden, wann sie sich wieder Höchstbelastungen zumuten dürfen.

 

Sonntag, 13. September, 11.50 Uhr: Mehr als 10.500 neue Corona-Fälle in 24 Stunden in Frankreich

Frankreich hat die Schwelle von 10 000 Corona-Infektionen an einem Tag überschritten. Die Gesundheitsbehörde Santé Publique France erklärte, in den 24 Stunden bis Samstag 14.00 Uhr seien 10 561 Neuinfektionen gemeldet worden. Am Vortag waren es noch 9406 neue Fälle gewesen und Premierminister Jean Castex hatte dazu aufgerufen, wegen der Verschlechterung der Lage die Regeln für Hygiene, Abstand und Masken strikt einzuhalten.

Frankreich war nach Ausbruch der Pandemie eines der am stärksten betroffenen Länder in Europa mit bisher 30 910 Toten. Die Anzahl der Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 stieg in dem beliebten Urlaubsland in den zurückliegenden Wochen stark. Zuvor war sie einen Gutteil des Sommers relativ niedrig gewesen nach einem 55-tägigen Lockdown, der vom 17. März bis 11. Mai gegolten hatte.

Castex wies die Behörden in Marseille und Bordeaux sowie im Überseegebiet Guadeloupe in der Karibik an, bis Montag neue Maßnahmen zur Eindämmung des Virus vorzulegen.

 

Sonntag, 13. September, 11.30 Uhr: Hat die zweite Welle in Österreich bereits begonnen?

Das befürchtet Bundeskanzler Sebastian Kurz.

 

Sonntag, 13. September, 10.20 Uhr: Datenschutzbeauftragter zweifelt Video-Überwachung in Corona-Zeiten an

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber stellt die Videoüberwachung und Gesichtserkennung etwa an Bahnhöfen in Frage - auch, weil in der Corona-Pandemie vielerorts Alltagsmasken getragen werden müssen. "Videoüberwachung und Gesichtserkennung werden noch wirkungsloser, als sie bisher schon waren. Eingriffe dieser Art gehören grundsätzlich auf den Prüfstand. Die Pandemie wäre ein geeigneter Anlass", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntag).

Auf die Frage, wie sich die Maskenpflicht auf das Vermummungsverbot bei Demonstrationen auswirke, sagte er: "Wir werden manche Fragen neu diskutieren müssen - über die Corona-Pandemie hinaus. Die Alltagsmaske könnte ja zu einem normalen Kleidungsstück werden, wie es in asiatischen Staaten während der Grippezeit längst der Fall ist."

 

Sonntag, 13. September, 10 Uhr: Weniger schwere Corona-Erkrankungen in Berlin

Trotz der steigenden Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist die Zahl der Intensivpatienten in der Berliner Charité überschaubar. "Wir haben aktuell zehn Patienten in unseren Intensivstationen", sagte der Vorstandschef von Deutschlands größter Uni-Klinik, Heyo Kroemer, der "Berliner Morgenpost" (Sonntag). "Diese zehn Patienten sind aber alle schon seit der ersten Infektionswelle bei uns. Wir sehen bisher keine neuen Intensivfälle."

Die gängigste Erklärung sei, dass die Neuinfizierten im Durchschnitt jünger seien als in der ersten Welle. "Ein weiteres Argument könnte sein, dass es inzwischen mehr Erfahrungen gibt, wie Corona-Patienten zu behandeln sind", sagte Kroemer. "Die älteren Menschen sind offenbar durch konsequentes Maskentragen und Kontaktvermeidung besser geschützt als im Frühjahr. Aber voll inhaltlich verstanden ist das nicht."

Trotz dieser Entwicklung ist Kroemer skeptisch, ob das für weitere Lockerungen der Corona-Auflagen spreche. "Diese Abwägung ist wirklich schwer zu treffen", sagte er. "Wenn wir uns hinsichtlich der Infektionszahlen anderer Länder wie etwa die USA anschauen, wie viele Menschen dort in den Krankenhäusern liegen und sterben, dann kann man zu der Überzeugung kommen, dass der Mittelweg, den wir in Deutschland gehen, nicht unvernünftig ist."

 

Sonntag, 13. September, 8.30 Uhr: Reisen soll günstiger werden

Reiseveranstalter prophezeien, dass Reisen in 2021 günstiger werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Sonntag, 13. September, 8 Uhr: Forscher sieht Umdenken bei Ehe und Familienplanung in Corona--Zeiten

Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Sonntag, 13. September, 7.10 Uhr: Atlético-Trainer Simeone mit Corona infiziert

Der argentinische Startrainer Diego Simeone von Atlético Madrid ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Club am Samstagabend nach einer Testreihe am Freitag mit. Der 50-Jährige befinde sich derzeit zu Hause und halte sich an die Quarantäne-Vorgaben. "Glücklicherweise zeigt er keine Symptome", schrieb Atlético.

 

Sonntag, 13. September, 7 Uhr: 7-Tage-Inzidenz in Memmingen sinkt deutlich

In der vergangenen Woche machte Memmingen als erste Allgäuer Kommune, die den Warnwert überschritten hat, von sich reden. Nun ist die 7-Tage-Inzidenz deutlich auf einen Wert von sieben herabgesunken. Nun hat allerdings die Stadt Kaufbeuren den Warnwert erreicht.

 

Sonntag, 13. September, 6.55 Uhr: Patientenschützer fordern, Bundestag bei Impfstrategie mit einzubeziehen

Bei Festlegungen für die Verteilung eines möglichen Corona-Impfstoffes sollte aus Sicht von Patientenschützern der Bundestag einbezogen werden. Es sei klar, dass ein Impfstoff nicht sofort für alle zur Verfügung stehen werde, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. "Also bedarf es einer Priorisierung, die nicht allein Beamten oder Wissenschaftlern überlassen werden darf."

Um Transparenz und Verteilungsgerechtigkeit zu schaffen, solle der Bundestag ethische Leitlinien festlegen. "Nur die Abgeordneten verfügen hier über die demokratische Legitimation." Das Parlament sollte dafür sorgen, dass Pflegebedürftige, ihre Angehörigen sowie pflegerisches und medizinisches Personal eine Priorität erhielten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits darauf verwiesen, dass die Impfkommission Vorschläge erarbeite, bei denen einiges schon absehbar sei. "Zunächst werden diejenigen geimpft, die beruflich bedingt einem Risiko ausgesetzt sind - Pflegende, Ärztinnen und Ärzte. Und dann kommen Risikogruppen wie Hochbetagte oder Menschen mit Vorerkrankungen", sagte er "Focus Online" (Freitag). Er sei optimistisch, dass nach einigen Monaten genügend für alle vorhanden sein könnte - wenn es dann einen Impfstoff gebe. Spahn bekräftigte: "Es wird keine verpflichtende Impfung geben."

 

 

Sonntag, 13. September, 6.15 Uhr: 948 Neuinfektionen in Deutschland

Guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung! Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Sonntagmorgen 948 neue Corona-Infektionen gemeldet. Diese Zahlen sind mit Blick auf das wirkliche Infektionsgeschehen allerdings wenig aussagekräftig - an Sonntagen sind die gemeldeten Fallzahlen nämlich erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 259 428 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 13.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9349. Seit dem Vortag wurden zwei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Sonntagmorgen hatten etwa 231 400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Samstag bei 1,15 (Vortag: 1,00). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,16 (Vortag: 1,11). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Samstag, 12. September, 20.30 Uhr: Covid-Fall in einem Kindergarten in Bernbeuren bei Marktoberdorf

Näheres dazu lesen Sie hier.

 

Samstag, 12. September, 20 Uhr: Festnahmen am Rande der Corona-Demo in München

Am Rande der Corona-Demonstration auf der Münchner Theresienwiese hat es am Samstag mehrere Festnahmen von Menschen aus dem linken Spektrum gegeben. Wie viele Menschen festgenommen wurden und was die Hintergründe waren, war zunächst unklar.

 

Samstag, 12. September, 18 Uhr: Polizei kündigt Anzeigen für Maskenverweigerer auf Münchner Corona-Demo an

Die Polizei will Verstöße gegen die Maskenpflicht auf der Münchner Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen zur Anzeige bringen. Viele der Teilnehmer weigerten sich, eine Maske zu tragen, teilte die Polizei auf Twitter mit. "Wir werden diese Personen ansprechen und je nach Sachlage werden sie wegen einer Ordnungswidrigkeit angezeigt." Statt der angekündigten 5000 waren am Samstag doppelt so viele Teilnehmer zu der Kundgebung auf der Theresienwiese gekommen. Einige von ihnen zeigten der Polizei Attests, die belegen sollen, dass sie aus gesundheitlichen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen dürfen.

 

Samstag, 12. September, 16.30 Uhr: Immer mehr Teilnehmer bei Corona-Demo in München

Insgesamt 10.000 Personen sollen teilgenommen haben. Mehr dazu hier.

 

Samstag, 12. September, 16.20 Uhr: Einen Tag vor Pokalspiel: Positive Corona-Tests bei SV Waldhof

Einen Tag vor dem DFB-Pokalspiel gegen den SC Freiburg sind beim Fußball-Drittligisten SV Waldhof Mannheim zwei positive Befunde nach Corona-Tests aufgetreten. Die Befunde seien innerhalb der Testgruppe festgestellt worden, teilte der Club am Samstagnachmittag mit. Das Gesundheitsamt Mannheim ordnete für die gesamte Mannschaft, das Trainerteam und einige Mitarbeiter bis auf Weiteres eine häusliche Quarantäne an, wie es weiter hieß.

Was diese Maßnahme für das für diesen Sonntag (18.30 Uhr) geplante Pokalspiel gegen Freiburg bedeutet, blieb zunächst offen. Dazu sei der SV Waldhof neben dem Gesundheitsamt derzeit auch mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Abstimmung. Über die weiteren Schritte solle noch informiert werden.

Bei einer Testreihe am vergangenen Dienstag waren alle Personen der Testgruppe noch negativ getestet worden. Alle Personen seien symptomfrei.

 

Samstag, 12. September, 14.50 Uhr: Grünen-Chefin Katharina Schulze nennt Corona-Demonstranten "unsolidarisch"

Die Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, Katharina Schulze, hat die Teilnehmer der Corona-Demonstration in München am Samstag scharf kritisiert: Die Demonstranten und Demonstrantinnen zeigten "unglaublich unsolidarisches Verhalten", schrieb sie auf Twitter, nachdem die Polizei den Demonstrationszug der Initiative "Querdenken 089" zunächst gestoppt hatte, weil viele Teilnehmer nach Polizeiangaben keine Masken trugen.

"Wir mussten die sich fortbewegende Versammlung in der Gabelsbergerstraße anhalten. Die Teilnehmer halten sich nicht an die Infektionsschutzauflagen, es wird nur vereinzelt Mund-Nasen-Schutz getragen", teilte die Polizei mit. "Derzeit laufen Gespräche mit der Versammlungsleitung." Der Zug war am Odeonsplatz gestartet und hat die Theresienwiese als Ziel, wo am Nachmittag die Hauptkundgebung stattfinden soll. Die Polizei war mit 1400 Kräften im Einsatz

 

Samstag, 12. September, 14.10 Uhr: Fast das gesamte Box-Nationalteam mit Corona infiziert

Das komplette deutsche Nationalteam der Amateurboxer hat sich im Trainingslager im österreichischen Längenfeld mit dem Coronavirus infiziert. Das betrifft 18 Sportler sowie sieben Trainer und Betreuer. "Glücklicherweise gibt es keinen ernsten Fall. Einige hatten leichte Symptome wie Halsschmerzen, andere gar nichts", sagte Sportdirektor Michael Müller der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

Nach 14-tägiger Quarantäne dürfen die Sportler und Betreuer in der nächsten Woche wieder in die Heimat reisen. Das wird gestaffelt über mehrere Tage geschehen, weil Tests und Auswertungen an mehreren Tagen vorgenommen wurden. Schon Tage vor der Anreise hatten sich die Teammitglieder zwei Tests unterziehen müssen. Beide Male hatte es ausnahmslos negative Ergebnisse gegeben.

 

Samstag, 12. September, 13.45 Uhr: Allgäuer Staatssekretär Holetschek: Zweiter Lockdown "nicht sehr wahrscheinlich"

Der Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) befürchtet im Kampf gegen Corona keinen zweiten Lockdown. Er halte ihn - Stand jetzt - "für nicht sehr wahrscheinlich", sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte Klaus Holetschek Ende August vom Verkehrs- ins Gesundheitsministerium versetzt, wo er die in die Kritik geratene Ministerin Melanie Huml (CSU) unterstützen soll.

 

Samstag, 12. September, 13.20 Uhr: Österreich meldet mit 869 neuen Corona-Fällen Rekord-Wiederanstieg

Der Anstieg der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus liegt in Österreich am Samstag nach einem erneuten Sprung so hoch wie zuletzt Ende März. Die Behörden meldeten am Samstag 869 neue Fälle seit dem Vortag, nachdem zuletzt am Donnerstag ein Rekord-Wiederanstieg von 664 Neuinfektionen erreicht worden war. Noch vor einer Woche hatten die Zahlen meist bei etwa 300 bis 400 neuen Fällen am Tag gelegen.

Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-Patienten liegt noch deutlich unter den Werten des Frühjahrs, stieg aber binnen einer Woche um rund ein Drittel. Am Samstag lagen 209 Infizierte im Krankenhaus, 42 davon auf der Intensivstation. Insgesamt gelten nun landesweit über 5300 Menschen als erkrankt, mehr als 3000 davon in der Hauptstadt Wien.

Am Freitag hatte die österreichische Regierung bereits neue Maßnahmen verkündet. Ab Montag soll unter anderem wieder eine Maskenpflicht in allen Geschäften und für Kellner in Lokalen gelten, Veranstaltungen werden auf 3000 Gäste unter freiem Himmel und 1500 in Innenräumen beschränkt.

 

Samstag, 12. Sptember, 12.40 Uhr: Übertragungsfehler ließ Corona-Zahlen auf Mallorca tagelang niedrig erscheinen

Wegen einer fehlerhaften Übertragung von Corona-Daten der Balearen an das spanische Gesundheitsministerium in Madrid sind die Infektionszahlen einem Pressebericht zufolge tagelang zu niedrig ausgewiesen worden. So wurde die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner für die vergangenen sieben Tage aufgrund der Übertragungsfehler mit deutlich unter 50 angegeben, obwohl sie tatsächlich wesentlich höher lag, wie die "Mallorca Zeitung" am Samstag unter Berufung auf Eugenia Carandell, Direktorin im balearischen Gesundheitsministerium, berichtete. Nach den Daten der lokalen Gesundheitsbehörde ergebe sich eine Zahl von 120 bis 170 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Für ganz Spanien wird der Wert derzeit mit etwa 113 angegeben.

Die Grenze von 50 ist ein entscheidendes Kriterium für die Bundesregierung , eine Region oder ein Land als Risikogebiet einzustufen oder die Einschätzung auch wieder aufzuheben. Die Balearen mit der beliebten Urlauberinsel Mallorca sind seit Mitte August Risikogebiet und das Auswärtige Amt warnt vor Reisen dorthin wie auch in den Rest Spaniens.

Am Vortag war die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in ganz Spanien auf einen neuen Rekordwert von 12.183 geklettert. Es sei der höchste Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie, schrieb die Zeitung "El País". Das Gesundheitsministerium in Madrid teilte mit, es handele sich um 4708 positive Testergebnisse der vergangenen 24 Stunden sowie nachgemeldete Fälle.

 

Samstag, 12. September, 10.57 Uhr: Einreise nach Sardinien nur mit negativem Corona-Test möglich

Die italienische Ferieninsel Sardinien verschärft wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab Montag ihre Einreisebestimmungen: Ankommende Passagiere sind "aufgerufen", einen negativen Corona-Test vorzuweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Das geht aus einer neuen Verordnung hervor, die der Präsident der Region, Christian Solinas, am Freitagabend unterzeichnete. Alternativ können Einreisende auch online erklären, selbst einen Corona-Schnelltest mit negativem Ergebnis durchgeführt zu haben.

Wer ohne negatives Testergebnis anreist, kann sich übergangsweise innerhalb von 48 Stunden auf der Insel testen lassen, muss aber bis zum Ergebnis in häuslicher Quarantäne bleiben. Es gibt einige Ausnahmen, etwa für das Personal in Flugzeugen. Darüber hinaus müssen Einreisende vor ihrer Ankunft online ein Formular ausfüllen und übermitteln. Zudem gilt ab Montag auch im Freien eine Maskenpflicht, wenn der Abstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann.

Mit der neuen Verordnung reagiert die beliebte Ferieninsel im Mittelmeer auf die zuletzt steigenden Corona-Zahlen. Während Sardinien im Juli kaum neue Infektionen verzeichnete, stiegen im August mit der Ankunft Tausender Touristen auch die Fallzahlen. Am Freitag meldete Sardinien 65 neue Fälle und die Gesamtzahl von aktuell 1337 Infizierten. Unter anderem waren im Nachtlokal des ehemaligen Formel-1-Managers Flavio Briatore im Badeort Porto Cervo auf der Insel Ende August etwa 60 Corona-Fälle gemeldet worden.

 

Samstag, 12. September, 10.08 Uhr: Mehr als 100 Beschwerden gegen Erfassung von Gästedaten

Die bayerischen Datenschutzbehörden haben weit mehr als 100 Beschwerden gegen die Erfassung der Gästedaten in der Gastronomie wegen der Corona-Krise erhalten. Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht in Ansbach hat nach Angaben eines Sprechers rund 100 Beschwerden erhalten. Dem Datenschutz-Landesbeauftragten Thomas Petri in München lagen zudem nach eigenen Angaben weitere Beschwerden im mittleren zweistelligen Bereich vor. Beim größten Teil der Beschwerden geht es nach Angaben des Landesamtes darum, dass in manchen Restaurants Listen für mehrere Gäste verwendet wurden.

 

Samstag, 12. September, 8.25 Uhr: Bayern verspricht Kommunen weitere Corona-Hilfen

Die bayerische Staatsregierung hat weitere Hilfen für die Kommunen im Fall von Steuerausfällen im kommenden Jahr in Aussicht gestellt. "Der Freistaat lässt seine Kommunen in der Krise nicht im Stich", sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) unserer Redaktion. Das Ministerium geht aber nach der aktuellen Steuerschätzung davon aus, dass die kommunalen Steuereinnahmen bereits im kommenden Jahr fast wieder das Niveau von 2019 erreichen.

Dem Bericht zufolge verzeichnen viele Rathäuser derzeit einen weniger starken Rückgang bei den Gewerbesteuereinnahmen als erwartet. Demnach korrigieren viele Unternehmen wegen eines Sondereffekts ihre Gewerbesteuerzahlungen kaum nach unten, um Umsatzeinbrüche erst kommendes Jahr geltend zu machen und dann von sechs Prozent Zinsen auf zu viel bezahlte Abgaben zu profitieren. Dies sei angesichts der aktuell schwierigen Lage für manche Firmen eine willkommene Mehreinnahme, heiße es in Kreisen der Kommunen.

 

Samstag, 12. September, 7.32 Uhr: Proteste gegen staatliche Corona-Maßnahmen in mehreren Städten

In mehreren deutschen Städten wollen am Samstag erneut Menschen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstrieren. In der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ist nach Angaben der Stadt eine Protestaktion mit bis zu 3000 Teilnehmern angemeldet worden. In Hannover wollen sich den 2000 Gegnern der staatlichen Corona-Auflagen etwa 1600 Gegendemonstranten gegenüberstellen - etwa vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) unter dem Motto "Für Gesundheitsschutz und gegen Verschwörungstheorien".

 

Samstag, 12. September, 7 Uhr: 1630 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir starten auch am Wochenende mit den neuesten Corona-Zahlen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1630 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 258.480 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstag auf seiner Homepage bekannt gab (Datenstand 12.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9347. Das sind fünf mehr als noch am Vortag. Bis Samstagmorgen hatten etwa 231.400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Erstmals seit Juni hat zuletzt die Zahl vom Robert Koch-Institut (RKI) wöchentlich erfasster Corona-Tests wieder abgenommen. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden demnach gut eine Million Tests gezählt - etwa 50 000 weniger als in der Vorwoche. Es ist das erste Mal seit der Woche vom 22. bis 28. Juni, dass die Testzahl wieder abnimmt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Freitag bei 1,00 (Vortag: 0,9). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,11 (Vortag: 1,04). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Freitag, 11. September, 21.27 Uhr: Viele Corona-Fälle: Garmisch-Partenkirchen erhöht Sicherheitsmaßnahmen

Weil die Zahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Garmisch-Partenkirchen eine kritische Marke überstiegen hat, sind die Sicherheitsmaßnahmen für die Gemeinde für sieben Tage erhöht worden. Wie das Landratsamt am Freitag weiter mitteilte, werden Menschen, die am Dienstagabend bestimmte Bars besucht haben, aufgerufen, sich zu melden und testen zu lassen. An jenem Abend hätten bisherigen Erkenntnissen zufolge hochinfizierte Personen die Lokale besucht, aber nicht alle Kontaktpersonen ließen sich nachvollziehen.

Seit diesem Freitag müssen alle Gaststätten in der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen (Bayern) täglich um 22.00 Uhr schließen, wie es weiter hieß. Nur noch maximal fünf Personen dürfen sich im öffentlichen Raum gemeinsam treffen - das gilt auch für alle Gastronomiebetriebe. Für Privatveranstaltungen wird die Teilnehmerzahl auf höchstens 50 Personen in geschlossenen Räumen oder bis zu 100 Personen unter freiem Himmel beschränkt. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus überstieg am Freitag die kritische Marke von 50 Personen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

 

Freitag, 11. September, 19.55 Uhr: Spanien meldet Rekordanstieg bei Corona-Infektionen

In Spanien ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen am Freitag auf den Rekordwert von 12.183 geklettert. Es handele sich um den höchsten Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie, schrieb die Zeitung "El País".

Das Gesundheitsministerium in Madrid teilte mit, es handele sich um 4708 positive Testergebnisse der vergangenen 24 Stunden sowie nachgemeldete Fälle. In den vergangenen 14 Tagen seien insgesamt 112 364 Neuinfektionen registriert worden, also durchschnittlich gut 8000 pro Tag.

Das Robert Koch-Institut hat Spanien schon seit längerem als Corona-Risikogebiet eingestuft. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in das beliebte Urlaubsland.

Während die Infektionsfälle weiter stiegen, starben wesentlich weniger Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus als noch zur Hochzeit der Pandemie. Seit dem Vortag seien 48 Menschen mit Covid-19 gestorben, teilte das Ministerium mit. Die Zahl der Corona-Todesfälle in Spanien erhöhte sich damit auf insgesamt 29 747. Im April hatte es an manchen Tagen fast 1000 Corona-Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gegeben.

Gesundheitsminister Salvador Illa betonte, die Zahl der Corona-Tests sei inzwischen mit teilweise bis zu 100 000 pro Tag fünf mal höher als im April. Bei 11,8 Prozent aller Getesteten sei das Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden. In Madrid, wo es derzeit die meisten Corona-Fälle gibt, lag dieser Wert sogar bei fast 20 Prozent.

Spanien kommt inzwischen auf mehr als 566 000 Corona-Infektionen - so viele wie kein anderes westeuropäisches Land. Besonders betroffene Gebiete wurden abgeriegelt, so etwa ein Arbeiterstadtteil von Palma de Mallorca.

 

Freitag, 11. September, 19.20 Uhr: Corona-Demo in München darf nicht wie geplant stattfinden - Veranstalter wollen Beschwerde einreichen

Die für Samstag in München geplante Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen darf einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts München zufolge nicht so stattfinden wie von den Veranstaltern geplant.

Das Gericht entschied am Freitagnachmittag mit zwei Beschlüssen, dass zwei Versammlungen, die von der Initiative "Querdenken 089" angemeldet wurden, nur in dem von der Landeshauptstadt München festgelegten Umfang stattfinden dürfen. Damit bestätigte das Gericht die Entscheidungen der Stadt.

"Querdenken 089" hatte eigentlich eine Demonstration mit 5000 Teilnehmern auf dem Münchner Odeonsplatz angemeldet unter dem Motto "Frieden, Freiheit und Gesundheit". Die Stadt untersagte diese.

Stattdessen erlaubte sie die Demo unter strikten Auflagen auf der Theresienwiese - allerdings aus Infektionsschutzgründen nur mit 1000 Teilnehmern. Ein geplanter Demonstrationszug durch die Stadt wurde ebenfalls untersagt. Gegen diese Auflage hatten die Veranstalter geklagt.

Gegen die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts können die Veranstalter nun Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einlegen. Ein Sprecher kündigte am Freitagabend an, dies zu tun und im Zweifel auch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe einzuschalten.

 

Freitag, 11. September, 17.40 Uhr: Sieben Corona-Tester am Allgäu Airport und an anderen bayerischen Flughäfen positiv auf Virus getestet

Welche Flughäfen betroffen sind und wie viele Tester sich in Memmingen infiziert haben, lesen Sie hier.

 

Freitag, 11. September, 16.30 Uhr: Spahn rechnet mit Prioritätensetzung bei Corona-Impfstoff

Beim Einsatz eines möglichen Corona-Impfstoffes dürften aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zunächst Prioritäten nötig sein. In der Anfangsphase werde wahrscheinlich nicht genug Impfstoff für alle da sein, sagte der CDU-Politiker "Focus Online" (Freitag).

Deswegen erarbeite die Impfkommission Vorschläge, bei denen einiges schon absehbar sei. "Zunächst werden diejenigen geimpft, die beruflich bedingt einem Risiko ausgesetzt sind - Pflegende, Ärztinnen und Ärzte. Und dann kommen Risikogruppen wie Hochbetagte oder Menschen mit Vorerkrankungen."

Er sei optimistisch, dass nach einigen Monaten genügend für alle vorhanden sein könnte - wenn es dann einen Impfstoff gebe. Spahn bekräftigte: "Es wird keine verpflichtende Impfung geben."

 

Freitag, 11. September, 15.00 Uhr: Söder klagt über zunehmende Unvernunft in der Bevölkerung

"Meine Sorge ist, ehrlicherweise, dass wir zwar medizinisch besser gewappnet sind, aber dass wir uns im Moment tatsächlich mit mehr Unvernunft umgeben", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Freitag beim Besuch des Nürnberger Südklinikums. "Ich mache mir schon Sorgen", fügte Söder hinzu.

"Zu glauben, dass um uns herum die Zahlen explodieren und auch die Krankenhäuser langsam wieder volllaufen und zu glauben, das hätte mit uns nichts zu tun - das ist zumindest etwas blauäugig", sagte der Ministerpräsident mit Blick auf drastisch gestiegene Infektionszahlen in Ländern wie Frankreich.

Entscheidend sei, dass eine exponentielle Kurve auf alle Fälle vermieden werden müsse, um einen weiteren Lockdown zu vermeiden. Dazu gehöre es, den Regelbetrieb von Schulen und Kindergärten aufrechtzuerhalten, die Wirtschaft am Laufen zu halten und das tägliche Leben so wenig wie möglich einzuschränken.

 

Freitag, 11. September, 13.30 Uhr: Freie Wähler fordern einheitliche Regeln für Kultur und Sport

Die Freien Wähler (FW) fordern möglichst rasch bundeseinheitliche Corona-Zuschauerregeln für Sportwettkämpfe und ein Ende der starren Besucher-Obergrenze für Kulturveranstaltungen in Bayern. FW-Landtagsfraktionschef Florian Streibl schlug am Freitag eine Begrenzung je nach Größe der Stadien oder Veranstaltungsorte vor - etwa maximal ein Zuschauer auf zehn Quadratmeter Fläche. "Das wäre eine plausible Größe, die man auch nachvollziehen kann", sagte Streibl nach einer dreitägigen Fraktionsklausur in München.

"Jede andere Angabe von Mengen von Zuschauern ist höchst willkürlich", sagte Streibl. Das könne man den Menschen nicht mehr länger erklären. "Die Größe des Veranstaltungsortes muss ausschlaggebend sein für die Zahl von Zuschauern, die erlaubt ist."

 

Freitag, 11. September, 13.15 Uhr: Pflegebeauftragter gegen jede weitere Isolation von Heimbewohnern

In der Corona-Krise sollten Pflegeheime aus Sicht des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, eine weitgehende Abschottung vermeiden. Es gebe Einrichtungen, die sich sehr gut auf möglicherweise wieder steigende Infektionszahlen im Herbst und Winter vorbereitet haben, sagte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium am Freitag. Sie hätten kreative Lösungen entwickelt, um Besuche, Spaziergänge oder Einkäufe zu vernünftigen Bedingungen zu ermöglichen. "Aber leider höre ich auch immer noch von Einrichtungen, die primär auf die Isolation der Bewohner setzen. Das kann sechs Monate nach Beginn der Pandemie einfach nicht mehr sein."

Für Bewohner sei es nicht nur eine Pflegeeinrichtung, sondern ihr Zuhause. "Dort benötigen sie nicht nur Schutz vor Infektionen, sondern auch Nähe, soziale Kontakte und die Gewissheit, Einfluss auf ihre Lebensbedingungen nehmen zu können." Pauschale Besuchsverbote könnten nur in Ausnahmefällen und zeitlich begrenzt Lösungen sein.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisierte, Schutzmaßnahmen träfen die 900 000 Heimbewohner höchst unterschiedlich. "Die allgemein gültigen Bestimmungen bieten den 12 000 Heimen zu viel Spielraum", sagte Vorstand Eugen Brysch. "So schießen die Träger bei der Isolation häufig über das Ziel hinaus." Bund und Länder müssten Regeln überarbeiten, um ein Mindestmaß an Freiheitsrechten sicherzustellen. "Es ist unzumutbar, dass Bewohner und Angehörige ihre Grundrechte einklagen müssen."

 

Freitag, 11. September, 12.40 Uhr: Corona-Krise sorgt in Bayern für größten Steuerverlust seit 75 Jahren

Der Freistaat Bayern steuert in den kommenden Jahren auf die heftigsten Steuerverluste seit dem Zweiten Weltkrieg zu und ein Ende des Abschwungs ist bisher nicht zu erkennen. Wegen der Corona-Krise (hier geht's zu unserem Newsblog) drohen bis 2022 Mindereinnahmen von rund 11,8 Milliarden Euro.

Für das laufende Jahr prognostiziert die wegen der Pandemie zusätzlich durchgeführte Steuerschätzung einen Rückgang der Einnahmen von rund 4,2 Milliarden Euro, für 2021 ein Minus von rund 4 Milliarden Euro und für 2022 von rund 3,6 Milliarden Euro. Was Finanzminister Albert Füracker zu möglichen Steuererhöhungen sagt.

 

Freitag, 11. September, 12.05 Uhr: Fehler in neustem iOS kann Risikobewertung der Corona-App verfälschen

Nutzer der Corona-Warn-App des Bundes bekommen auf iPhone-Modellen mit der neusten Betriebssystem-Version iOS 13.7 unter Umständen ein höheres Risiko angezeigt, als sie tatsächlich hatten. Darauf haben die Entwickler der App am Freitag in einem Blogeintrag hingewiesen. "Unter der am 1. September von Apple veröffentlichten neuen iOS-Version kann es bei einer geringen Zahl von Nutzern zu irreführenden Risiko-Berechnungen kommen." Das Problem sei im Rahmen von regelmäßigen Tests der App durch die Entwickler entdeckt worden.

Nutzer der Anwendung auf Android-Geräten sowie auf iPhones mit einem älteren iOS (bis einschließlich Version 13.6.1) seien von diesem Fehler nicht betroffen. "Aktuell wird unter Hochdruck gemeinsam mit Apple an einer Lösung gearbeitet, damit auch die betroffenen Nutzer unter iOS 13.7 wieder eine korrekt berechnete Risiko-Ermittlung erhalten."

Die App, die vom Robert Koch-Institut (RKI) herausgeben wird, wurde mittlerweile über 18 Millionen Mal heruntergeladen. Seit der Veröffentlichung im Juni waren mehrfach Fehler entdeckt und wieder behoben worden. Vor einer Woche hatten die Entwickler der App von SAP und Deutscher Telekom den iPhone-Nutzern noch empfohlen, die aktuellste Betriebssystem-Version 13.7 zu installieren, weil Apple in den vergangenen Wochen die technische Schnittstelle (API) erheblich verbessert habe. Wann Apple ein Update veröffentlichen wird, in dem der nun entdeckte Fehler beseitigt wird, stand am Freitag nicht fest.

 

Freitag, 11. September, 11.20 Uhr: Neue Corona-Fälle im Unterallgäu - Schule betroffen

Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Freitag, 11. September, 11.05 Uhr: Veranstalter klagen gegen Auflagen für Corona-Demo

Die Veranstalter einer für Samstag in München geplanten Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen gehen gerichtlich gegen die Auflagen der Stadt vor. Am Verwaltungsgericht München ging ein Eilantrag gegen das Verbot ein, mit einem Demonstrationszug durch die Stadt zu ziehen. Ein weiterer Antrag, der sich gegen eine Beschränkung auf 1.000 Teilnehmer richte, sei angekündigt, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag. Das Gericht wollte noch im Laufe des Tages entscheiden.

Die Vereinigung "Querdenken 089" hatte für Samstag eine Demonstration mit 5.000 Teilnehmern auf dem Münchner Odeonsplatz angemeldet unter dem Motto "Frieden, Freiheit und Gesundheit". Die Stadt untersagte diese. Stattdessen darf die Demo unter strikten Auflagen auf der Theresienwiese stattfinden - allerdings aus Infektionsschutzgründen nur mit 1.000 Teilnehmern. Ein geplanter Demonstrationszug durch die Stadt wurde ebenfalls untersagt. Gegen diese Auflage wenden sich die Veranstalter nun.

In Berlin war es zuletzt am Rande mehrerer Demonstrationen gegen die Corona-Politik zu Auseinandersetzungen von Demo-Teilnehmern und der Polizei gekommen. 300 bis 400 Menschen hatten Absperrungen überrannt und kurzzeitig die Treppen vor dem Reichstagsgebäude besetzt. Das Vorgehen der Demonstranten hatte bei Politikern in ganz Deutschland für Empörung gesorgt.

 

Freitag, 11. September, 10.45 Uhr: Arzt: Corona hätte Berlusconi im März oder April getötet

Der mit dem Coronavirus infizierte italienische Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi wäre nach Ansicht seines Arztes bei einer ähnlichen Corona-Infektion im März oder April an der Krankheit gestorben. "Die Viruslast beim Nasen-Rachen-Abstrich von Berlusconi war dermaßen erhöht, dass das im März oder April sicherlich nicht so einen glücklichen Ausgang wie jetzt gehabt hätte", sagte Professor Alberto Zangrillo am Donnerstagabend im TV-Sender La7. "Ob es ihn umgebracht hätte? Absolut ja, sehr wahrscheinlich ja, und er weiß das."

Der 83-Jährige wird seit gut einer Woche wegen einer Infektion mit dem Coronavirus im Mailänder Krankenhaus San Raffaele behandelt und ist mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Italien war im Frühjahr besonders stark von der Coronavirus-Pandemie getroffen worden. Die Intensivstationen im Norden des Landes hatten weder genug Betten noch Beatmungsgeräte.

Berlusconi sei in einem "mehr als zufriedenstellenden" Zustand, sagte Zangrillo, der an eine baldige Genesung seines Patienten glaubt. Der Politiker und Unternehmer Berlusconis gilt wegen seines Alters und einiger Vorerkrankungen als Risikopatient. Am Mittwoch hatte er sich erstmals wieder zu Wort gemeldet und von seinem Kampf gegen die "höllische Krankheit" berichtet. "Es ist die schlimmste Erfahrung meines Lebens", sagte er über seine Infektion mit dem Coronavirus.

 

Freitag, 11. September, 10.30 Uhr: Corona in Bayern: 44 Lehrer und 66 Schüler positiv - 40 Kitas geschlossen

Wenige Tage nach dem Schulstart in Bayern sind schon 44 Lehrer und 66 Schüler im Freistaat positiv auf das Coronavirus getestet worden. 227 Lehrer und 1.066 Schüler wurden in Quarantäne geschickt. Das teilte das Kultusministerium am Freitag in München mit, wies aber darauf hin, dass es sich um eine Momentaufnahme mit Stand Donnerstagabend handle, die nicht unbedingt tagesaktuell sei. Erst am Dienstag hatte die Schule in Bayern wieder begonnen. Weitere 7 Beschäftigte in Schulen, die nicht zu den Lehrkräften gehören, wurden positiv getestet, 33 in Quarantäne geschickt.

In Furth am Wald wurde eine komplette Mittelschule geschlossen, nachdem dort eine Lehrkraft positiv getestet worden war. Über Schließungen einzelner Klassen an bayerischen Schulen machte das Ministerium zunächst keine Angaben. Auch an zahlreichen Kindertagesstätten im Freistaat wurden Corona-Fälle registriert. Nach Angaben des Sozialministeriums mussten seit dem 1. September wegen Infektionen oder Verdachtsfällen schon rund 40 Kitas in Bayern zeitweise ganz oder teilweise schließen.

In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie 150.000 Lehrkräfte an 6.000 Schulen.

 

Freitag, 11. September, 9.30 Uhr: Söder zu Corona-Teststrategie: "Das hat ja voll funktioniert"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält die umstrittene bayerische Corona-Teststrategie für einen großen Erfolg. "Das hat ja voll funktioniert", sagte er dem Nachrichtenportal "The Pioneer" über die Massentests für Reiserückkehrer an Flughäfen, Autobahnen und Bahnhöfen. 6000 positive Fälle seien identifiziert worden. "Die wären ohne die Maßnahmen unerkannt gewesen und hätten zu einer großen Verbreitung geführt." Es sei zwar immer mal wieder zu Verzögerungen bei der Mitteilung der Testergebnisse gekommen. "Aber insgesamt habe ich den Eindruck, dass gerade die bayerische Bevölkerung da schon sehr dankbar war, dass es diese Möglichkeiten gibt."

 

Freitag, 11. September, 8.15 Uhr: "Schnupfenpapier" & Co. schaffen Klarheit für Eltern in Corona-Zeiten

"Das Kind hat Schnupfen!" - über Monate hieß das für viele Eltern automatisch, ihren Nachwuchs daheim betreuen zu müssen. Kitas und Schulen schickten Mädchen und Jungen auch bei nur leichten Erkältungssymptomen aus Sorge vor einer Corona-Infektion wieder nach Hause oder nahmen sie gar nicht erst auf. Inzwischen können Mütter und Väter bundesweit etwas aufatmen: In den meisten Bundesländern dürfen Kinder auch mit einer Schnupfennase in Schule und Kita. Es gibt inzwischen eindeutige Empfehlungen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zeigt. In Sachsen-Anhalt heißen diese "Schnupfenpapier".

Das wird für viel Entlastung bei Eltern sorgen, denn Erkältungen kommen bei Kindern häufig vor: "Im ersten Kitawinter machen Kinder 10 bis 15 Infekte durch, im zweiten sind es immer noch 5 bis 10", erklärt Jakob Maske, Berliner Kinderarzt und Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

 

Freitag, 11. September, 6.50 Uhr: Rekordzahlen in Frankreich

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter und hat einen neuen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden wurden am Donnerstag 9843 neue Fälle von Covid-19 verzeichnet, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Gesundheitsministerium meldete. Dies sei die höchste Zahl in Frankreich seit Beginn der Pandemie. Frankreich ist mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern eines der am stärksten von Corona betroffenen Länder in Europa. An diesem Freitag will die Regierung über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten. Der wissenschaftliche Beirat forderte die Regierung zum Handeln auf.

Viele Ärzte befürchten, dass die Intensivstationen im Herbst - wie bereits im März - überlastet sein könnten. Derzeit sind bereits große Versammlungen verboten. In einigen Städten sind Masken auf öffentlichen Plätzen und sogar auf den Straßen vorgeschrieben.

Das bisherige Maximum war Ende März mit rund 7500 neu erfassten Fällen binnen eines Tages vermeldet worden. Allerdings ist wie in vielen Ländern auch die Zahl der Tests immens gestiegen. Wie in anderen Staaten Europas stecken sich derzeit auch in Frankreich verstärkt junge Erwachsene mit Sars-CoV-2 an, nach Behördenangaben hauptsächlich bei Feiern und Urlaubsreisen. Als Risikogebiete gelten vor allem der Großraum Île-de-France mit der Hauptstadt Paris und die Region Côte d'Azur.

 

Freitag, 11. September, 6.30 Uhr: Prognose: Deutschland profitiert von neuem Schlüssel für Corona-Hilfen

Deutschland wird nach einer Prognose der EU-Kommission ein Gewinner des neuen Verteilungssystems für die Milliardenbeträge aus dem europäischen Corona-Konjunkturprogramm sein. Nach den der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Zahlen könnte die Bundesrepublik 7,27 Prozent der Zuschüsse aus der sogenannten Aufbau- und Resilienzfazilität bekommen. Dies entspricht rund 22,7 Milliarden der insgesamt 312,5 Milliarden Euro. Nach dem ursprünglich geplanten Verteilungsschlüssel hätte Deutschland nach Zahlen der Kommission nur 6,95 Prozent der Mittel erhalten, also rund eine Milliarde Euro weniger.

Auf das Konjunkturprogramm hatten sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten im Juli bei einem Sondergipfel nach viertägigen Verhandlungen und massivem Streit geeinigt. Es umfasst neben der Aufbau- und Resilienzfazilität noch weitere Gelder für Zuschüsse in Höhe von 77,5 Milliarden Euro. Zudem können über die Aufbau- und Resilienzfazilität auch noch Kredite in Höhe von 360 Milliarden Euro vergeben werden. Insgesamt ist das Paket damit 750 Milliarden Euro schwer.

 

Freitag, 11. September, 6 Uhr: 1484 Neuinfektionen in Deutschland

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung! Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1484 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 256 850 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag auf seiner Homepage bekannt gab (Datenstand 11.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9342. Das ist einer mehr als noch am Vortag. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 230 600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Erstmals seit Juni hat zuletzt die Zahl vom Robert Koch-Institut (RKI) wöchentlich erfasster Corona-Tests wieder abgenommen. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden demnach gut eine Million Tests gezählt - etwa 50 000 weniger als in der Vorwoche. Es ist das erste Mal seit der Woche vom 22. bis 28. Juni, dass die Testzahl wieder abnimmt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Donnerstag bei 0,9 (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,04 (Vortag: 0,95). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Doonnerstag, 10. September, 22.10 Uhr: Podcast-Sonderpreis an Virologen Christian Drosten

Der Virologe Christian Drosten hat für seine Mitwirkung am NDR-Info-Podcast "Coronavirus-Update" den Sonderpreis des Deutschen Radiopreises verliehen bekommen. Dem Leiter der Virologie an der Berliner Charité sei es gelungen, "komplexe naturwissenschaftliche und epidemiologische Zusammenhänge allgemeinverständlich darzulegen", heißt es in der am Donnerstagabend in Hamburg veröffentlichten Begründung des Beirats, der diesen Sonderpreis vergeben hat.

Der Professor habe die Zuhörer mit dem Podcast "auf eine spannende Entdeckungsreise zum Virus" mitgenommen. Drosten habe dabei populär erklärt, ohne populistisch zu werden, habe sich aufgrund neuer Erkenntnisse auch korrigiert und auf Trennung zwischen Politik und Wissenschaft bestanden. Das habe ihn zur "zentralen Stimme in der Pandemie" werden lassen."

Der Podcast "Coronavirus-Update" wird von NDR Info produziert und seit Ende Februar veröffentlicht. Die mehr als 50 Folgen sind dem NDR zufolge bereits mehr als 60 Millionen Mal abgerufen worden.

 

Donnerstag, 10. September, 21.30 Uhr: Madrids Ärzte wollen wegen Corona-Krise die Arbeit niederlegen

Wegen einer Corona-Überlastung wollen die Ärzte in Madrid die Arbeit niederlegen. Die größte Mediziner-Gewerkschaft der Region um die spanische Hauptstadt hat zu einem "unbefristeten und kompletten" Streik ab dem 28. September aufgerufen. Der Ausstand sei bereits für die Arbeiter des Bereichs der medizinischen Grundversorgung angemeldet worden, weitere Sektoren würden sich aber in den kommenden Wochen anschließen, hieß es.

Schon seit Jahren leide man an einem Mangel an personellen und wirtschaftlichen Ressourcen, beklagte die Gewerkschaft in einer am Donnerstagabend veröffentlichten Mitteilung. "Die Pandemie hat in den vergangenen Monaten aber zu einer für uns inakzeptablen Verschlimmerung der Lage geführt." Die Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso sei der mehrfach geäußerten Bitte um ein Treffen zur Besprechung der Probleme nicht nachgekommen.

Madrid war im Frühjahr von der Pandemie im Corona-Hotspot Spanien besonders schwer getroffen worden - und ist jetzt wieder die von den Neuausbrüchen am stärksten betroffene Region des Landes. Von den 4137 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, die das spanische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend für ganz Spanien meldete, entfielen 1509 auf Madrid - das sind mehr als 35 Prozent.

 

Donnerstag, 10. September, 20.30 Uhr: Freie Wähler fordern weitere Lockerungen für Sportwettkämpfe

Ab nächster Woche sind bei Sportwettkämpfen der Amateure in Bayern wieder Zuschauer zugelassen - die Freien Wähler fordern bereits weitere Lockerungen. In einer Resolution, die die Landtagsfraktion am Donnerstag in München verabschiedete, sprechen sich die Freien Wähler für ein Ende der starren Zuschauer-Obergrenzen aus: "Zeitnah" soll demnach ein Besucher pro zehn Quadratmeter Fläche zugelassen werden, unter Beachtung der staatlich vorgegebenen Schutz- und Hygienekonzepte.

 

Donnerstag, 10. September, 17.30 Uhr: Corona-Fälle in zwei Flüchtlingsheimen in Augsburg

Das Augsburger Gesundheitsamt hat die Bewohner zweier Flüchtlingsheime für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Nach Angaben der Stadt vom Donnerstag wurden insgesamt fünf Bewohner positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. Wie viele Menschen insgesamt von der Quarantäne betroffen sind, wurde zunächst von der Stadtverwaltung nicht mitgeteilt.

Betroffen von der Maßnahme ist das sogenannte Anker-Zentrum für Schwaben. Die Staatsregierung hat in jedem Bezirk eine solche zentrale Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber geschaffen. Die Anker-Zentren können allerdings mehrere Ableger haben.

Anker steht für An(kunft), k(ommunale Verteilung), E(ntscheidung) und R(ückführung). Die Zentren sind umstritten. Kritiker verlangen die Auflösung der Anker-Zentren und die Unterbringung der Flüchtlinge in kleineren Wohneinheiten.

 

Donnerstag, 10. September, 17 Uhr: Corona-Angst in Kaufbeurer Altenheim: Weitere Neuinfektion gemeldet

Das Gesundheitsamt hat am Donnerstagnachmittag weitere Corona-Reihentests im Alten- und Pflegeheim der Hospitalstiftung durchgeführt. Mittlerweile wurde bekannt, dass die bislang positiv Getesteten nicht nur aus dem isolierten Bereich einer Station für Demenzkranke stammen, sondern auch ein offener Wohnbereich betroffen ist. Auch ein Pfleger wurde infiziert.

 

Donnerstag, 10. September, 12.45 Uhr: Mann verstößt gegen Quarantäne in Marktoberdorf

In Marktoberdorf hat sich ein Mann nicht an die Quarantäne gehalten. Laut Polizei flog sein Vergehen bei einer Verkehrskontrolle auf.

Eine Streife der Polizeiinspektion Marktoberdorf kontrollierte den 26-Jährigen am Mittwochmittag. Die Beamten stellten fest, dass der Mann eine durch das Gesundheitsamt angeordnete häusliche Quarantäne nicht befolgte. Die Beamten begleiteten den Mann nach Angaben der Polizei daraufhin nach Hause und ermahnten ihn, die Quarantäne einzuhalten. Der 26-Jährige wird nun angezeigt, weil er gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen hat.

 

Donnerstag, 10. September 10.40 Uhr: Gastgewerbe war im Juli immer noch ein Viertel im Minus

Das bayerische Gastgewerbe leidet nicht mehr ganz so stark unter der Corona-Krise. Im Juli lagen die nominalen Umsätze der Branche zwar noch 24,5 Prozent unter dem Wert aus dem Vorjahresmonat, im Vergleich zum Juni ging es allerdings um 39,1 Prozent nach oben, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte. Dabei können aber auch saisonale Effekte eine Rolle spielen.

Die Zahl der Beschäftigten lag im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,2 Prozent im Minus, im Vergleich zum Juni allerdings 5,0 Prozent im Plus. Über die ersten sieben Monate des Jahres gerechnet fehlen dem Gastgewerbe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 36,2 Prozent der Umsätze.

Unter allen Wirtschaftsgruppen des Gastgewerbes lagen im Juli nur die Campingplätze im Plus. 8,3 Prozent betrug der nominale Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders hart traf es dagegen die Bereiche Ausschank von Getränken mit einem Rückgang um 58,6 Prozent sowie Caterer mit einem Minus von 49,9 Prozent. Im Bereich Ausschank dürfte sich die Situation ein Stück weit entspannen: Ab dem 19. September dürfen in Bayern Bars und Kneipen wieder öffnen

 

Donnerstag, 10. September, 10 Uhr: Maxi Schafroth hat die Pause in der Corona-Krise "fast genossen"

Der Kabarettist und Fastenprediger am Münchner Nockherberg, Maxi Schafroth (35), hat die Auftrittspause in der Corona-Krise "fast genossen". Nachdem er sieben Jahre "komplett durchgespielt" habe, verfüge er über ein finanzielles Polster, sagte er der Münchner Abendzeitung (Donnerstagsausgabe). "Ich bin nicht weinend daheim gesessen." Stattdessen habe er seine Sprachkenntnisse aufgefrischt und Bücher über Meteorologie gelesen - und häufiger mit Kabarettist Gerhard Polt (78) telefoniert.

Der Kontakt zu Polt sei durch eine Mail nach der Fastenpredigt im vergangenen Jahr entstanden, erzählte Schafroth. Zur Corona-Pause habe er gesagt: ""Max, jetzt bleib' ma hoit dahoam." Er hat recht."

 

Donnerstag, 10. September, 9.40 Uhr: Baubranche verzeichnet steigende Zahlen trotz Corona

Die Corona-Krise hat das Wachstum in der Baubranche in Deutschland nicht gestoppt. Im ersten Halbjahr konnten "keine wesentlichen Effekte der Corona-Pandemie auf Umsatz und Beschäftigung im Bauhauptgewerbe beobachtet werden", wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag bilanzierte. Die Umsätze der Branche erhöhten sich nach Berechnungen der Wiesbadener Behörde zum Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 1,6 Prozent.

Im Juni setzte sich der positive Trend bei Umsatz (plus 11,0 Prozent) und Beschäftigten (plus 1,3 Prozent) fort. Besonders hohe Umsatzzuwächse gab es in dem Monat demnach bei Abbrucharbeiten und vorbereitenden Baustellenarbeiten (plus 23,5 Prozent).

Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) ebenso wie von Straßen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau). Die Statistik des Bundesamtes erfasst alle Betriebe des Bauhauptgewerbes in Deutschland.

 

Donnerstag, 10. September, 9.30 Uhr: Corona-Ausnahme wirkt - weniger Firmenpleiten im Halbjahr

Trotz der Corona-Krise sind im ersten Halbjahr weniger Firmen in Deutschland in die Pleite gerutscht. Die Amtsgerichte meldeten 9.006 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag 6,2 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten 2019. Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Krise spiegele sich bislang nicht in einem Anstieg der gemeldeten Insolvenzen wider, erklärte die Wiesbadener Behörde. Ein wichtiger Grund für den Rückgang ist, dass die Insolvenzantragspflicht für Firmen seit 1. März 2020 ausgesetzt ist.

Das Bundeskabinett hatte jüngst beschlossen, die Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen, bis Jahresende ausgesetzt zu lassen, falls die Überschuldung eines Unternehmens Folge der Corona-Krise ist. Die Lockerungen waren im März zunächst bis September eingeführt worden, um eine Pleitewelle in der Pandemie zu verhindern. Dabei war zunächst auch die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags wegen Zahlungsunfähigkeit ausgesetzt worden. Diese zweite Ausnahme fällt nun weg.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im ersten Halbjahr im Handel - einschließlich Kfz-Werkstätten - mit 1.485 Fällen. Firmen des Baugewerbes stellten 1.462 Anträge, im Gastgewerbe wurden 1.004 und im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen 974 Insolvenzanträge gemeldet. Im Schnitt waren die Betriebe größer als vor einem Jahr, die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger lagen mit 16,7 Milliarden Euro deutlich über den 10,2 Milliarden Euro des ersten Halbjahres 2019.

Die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren in Deutschland nahm im August wie auch schon in den vorangegangenen Monaten weiter ab. Auf der Grundlage vorläufiger Angaben sank sie um 38,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

 

Donnerstag, 10. September, 8.20 Uhr: Mehr Amerikaner als vermutet waren mit Covid-19 infiziert

In den USA haben sich einer Hochrechnung zufolge zu Beginn der Corona-Pandemie wohl rund neun Mal so viele Menschen mit dem Virus infiziert als nach den offiziellen Statistiken bekannt. Im Zeitraum von etwa Mitte Januar bis Mitte April habe es im Land womöglich bereits rund sechseinhalb Millionen Fälle gegeben, schreiben die Wissenschaftler um Jade Benjamin-Chung und Sean Wu von der University of California in Berkeley im Fachjournal "Nature Communications". Offizielle Statistiken geben für diesen Zeitraum 721 245 Fälle an. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen.

Die Differenz liege in den USA unter anderem in der geringen Zahl von Tests begründet, so die Forscher. Zu Beginn der Ausbreitung in den USA seien in Krankenhäusern nur Patienten mit gemäßigten bis starken Symptomen getestet worden - viele Infizierte haben jedoch nur milde oder überhaupt keine Symptome. Zudem hätten nicht alle Tests akkurate Ergebnisse geliefert.

Die Forscher analysierten die Zahlen für alle US-Bundesstaaten. Die meisten Infektionen gab es demzufolge im Nordosten, dem Mittleren Westen und Louisiana im Süden. Insgesamt kommen sie für den Zeitraum von etwa Mitte Januar bis Mitte April auf rund sechseinhalb Millionen Infektionen - das wären 19 von 1000 Menschen und rund neunmal mehr als nach den offiziellen Angaben.

Bereits im Juni hatten Vertreter der Gesundheitsbehörde CDC davon gesprochen, dass in den USA wohl wesentlich mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert gewesen seien als bislang bekannt. "Für jeden Fall, den wir verzeichnet haben, gab es wahrscheinlich zehn weitere Infektionen", hatte CDC-Direktor Robert Redfield gesagt.

Die Behörde gibt derzeit für die USA gut 6,3 Millionen bekannte Corona-Infektionen an - mehr nachgewiesene Fälle als jedes andere Land der Welt. Rund 190 000 Menschen starben laut CDC infolge einer Covid-19-Erkrankung. Wissenschaftler befürchten einem viel beachteten Modell zufolge bis zum Jahresende mehr als 410 000 Corona-Tote in den USA. Auch Präsident Donald Trump hat nun zugegeben, dass er vom Risiko des Virus wusste.

 

Donnerstag, 10. September, 7.20 Uhr: In bayerischen Testzentren arbeiten Türsteher als Corona-Tester

Mund auf, Stäbchen rein, fertig ist der Corona-Test? Damit sie zuverlässige Abstriche nehmen können, müssen die Mitarbeiter in den Testzentren geschult werden. Klappt das? Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Donnerstag, 10. September, 7.15 Uhr: Suizidrate im Allgäu wegen Corona nicht angestiegen

Es war eine der befürchteten Auswirkungen der Pandemie: ein Anstieg der Suizid-Rate. An anderen Orten Deutschlands war das der Fall - aber nicht im Allgäu. Zum Welttag der Suizid-Prävention haben wir Tipps gesammelt, was zu tun ist, wenn Menschen aus dem Umfeld über Suizid nachdenken. Eine Expertin aus Kempten fordert außerdem, das Thema aus der Tabuzone herausholen.

 

Donnerstag, 10. September, 6.30 Uhr: Mädchen stärker von Pandemie betroffen

Mädchen sind einer Studie zufolge stärker von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen als Jungen. Das ist ein Ergebnis einer am Donnerstag in London veröffentlichten Umfrage, für die die Kinderrechtsorganisation Save the Children insgesamt 25 000 Kinder und Erwachsene in 37 Ländern der Welt befragt hat, viele davon in Asien und Afrika. Demnach lernten Mädchen in dieser Zeit weniger in der Schule und mussten sich stärker im Haushalt engagieren als Jungen. Kinder aus ärmeren Familien sind den Autoren zufolge zudem stärker betroffen als solche aus wohlhabenderen Familien.

In den meisten Staaten waren die Schulen etliche Wochen lang komplett geschlossen, der Unterricht fand, wenn überhaupt, online statt. Jedes fünfte befragte Mädchen gab an, in dieser Zeit nichts gelernt zu haben. Bei den Jungen war es nur jeder Zehnte. Vor allem in ärmeren Familien lag dies vor allem am fehlenden Zugang zum Internet: Weniger als ein Prozent der Haushalte, die sich selbst als arm einstuften, konnten den notwendigen Zugang zum Netz gewährleisten. Bei besser gestellten Haushalten hatte immerhin jede fünfte befragte Familie Zugang zum Internet. Auch die Beschaffung von Lernmaterialien war bei den ärmeren Haushalten vielfach ein Problem.

Knapp zwei Drittel der befragten Mädchen sagten, sie hätten während der Pandemie häufiger als zuvor im Haushalt mitarbeiten müssen, bei den Jungen war das nicht einmal bei der Hälfte der Befragten der Fall. Auch bei der Betreuung von Geschwistern waren die Mädchen stärker gefragt.

"Covid-19 hat bestehende Ungleichheiten vergrößert, mit dramatischen Folgen für die Kinder", sagte die Chefin von Save the Children in Deutschland, Susanne Krüger. "Um eine ganze Generation vor dem Verlust ihrer Zukunft zu schützen, müssen einkommensschwache Länder und fragile Staaten dabei unterstützt werden, in ihre Kinder zu investieren", forderte die Kinderrechtlerin.

 

Donnerstag, 10. September, 6.15 Uhr: 1892 Neuinfektionen in Deutschland

Guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung! Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1892 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 255 366 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag auf seiner Homepage bekannt gab (Datenstand 10.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9341. Das sind drei mehr als noch am Vortag.

Erstmals seit Juni hat zuletzt die Zahl vom Robert Koch-Institut (RKI) wöchentlich erfasster Corona-Tests wieder abgenommen. In der Woche vom 31. August bis 6. September wurden demnach gut eine Million Tests gezählt - etwa 50 000 weniger als in der Vorwoche. Es ist das erste Mal seit der Woche vom 22. bis 28. Juni, dass die Testzahl wieder abnimmt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Mittwoch bei 0,88 (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,95 (Vortag: 0,98). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Mittwoch, 9. September, 22 Uhr: Verdachtsfall der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg

In Brandenburg gibt es einen amtlichen Verdachtsfall der Afrikanischen Schweinepest. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg habe den Verdacht bei einem Wildschwein-Kadaver festgestellt, der wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze im Spree-Neiße-Kreis gefunden wurde, teilte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft am späten Mittwochabend mit. Am Donnerstag soll es Klarheit geben.

 

Mittwoch, 9. September, 21.40 Uhr: Bundestagsabgeordneter: Corona-Hilfen auch für alle 3. Ligen im Profisport

Ist seine Aussage die Rettung für die Allgäuer Eishockey-Vereine in der Oberliga? Laut dem Bundestagsabgeordneten Frank Steffel (CDU) gelten die Corona-Hilfen für Proficlubs auch für alle Vereine der 3. Ligen der Männer und Frauen außerhalb des Fußballs. Was Steffel genau sagte, lesen Sie hier.

 

Mittwoch, 9. September, 20.33 Uhr: Zwölf Infizierte in Kaufbeurer Seniorenheim

In einem Seniorenheim in Kaufbeuren sind zwölf Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Dadurch überschreitet die Stadt den Signalwert. Die Hintergründe.

 

Mittwoch, 9. September, 20.18 Uhr: Corona-Rekordanstieg in Tschechien

Eigentlich waren in Tschechien keine landesweiten Restriktionen mehr vorgesehen. Doch nun nötigt ein deutlicher Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen die Regierung von Ministerpräsident Babis zum Handeln.

 

Mittwoch, 9. September, 20.07 Uhr: Trump in Interview: Habe Corona-Gefahr heruntergespielt

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Worten die Coronavirus-Gefahr absichtlich heruntergespielt, um keine Panik auszulösen. Zugleich geht aus am Mittwoch veröffentlichten Interviews mit dem Journalisten Bob Woodward hervor, dass Trump bereits Anfang Februar informiert war, dass das Virus sich über Luft überträgt und eine höhere Sterberate als eine Grippe auslöst. Öffentlich verwies er in dieser Zeit dagegen auf niedrige Fallzahlen in den USA und behauptete mehrfach, das Virus werde von allein verschwinden.

In den USA starben rund 190.000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus - zum Teil auch weil sie Warnungen von Experten und Vorsichtsmaßnahmen wie Masken nicht ernst nahmen.

Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany erklärte in einer ersten Reaktion: "Der Präsident hat die amerikanische Öffentlichkeit nie über Covid belogen." Es habe aber dafür gesorgt, dass die Bevölkerung die Ruhe behalten habe.

Der Sender CNN veröffentlichte kurz zuvor Auszüge aus den aufgezeichneten Trump-Interviews, die Woodward für ein demnächst erscheinendes Buch geführt hatte. Darauf ist unter anderem zu hören, wie Trump am 19. März sagt: "Ich wollte es immer herunterspielen. Ich spiele es auch immer noch gern herunter, weil ich keine Panik erzeugen will."

In einem Gespräch am 7. Februar sagte Trump den Aufnahmen zufolge: "Das ist tödliches Zeug." Menschen müssten nicht erst Kontaktflächen anfassen, um sich anzustecken: "Man atmet einfach Luft ein, und das ist, wie es sich überträgt."

 

Mittwoch, 9. September, 19 Uhr: Wie ist die Stimmung in Memmingen?

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat sich in Memmingen weiter erhöht - wie aber reagieren die Bürger darauf? Die aktuellen Zahlen im Allgäu sind sehr unterschiedlich.

 

Mittwoch, 9. September, 18.38 Uhr: München erlässt Alkoholverbot im Freien fürs Wochenende

An beliebten Feier-Orten im Freien gilt in München am kommenden Wochenende ein zeitlich begrenztes nächtliches Alkoholverbot. Damit wolle man die Zunahme der Corona-Infektionen in München zum Schutz der Bevölkerung eindämmen, teilte die Stadt am Mittwoch nach einem Beschluss des Stadtrats mit. Das Verbot gilt von Freitagabend bis Sonntagmorgen rund um Party-Hotspots wie die Isarauen oder den Gärtnerplatz. Auch an kommenden Wochenenden könnte laut Stadt je nach der Zahl der Corona-Infizierten eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen werden.

Zwischen 23 Uhr und 6 Uhr dürfen Feiernde dort Alkohol nicht mehr im öffentlichen Raum trinken. Wer sich nicht daran hält, müsse mindestens 150 Euro Bußgeld zahlen. Auch der Verkauf alkoholischer Getränke ist rund um die Partyzonen verboten - und zwar bereits ab 21 Uhr. Verstöße sollen mindestens 500 Euro kosten.

"Ich bin wirklich kein Freund von Verboten, aber hier steht der Gesundheitsschutz der Menschen gegen ein zeitlich sehr begrenztes Alkoholverbot an wenigen Orten im öffentlichen Raum", sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). "Ich lege allen sehr ans Herz, sich an diese Regelung zu halten, damit wir andere und uns selbst vor Ansteckung schützen und unser öffentliches Leben, vor allem auch unsere Schulen und Kitas, offenhalten können."

Im ersten Anlauf hatte die Stadt ein Alkoholverbot für Straßen und Parks in ganz München erlassen, um die vielen Partys unter freiem Himmel einzudämmen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erklärte diese Regelung jedoch für unverhältnismäßig.

 

Mittwoch, 9. September, 17.34 Uhr: Zahl der Infizierten in Memmingen steigt wieder leicht an

Von 118 auf 121 bestätigte Covid-19-Infektionen stieg die aktuelle Fallzahl am Mittwoch in Memmingen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Demnach liegt die Zahl der Infektionsfälle in den vergangenen sieben Tagen bei 28 - am Dienstag waren es noch 25 Fälle. Und somit stieg die Sieben-Tage-Inzidenz von 57,0 auf 63,87. Dadurch würde Memmingen Rosenheim (Dienstag: 61,6) als bayernweiten Spitzenreiter wieder überholen. Doch die aktuellen Daten aus Rosenheim liegen noch nicht vor.

 

Mittwoch, 9. September, 17.11 Uhr: Corona: Nun sieben Infizierte in Unterallgäuer Seniorenheim

Mittlerweile liegt das Testergebnis aller 52 Mitarbeiter und Bewohner einer Senioreneinrichtung im westlichen Unterallgäu vor, die mit einem am Coronavirus erkrankten Pfleger Kontakt hatten. Demnach hat sich die Zahl der Infizierten auf sieben erhöht. Betroffen sind zwei Pfleger und fünf Heimbewohner. Wie das Unterallgäuer Landratsamt auf Anfrage mitteilt, muss jedoch bislang keiner der positiv getesteten Personen stationär behandelt werden. Der betroffene Gebäudetrakt wurde funktionell abgetrennt und die erkrankten Bewohner isoliert. Am Mittwoch fanden vorsorglich weitere Tests statt. Das Ergebnis steht noch aus. Für die gesamte Einrichtung herrscht weiter ein Besuchsverbot. Derzeit sind im Unterallgäu 37 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Insgesamt kamen am Mittwoch zwölf neue Fälle hinzu. (johs)

 

Mittwoch, 9. September, 16.29 Uhr: Tui schafft Voraussetzung für weitere Milliarden-Hilfe

Der in der Corona-Krise stark unter Druck geratene Reisekonzern Tui hat durch eine Veränderung von Anleihebedingungen den Weg für weitere staatliche Hilfen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro frei gemacht. Das teilte der Konzern am Mittwoch mit. Tui Er war das erste Großunternehmen, das zu Beginn der Krise staatliche Unterstützung erhielt. Es dürfte noch mehr werden.

 

Mittwoch, 9. September, 15.52 Uhr: Alpine Ski-WM in Cortina d'Ampezzo soll mit Zuschauern stattfinden

Die Organisatoren der alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo planen, die Titelkämpfe vom 8. bis 21. Februar 2021 zumindest vor einer beschränkten Anzahl an Zuschauern auszutragen. "Wir arbeiten mit den Gesundheitsbehörden zusammen, um mit einem sicheren Konzept Zuschauer zulassen zu können", sagte WM-Chef Valerio Giacobbi bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Es sei schwierig, Zahlen zu nennen. "Aber für den Moment rechnen wir, im Vergleich zu den 120 000 Zuschauern, die wir vor Corona erwartet hätten, mit einer maximalen Kapazität, die in etwa halb so groß ist: 50.000 bis 60.000 Zuschauer insgesamt, also etwa 5000 pro Tag", erklärte Giacobbi.

Der Auftakt der Weltcup-Saison am 17. und 18. Oktober im österreichischen Sölden findet wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer statt, wie die Organisatoren vor mehreren Wochen bekanntgaben. Es soll vor Ort vier Personenkreise geben, die in sich geschlossen bleiben: Rennläufer und Betreuer, Organisation, Medien und eine geringe Anzahl geladener Gäste. Das sonst übliche Party- und Rahmenprogramm soll ausfallen, hieß es.

 

Mittwoch, 9. September, 15.04 Uhr: Phase-III-Studie für Corona-Impfstoff in Russland gestartet

In der russischen Hauptstadt Moskau haben die Impfungen im Rahmen der Phase-III-Studie für den Corona-Impfstoff "Sputnik V" begonnen. Ersten Freiwilligen sei das Präparat gespritzt worden, sagte die Vize-Bürgermeisterin Anastassija Rakowa am Mittwoch in Moskau der Agentur Interfax zufolge. "Heute ist ein wichtiger Tag nicht nur für die Stadt, sondern für das ganze Land." Mehr als 35.000 Moskauer hätten sich bereits als Freiwillige gemeldet. Geimpft werden soll demnach in 20 Kliniken in der Stadt.

Der russische Impfstoff mit dem Namen "Sputnik V" wurde vor rund einem Monat für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben - trotz internationaler Bedenken. Die Freigabe erfolgte vor Abschluss der wichtigen Phase III klinischer Studien. Erst in dieser Phase wird gewöhnlich an sehr vielen Teilnehmern überprüft, ob und wie gut ein Wirkstoff vor einer Infektion schützt und welche eventuell nur seltenen Nebenwirkungen auftreten.

Nach Angaben von Gesundheitsminister Michail Muraschko sollen landesweit 40.000 Menschen an den Tests teilnehmen. Parallel dazu sollten bald auch die Impfungen von Risikogruppen beginnen. Vor allem Klinikpersonal und Lehrern soll demnach das Vakzin gespritzt werden - den Angaben nach freiwillig. Die Impfung besteht dem Ministerium zufolge aus zwei Teilen: Nach der ersten Spritze bekommen die Freiwilligen nach 21 Tagen eine zweite.

Mehrere Politiker in Russland haben sich nach eigener Darstellung bereits impfen lassen, darunter Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Kremlsprecher Dmitri Peskow ließ am Mittwoch offen, ob sich auch Präsident Wladimir Putin impfen lassen wird.

 

Mittwoch, 9. September, 14.18 Uhr: Bayern zahlt 100 Millionen Euro Corona-Hilfen für Verkehrsbetriebe aus

Als erstes Bundesland zahlt Bayern den kommunalen und privaten Verkehrsunternehmen Corona-Hilfsgelder aus. "Einschließlich vergangener Woche wurden über die Bezirksregierungen bereits Leistungen von über 100 Millionen Euro bewilligt", teilte das zuständige Bau- und Verkehrsministerium am Mittwoch in München mit.

Nachdem das Kabinett am Dienstag in München die Bundeshilfen von 381 Millionen Euro um 255 Millionen Euro aus Landesmitteln aufgestockt hatte, rechnet das Ministerium damit, dass die Einnahmeverluste "weitgehend ausgeglichen" werden können. Die Verluste waren entstanden, weil in der Corona-Pandemie die Fahrgäste wegblieben.

"Der Öffentliche Personennahverkehr ist ein unverzichtbares Rückgrat unserer Gesellschaft und hat sich während der Pandemie als verlässlicher und sicherer Verkehrsträger bewährt", sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU).

Der Öffentliche Personennahverkehr sei besonders von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen, hieß es weiter. Trotz eines Rückgangs der Fahrgelderlöse zwischen 70 und 90 Prozent musste auch während der Hochphase der Pandemie ein stabiles und leistungsfähiges Grundangebot an Zug-, U-Bahn-, Straßenbahn- und Busverbindungen aufrechterhalten werden. Auch das Wiederhochfahren zum Regelfahrplan und die Hygienevorkehrungen stellten die Unternehmen vor Herausforderungen.

 

Mittwoch, 9. September, 13.40 Uhr: Pauschale Reisewarnung für 160 Länder gilt nur noch bis 30. September

Die pauschale Reisewarnung für einen Großteil der Welt wegen der Corona-Pandemie soll Ende des Monats abgelöst werden. Was kommt stattdessen?

 

Mittwoch, 9. September, 12.45 Uhr: Corona Impfstoff - EU will von Biontech bis zu 300 Millionen Dosen

Im Rennen um einen rettenden Impfstoff gegen das Coronavirus hat die EU-Kommission mit der Mainzer Firma Biontech die mögliche Lieferung von bis zu 300 Millionen Einheiten vereinbart. Dies teilte die Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Geplant sei zunächst die Lieferung von 200 Millionen Dosen, mit der Option auf 100 Millionen weitere.

Der Impfstoff ist allerdings noch nicht zugelassen. Derzeit laufen noch klinische Tests. Die EU-Kommission verfolgt die Strategie, mit möglichst vielen Pharmafirmen Vorverträge abzuschließen, um bei einem erfolgreichen Impfstoff rasch Zugriff zu haben. Die Brüsseler Behörde hat schon mit sechs Herstellern entsprechende Gespräche geführt.

 

Mittwoch, 9. September, 10.20 Uhr: Corona-infizierter Berlusconi kämpft gegen "höllische Krankheit"

Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi hat sich erstmals nach seiner Infektion mit dem Coronavirus zu Wort gemeldet und Parteikollegen vom Kampf gegen die "höllische Krankheit" berichtet. "Ich gebe alles und hoffe, dass ich bald wieder zurück bin", sagte Berlusconi am Dienstagabend laut Nachrichtenagentur Ansa bei einer Telefonkonferenz mit Mitgliedern seiner Partei Forza Italia. "Ich kämpfe, um dieser höllischen Krankheit zu entkommen."

Der 83-Jährige wird seit vergangenem Freitag wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus im Mailänder Krankenhaus San Raffaele behandelt. Seit einigen Tagen ist der Politiker und Unternehmer, der wegen seines Alters und einiger Vorerkrankungen als Risikopatient gilt, auf dem Weg der Besserung. "Ich denke, dass uns jede Stunde, die vergeht, näher ans positive Resultat einer Genesung bringt", sagte Berlusconis Arzt Professor Alberto Zangrillo am Dienstagabend im TV-Sender Rai.

Allerdings sei Covid-19 eine "tückische Krankheit", bei der man nicht vorschnell denken dürfe, man habe sie besiegt, warnte Zangrillo. Bei Berlusconi zeige die Behandlung im Krankenhaus jedoch Erfolge. "Seine Krankheit hat den erhofften Verlauf genommen, er reagiert sehr gut auf die Therapien", sagte der Mediziner.

 

Mittwoch, 9. September, 9.30 Uhr: Mehr Fahrräder als Autos in Corona-Zeiten verkauft

Die Corona-Krise hat das Geschäft von Auto- und Fahrradhändlern kräftig beeinflusst - mit sehr unterschiedlichen Auswirkungen: Während die Umsätze von Kfz-Handel und Kfz-Werkstätten im ersten Halbjahr 2020 deutlich zurückgingen, ist der Handel mit Fahrrädern, Sport- und Campingartikeln nach Ansicht des Statistischen Bundesamtes "klarer Corona-Gewinner im Bereich Mobilität".

Die Fahrrad-, Sport- und Campingartikelhändler konnten trotz des zeitweiligen Lockdowns in den ersten sechs Monaten dieses Jahres kalender- und saisonbereinigt ein Umsatzplus von 6,8 Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2019 verbuchen, wie die Wiesbadener Behörde am Mittwoch mitteilte. Nach der Wiedereröffnung der Läden schossen die Erlöse in der Branche im Mai 2020 zum Vormonat demnach um 56,1 Prozent in die Höhe. Von Mai auf Juni gab es dann zwar einen Rückgang, dennoch lag der Juni 2020 nach Berechnung der Statistiker mit einem Umsatzplus von 29,2 Prozent deutlich über dem Vorjahresmonat.

Dagegen verzeichneten Kfz-Handel und Kfz-Werkstätten im ersten Halbjahr 2020 ein Umsatzminus von 15,8 Prozent zum zweiten Halbjahr 2019. Betroffen war den Angaben zufolge vor allem der Autohandel mit einem Rückgang von rund 18 Prozent. Wegen der Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus durften zeitweise die Verkaufsräume der Autohändler nicht öffnen.

 

Mittwoch, 9. September, 8.25 Uhr: Studie: Corona-Krise kostet Autobranche weltweit Milliarden

Die Corona-Krise hat die Autobranche weltweit Milliarden gekostet und tief in die roten Zahlen gedrückt. Einer Analyse des Beratungsunternehmens EY zufolge summierten sich die operativen Verluste der 17 größten Autokonzerne im zweiten Quartal auf fast elf Milliarden Euro - nach knapp 22 Milliarden Euro Gewinn im zweiten Quartal des Vorjahres. Nur sechs Hersteller mussten keine roten Zahlen verbuchen, einzig Tesla schnitt im Zeitraum April bis Juni sogar besser ab als im Vorjahr und sprang laut EY auch gleich an die Spitze der Rangliste der profitabelsten Autokonzerne.

Vor sinkenden Umsätzen konnte sich der Analyse zufolge keiner der Hersteller im zweiten Quartal retten. Zusammen büßten sie fast 177 Milliarden Euro ein, das ist ein Rückgang um 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Auch hier ist die Bandbreite allerdings groß und reicht von 5 Prozent Umsatzminus bei Tesla bis zu minus 57 Prozent bei Mitsubishi. Die drei deutschen Hersteller Volkswagen (-37 Prozent), Daimler (-29) und BMW (-22) lagen im Mittelfeld.

"Einen derartigen Einbruch bei Umsatz, Gewinn und Absatz hat es noch nie gegeben", sagte der Leiter des Bereichs Automotive & Transportation bei EY, Constantin M. Gall, am Mittwoch. "Die Pandemie hat die weltweite Automobilindustrie zeitweise fast zum Stillstand gebracht - mit entsprechend katastrophalen Folgen für die Umsatz- und Gewinnentwicklung."

 

Mittwoch, 9. September, 8 Uhr: Neuer Rekordwert: Corona-Zahlen in Israel steigen weiter

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt immer weiter. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden am Vortag 3496 neue Fälle registriert. Den zweiten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert in dem Land seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Am Montag hatte es 3425 neue Fälle gegeben. Allerdings ist auch die Zahl der Corona-Tests deutlich höher als zuvor, am Dienstag waren es 43 199.

Am Dienstagabend teilte das Gesundheitsministerium mit, der Corona-Beauftragte Ronni Gamzu, Gesundheitsminister Juli Edelstein sowie sechs weitere ranghohe Mitarbeiter müssten sich in Corona-Quarantäne begeben. Sie seien mit einem Corona-Kranken in Kontakt gewesen.

Am Dienstagabend waren in 40 besonders betroffenen Ortschaften nächtliche Ausgangssperren in Kraft getreten. Die Menschen dürfen sich dort von 19 Uhr bis 5 Uhr (Ortszeit) nicht mehr als 500 Meter weit entfernt von ihrem Zuhause aufhalten. Erlaubt sind lediglich der Einkauf von Lebensmitteln und Medikamenten sowie Arztbesuche. Nicht essentieller Handel ist in der Zeit verboten.

Auch die Schulen in den 40 Ortschaften sind geschlossen worden. Betroffen von den hohen Corona-Infektionszahlen sind vor allem arabische und strengreligiöse jüdische Wohnorte. Dort leben oft Familien mit vielen Kindern, die sich häufig auf engem Raum in kleinen Wohnungen aufhalten. Daher ist es in den Gegenden besonders schwer, Abstand zu halten oder sich zu isolieren.

Die Pandemie war in Israel auch wegen eines strikten Kurses der Regierung zunächst glimpflich verlaufen. Nach raschen Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen jedoch in die Höhe.

Der Erreger Sars-CoV-2 ist seit Beginn der Pandemie bei 138 719 Menschen in Israel nachgewiesen worden. 1040 Menschen sind nach einer Corona-Infektion gestorben. Das Land hat rund neun Millionen Einwohner.

 

Mittwoch, 9. September, 7.40 Uhr: Memmingen ist nicht mehr Warnwert-Spitzenreiter

In den vergangenen Tagen hatte Memmingen den höchsten Wert der 7-Tage-Inzidenz in ganz Bayern. Mittlerweile ist der Wert allerdings von 68,44 auf 57,03 gesunken. (Stand Mittwoch, 9. September, 0 Uhr). Rosenheim ist nun mit einem Wert von 61,6 Spitzenreiter in Bayern.

 

Mittwoch, 9. September, 7.15 Uhr: Interesse der Menschen in Bayern an Natur in Corona-Krise gewachsen

Die Corona-Krise hatte auch positive Folgen - zumindest was das Interesse der Menschen an der Natur angeht. Dieses ist deutlich gestiegen, wie Naturschutzverbände in Bayern festgestellt haben. "Man hat gemerkt, dass die Leute sich mehr mit natürlichen Zusammenhängen und Wildtieren beschäftigt haben", sagte der Vorsitzende des Bund Naturschutz (BN), Richard Mergner, in Nürnberg. Auch beim Landesbund für Vogelschutz (LBV) gingen deutlich mehr Anfragen ein - vor allem zu Jungvögeln oder Insekten. Warum das hilfreich sein kann, erfahren Sie hier.

 

Mittwoch, 9. September, 7 Uhr: Proband erkrankt - Astrazeneca stoppt Test von Corona-Impfstoff

Der Pharmakonzern AstraZeneca hat die klinische Studie für seinen Corona-Impfstoff vorsorglich gestoppt, nachdem bei einem der Teilnehmer gesundheitliche Probleme aufgetreten sind. Das sei eine Routinemaßnahme für solche Fälle, teilte das britische Unternehmen in der Nacht zum Mittwoch mit. "In großen Versuchsreihen treten Erkrankungen zufällig auf, müssen aber von unabhängiger Seite untersucht werden, um das gründlich zu überprüfen."

AstraZeneca werde die Untersuchung beschleunigen, damit sich das Zulassungsverfahren für den Impfstoff so wenig wie möglich verzögere, hieß es weiter. Bei der Überprüfung geht es letztlich darum festzustellen, ob die gesundheitlichen Probleme vom Impfstoff ausgelöst wurden. Während des Stopps sollen keine weiteren Studienteilnehmer geimpft und bisher geimpfte Personen weiterhin beobachtet werden.

Bei den nicht näher genannten gesundheitlichen Problemen handele es sich um einen Einzelfall, betonte das Unternehmen. Der Impfstoff befindet sich derzeit in der dritten und abschließenden Studien-Phase mit mehreren zehntausend Teilnehmern.

AstraZeneca und acht weitere Pharma- und Biotech-Unternehmen hatten erst am Dienstag versichert, dass sie bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs keine Kompromisse bei der Sicherheit machen werden. Dieser ungewöhnliche Schritt folgte mit Blick auf Bedenken, dass es vor allem in den USA politischen Druck zwecks einer Eil-Zulassung erster Impfstoffe vor der Präsidentenwahl am 3. November geben könnte. US-Präsident Donald Trump verspricht fast täglich, dass es bis Jahresende oder möglicherweise schon bis zur Wahl einen Impfstoff geben werde.

 

Mittwoch, 9. September, 6.40 Uhr: Versammlungen mit mehr als sechs Personen in England künftig verboten

Als Reaktion auf die zunehmenden Corona-Infektionen in England werden dort Versammlungen mit mehr als sechs Menschen bis auf Weiteres untersagt. Die neue Obergrenze soll ab kommendem Montag gelten und betrifft sowohl Treffen in den eigenen vier Wänden als auch im öffentlichen Raum, wie die britische Regierung laut übereinstimmenden Medienberichten am Mittwoch offiziell verkünden wird. Bislang gilt hier eine Grenze von 30 Personen.

Ausnahmen werden den Berichten zufolge für Haushalte mit mehr als sechs Personen wie auch für Treffen mit beruflichem Hintergrund oder zu Ausbildungszwecken gelten, also etwa in Schulen. Auch Hochzeiten, Beerdigungen und bestimmte Sportarten sollen von den verschärften Regeln ausgenommen sein. Premierminister Boris Johnson wird sich dem Vernehmen nach auf einer Pressekonferenz am Mittwoch äußern.

 

Mittwoch, 9. September, 6 Uhr: 1176 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung! Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1176 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch auf seiner Homepage bekannt. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 253 474 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 9.9., 0.00 Uhr). Bis Mittwochmorgen hatten etwa 228 000 Menschen die Infektion überstanden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9338. Das sind neun weitere Todesfälle im Vergleich zum Vortag.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Dienstag bei 1,10 (Vortag: 1,12). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,98 (Vortag: 0,95). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Aus den Daten des RKI-Lageberichts geht hervor, dass sich von den vom 31. August bis 6. September erfassten Infizierten, bei denen eine Angabe zum Infektionsland vorliegt, 32 Prozent wahrscheinlich im Ausland ansteckten. Auf vier Wochen betrachtet wurden Kroatien, der Kosovo, die Türkei, Bosnien und Herzegowina sowie Spanien als wahrscheinliche Infektionsländer am häufigsten genannt.

 

Dienstag, 8. September, 19.35 Uhr: Antisemitische Vorfälle bei 123 Corona-Demonstrationen gezählt

Bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen ist es nach Angaben der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) zu etlichen antisemitischen Vorfällen gekommen. Allein im Zeitraum von Mitte März bis Mitte Juni hat es bei 123 solcher Kundgebungen und Demonstrationen antisemitische Äußerungen gegeben, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des RIAS-Bundesverbands hervorgeht. Dazu gehören etwa die antisemitische Bezugnahme auf den Nationalsozialismus oder die Verwendung von antisemitischen Verschwörungsmythen.

 

Dienstag, 8. September, 17.20 Uhr: Unternehmen aus Deutschland darf Corona-Impfstoff an Menschen testen

Im Kampf gegen das Coronavirus darf der Arzneimittelentwickler Janssen aus Neuss bei Düsseldorf einen möglichen Impfstoff in Deutschland am Menschen testen. Die klinische Prüfung sei genehmigt worden, teilte das Paul-Ehrlich-Institut am Dienstag mit. Bei der Phase-II-Studie solle an einer größeren Zahl von Probanden untersucht werden, ob der Impfstoff wirksam, sicher und verträglich ist.

Bei dem Impfstoffkandidaten von Janssen handele es sich um einen Vektor-Impfstoff, bei dem ein abgeschwächtes Virus genutzt werde, damit der Körper eine Immunantwort auf das Virus Sars-CoV-2 produziere, teilte das Paul-Ehrlich-Institut mit. Weltweit laufen inzwischen Dutzende klinische Studien zu Corona-Impfstoff-Kandidaten.

 

Dienstag, 8. September, 16.50 Uhr: Royale Wachen bei Corona-Party erwischt

Mehrere britische Wachen des königlichen Schlosses Windsor sind bei einer Party erwischt worden, die gegen Corona-Auflagen verstoßen haben soll. "Nachdem mehrere Wachmänner aus Wales Abstandsregeln gebrochen haben, ist eine Ermittlung eingeleitet worden, und der Fall wird intern verfolgt", sagte ein Sprecher der britischen Armee, der die Wachmänner angehören, am Dienstag der dpa.

Mehr als zehn Wachen müssen zur Strafe nun mindestens zwei Wochen in einer internen Einrichtung des Militärs verbringen. Alle gehören dem ersten Bataillon an, das die Queen bei offiziellen Anlässen begleitet.

Berichten des "Daily Mirror" und der "Sun" zufolge sollen die Wachen in der Nähe von Schloss Windsor am Ufer der Themse bei einem "Mini-Rave" erwischt worden sein, an dem auch andere Menschen teilnahmen und bei dem teilweise Drogen im Spiel waren.

Eigentlich sind die Wachen während der Corona-Pandemie zum Schutz der Royals angehalten, strikt in kleinen Gruppen unter sich zu bleiben. Die Queen und ihr Mann Prinz Philip hatten sich zu den Hochzeiten der Pandemie auf Schloss Windsor zurückgezogen.

 

Dienstag, 8. September, 16.15 Uhr: Corona-Hilfen auch für alle 3. Ligen im Profisport

Die Corona-Hilfen für Proficlubs gelten auch für alle Vereine der 3. Ligen der Männer und Frauen außerhalb des Fußballs. "Es gibt nur wenige zuschauerrelevante Clubs, doch die Möglichkeit der Beantragung ist geschaffen", sagte der Bundestagsabgeordnete Frank Steffel (CDU). Bisher war nur die 3. Liga im Fußball berücksichtigt worden.

Nach Angaben von Steffel hätten seit Veröffentlichung der Richtlinien am Dienstag beim Bundesverwaltungsamt rund 20 Vereine und Unternehmen der Profi- und Semiprofiligen Hilfen zur Kompensationen für Einnahmeausfälle beantragt.

Möglich sei es dabei, zunächst einen finanziellen Ausgleich für die Zuschauereinbußen von April bis August in diesem Jahr zu bekommen. Dabei sollten 80 Prozent des entgangenen Geldes aus dem Ticketverkauf im Vergleich mit den Einnahmen im Jahr 2019 erstattet werden. Für die weiteren Zeiträume September/Oktober und November/Dezember müssten neue Anträge gestellt werden, erklärte Steffel. "Das Geld soll relativ schnell ausgeschüttet werden", sagte er. Im Juli hatte der Bundestag eine Corona-Hilfe für den Profisport in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro bewilligt.

 

Dienstag, 8. September, 15.15 Uhr: Arbeitnehmer erwarten weniger Homeoffice-Arbeit nach der Krise

Die Corona-Krise hat das Arbeiten im heimischen Büro zu einem verbreiteten Trend gemacht. Doch die Mehrzahl der Arbeitnehmer erwarten, dass die Unternehmen nach der Pandemie die Möglichkeiten für die Beschäftigung im Homeoffice wieder einschränken. Nach einer Umfrage des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation erwarten dies 55 Prozent der Befragten.

Wie die Bayerische Akademie der Wissenschaften in München, zu der das Institut gehört, am Dienstag berichtete, wünschten sich allerdings 69 Prozent der Befragten nach der Krise mehr Homeoffice als zuvor. Nach der Untersuchung hatten vor der Krise nur 23 Prozent der Befragten mehrmals pro Woche daheim gearbeitet, im Juni war dies bei 32 Prozent der Fall

 

Dienstag, 8. September, 15.10 Uhr: Wegen Corona gibt es nun ein Besuchsverbot in ungarischen Altenheimen

Angesichts der stark gestiegenen Zahlen von Infektionen mit dem Corona-Virus hat Ungarns Regierung ein Besuchs- und Ausgangsverbot für alle Alten- und Pflegeheime im Land verhängt. Die Maßnahme trat bereits am Montag in Kraft, wie das zuständige Ministerium für Human-Ressourcen am Dienstag auf der Webseite der Regierung mitteilte. Am Montag hatte die Zahl der täglichen Neuansteckungen mit dem Coronavirus mit 567 nachgewiesenen Fällen einen neuen Rekordwert erreicht. Ungarn hat knapp zehn Millionen Einwohner.

Das Infektionsgeschehen hatte sich erst seit den letzten Augusttagen deutlich verstärkt. Den Sommer über war die Ansteckungsrate mit täglichen Zahlen im einstelligen oder niedrigen zweistelligen Bereich niedrig gewesen. Experten führen den plötzlichen Anstieg auf die damals niedrige Zahl an Tests und das sorglose Verhalten der Bevölkerung in den Sommermonaten zurück.

Die Alten- und Pflegeheime waren während der ersten Phase der Pandemie im Frühjahr besonders schlimm betroffen. Bis zum 27. August waren 142 Bewohner derartiger Heime mit dem Coronavirus gestorben. Insgesamt waren es in Ungarn bis zum selben Tag 614 Menschen gewesen.

 

Dienstag, 8. September, 15 Uhr: Corona-Fall bei den Würzburger Kickers

Beim Fußball-Zweitligisten Würzburger Kickers ist ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gaben die Unterfranken am Dienstag bekannt und sagten das am Abend geplante Testspiel beim FSV Zwickau aus Sicherheitsgründen ab. Der Profi, der namentlich nicht genannt wurde, sei bereits isoliert worden und zeige keine Symptome. Alle anderen Tests in der Mannschaft und beim Betreuerstab seien negativ ausgefallen, hieß es.

Der Spieler habe nicht zum Kader des Totopokal-Finales am vorigen Samstag gegen 1860 München gehört. Die Kickers sind nach eigenen Angaben im engen Austausch mit den Gesundheitsbehörden und der Deutschen Fußball Liga (DFL). Wie im Hygienekonzept vorgesehen, wird das komplette Team am Mittwoch nochmal getestet. Am kommenden Montag steht das Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen Hannover 96 an.

 

Dienstag, 8. September, 14.51 Uhr: Corona-Demonstration in Düsseldorf angekündigt - 50 000 Teilnehmer

Gegner der Corona-Maßnahmen haben für den 20. September eine Demonstration in Düsseldorf mit fast 50 000 Teilnehmern angemeldet. Ein Polizeisprecher bestätigte am Dienstag die Anmeldung. Man wolle nun Gespräche mit den Veranstaltern führen.

Dass es sich beim Anmelder um die Gruppe "Querdenken 711" handelt, die auch zur Demo in Berlin am vorvergangene Wochenende aufgerufen hatte, bestätigte die Polizei zunächst nicht. Die bisherigen Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in der Landeshauptstadt waren überschaubar geblieben - die Teilnehmerzahl war vergleichsweise gering.

 

Dienstag, 8. September, 14.15 Uhr: Corona-Wirbel bei der Tour de France

Die Pandemie setzt auch der renommierten Radtour zu. Erfahren Sie hier, wer bisher positiv getestet wurde und was das für die Teams bedeutet.

 

Dienstag, 8. September, 14.15 Uhr: Mehrere Memminger Polizisten wegen Covid-Verdachts nicht im Dienst

Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Dienstag, 8. September, 14.10 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten in Großbritannien steigt deutlich

In den vergangenen Tagen gab es jeweils fast 3000 bestätigte Neuinfektionen pro Tag, wie aus den offiziellen Zahlen der Regierung von Dienstag hervorgeht. Das ist der höchste Stand seit Ende Mai.

Derzeit stecken sich vor allem junge Menschen mit dem Virus an. Das erklärt auch den bislang niedrigen Anstieg der Todesfälle, da Covid-19 bei Jüngeren oft glimpflicher verläuft.

"Töte nicht deine Oma, indem du dir das Coronavirus einfängst und sie ansteckst", warnte Gesundheitsminister Matt Hancock im Sender BBC und appellierte an die Briten, Abstands- und Hygieneregeln weiter einzuhalten und sich nicht in größeren Gruppen zu versammeln.

Experten sehen die Zahlen mit Sorge und warnen vor einer zweiten Welle.

 

Dienstag, 8. September, 14.05 Uhr: Infektionszahlen auf Bali verdoppeln sich nach Öffnung des Lokaltourismus

Auf der beliebten indonesischen Urlaubsinsel Bali hat sich die Zahl bestätigter Corona-Infektionen seit der Öffnung für den einheimischen Tourismus Ende Juli verdoppelt. Allein am Dienstag meldete die Insel mit ihren rund 4,2 Millionen Einwohnern 164 neue Fälle. Damit stieg die Gesamtzahl auf mehr als 6500. Zum Vergleich: Am 31. Juli, als erstmals seit März wieder Gäste von den anderen Inseln des Archipels einreisen durften, lag die Zahl noch bei 3300. In den vergangenen fünf Wochen ist auch die Zahl der Todesopfer in Verbindung mit Covid-19 von 48 auf 128 gestiegen.

Zuvor war die gerade bei Surfern und Yogis beliebte "Insel der Götter" vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen. Deshalb hatte die Regionalregierung entschieden, Ende Juli zumindest den lokalen Tourismus wiederzubeleben. Für ausländische Gäste herrscht bis mindestens Anfang 2021 weiter eine Reisesperre.

Ady Wirawan, Epidemiologe an der Udayana-Universität in Bali, führt den Anstieg zumindest teilweise auf die Öffnung für den einheimischen Tourismus zurück. "Es liegt nicht an den Besuchern an sich, aber die Wiedereröffnung hat die Leute veranlasst, unvorsichtiger zu werden", sagte er. Viele Balinesen seien dringend auf die Urlauber angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Derweil ist im besonders schwer von der Pandemie betroffenen Inselstaat Indonesien die Gesamtzahl offiziell erfasster Infektionen auf mehr als 200 000 gestiegen. Die Zahl gemeldeter Todesfälle stieg auf rund 8200.

 

Dienstag, 8. September, 13.33 Uhr: Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Kabinetts-Sitzung

Maskenpflicht für größere Versammlungen im Freien, Bars und Kneipen dürfen wieder öffnen, Amateur-Fußballer können wieder starten, Bayern ändert seine Teststrategie: Die Ergebnisse der bayerischen Kabinetts-Sitzung finden Sie in unserer Zusammenfassung.

 

Dienstag, 8. September, 13.26 Uhr: "Winter is coming": Söder warnt vor Corona-Risiko in nächsten Wochen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor einem erhöhten Corona-Infektionsgeschehen in den nächsten Wochen gewarnt. "Winter is coming", sagte Söder am Dienstag mit Blick auf die bevorstehende kältere Jahreszeit. "Wir stehen vor einer Bewährungsprobe", sagte der Regierungschef nach einer Sitzung seines Kabinetts in München. Söder erklärte, das erhöhte Ansteckungsrisiko durch Ferienaufenthalte und Heimaturlaube sei ein Rückschlag im Kampf gegen Corona gewesen. "Wir hatten die Sorge vor dem Urlaub - die war berechtigt", sagte Söder. Ein höherer Anteil der positiv Getesteten seien Rückkehrer aus Heimaturlauben in Ländern wie etwa Kroatien oder Albanien gewesen.

 

Dienstag, 8. September, 13.19 Uhr: Bayern beschließt Maskenpflicht für größere Versammlungen im Freien

Bei größeren Versammlungen unter freiem Himmel gilt in Bayern ab diesem Mittwoch, 9. September, regelmäßig eine Maskenpflicht. Die Pflicht greift "jedenfalls ab einer Teilnehmerzahl von 200 Personen" - das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Die Hintergründe.

 

Dienstag, 8. September, 13.14 Uhr: Bayern erlaubt Ligapartien im Amateur-Fußball und Breitensport-Events

Nach der Corona-Zwangspause dürfen in Bayern ab 19. September wieder Ligaspiele im Amateur-Fußball und andere Breitensportwettkämpfe ausgetragen werden. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in München und erlaubte den Vereinen dabei zudem, ähnlich wie bei Kulturveranstaltungen eine begrenzte Anzahl von Fans zuzulassen. Ausgenommen davon bleiben aber vorläufig Profiligen, der DFB-Pokal und die Champions League. Die Hintergründe.

 

Dienstag, 8. September, 13.13 Uhr: Bars und Kneipen in Bayern dürfen nach Corona-Pause wieder öffnen

Nach monatelanger Corona-Zwangspause dürfen ab übernächstem Wochenende (19. September) auch Bars und Kneipen in Bayern wieder öffnen - unter Auflagen. Für Schankwirtschaften sollen nach einem Kabinettsbeschluss vom Dienstag dann die gleichen Regeln gelten wie für Speisewirtschaften, zudem muss in geschlossenen Räumen die Bedienung am Tisch erfolgen. Die Hintergründe.

 

Dienstag, 8. September, 13.12 Uhr: Bayern schließt Corona-Testzentren an Autobahnen und auf Bahnhöfen

Nach dem Ende der Hauptreisezeit im Sommer stellt Bayern die Corona-Teststationen an den Autobahnen in Grenznähe sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg bis zum 30. September ein. Die freiwerdenden Testkapazitäten sollen nach einem Kabinettsbeschluss vom Dienstag stattdessen "bedarfsorientiert" etwa für die Testzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung stehen. Lediglich die Teststationen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen bleiben. Die Hintergründe.

 

Dienstag, 8. September, 13.06 Uhr: Antikörper-Studie des Robert Koch-Instituts in Straubing gestartet

Das Robert Koch-Institut hat im niederbayerischen Straubing eine dritte Antikörper-Studie zum Coronavirus gestartet. Das RKI will bundesweit in vier stark betroffenen Gemeinden jeweils rund 2000 Menschen auf das Virus testen. Im oberbayerischen Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) und in Kupferzell (Hohenlohekreis) in Baden-Württemberg sind die Studien bereits durchgeführt worden. Die Ergebnisse für Straubing sollen in einigen Wochen vorliegen.

Die Teilnahme besteht den Angaben nach aus zwei Teilen: Zunächst wird bei den Probanten ein Rachenabstrich zum Test einer akuten Infektion gemacht sowie Blut abgenommen, um mögliche Antikörper zu bestimmen. Das soll zeigen, wie weit sich das Virus in der Bevölkerung verbreitet hat. In einem zweiten Teil werden die Teilnehmer zu Vorerkrankungen, Vorsichtsmaßnahmen und ihrem Sozialverhalten befragt - ob sie etwa bei Familienfeiern oder auf Veranstaltungen waren.

Erste Testperson in Straubing war am Dienstag der Rathaus-Chef: Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) trat in der in einem Bus untergebrachten RKI-Teststation zu Rachenabstrich und Blutentnahme an. Insgesamt wurden 2000 Straubinger angeschrieben, damit sie sich an der Studie beteiligen. Die Teilnahme ist freiwillig. Bis Dienstag hatten sich laut RKI 620 Menschen angemeldet.

Die Wissenschaftler wollen auch erforschen, wie hoch der Anteil der Infizierten ist, die Krankheitssymptome haben oder hatten. Die Studie sei wichtig, um die Krankheit besser zu verstehen, sagte Osamah Hamouda vom RKI. "Diese Pandemie ist bei Weitem noch nicht vorbei."

 

Dienstag, 8. September, 13 Uhr: Die Ergebnisse der Kabinetts-Sitzung im Live-Stream

Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger informieren über die Ergebnisse der Sitzung des bayerischen Kabinetts im Rahmen einer Pressekonferenz.

 

 

Dienstag, 8. September, 12.57 Uhr: Polizei Oberbayern verteilte in Touristen-Hotspots rund 600 Knöllchen

Der Ansturm auf Bayerns Touristen-Hotspots hat in den Sommerferien zu zahlreichen "Wildparkern" geführt. Allein im südlichen Oberbayern hat die Polizei in den vergangenen sechs Wochen rund 600 Strafzettel an Ausflugsfahrer verteilt. "Etwa 550 Verwarnungen gab es, weil Fahrer ihre Autos unerlaubt auf Grünstreifen, in Wäldern oder auf Wiesen abgestellt hatten", sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. "Weitere Delikte waren beispielsweise Fahren ohne Gurt." Vier Fahrzeuge mussten demnach abgeschleppt werden, 25 Anzeigen wurden an Wildparker in dem Naturschutzgebiet Pupplinger Au verteilt. Insgesamt bezeichnet die Polizei die Bilanz zum Ferienausflugsverkehr als "gemischt". Während an schönen Tagen die Wildparkerei teils zu massiven Verkehrsproblemen samt Straßensperrungen geführt hätte, sei die Lange an regnerischen Tagen ruhig geblieben.

 

Dienstag, 8. September, 12.20 Uhr: Ansteigende Corona-Zahlen: Wie bedrohlich ist die Lage in Westeuropa?

Frankreich, Italien, Dänemark - um uns herum scheint sich die Corona-Lage zuzuspitzen. Bedrohliche Werte an Neuinfektionen werden gemeldet. Wie lange kann die Situation in Deutschland noch vergleichsweise ruhig bleiben? Ein Überblick.

 

Dienstag, 8. September, 11.36 Uhr: Tourismus in Bayern erholt sich nur schleppend von Corona-Tief

Die Corona-Krise hat der bayrischen Tourismus-Branche auch im Juli Verluste beschert - allerdings fielen diese auch dank bestimmter Trends etwas glimpflicher aus als im Vormonat.

 

Dienstag, 8. September, 11.24 Uhr: Österreich will Ski-Gebiete im Winter offenhalten

Trotz der Corona-Krise will Österreich die Skigebiete im kommenden Winter offenhalten. "Wir müssen in allen Bereichen unseres Lebens versuchen, ein so normales Leben wie möglich zu führen", betonte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag bei einem Besuch in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. "Wintertourismus und Skifahren wird möglich sein."

Mit Blick auf die Skisaison verwies Kurz darauf, dass der Tourismus ein großer Wirtschaftsfaktor in Österreich sei. Es gehe um sehr viele Arbeitsplätze. Ein Konzept werde derzeit ausgearbeitet, sagte Kurz. Details nannte er nicht. Zugleich betonte er, dass es Après-Ski in der gewohnten Form nicht geben werde. Bei Partys im Skiort Ischgl hatten sich viele Touristen gerade auch aus Deutschland mit dem Virus angesteckt.

 

Dienstag, 8. September, 10.51 Uhr: Amateur-Fußball darf auf Re-Start hoffen - Aiwanger will "Normalität"

Der bayerische Amateur-Fußball darf auf einen baldigen Neustart des Ligabetriebs hoffen. Die Staatsregierung wollte sich nach einem Bericht des "Münchner Merkurs" noch an diesem Dienstag mit einem möglichen Ende der Wettkampf-Zwangspause wegen der Corona-Pandemie beschäftigen. Zuletzt hatten die Amateurvereine den Druck auf die Politik erhöht. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) drohte mit einer Klage und holte sich dafür in einer Umfrage die Unterstützung der Clubs im Freistaat.

Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger hatte sich am Montag für eine Lockerung ausgesprochen. "Es wäre jetzt ein Sieg von Corona, wenn der bayerische Amateur-Fußball, wenn die bayerischen Breitensportvereine wegen Corona plattgemacht werden", sagte der Chef der Freien Wähler auf einer digitalen Parteiveranstaltung. Er teilte dabei mit, "diese Woche noch" mit dem Koalitionspartner CSU zu verhandeln. Die Amateurfußballer hoffen auf einen Saisonstart Ende nächster Woche.

Aiwanger deutete zugleich an, dass unter den nötigen Vorkehrungen auch wenige Zuschauer bei den Spielen wieder zugelassen werden könnten. "Wir wollen, dass wieder Normalität einkehrt, unter all den Risiken, die vielleicht da auch irgendwo mitschwingen. Wir müssen kalkuliert an Risiken rangehen, anstatt uns aus Angst vor dem Tod schon vorher zu erschießen", sagte Aiwanger.

 

Dienstag, 8. September, 10.20 Uhr: Verfassungsschutz mit Lageanalyse zu großer Corona-Demonstration

Der Berliner Verfassungsschutz will seine Beobachtungen und Auswertungen der Demonstration gegen die Corona-Regeln vom 29. August am Mittwoch vorstellen. Die Berliner Regierungsfraktionen SPD, Linke und Grüne haben das Thema auf die Tagesordnung des Parlamentsausschusses für Verfassungsschutz (10.30 Uhr) gesetzt. Dabei geht es auch um die Frage, ob diese Art von Demonstrationen zuletzt dem Aufschwung und der Vernetzung der rechtsradikalen Szene diente.

Bei der Demonstration, die von der Stuttgarter Initiative Querdenken 711 organisiert wurde, hatten laut Polizei knapp 40.000 Menschen protestiert. Die meisten waren friedlich, allerdings gab es von einer größeren Gruppe sogenannter Reichsbürger Angriffe auf die Polizei mit Stein- und Flaschenwürfen. Abends besetzten einige hundert Menschen nach einer Reichsbürger-Kundgebung für ein paar Minuten die Treppe des Reichstagsgebäudes.

 

Dienstag, 8. September, 9.44 Uhr: Japans Olympia-Ministerin will Spiele 2021: Koste es, was es wolle

Nach Auffassung von Japans Olympia-Ministerin Seiko Hashimoto sollten die wegen der Corona-Pandemie aufs nächste Jahr verschobenen Sommerspiele in Tokio "um jeden Preis" stattfinden. "Ich möchte alle unsere Anstrengungen auf Maßnahmen gegen das Coronavirus richten", sagte die Ministerin am Dienstag in Tokio. Alle Beteiligten arbeiteten zusammen, um die Spiele vorzubereiten, und auch die Athleten stellten sich unter den ihnen gegebenen Umständen auf das nächste Jahr ein. "Ich denke, wir sollten die Spiele um jeden Preis abhalten", so Hashimoto.

Sie reagierte damit auf Äußerungen von IOC-Vizepräsident John Coates, wonach die Spiele in Tokio wie geplant ab dem 23. Juli 2021 mit oder ohne das Coronavirus stattfinden.

Ein Gremium der japanischen Regierung, das gemeinsam mit der Stadtregierung von Tokio sowie dem Nationalen Olympischen Komitee Maßnahmen zum Schutz der Athleten und Zuschauer vor dem Coronavirus bei den Olympischen Spielen ausarbeiten soll, hat inzwischen erste Beratungen aufgenommen. Bis zum Jahresende will die Arbeitsgruppe einen ersten Zwischenbericht ausarbeiten.

 

Dienstag, 8. September, 9.23 Uhr: Corona-Einschränkungen sorgen für kräftigen Anstieg der Arbeitskosten

Arbeit in Deutschland hat sich im zweiten Quartal aufgrund der Corona-Einschränkungen - statistisch gesehen - deutlich verteuert. Die Kosten je geleisteter Arbeitsstunde stiegen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum - und damit so stark wie noch nie zum Vorjahr seit dem Beginn der Erhebung dieser Daten im Jahr 1996.

Den kräftigen Anstieg erklärten die Wiesbadener Statistiker am Dienstag mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie: Weil Firmen ihren Betrieb herunterfuhren und Arbeitnehmer in Zwangsurlaub schickten oder Eltern wegen geschlossener Kitas und Schulen Kinder zeitweise zu Hause betreuen mussten, ging die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden in den Keller. Das verzerrt in gewisser Weise die Statistik. Dieser Effekt war bereits im ersten Quartal 2020 zu beobachten. Zum Vorquartal erhöhten sich die Arbeitskosten im Zeitraum April bis einschließlich Juni um 1,9 Prozent.

Die Arbeitskosten setzen sich aus Bruttoverdiensten und Lohnnebenkosten zusammen. Die Bruttoverdienste erhöhten sich im zweiten Quartal dieses Jahres zum Vorjahresquartal um 4,9 Prozent, die Lohnnebenkosten stiegen um 5,7 Prozent.

Im Vergleich der Europäischen Union, für den aktuell Daten für das erste Quartal 2020 vorliegen, verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Damit liegt Europas größte Volkswirtschaft genau im EU-Schnitt. Am stärksten stiegen die Arbeitskosten demnach in Litauen (plus 11,2 Prozent), am geringsten in Luxemburg (plus 0,1 Prozent). In Kroatien gingen die Arbeitskosten sogar um 1,1 Prozent zurück. Der europäische Vergleich erfasst die Industrie und wirtschaftliche Dienstleistungen, nicht jedoch den öffentlichen Dienst und das Gesundheitswesen.

 

Dienstag, 8. September, 8.57 Uhr: Deutschlands Exporte ziehen allmählich wieder an

Deutschlands Exporteure arbeiten sich langsam aus dem Corona-Tief. Im Juli wurden 4,7 Prozent mehr Waren ins Ausland verkauft als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Mit einem Ausfuhrwert von 102,3 Milliarden Euro lag dies aber nach Berechnungen der Wiesbadener Behörde immer noch um 11,0 Prozent unter dem Juli 2019. Zeitweise Grenzschließungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen der Lieferketten hatten das Geschäft mit "Made in Germany" in den vergangenen Monaten ausgebremst. Die allmähliche Erholung der Wirtschaft in vielen Ländern kommt den Exporteuren nun zugute. Allerdings liegen die Ausfuhren immer noch um 12,1 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020 - dem Monat vor Beginn der coronabedingten Einschränkungen.

 

Dienstag, 8. September, 8.29 Uhr: Überblick: Diese Festivals in Bayeern finden trotz Corona statt

Der Kulturbetrieb steht wegen Corona still? Stimmt nicht ganz. In Bayern finden im Herbst einige Festivals statt. Ein Überblick.

 

Dienstag, 8. September, 8.11 Uhr: Neuer Rekordwert an Corona-Neuinfektionen in Israel

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Das Gesundheitsministerium teilte am Dienstag mit, am Vortag seien 3392 neue Fälle registriert worden. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert in dem Land seit Ausbruch der Pandemie. Der bisherige Rekord stammte vom 2. September mit 3173 neuen Corona-Fällen. Mit 463 Fällen ist nun auch die Zahl der Schwerkranken so hoch wie nie zuvor.

Politische Streitigkeiten behindern in Israel den effektiven Kampf gegen das Coronavirus. Statt ursprünglich vorgesehener Lockdowns in 40 Ortschaften mit besonders hohen Infektionszahlen sollen dort von Dienstagabend an lediglich nächtliche Ausgangssperren verhängt werden. Diese sollen von 19 Uhr bis 5 Uhr morgens (Ortszeit) gelten.

Nach israelischen Medienberichten wurden die Beschränkungen abgeschwächt, nachdem die Bürgermeister vier strengreligiöser Ortschaften dem Regierungschef Benjamin Netanjahu einen wütenden Brief geschickt hatten. Darin drohten sie ihm den Angaben zufolge damit, ihre Unterstützung zu entziehen. Die strengreligiösen Parteien in Israels Parlament gelten als enge Verbündete Netanjahus und sind bei Wahlen oft Zünglein an der Waage.

In vielen der als "rot" eingestuften Orte mit hohen Fallzahlen leben vornehmlich ultraorthodoxe Juden oder arabische Israelis. Es sind oft Familien mit vielen Kindern, die sich häufig auf engem Raum in kleinen Wohnungen aufhalten. Daher ist es in den Gegenden besonders schwer, Abstand zu halten oder sich zu isolieren.

Die Pandemie war in Israel auch wegen eines strikten Kurses der Regierung zunächst glimpflich verlaufen. Nach raschen Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen jedoch in die Höhe.

Der Erreger Sars-CoV-2 ist seit Beginn der Pandemie bei 135.043 Menschen in Israel nachgewiesen worden. 1026 Menschen sind nach einer Corona-Infektion gestorben. Das Land hat rund neun Millionen Einwohner.

 

Dienstag, 8. September, 7.50 Uhr: Merkel berät mit Gesundheitsämtern - Ärzte für "kluge Konzepte"

Die Gesundheitsämter in Deutschland sollen über ihre zentrale Rolle in der Corona-Krise hinaus gestärkt werden. Über die Lage und Probleme vor Ort will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Dienstag in einer Videokonferenz sprechen. Teilnehmen sollen Amtsleiter, Gesundheitsdezernenten der Kommunen, Oberbürgermeister, Landräte und Vertreter der Länder. Bund und Länder haben bereits Milliarden-Hilfen für die 375 Ämter zugesagt, die im Kampf gegen das Coronavirus seit Monaten unter Hochdruck arbeiten - beim Verfolgen von Infektionsketten oder beim Anordnen von Tests und Quarantäne.

Die Bundesärztekammer dringt auf konkrete nächste Schritte, um die Stärkung der Ämter voranzubringen. "Wir begrüßen sehr, dass Bund und Länder mit dem Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst ein bisher beispielloses Hilfspaket für mehr Personal und bessere digitale Ausstattung geschnürt haben", sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur. "Aber niemand sollte glauben, dass sich die Besetzung von 5.000 neuen Stellen einfach beschließen lässt." Die eigentliche Arbeit fange jetzt erst an. Für den Ausbau des ärztlichen Personals in den Ämtern brauche es kluge und nachhaltige Konzepte.

Reinhardt warb für einen eigenständigen Tarifvertrag für Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Für eine dauerhaft bessere Personalausstattung sei eine gesicherte, arztspezifische Vergütung notwendig. "Nur so können Gesundheitsämter mit anderen medizinischen Einrichtungen um hochmotivierte Ärztinnen und Ärzte konkurrieren." Neben dem personellen Ausbau müsse die digitale Vernetzung absolute Priorität haben. Nötig seien "einheitliche und vor allem schnelle Meldeketten" zwischen Gesundheitsämtern, Landes- und Bundesbehörden.

 

Dienstag, 8. September, 6.25 Uhr: 22 Neuerkrankte im Allgäu an einem Tag

Auch in der Region steigen die Infektionszahlen wieder etwas an. Während die Gesundheitsämter am Montag 72 Fälle in den vergangenen sieben Tagen meldeten, waren es am Dienstag 94 - 22 mehr als am Vortag. Allein in Memmingen stieg die Zahl von 20 auf 31 Erkrankte sowie im Unterallgäu von 11 auf 19. In Kaufbeuren (von sieben auf acht), im Ostallgäu (von 18 auf 21) und im Landkreis Lindau (von sieben auf neun) kamen nur wenige Neuinfektionen dazu. Im Oberallgäu bleibt der Wert bei einem Erkrankten, in der Stadt Kempten fiel die Zahl der Infizierten von acht auf fünf aktuelle Fälle.

 

Dienstag, 8. September, 6 Uhr: Fast 1500 Neuinfektionen in Deutschland

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung wünscht Ihnen einen guten Morgen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1499 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mindestens 252.298 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 8.9., 0.00 Uhr). Bis Dienstagmorgen hatten etwa 226.500 Menschen die Infektion überstanden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9329. Seit dem Vortag wurden vier weitere Todesfälle gemeldet.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Montag bei 1,12 (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,95 (Vortag: 0,97). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Die R-Werte lagen seit Mitte Juli 2020 über 1, seit Mitte August um beziehungsweise unter 1. Das bedeutet, dass im Schnitt etwa ein Infizierter das Virus auf einen weiteren Menschen überträgt.

 

Montag, 7. September, 22.05 Uhr: Trump warnt Demokraten vor Stimmungsmache gegen Corona-Impfung

US-Präsident Donald Trump hat den Demokraten vorgeworfen, sich aus politischen Gründen gegen eine baldige Corona-Impfung auszusprechen. Die Kandidatin für die Vizepräsidentschaft, Kamala Harris, lege "sorglose Anti-Impf-Rhetorik" an den Tag, kritisierte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz vor dem Weißen Haus. Die Demokraten wollten eine Impfung wegen der Wahl am 3. November als etwas Negatives darstellen, behauptete er weiter. Ihnen missfalle, dass der Impfstoff in "Rekordzeit" entwickelt werde. Er könne vielleicht sogar noch vor der Wahl verfügbar sein, sagte Trump.

Harris hatte in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender CNN vor einer Einmischung der Regierung bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff gewarnt. Unter Trump würden unabhängige wissenschaftliche Experten "mundtot gemacht", sagte die Senatorin. Trumps Versprechen bezüglich des Impfstoffs könne nicht vertraut werden, weil er sich zwei Monate vor der Wahl verzweifelt nach einem Erfolg sehne, warnte sie. "Ich würde seinen Aussagen nicht vertrauen. Ich würde den Aussagen von Gesundheitsexperten und Wissenschaftlern vertrauen, aber nicht Donald Trump", sagte Harris in dem Gespräch.

Weltweit befinden sich inzwischen mehrere experimentelle Impfstoffe in großen klinischen Studien. Dabei soll die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe geprüft werden. Renommierte US-Experten hatten zuletzt erklärt, es könne bis Jahresende klar sein, ob einer der erprobten Impfstoffe hinreichend wirksam sei. Der Immunologe Anthony Fauci etwa, der auch das Weiße Haus berät, rechnet damit, dass es Anfang nächsten Jahres einen Impfstoff geben wird.

Eine Zulassung eines Impfstoff bis zur Wahl gilt als unmöglich. Die zuständige Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) könnte aber bei hinreichend guten Testergebnissen eine begrenzte Notfallgenehmigung erteilen. Demokraten und manche Gesundheitsexperten befürchten allerdings, dass Trump die Behörde unter Druck setzen könnte, um ihm vor der Wahl eine große Erfolgsmeldung zu ermöglichen.

 

Montag, 7. September, 21.20 Uhr: Auch Frankreichs Nationalspieler Mbappé positiv auf Corona getestet

Frankreichs Fußball-Nationalspieler Kylian Mbappé hat sich nach Angaben des französischen Verbands mit dem Coronavirus infiziert und fehlt der Nationalmannschaft damit im Nations-League-Spiel gegen Kroatien am Dienstag. Wie zuvor schon bei einigen anderen Profis machte der Verband FFF das Testergebnis am Montagabend öffentlich und nannte auch den Namen des Angreifers von Paris Saint-Germain.

Vor Mbappé waren bereits sechs andere Spieler des französischen Meisters und Champions-League-Finalisten positiv getestet worden. Am Samstag hatte Mbappé beim 1:0-Sieg der Franzosen in Schweden den Siegtreffer erzielt.

 

Montag, 7. September, 20.35 Uhr: Allgäuer Arzt fordert: Bayern muss seine Corona-Test-Strategie ändern

Bayern soll seine Corona-Teststrategie ändern: Das fordert der Kemptener Arzt und FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Dominik Spitzer in einem Brief an Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsministerin Melanie Huml.

Die geplante Ausweitung der Corona-Tests könne laut Spitzer wegen Kapazitätsproblemen und möglicherweise steigender Infektionszahlen im Herbst nicht funktionieren. Schon jetzt hätten die Test-Pannen in Bayern dies gezeigt.

Welche Maßnahmen dem Allgäuer Mediziner vorschweben, lesen Sie hier.

 

Montag, 7. September, 17.50 Uhr: Querdenken-Initiative plant Corona-Demo in München

Die Vereinigung "Querdenken 089" hat für den kommenden Samstag eine Corona-Demonstration in München angemeldet. Die Versammlung unter dem Motto "Frieden, Freiheit und Gesundheit" soll auf dem Odeonsplatz in der Innenstadt stattfinden, teilte ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats am Montag mit. Zudem sei ein Demonstrationszug mit 500 Teilnehmern angemeldet worden.

Noch ist allerdings offen, ob die Kundgebung stattfinden kann. Die Gründe dafür lesen Sie hier.

 

Montag, 7. September, 17.05 Uhr: Zehn bestätigte Corona-Fälle im Migrantencamp Moria auf Lesbos

Die Zahl der Menschen, die im überfüllten Migrantenlager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, ist auf zehn gestiegen. Nach einem ersten Fall vergangene Woche seien im Lager bisher 1.000 Tests durchgeführt worden, berichtete das Staatsfernsehen (ERT) am Montag unter Berufung auf die Gesundheitsbehörde. Die Ergebnisse weiterer 1.000 Tests stünden noch aus, so dass die Zahl der Infizierten sich noch erhöhen könne.

Eingeschleppt haben soll das Virus vergangene Woche ein 40 Jahre alter Mann aus Somalia, dem bereits im Juli Asyl gewährt worden war. Er sei von Lesbos aus nach Athen gereist, habe dort aber keine Arbeit gefunden und sei dann nach Moria zurückgekehrt, teilte das Migrationsministerium mit. Das Lager ist deshalb seit vergangenem Donnerstag für 14 Tage unter Quarantäne gestellt worden. In Moria leben derzeit rund 12.600 Flüchtlinge und Migranten bei einer Kapazität von gerade mal 2.800 Plätzen.

Mitte August waren bereits auf der benachbarten Insel Chios im Lager von Vial fünf Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Ausbreitung des Virus konnte jedoch gestoppt werden, indem die Betroffenen isoliert wurden.

 

Montag, 7. September, 16.53 Uhr: Maskenpflicht an Schulen in Bayern bleibt - Gericht lehnt Eilantrag ab

Die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen in Bayern bleibt. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte am Montag einen Eilantrag eines Gymnasiasten ab. Er wollte kurz vor dem Schulstart am Dienstag die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Unterricht für die Schüler ab der 5. Klasse noch kippen.

Die entsprechende Anordnung gilt nun weiter zunächst für die ersten zwei Wochen des neuen Schuljahres. Wie die Richter ihre Entscheidung begründeten, lesen Sie hier.

 

Montag, 7. September, 15.50 Uhr: Reiserückkehrer und Geburtstagsgäste im Unterallgäu infiziert - Verstorbener Senior positiv getestet

Über das Wochenende und am Montag wurden im Unterallgäu insgesamt zwölf Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Unter ihnen ist laut dem Landratsamt in Mindelheim ein verstorbener Mann im Alter von über 80 Jahren, der keine Covid-19-Symptome aufwies.

Die anderen Neuinfektionen stehen laut Gesundheitsamt in Zusammenhang mit Reiserückkehrern und einer privaten Geburtstagsfeier. Weitere Besucher der Party werden jetzt getestet, die Ergebnisse stehen noch aus.

Unter den positiv Getesteten ist laut der Behörde auch ein Mitarbeiter einer Senioreneinrichtung im Landkreis. Hier wurden von weiteren Mitarbeitern und den Bewohnern, die Kontakt zu dem positiv Getesteten hatten, bereits Abstriche genommen. Mit Ergebnissen ist ab Dienstag zu rechnen.

Aktuell sind damit nachgewiesen 18 Unterallgäuer mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt wurden seit Mitte März 351 Unterallgäuer positiv getestet. 15 von ihnen sind verstorben, 318 gelten als genesen.

 

Montag, 7. September, 15 Uhr: Biontech testet Impfstoff-Kandidaten nun auch in Deutschland

Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer dürfen ihren möglichen Corona-Impfstoff nun auch in Deutschland testen. Das Paul-Ehrlich-Institut habe die Erlaubnis dazu erteilt, teilte Biontech am Montag mit. Die weltweite Studie zu dem möglichen Impfstoff mit bis zu 30.000 Teilnehmern hatte Ende Juli begonnen. Für die klinische Untersuchung der Phasen II/III - mit dem Ziel einer Überprüfung der Wirksamkeit sowie möglicher Nebenwirkungen und der Bestimmung der geeigneten Dosis - war der Wirkstoff BNT162b2 als Hauptkandidat ausgewählt worden. Bis Montag haben sich den Angaben zufolge bereits 25.000 Testpersonen an der Studie beteiligt.

"Eine große, kontrollierte Phase-III-Studie ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Sicherheit und Wirksamkeit eines Impfstoffs zweifelsfrei zu belegen", sagte der Biontech-Vorstandschef Ugur Sahin. "Die Einbindung von Studienzentren in Europa, und nun auch in Deutschland, hat speziell zum Ziel, eine hiesige Zulassung zu unterstützen."

Biontech und Pfizer peilen bei einem Erfolg der aktuellen klinischen Studie zu ihrem möglichen Corona-Impfstoff an, im Oktober den Antrag auf Marktzulassung zu stellen.

 

Montag, 7. September, 14.35 Uhr: 7-Tage-Inzidenz bei 68,44: Memmingen überschreitet Corona-Warnwert

Die Zahl der Corona-Infektionen in Memmingen ist erneut rasant gestiegen. Weil am heutigen Montag wieder eine zweistellige Ziffer an neuen Fällen gemeldet wurde, hat die Stadt nun den offiziellen Corona-Warnwert überschritten.

Dazu muss der Wert der 7-Tage-Inzidenz über 50 liegen. Das ist nun der Fall, in Memmingen liegt die 7-Tage-Inzidenz laut LGL bei 68,44.

Wie es dazu kommen konnte und welche Konsequenzen das hat, erfahren Sie hier.

 

Montag, 7. September, 13.32 Uhr: Scheuer: Kritik an Bayerns Corona-Strategie ist "typisch deutsch"

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat die bayerische Corona-Teststrategie gegen jegliche Kritik verteidigt. Es sei schon "typisch deutsch", wenn kaum über die zig tausend Tests gesprochen werde, die gut liefen, dafür aber über die "40, 46, 90 Tests, die vielleicht nicht so gut gelaufen sind", sagte er am Montag in seiner Rede auf dem nur im Internet übertragenen politischen Gillamoos im niederbayerischen Abensberg.

Der Corona-Kurs von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sei gut und genau richtig. In Bayern gebe es wegen der Grenzlage eine Sondersituation, zudem habe er letztlich bei allen Themen auch in Berlin Recht bekommen. Im Ausland werde Deutschland für seine Erfolge im Umgang mit der Pandemie beneidet. In Bayern hatte es in den vergangenen Wochen wiederholt Probleme bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen gegeben.

Scheuer rechnet zudem mit einem extrem schweren Wahlkampf für die Union bei der Bundestagswahl 2021.

 

Montag, 7. September, 12.54 Uhr: Wundernebel gegen Corona? Landgericht verbietet Werbung

Ein Desinfektionsmittel versprühen und schon schwirren so gut wie keine bösen Viren und Bakterien mehr durch den Raum? Nach Ansicht des Landgerichts München I zu schön, um wahr zu sein. Die 4. Kammer für Handelssachen wertete eine entsprechende Werbung als irreführend. Darin hieß es, das Mittel entferne 99,99 Prozent der schädlichen Bakterien und Viren aus der Raumluft und von sämtlichen Oberflächen. Beim Verbraucher entstehe der Eindruck, die Wirkung sei wissenschaftlich abgesichert, heißt es in dem Urteil vom Montag, das noch nicht rechtskräftig ist. Bei gesundheitsbezogenen Aussagen gebe es aber besonders strenge Anforderungen an die Richtigkeit, die Eindeutigkeit und die Klarheit.

In Zeiten der Corona-Pandemie sei die Frage, ob und wie Corona-Viren aus der Raumluft und von Oberflächen entfernt werden können, eine der brennendsten und für die ganze Welt wichtigsten gesundheitlichen Fragen überhaupt, befand das Gericht. Den Beweis für die wissenschaftliche Absicherung der angepriesenen Wirkung blieb das Unternehmen laut Urteil schuldig. Die vorgelegten Unterlagen hätten dies nicht glaubhaft gemacht.

Auf seiner Internetseite wirbt der Hersteller aus dem Raum München damit, dass auch das Berliner Ensemble eines seiner Produkte auf der Bühne und im Zuschauerraum eingesetzt habe. Die feinen Aerosole desinfizierten zunächst die Raumluft und senkten sich dann auf alle Oberflächen nieder, heißt es dort. Auch der Eingangsbereich und die Toiletten würden so vernebelt und desinfiziert.

Ein Mitbewerber hatte eine einstweilige Verfügung gegen die Firma beantragt, die Desinfektionsmittel herstellt. Diesem Antrag hatte das Gericht stattgegeben und untersagt, das Produkt so zu bewerben.

 

Montag, 7. September, 12.15 Uhr: Gillamoos im Internet - Freie Wähler mit Übertragungsproblemen

Die Freien Wähler haben bei der Internetübertragung ihres Gillamoos-Auftritts mit extremen technischen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Auf Youtube und Twitter warteten die Nutzer am Montag zunächst vergeblich auf die ab 10 Uhr angekündigte Übertragung. Auf dem Facebook-Kanal wurde nach einiger Zeit die Rede von Freie-Wähler-Chef und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger zwar gezeigt, jedoch gab es ständige Bild- und Ton-Aussetzer. Die Nutzer kommentierten, dass so das Anschauen der Rede keinen Sinn mache. Später war auch auf Youtube etwas zu sehen, aber ebenfalls nur mit ständigen Aussetzern.

Auch die CSU bot am Montag einen Live-Stream einer Gillamoos-Kundgebung aus Abensberg mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer an und hatte dabei keine Probleme. Im April war das Volksfest Gillamoos in der niederbayerischen Stadt wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Das immer Anfang September stattfindende Volksfest mit rund 700-jähriger Tradition im Landkreis Kelheim ist dafür überregional bekannt, dass am letzten Festtag in den verschiedenen Bierzelten Spitzenpolitiker bei zeitgleichen Kundgebungen auftreten.

 

Montag, 7. September, 11.40 Uhr: Gesamte Corona-Kommission der slowakischen Regierung in Quarantäne

Die gesamte Corona-Kommission der slowakischen Regierung hat sich in Quarantäne begeben, weil ein Mitglied am Wochenende positiv auf Covid-19 getestet wurde. Sowohl Gesundheitsminister Marek Krajci als auch der staatliche Hygiene-Beauftragte Jan Mikas bestätigten dies in der Nacht zum Montag. Es handle sich um eine Präventivmaßnahme, schrieb Krajci auf Facebook.

Das Gremium habe am vergangenen Donnerstag mehrere Stunden gemeinsam mit dem später positiv getesteten Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums eine Beratung über weitere Maßnahmen abgehalten. Dabei hätten aber alle Anwesenden einen Mund-Nasen-Schutz getragen, betonte der Gesundheitsminister. Alle Mitglieder der Kommission würden sich im Laufe der nächsten Tage einem Corona-Test unterziehen und bis zum Vorliegen eines negativen Ergebnisses in Quarantäne bleiben.

Die 5,4 Millionen Einwohner zählende Slowakei verzeichnete bis Montag nur 4.636 bestätigte Corona-Infektionsfälle und 37 coronabedingte Todesopfer. Damit gehört sie zu den am wenigsten von der Pandemie betroffenen Ländern Europas. Zuletzt sind die täglichen Neuinfektionen aber deutlich gestiegen.

 

Montag, 7. September, 11.19 Uhr: Deutsche Industrie erholt sich nur noch leicht von Corona-Einbruch

Die deutsche Industrie hat sich den dritten Monat in Folge von dem Produktionseinbruch in der Corona-Krise erholt. Allerdings fiel der Anstieg im Juli deutlich schwächer aus als erwartet. Im verarbeitenden Gewerbe habe die Fertigung im Monatsvergleich um 1,2 Prozent zugelegt, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Analysten hatten mit einem stärkeren Zuwachs um 4,5 Prozent gerechnet. Nach dem historischen Konjunktureinbruch im zweiten Quartal rechnen Volkswirte unverändert mit einer starken Erholung im dritten Quartal.

Der Anstieg im Juni war allerdings stärker als bisher bekannt ausgefallen. Das Bundesamt revidierte den Zuwachs im Monatsvergleich auf 9,3 Prozent nach oben, nachdem zuvor nur ein Anstieg um 8,9 Prozent gemeldet worden war. In den Monaten März und April war die Produktion wegen der Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie deutlich gefallen. Seitdem konnte ein Teil des Einbruchs wettgemacht werden.

Dass die Krise immer noch schwer wiegt, zeigt der Jahresvergleich. Gegenüber dem Vorjahresmonat war die Gesamtherstellung im Juli um 10,0 Prozent rückläufig. Das Vorkrisenniveau wird immer noch klar unterschritten: Gegenüber Februar, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen, liegt die Gesamtproduktion 10,8 Prozent niedriger.

 

Montag, 7. September, 10.37 Uhr: Corona-Effekt: Lieferengpässe für Medikamente möglich

In der Corona-Pandemie sehen Experten Risiken für zunehmende Lieferengpässe bei bestimmten Arzneimitteln und Impfstoffen. Deren Herstellung sei globalisiert und stark spezialisiert, schilderten der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) und die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Wenn es für einen wichtigen Wirkstoff nur einen Produzenten gebe und dieser von einem Lockdown betroffen sei, könne es schwerwiegende Folgen auch für die Versorgung in Deutschland haben, sagte Martin Schulz, Geschäftsführer Arzneimittel bei der ABDA.

Zu Beginn der Pandemie sei man in Sorge gewesen, dass zentrale Substanzen wie Propofol für künstliche Beatmung oder das in der Intensivmedizin nötige Adrenalin knapp werden, schilderte Ärztepräsident Klaus Reinhardt jüngst im "Tagesspiegel". Auch bei einigen Impfstoffen sei es vorübergehend zu Engpässen gekommen, was beunruhigend sei. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM/Bonn) liegen derzeit 317 Lieferengpassmeldungen vor (Stand 30.8.). Sie betreffen 138 Wirkstoffe, 87 von ihnen seien versorgungsrelevant.

 

Montag, 7. September, 10.16 Uhr: Indien überholt Brasilien und ist nun auf Platz zwei der Corona-Statistik

Indien hat Brasilien als Land mit den zweitmeisten bekannten Corona-Infektionen weltweit überholt. In dem südasiatischen Land wurden inzwischen mehr als 4,2 Millionen Fälle registriert, wie offizielle Zahlen am Montag zeigten. Nur in den USA gibt es nach den erfassten Daten mit mehr als 6,2 Millionen Fällen noch mehr. In Brasilien sind es derzeit 4,1 Millionen registrierte Fälle. Für diese wie auch für andere Länder wird allerdings mit einer hohen Zahl nicht erfasster Fälle gerechnet, die tatsächliche Rangfolge kann eine andere sein.

In absoluten Zahlen gerechnet steigen die erfassten Neuinfektionen in Indien seit Wochen schneller als in jedem anderen Land der Welt. Zuletzt kamen rund 90 000 Fälle pro Tag dazu. Auch gibt es anders als in den USA oder Brasilien keinen Hinweis auf ein Abflachen der Kurve. Das Virus ist inzwischen auch auf dem Land angekommen, wo die Gesundheitsversorgung besonders schlecht ist.

Im Frühling hatte Indien einen strikten Lockdown verordnet. Dadurch brach die Wirtschaftsleistung stark ein, Millionen Menschen verloren ihre Jobs. Inzwischen setzt das Land darum auf die Lockerung von Corona-Maßnahmen und hofft, der Wirtschaft damit wieder etwas Schwung zu geben. Das Land testet inzwischen auch deutlich mehr, aber pro Kopf ist die Testrate in dem 1,3 Milliarden-Einwohner-Land noch deutlich niedriger als in anderen Ländern.

Das Land verzeichnete bisher die drittmeisten Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind - konkret mehr als 71 000. Auf die Bevölkerung gerechnet sind dies weniger als in anderen Ländern. Die geringe Todesrate könnte an der besonders jungen Bevölkerung Indiens liegen. Viele Experten gehen aber auch davon aus, dass viele Tote nicht in der offiziellen Statistik auftauchen.

 

Montag, 7. September, 8.14 Uhr: Bayerischer Elternverband unterstützt Hygienekonzept für Schulen

Der Bayerische Elternverband hält das Hygienekonzept für Schulen in der Corona-Krise für angemessen. "Insbesondere, weil es sehr flexibel ist und den Schulen Entscheidungsspielräume gibt", sagte Vorsitzender Martin Löwe. "Wir denken, das ist der richtige Weg. Vor Ort individuell in einzelnen Schulen reagieren zu können."

Am Dienstag beginnt in Bayern wieder der Unterricht in den Schulen - allerdings nur unter Auflagen. So müssen beispielsweise alle Räume regelmäßig gelüftet werden; auf dem Schulgelände gilt Maskenpflicht. Sollten die Infektionszahlen in der jeweiligen Region steigen, kann jederzeit wieder auf Heimunterricht umgestellt werden. Zum Präsenzunterricht gibt es aus Sicht des Elternverbands aber kaum sinnvolle Alternativen. "Wir konnten nicht beobachten, dass die letzten Monate genutzt wurden, um die Schulen und Lehrer fit für den Fernunterricht zu machen", kritisierte Löwe.

 

Montag, 7. September, 8.09 Uhr: Europol: Im Corona-Jahr boomt der Kokain-Schmuggel

Der illegale Drogenhandel ist durch die Corona-Krise nach Erkenntnissen von Europol nicht zurückgegangen. Der Schmuggel von Kokain aus Südamerika nach Europa steuere sogar auf "Rekordwerte" zu, sagte Sascha Strupp, strategischer Analyst für Drogenhandel bei Europol in Den Haag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Corona hat gar keinen Einfluss auf den Schmuggel über den Meeresweg gehabt." Der gesamte Drogenmarkt ist nach den Worten des Drogenexperten "ein Wachstumsmarkt."

Das Volumen der eingeschleusten Drogen ist nur schwer zu schätzen. Deutliche Hinweise auf eine Zunahme sehen Ermittler etwa in der Menge der beschlagnahmten Drogen. Im Hafen von Rotterdam wurden im ersten Halbjahr 2020 mehr als 25 000 Kilogramm Kokain sichergestellt, mehr als doppelt so viel wie im selben Zeitraum des Vorjahres. Bereits 2019 hatten die Zollfahnder eine Rekordmenge entdeckt: insgesamt 34 000 Kilogramm Kokain, fast doppelt so viel wie 2018.

In einem Dorf im Nordosten der Niederlande war kürzlich das bisher größte bekannte Kokain-Labor des Landes aufgespürt worden, in dem bis zu 200 Kilogramm täglich verarbeitet werden konnten. Hohe Zuwachsraten bei sichergestellten Drogen-Ladungen werden auch aus dem belgischen Hafen von Antwerpen gemeldet. Über die Niederlande, Belgien und Spanien gelangt nach Angaben von Europol das meiste Kokain aus Südamerika nach Europa.

Kriminelle Banden setzen beim Schmuggel der Drogen nach Erkenntnissen von Europol vorwiegend auf den Seeweg. Dabei werde Kokain meist in Containern zwischen anderen Produkten versteckt - seit Ausbruch der Corona-Krise zunehmend in Schiffsladungen zwischen medizinischer Ausrüstung und Produkten. Der Schmuggel auf dem Luftweg ist den Angaben zufolge durch die Reisebeschränkungen völlig eingebrochen.

 

Montag, 7. September, 7.20 Uhr: Das müssen Schüler und Eltern zum Schulstart am Dienstag wissen

Nun geht sie wieder los, die Schule. Das vergangene Schuljahr endete unter denkwürdigen Umständen, wochenlang mussten die Kinder und Jugendlichen zu Hause lernen. Auch das neue Schuljahr beginnt wegen Corona mit zahlreichen Auflagen - unter anderem einer Maskenpflicht. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu.

 

Montag, 7. September, 6.54 Uhr: CSU und Freie Wähler wagen Corona-Experiment in Niederbayern

Trotz der Corona-Schutzauflagen wollen zumindest CSU und Freie Wähler der Absage des Gillamoos-Volksfests mit Reden im Internet trotzen. Ab 10 Uhr übertragen beide Parteien an diesem Montag ihre Veranstaltung per Live-Stream.

 

Montag, 7. September, 6 Uhr: 814 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Einen guten Morgen und Start in die Woche wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 814 neue Corona-Infektionen gemeldet. Die gemeldeten Fallzahlen an Sonntagen und Montagen sind allerdings erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 250.799 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 7.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.325. Seit dem Vortag wurde kein weiterer Todesfall gemeldet. Bis Montagmorgen hatten etwa 225.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Sonntag bei 1,10 (Vortag: 1,0). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,97 (Vortag: 0,97). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Die R-Werte lagen seit Mitte Juli 2020 über 1, seit Mitte August um beziehungsweise unter 1. Das bedeutet, dass im Schnitt etwa ein Infizierter das Virus auf einen weiteren Menschen überträgt.

 

Sonntag, 6. September, 20.10 Uhr: Wenn Corona einen Bogen ums Allgäu gemacht hätte - eine Glosse

Nichts ist normal im Jahr 2020. Seit Anfang März hält die Corona-Pandemie das Allgäu, Deutschland und die Welt in Atem. Doch stellen wir uns nur einen kurzen Moment vor, das Allgäu wäre davon verschont geblieben.

Ein nicht ganz ernstgemeinter Blick darauf, wie der Sommer 2020 bei uns hätte aussehen können.

 

Sonntag, 6. September, 19.26 Uhr: Bayerns Sportler hoffen auf weitere Öffnungen

3,6 Millionen Sportlerinnen und Sportler in Bayern wollen endlich wieder Wettkämpfe und einen Spielbetrieb. Sie fordern von der Politik Corona-Lockerungen. In einem Brief an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) haben sie weitere Öffnungen für den Sport erbeten. Auch bei Kontaksportarten müsse unter Beachtung von Hygienekonzepten wieder Trainings- und Spielbetrieb möglich sein.

Um welchen Sport es konkret geht und warum viele Vereine längst auf der Kippe stehen, erfahren Sie hier.

 

Sonntag, 6. September, 16.20 Uhr: Polizeihubschrauber vertreibt Strandurlauber auf Mallorca

Zur Durchsetzung der Corona-Maßnahmen setzt die Polizei auf Mallorca nun einen Hubschrauber gegen renitente Badegäste ein. Die Maschine flog am Wochenende abends im Tiefflug über Strände, um die angeordnete nächtliche Schließung ab 21.00 Uhr durchzusetzen, wie die Zeitung "Diario de Mallorca" berichtete. "Räumen sie die Strände", forderte die Polizei über Lautsprecher die Menschen auf. In Videoaufnahmen war zu sehen, wie Badegäste angesichts der Lautstärke und der heftigen Winde unter dem Rotor des Hubschraubers vom Strand Richtung Promenade flohen.

Die Regionalregierung der Balearen hatte Ende August wegen wieder stark steigender Infektionszahlen Einschränkungen des öffentlichen Lebens wie etwa die nächtliche Schließung von Stränden und Parks zwischen 21.00 und 07.00 Uhr angeordnet. Über weitere Maßnahmen wie etwa lokale Ausgangsbeschränkungen soll ab Montag entschieden werden.

Deutsche können zwar weiterhin auf die beliebte Ferieninsel reisen. Das Robert Koch-Institut hat jedoch ganz Spanien zum Risikogebiet erklärt und das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen Reisen dorthin.

 

Sonntag, 6. September, 15.55 Uhr: Covidkranker Berlusconi spricht gut auf Therapie an

Der an Covid-19 erkrankte italienische Ex-Premier Silvio Berlusconi spricht nach Angaben seines Arztes "optimal" auf die Behandlung im Krankenhaus an. Die Entwicklung des 83 Jahre alten, mehrfachen Regierungschefs gebe wie am Vortag Anlass zu vorsichtigem Optimismus, sagte Professor Alberto Zangrillo am Sonntag vor Journalisten in Mailand. Trotzdem sei man in einer "fragilen Phase". Er verwies auf das hohe Alter Berlusconis, das als Risikofaktor gilt. Die Therapie brauche ihre Zeit, sagte Zangrillo.

Der Unternehmer und konservative Politiker liegt seit der Nacht zu Freitag wegen Lungenproblemen im San-Raffaele-Hospital in der lombardischen Hauptstadt. Zangrillo hatte am Samstag mitgeteilt, der Zustand des Patienten sei "stabil". In der Behandlung zeige das Atembild den erwarteten Verlauf. Der Oppositionspolitiker und Chef der Partei Forza Italia hatte seine Coronavirus-Infektion am 2. September publik gemacht. Danach zog er sich zunächst auf seinen Wohnsitz in die Isolation zurück, bevor sich seine Lage verschlechtert hatte.

 

Sonntag, 6. September, 12.30 Uhr: Sanofi-Impfstoff soll weniger zehn 10 Euro kosten

Der künftige Corona-Impfstoff des französischen Pharmakonzerns Sanofi soll weniger als zehn Euro pro Dosis kosten. Ein endgültiger Preise stehe aber noch nicht fest, sagte der Präsident von Sanofi France, Olivier Bogillot, am Samstag im Radiosender France Inter.

Mehrere Hersteller arbeiten an Impfstoffen. "Es müssen Millionen, um nicht zu sagen Milliarden Menschen geimpft werden", so der Sanofi-Topmanager. Zum Preis sagte er: "Wir werden bei weniger als zehn Euro sein."

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte im Juni ein Werk des Herstellers im Südosten des Landes besucht. Sanofi kündigte damals an, 610 Millionen Euro für die Impfstoffforschung und -produktion im Land zu investieren. Im Juli teilten Sanofi und der britische Konkurrent GlaxoSmithKline dann mit, mit der US-Regierung einen Milliardendeal zur Weiterentwicklung eines potenziellen Corona-Impfstoffs vereinbart zu haben.

 

Sonntag, 6. September, 11 Uhr: Ab diesem Montag bekommen Eltern den Corona-Kinderbonus - wie kommt das Geld aufs Konto?

Von diesem Montag an erhalten die Eltern von rund 18 Millionen Kindern in Deutschland 300 Euro extra. Diesen Kinderbonus beschlossen Union und SPD im Juni mit ihrem Konjunkturpaket. Es ist eines der Mittel, mit denen die Regierung die Folgen der Corona-Krise abmildern will. Warum nicht alle von der vollen Summe profitieren - und warum wirtschaftsnahe Forscher den Bonus gut finden.

 

Sonntag, 6. September, 9.30 Uhr: Rechtsextremisten dominieren mehr als 90 Corona-Kundgebungen

Seit Ende April haben nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Verfassungsschutz bundesweit mehr als 90 Kundgebungen gegen Corona-Maßnahmen stattgefunden, bei denen Rechtsextremisten den Ton angaben. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Einer der regionalen Schwerpunkte der oftmals nur von einigen Dutzend Teilnehmern besuchten Kundgebungen war laut Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt. In dem östlichen Bundesland fand demnach mehr als ein Drittel aller zwischen dem 25. April und dem 10. August von Rechtsextremisten durchgeführten oder dominierten Veranstaltungen statt.

Unter den Zehntausenden Demonstranten, die am letzten August-Wochenende in Berlin gegen die Corona-Einschränkungen protestiert hatten, waren auch größere Gruppen sogenannter Reichsbürger mit entsprechenden T-Shirts, Transparenten, Sprechchören und Flugblättern.

Deutlich erkennbar waren auch einige kleinere Gruppen von Rechtsextremisten und Neonazis. Unter den Teilnehmern aus den Reihen der AfD waren auch Mandatsträger, die dem inzwischen offiziell aufgelösten "Flügel" angehören. Die Strömung um den Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke wird vom Verfassungsschutz als rechtsextremistische Bestrebung mit nachrichtendienstlichen Mitteln beobachtet.

"Wurden Faschisten auf den früheren Querdenker- und Corona-Protesten bereits geduldet, so ist es insbesondere der Reichsbürgerbewegung und kruden Verschwörungsideologen am 29. August in Berlin gelungen, mit ihren Fahnen, Symbolen und Losungen Teile des Aufzugs zu prägen", kommentierte die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke. Dies sei "eine gefährliche Entwicklung, die von der Bundesregierung weiterhin unterschätzt wird".

 

Sonntag, 6. September, 8 Uhr: Söder: Corona-Politik muss Schule, Kitas und Wirtschaftsleben sichern

Beim weiteren Kampf gegen das Coronavirus im Herbst und Winter will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vorrangig den regulären Kita- und Schulbetrieb und das Wirtschaftsleben sichern und einen zweiten Lockdown unbedingt vermeiden.

"Das sind die obersten prioritären Ziele: Stärkung der Wirtschaft – und Aufrechterhaltung von Schule und Kita-Betrieb für die Familien", sagte der CSU-Vorsitzende der Deutschen Presse-Agentur in München. Von seinem vorsichtigen Anti-Corona-Kurs will er nicht abrücken.

 

Sonntag, 6. September, 7 Uhr: 988 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Sonntagmorgen 988 neue Corona-Infektionen gemeldet. Diese Zahlen sind mit Blick auf das wirkliche Infektionsgeschehen allerdings wenig aussagekräftig - an Sonntagen sind die gemeldeten Fallzahlen nämlich erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 249 985 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 6.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9325. Seit dem Vortag wurde ein Todesfall mehr gemeldet. Bis Sonntagmorgen hatten etwa 223 700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Samstag bei 1,0 (Vortag: 0,85). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,97 (Vortag: 0,94). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Samstag, 5. September, 21 Uhr: Feier mit 2.000 Gästen: Laschet verteidigt Besuch in Sachsen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat seinen Besuch in Sachsen anlässlich der 30-Jahr-Feier des Freistaats mit einem Verweis auf den Föderalismus verteidigt. Die Corona-Regeln in Sachsen seien anders als in Nordrhein-Westfalen. "Die Infektionszahlen in Sachsen sind aber auch andere als in Nordrhein-Westfalen", sagte er am Samstag beim Besuch eines Schaubergwerks mit dem sächsischen Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) bei Schwarzenberg im Erzgebirgskreis.

Mit einem Festkonzert vor 2.000 Gästen im Erzgebirgsstadion in Aue feierte der Freistaat Sachsen am Samstagabend sein 30-jähriges Bestehen seit der Wiedergründung 1990. Laschets Teilnahme daran hatte im Vorfeld für Kritik gesorgt, weil in Nordrhein-Westfalen noch sehr viel strengere Corona-Regeln für Großveranstaltungen gelten. "Wie glaubwürdig ist ein Ministerpräsident, der in seinem Bundesland Wasser predigt und Großveranstaltungen untersagt, aber selbst auf einer Party mit 2.000 Gästen in Sachsen Geburtstagswein trinkt?", sagte der nordrhein-westfälische SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty.

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer sagte bei der Veranstaltung mit Blick auf das 30-jährige Bestehen seines Bundeslands: "Das, was wir erreicht haben, kann sich wirklich sehen lassen". Die Landesregierung wollte mit dem Termin ein Zeichen setzen, dass in Sachsen wieder Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern möglich sind. Der Großteil der Sitze in dem Fußballstadion, das sonst bis zu 16.000 Menschen Platz bietet, blieb den Corona-Bestimmungen gemäß leer.

 

Samstag, 5. September, 18.45 Uhr: Demo in Augsburg gegen Maskenpflicht

250 Menschen sind heute in Augsburg gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung auf die Straße gegangen. Vor allem die Maskenpflicht für Schüler gefällt den Demonstranten nicht, berichten unsere Kollegen von augsburger-allgemeine.de. Sprüche wie "Keine Mundsperre" oder "Ohne Maulkorb" standen auf den Plakaten. Unter den Teilnehmern fanden sich auch viele Eltern mit ihren Kindern.

Am Samstag demonstrierten auf dem Augsburger Ulrichsplatz rund 250 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen.
Am Samstag demonstrierten auf dem Augsburger Ulrichsplatz rund 250 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen.
Bild: Ina Marks

 

Samstag, 5. September, 18.15 Uhr: "Querdenken"-Initiator Michael Ballweg: "Ich sehe nicht, dass da groß gelockert wurde"

Michael Ballweg kämpft gegen die Corona-Politik. Ein Gespräch über Meinungsfreiheit und die Haltung gegenüber rechtsextremistischer Mitstreiter. Jetzt exklusiv lesen mit AZ Plus.

 

Samstag, 5. September, 17.30 Uhr: Probleme bei Corona-Tests auch an Autobahnen

An den Corona-Testzentren auf Autobahnen in Bayern gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums erneut einzelne Verzögerungen bei der Übermittlung von Ergebnissen. Diesen gehe das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) nach, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag in München. Bei diesen "Einzelfällen" seien unter anderem weitere Laboranalysen notwendig, da die ersten Befunde kein eindeutiges Ergebnis gebracht hätten. "Grund dafür kann zum Beispiel die vorherige Anwendung von Nasenspray, der Konsum von Alkohol oder bestimmter Lutschpastillen bei der Testperson gewesen sein." Eine weitere Ursache könnten auch Fehler bei E-Mail-Adressen und Telefonnummern sein.

Dem Sprecher zufolge geht aus Daten des Betreibers Eurofins hervor, dass "die Befundübermittlung generell in der Regel in über 90 Prozent aller Fälle innerhalb des gewünschten Zeitrahmens erfolgt."

 

Samstag, 5. September, 16 Uhr: Spahn: Deutsche sollen Herbst- und Weihnachtsurlaub in Deutschland verbringen

Gesundheitsminister Spahn hat die Bürger angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie aufgerufen, Herbstferien und Weihnachtsurlaub in Deutschland zu verbringen. Man habe beim Winterurlaub in Ischgl und im Sommerurlaub gesehen, dass "zumindest bestimmte Arten von Reisen und Urlaub Risiken mit sich bringen und Infektionen mit zurück nach Deutschland bringen, sagte Spahn am Samstag in Berlin.

 

Samstag, 5. September, 14.30 Uhr: Corona-Infektion: Berlusconi erholt sich im Krankenhaus

Italiens ehemaliger Premierminister Silvio Berlusconi hat nach Medienberichten bei seiner Corona-Therapie "eine ruhige Nacht" im Krankenhaus in Mailand verbracht. Der 83 Jahre alte Unternehmer und konservative Politiker liegt seit der Nacht zu Freitag wegen Lungenproblemen im San-Raffaele-Hospital in der lombardischen Hauptstadt. "Alles verläuft normal, und Berlusconi hat kein Fieber", zitierte die Nachrichtenagentur Ansa am Samstag Angaben aus Berlusconis Partei Forza Italia.

Sein persönlicher Arzt Alberto Zangrillo hatte den Zustand des Medienunternehmers am Freitag als zufriedenstellend bezeichnet. Er erläuterte, dass der Patient nicht intubiert werde und nicht auf der Intensivstation liege. Der Oppositionspolitiker und Forza-Chef hatte seine Corona-Infektion am 2. September publik gemacht. Danach zog er sich zunächst auf seinen Wohnsitz in Arcore in der Lombardei zurück, bevor sich seine Lage verschlechtert hatte.

 

Samstag, 5. September, 13.45 Uhr: Spahn kritisiert Zuschauer-"Flickenteppich" im Profifußball

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den Zuschauer-"Flickenteppich" im Profifußball kritisiert. Er hätte sich sehr gewünscht, "dass wir bis Ende Oktober einen gemeinsamen Ansatz haben für den Start in die Bundesliga", sagte Spahn am Samstag.

Der Profifußball hatte aber nicht auf eine gesamtdeutsche Regelung zur Rückkehr von Zuschauern gewartet. Mit der Zulassung von bis zu 4.500 Fans setzt Bundesligist 1. FC Union Berlin am Samstag beim Test gegen den 1. FC Nürnberg das nächste Signal für den wachsenden Willen der Branche, die Geisterspiele zu beenden. Zuletzt hatte Bundesligist RB Leipzig die Erlaubnis erhalten, das erste Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 Mitte September vor bis zu 8.500 Zuschauern zu bestreiten. Hertha BSC will dann vor rund 4.000 Fans im Berliner Olympiastadion gegen Eintracht Frankfurt spielen.

Spahn betonte nun, ein koordiniertes Vorgehen sei sinnvoll. "Ich denke, für Akzeptanz insgesamt wäre ein einheitliches Vorgehen besser." Gleichzeitig sei die Lage aber so, wie sie sei. Die Behörden vor Ort würden in eigener Verantwortung entscheiden.

 

Samstag, 5. September, 12.55 Uhr: Bund und Länder: 5.000 neue Stellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst

Die Kommunikation zwischen Bund, Ländern und Gesundheitsämtern verlief gerade zu Beginn der Corona-Pandemie nicht immer reibungslos. Das soll sich nun ändern. Bund und Länder wollen als Konsequenz aus der anhaltenden Corona-Pandemie bis Ende 2022 mindestens 5.000 neue und unbefristete Vollzeitstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) schaffen.

In einem ersten Schritt solle es bis zum 31. Dezember 2021 mindestens 1500 Stellen für Ärzte, weiteres Fachpersonal und Verwaltungsmitarbeiter geben, teilten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die Vorsitzende der Länder-Gesundheitsminister, Berlins Senatorin Dilek Kalayci (SPD), am Samstag in Berlin mit.

Neben den neuen Stellen geht es um eine bessere Digitalisierung der Gesundheitsämter und -behörden sowie darum, die Arbeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst attraktiver zu machen und zukunftsfähige Strukturen zu schaffen. Wie das im Detail aussehen soll, lesen Sie hier.

 

Samstag, 5. September, 12 Uhr: Patientenschützer für zweite Überprüfung positiver Corona-Tests

In der Debatte um zielgenauere Maßnahmen gegen das Coronavirus schlagen Patientenschützer weitere Vorkehrungen bei Tests vor. "Ohne Zweifel sind die derzeit 1,1 Million Corona-Tests pro Woche richtig und wichtig", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. So hätten zuletzt rund 8.000 positive Ergebnisse nachgewiesen werden können, was es ermögliche, örtliche Infektionsgeschehen rasch zu erkennen und Maßnahmen einzuleiten. "Jetzt gilt es, falsch positive Tests möglichst auszuschließen." Deshalb sollte eine zweite Überprüfung der Probe verbindlich werden.

"So gelingt es, unnötige Quarantäneanordnungen zu verhindern und die Akzeptanz notwendiger Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu erhöhen", sagte Brysch. Zudem nehme es Kritikern den Wind aus den Segeln, die behaupteten, erst die Millionen Tests würden falsch-positive Ergebnisse produzieren. Falsch-positiv bedeutet, dass man ein positives Testergebnis bekommt, obwohl keine Infektion vorliegt. Laut Robert Koch-Institut (RKI) kommen solche Befunde wegen der Eigenschaften der PCR-Tests und hoher Qualitätsanforderungen nach derzeitigen Erkenntnissen nur selten vor.

 

Samstag, 5. September, 10.40 Uhr: Merkel würdigt Arbeit der Gesundheitsämter in Corona-Pandemie

Kanzlerin Angela Merkel hat die Rolle der Gesundheitsämter bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gewürdigt. "Wenn unser Land bisher so verhältnismäßig gut durch die Pandemie gekommen ist, wenn das Infektionsgeschehen nicht die Ausmaße erreicht hat, die wir in anderen Ländern beobachten mussten, dann hat das nicht zuletzt mit dem zu tun, was tagtäglich im Öffentlichen Gesundheitsdienst geleistet wird", sagte Merkel in ihrer am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Videobotschaft.

Bund und Länder hatten am Freitagabend über eine stärkere Unterstützung und besser Ausstattung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) beraten, zu dem auch die Gesundheitsämter gehören. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die Vorsitzende der Länder-Gesundheitsminister, Berlins Senatorin Dilek Kalayci (SPD), wollen am Samstagmittag (12.00 Uhr) die Ergebnisse vorstellen. Der Bund hatte weitere Hilfen im Umfang von insgesamt 4 Milliarden Euro für den ÖGD zugesagt. Die Gesundheitsämter spielen etwa beim Verfolgen von Infektionsketten sowie bei Anordnungen von Tests und Quarantäne eine wesentliche Rolle.

Merkel sagte in ihrem Podcast, die Mitarbeiter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes hätten einen "großartigen Beitrag" im Kampf gegen die Pandemie geleistet. An diesem Dienstag will sie in einer Videokonferenz mit Verantwortlichen vor Ort sprechen. Insbesondere wolle sie erfahren, "wie die Arbeit in den Gesundheitsämtern vor Ort abläuft, welche Herausforderungen sich stellen und wo die Politik helfen kann".

 

Samstag, 5. September, 9.30 Uhr: Steinmeier sieht in Corona-Krise "Licht am Ende des Tunnels"

Bundespräsident Steinmeier hat sich optimistisch zu den Perspektiven im Kampf gegen das Corona-Virus geäußert. Die Fortschritte bei Impfstoffen würden Mut machen.

Wieso der Bundespräsident dennoch mahnt und wie er der Toten durch Corona gedenken will, erfahren Sie hier.

 

Samstag, 5. September, 7.45 Uhr: Umfrage: Zufriedenheit mit Söders Arbeit sinkt

Die Zufriedenheit der Bayern mit der Arbeit ihres Ministerpräsidenten lässt nach: 57,9 Prozent sind derzeit von Markus Söder (CSU) überzeugt, wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für unsere Zeitung hervorgeht. Anfang August waren es demnach noch mehr als 60 Prozent, Mitte April sogar 71 Prozent.

Trotzdem scheint die CSU nach wie vor von der Corona-Krise zu profitieren: Laut einer weiteren Civey-Umfrage für die Zeitung würden 47 Prozent der Bayern ihr Kreuzchen bei der Partei machen, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre. Mitte März lag dieser Wert noch bei knapp 35 Prozent. Die Grünen kämen aktuell auf 17,6 Prozent, die SPD auf 9,0 Prozent, die Freien Wähler auf 7,6 Prozent. Die AfD würde mit 6,5 Prozent im Landtag bleiben, FDP und Linke an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Neben anderen CDU-Bewerbern wird der CSU-Chef Söder als gemeinsamer Unions-Kanzlerkandidat gehandelt. In der Corona-Pandemie hatte er sich als Krisenmanager einen Namen gemacht. Obwohl er immer wieder betont, sein Platz sei in Bayern, gilt er auch in der CDU für etliche als Wunschkandidat. Aus Söders Sicht hat die CDU als große Unionsschwester das Vorschlagsrecht, eine Entscheidung könne aber nur gemeinsam zwischen CDU und CSU fallen.

 

Samstag, 5. September, 7.05 Uhr: 1.378 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Guten Morgen aus deer Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Wir starten ins Wochenende mit den aktuellen Zahlen zur Corona-Pandemie in Deutschland. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Samstagmorgen bundesweit 1.378 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 248.997 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 5.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.324. Seit dem Vortag wurden zwei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Samstagmorgen hatten etwa 222.900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Freitag bei 0,85 (Vortag: 0,77). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,94 (Vortag: 0,91). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Freitag, 4. September, 22.05 Uhr: Neuinfektionen in Spanien auf höchstem Stand seit Lockdown-Ende

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Spanien den höchsten Wert seit Ende des Lockdowns im Juni erreicht. Bei Tests, die innerhalb der letzten 24 Stunden durchgeführt worden seien, habe es 4503 neue positive Ergebnisse gegeben, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Freitagabend mit. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen sei allerdings wegen verspätet gemeldeter Fälle im Vergleich zum Vortag sogar um mehr als 10 000 auf fast 500 000 gestiegen, hieß es. Der bisherige Höchstwert der täglichen Neuinfektionen nach Ende des Lockdowns war vor genau einer Woche mit 3829 registriert worden.

 

Freitag, 4. September, 20.35 Uhr: Nur wenige Verstöße gegen die Corona-Regeln im Raum Marktoberdorf

Nach etwas mehr als einem halben Jahr haben die Menschen im Ostallgäu großteils die geltenden Corona-Regeln verinnerlicht. Zu dieser Einschätzung gelangen Polizei und Landratsamt. Seit Beginn der Pandemie habe es im gesamten Landkreis „relativ wenige“ Verstöße gegen die Corona-Auflagen gegeben, sagt Regierungsdirektor Ralf Kinkel. Die Zahlen im Detail finden Sie hier.

 

Freitag, 4. September, 19.45 Uhr: Polizei bewacht Quarantäneverweigerer in Münchner Hotel

Weil sie die häusliche Quarantäne nicht eingehalten haben, sind in den vergangenen Monaten insgesamt 21 Menschen in München zwangsweise in einem ehemaligen Hotel untergebracht worden. Dort wurden sie verpflegt, sozialpädagogisch betreut und von der Polizei überwacht, wie das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt am Freitag mitteilte. Die Hintergründe erfahren Sie hier.

 

Freitag, 4. September, 18.20 Uhr: Kürzeres Zuhausebleiben bei Corona? Das steckt hinter den Ideen

Jemand hat sich mit dem Coronavirus infiziert - doch wie lange soll er oder sie zuhause bleiben? Im Betrieb gab es einen Coronafall - muss das ganze Unternehmen jetzt für 14 Tage schließen? In die Diskussion um die Verkürzung der Quarantäne- und Isolationsfristen kommt nach einem Vorschlag des Berliner Virologen Christian Drosten Bewegung. Fragen und Antworten dazu finden Sie hier.

 

Freitag, 4. September, 17.20 Uhr: Freie Wähler fordern mehr regionale Freiheiten bei Corona-Regeln

Zum Auftakt seiner Klausur hat der Landesvorstand der Freien Wähler mehr regionale Freiheiten bei Corona-Maßnahmen gefordert. Das gelte für Punktspiele im Breitensport, Christkindlmärkte und Veranstaltungen wie Kongresse und Tagungen, sagte der Landesvorsitzende und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Freitag in Wildpoldsried. Hier sei mehr Offenheit für regionale, dem Infektionsgeschehen angepasste Lösungen nötig. "Ich fände es schade, wenn wir den Breitensport im Stich ließen", sagte Aiwanger.

Ihre Landesversammlung am 24. Oktober wollen die Freien Wähler demnach wie geplant mit Mitgliedern stattfinden lassen. "Verschieben macht es nicht besser", sagte Aiwanger am Freitag. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuvor angekündigt, dass der Koalitionspartner seinen für Dezember geplanten Präsenzparteitag wegen der unklaren Corona-Infektionslage ins kommende Jahr verschieben wolle.

Bei einem Besuch des Allgäuer Energiedorfs Wildpoldsried beriet der Vorstand des Landesverbands am Freitag auch über das Thema Energiewende. Aiwanger forderte unter anderem, die Produktion von grünem Wasserstoff von der EEG-Umlage zu befreien: "Das wäre ein Riesenbefreiungsschlag für den Wasserstoff."

Ein weiteres Ziel der Freien Wähler bleibe der Einzug in den Bundestag, betonte Aiwanger. Er sehe die Notwendigkeit, dass eine "vernünftige, bürgerliche Kraft der Mitte" 2021 auf dem Wahlzettel stehe: "Wir wollen Herrn Söder nicht allein nach Berlin ziehen lassen." Bei den ebenfalls im kommenden Jahr anstehenden Landtagswahlen sei man derzeit auf einem "guten Weg".

 

Freitag, 4. September, 16.50 Uhr: Söder: Medizinisches Wissen entscheidend für Corona-Quarantänedauer

Die Frage nach der Quarantäne-Dauer bei Corona-Verdachtsfällen muss nach Ansicht des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder von der Wissenschaft beantwortet werden. "Entscheidend sind gesicherte medizinische Erkenntnisse", sagte der CSU-Chef am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Die bayerische Staatsregierung führe intensive Gespräche mit Virologen in Bayern. "Damit wollen wir uns langfristig auf die Gefährdungslage im Herbst vorbereiten und die Teststrategie flexibel weiter entwickeln." Er sei grundsätzlich dafür, den Kurs größtmöglicher Vorsicht beizubehalten. "Wir wägen immer ab, sagen aber klar: in Bayern gilt Safety first."

 

Freitag, 4. September, 16.10 Uhr: Aktuelle Corona-Warn-App behebt Fehler bei Hintergrund-Aktualisierung

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine neue Version der deutschen Corona-Warn-App in den App-Stores von Apple und Google veröffentlicht. Mit diesem Update sollen verschiedene Fehler behoben werden, die in den älteren Versionen noch auftauchen, beispielsweise eine mögliche Unterbrechung des Datenaustausches im Hintergrund. Die neue Version verbessert auch die Verständlichkeit der Texte beim Risikostatus und bei Testergebnissen. Außerdem sollen die Anweisungen beim Scannen von QR-Codes verständlicher sein.

Experten betonten am Freitag, dass insbesondere die Anwender mit einem iPhone gleichzeitig auch die aktuellste Version 13.7 des Betriebssystems iOS installieren sollten. Apple habe in den vergangenen Wochen die technische Schnittstelle (API) erheblich verbessert. Auf den Android-Smartphones wird die API über die sogenannten Google Play Services aktualisiert, ohne dass die Anwender aktiv werden müssen. Die Aktualisierung der RKI-App muss aber auch von Android-Anwendern angestoßen werden.

Die neue App bessert nicht nur Fehler nach, sondern stellt neue und erweiterte Funktionen zur Verfügung. So wurde zur Verbesserung der Barrierefreiheit die Information ergänzt, dass die Hotline Tess-Relay-Dienste unterstützt sowie auf Infos zu leichter Sprache verlinkt. Tess-Relay-Dienste sind ein bundesweiter Telefonvermittlungsdienst für hör- und sprachbehinderte Menschen.

Die neu aktualisierte Anwendung bietet auch zusätzliche Informationen zum Risikostatus. Falls eine Begegnung mit niedrigem Risiko vorliegt, erhalten Nutzer in der Detailansicht zum Risikostatus nun eine kurze Erläuterung, warum trotz einer oder mehrerer Begegnungen mit einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person weiterhin das Infektionsrisiko als niedrig eingestuft wird. Die Empfehlung, die Corona-Warn-App zur Sicherheit einmal täglich zu öffnen, wird nun auch in der App angezeigt. Wenn der Risikostatus seit 48 Stunden nicht aktualisiert wurde, wird den Anwendern in einem grauen Kasten der Status "Unbekanntes Risiko" angezeigt. Die User können dann den Risikostatus manuell aktualisieren.

Die Corona-Warn-App des RKI wurde bislang knapp 18 Millionen Mal heruntergeladen, das entspricht rund 27 Prozent aller Smartphonenutzer in Deutschland. Derzeit arbeiten die Entwickler der App von SAP und Deutscher Telekom verstärkt daran, auch ein Nachverfolgen von Kontakten in der Europäischen Union zu ermöglichen. Bislang liefert die Anwendung nur in Deutschland brauchbare Daten.

 

Freitag, 4. September, 15.25 Uhr: Österreich startet "Corona-Ampel" - wie diese funktioniert

Die Corona-Lage in Österreich wird ab jetzt wöchentlich mit einem Ampelsystem bewertet. Vier Farben von Grün (niedriges Risiko) bis Rot (sehr hohes Risiko) sollen konkrete Maßnahmen bedeuten, die für die jeweils betroffene Region gelten sollen. "Die roten Maßnahmen sind kein vollständiger Lockdown, aber die wären schon sehr weitgehend was Schließungen betrifft", sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag. Wie die "Corona-Ampel" im Detail funktioniert und was Kritiker sagen, erfahren Sie hier.

 

Freitag, 4. September, 15.15 Uhr: FC Bayern erarbeitet Hygienekonzept für Fan-Rückkehr

Der FC Bayern hat ein Hygienekonzept für die Rückkehr von Zuschauern in die Allianz Arena mit einer Maximalzahl von ungefähr 24.000 Fans erarbeitet. "Man muss ja ein Konzept erarbeiten und sagen können, wie viel geht denn maximal. Wir sind glücklich, wenn wir mit 5.000 anfangen können, obwohl das Konzept womöglich 24.000 hergibt", sagte der Münchner Vorstand Jan-Christian Dreesen am Freitag. Grundlage der Berechnungen sind demnach 70.000 Sitzplätze in der Arena, in der die Zuschauer in Corona-Zeiten aber 1,5 Meter Sicherheitsabstand zueinander halten müssten.

Teil des Konzepts ist unter anderem auch eine feste Aufteilung der Arena in Sektoren, um die Wegeleitung der Besucher im Stadioninnenraum zu optimieren, wie es in einem Video hieß. "Wir möchten gerne wieder mit Zuschauern spielen, wir fordern aber nichts, sondern wir brauchen die Politik dafür", betonte Dreesen.

Warum der bayerische Ministerpräsident Markus Söder einer Fanrückkehr in die Stadien noch immer kritisch gegenübersteht, lesen Sie hier.

 

Freitag, 4. September, 14.27 Uhr: Rund 10.000 Menschen von neuer Corona-Testpanne in Bayern betroffen

Von der jüngsten Panne bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern sind rund 10.000 Menschen betroffen. Das sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Freitag in München. Das Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit (LGL) hatte am Freitag mitgeteilt, dass es bei Corona-Tests, die an bayerischen Flughäfen gemacht wurden, Verzögerungen bei der Übermittlung der Ergebnisse gebe.

 

Freitag, 4. September, 13.30 Uhr: Erneut keine Neu-Ansteckungen in Memmingen

Seit drei Tagen keine Neu-Infektion: Nachdem Memmingen am als erste Allgäuer Kommune von Dienbstag auf Mittwoch den bayerischen Frühwarnwert überschritten hatte, gibt es auch den dritten Tag in Folge keine Neu-Infektionen mit dem Coronavirus. Trotzdem müssen Reiserückkehrer vorläufig in häusliche Isolation - auch wenn sie ein negatives Testergebnis mitbringen.

 

Freitag, 4. September, 13.30 Uhr: Regierung sieht sich in Debatte um Corona-Quarantäne nicht am Zug

In der Debatte um eine mögliche Verkürzung von Quarantänezeiten im Kampf gegen die Corona-Pandemie sieht sich die Bundesregierung vorerst nicht am Zug. Ihr Sprecher Steffen Seibert verwies am Freitag darauf, dass für die Regierung derzeit die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) für eine Quarantäne von 14 Tagen gelten. Wenn es wegen neuer Erkenntnisse neue Empfehlungen gebe, würden diese auch vom RKI ausgehen. Seibert machte zugleich deutlich, dass die wissenschaftliche Diskussion darüber wahrgenommen und verfolgt werde. In der Pandemie gehe es für Gesellschaft und Politik um ein ständiges Lernen und ständig neues Abwägen.

Gesundheitspolitiker mehrerer Fraktionen haben sich dafür ausgesprochen, die Quarantänezeit bei Corona-Verdachtsfällen zu verkürzen. "Ich halte es für sehr sinnvoll, die Quarantänezeit auf fünf Tage zu begrenzen", sagte der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach der "Welt". "Wir wissen, dass die allermeisten Menschen fünf Tage nach Beginn der Symptome nicht mehr ansteckend sind, auch wenn der PCR-Test noch ein positives Ergebnis ausweist."

Das Gesundheitsministerium erläuterte, dass sich eine Quarantäne auf Menschen beziehe, die Kontakt zu Infizierten hatten - damit solle vermieden werden, dass sie während der Inkubationszeit ungewollt andere infizieren. Davon sei eine Isolierung zu unterscheiden, die sich auf Infizierte beziehe, die das Virus ausscheiden. Bisher dauert diese Isolation zehn Tage.

 

Freitag, 4. September, 12 Uhr: Über 1.400 neue Corona-Fälle in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland rund 1430 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagvormittag hervor. Zunächst hatte das Institut am frühen Morgen wesentlich weniger Fälle angegeben (782). Später berichtete das RKI von technischen Problemen und schrieb, es seien 650 Fälle zu wenig ausgewiesen worden. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach rund 247 600 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Bis Freitagmorgen hatten etwa 221 900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Ein Infizierter steckt weniger als einen weiteren Menschen an

Das RKI schreibt im Lagebericht von Donnerstagabend: "Der seit Mitte Juli beobachtete Zuwachs in den übermittelten Fallzahlen hat sich in der letzten Woche stabilisiert und die 7-Tage-Inzidenz ist bundesweit wieder gesunken."

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Donnerstagabend bei 0,77 (Vortag: 0,80). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,91 (Vortag: 0,91). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Freitag, 4. September, 11.20 Uhr: So stellt sich Bayern den Schulstart vor

 

Freitag, 4. September, 9.25 Uhr: Italiens Ex-Regierungschef Berlusconi wegen Corona im Krankenhaus

Italiens ehemaliger Premierminister Silvio Berlusconi ist nach Angaben seiner Partei wegen seiner Corona-Infektion mit Symptomen ins Krankenhaus gekommen. Der 83-jährige Unternehmer und konservative Politiker "wurde nach einigen Symptomen vorsorglich in das Krankenhaus San Raffaele in Mailand gebracht. Das klinische Bild gibt keinen Anlass zur Sorge", teilte ein Sprecher der Forza Italia am Freitag mit.

Der Oppositionspolitiker hatte seine Corona-Infektion am 2. September publik gemacht. Danach zog er sich auf seinen Wohnsitz in Arcore in der Lombardei in die Corona-Isolation zurück. Der Forza-Italia-Chef hatte angekündigt, dass er von dort weiter Wahlkampf für die Regional- und Kommunalwahlen am 20. und 21. September machen werde. Noch am Donnerstag hatte sich der Ex-Ministerpräsident mit einer Telefon-Botschaft bei einer Wahlkampfveranstaltung in Genua zu Wort gemeldet. Es wird vermutet, dass Berlusconi sich bei einem Aufenthalt auf der Ferieninsel Sardinien mit Sars-CoV-2 angesteckt hatte.

 

Freitag, 4. September, 7.45 Uhr: Grenzen dicht: Australien verlängert Corona-Reisesperre um drei Monate

Australien hat seine internationale Corona-Reisesperre um weitere drei Monate verlängert. Gesundheitsminister Greg Hunt kündigte am späten Donnerstagabend an, dass die Grenzen bis mindestens 17. Dezember für Besucher aus dem Ausland geschlossen bleiben. Die Regierung reagiere damit auf den Rat des Komitees für Gesundheitsschutz AHPPC: Die Behörde habe festgestellt, dass "die internationale und nationale Covid-19-Situation weiterhin ein inakzeptables Risiko für die öffentliche Gesundheit" darstelle, hieß es in einer Mitteilung. Die Verlängerung der Reisesperre sei "eine angemessene Reaktion auf dieses Risiko".

Die Grenzen Australiens sind wegen der Pandemie seit März dicht, auch Menschen mit ständigem Wohnsitz in Australien dürfen das Land nur in Ausnahmefällen verlassen. Die Opposition kritisierte die Ankündigung und erinnerte an 23 000 Australier, die im Ausland gestrandet seien und nun weiter nicht ins Land könnten.

In Australien wurden bislang rund 26.000 Infektionsfälle bestätigt, etwa 700 Menschen starben in Zusammenhang mit Covid-19. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Victoria mit der Metropole Melbourne. In der Millionenstadt war Anfang Juli ein neuer Lockdown verhängt worden, der noch bis mindestens Mitte September dauern soll.

 

Freitag, 4. September, 7 Uhr: Masken, Lüften, Händewaschen: Schulstart in Corona-Zeiten

Am Dienstag geht für rund 1,7 Millionen Schüler im Freistaat wieder der Unterricht los. Die etwa 6.200 Schulen im Land mussten sich diesmal noch intensiver als sonst auf den Beginn des Schuljahrs vorbereiten, gibt es wegen der Corona-Pandemie doch zahlreiche Auflagen und Abweichungen vom gewohnten Ablauf. Was Schüler, Eltern und Lehrer jetzt beachten müssen - und wie sie sich vorbereiten können.

 

Freitag, 4. September, 6 Uhr: Gesundheitspolitiker für Verkürzung von Corona-Quarantänezeit

Gesundheitspolitiker aus mehreren Fraktionen haben sich dafür ausgesprochen, die Quarantänezeit bei Corona-Verdachtsfällen zu verkürzen. "Ich halte es für sehr sinnvoll, die Quarantänezeit auf fünf Tage zu begrenzen", sagte der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach der "Welt". "Wir wissen, dass die allermeisten Menschen fünf Tage nach Beginn der Symptome nicht mehr ansteckend sind, auch wenn der PCR-Test noch ein positives Ergebnis ausweist."

Der Berliner Virologe Christian Drosten hatte für eine Verkürzung plädiert, um die Akzeptanz der Maßnahmen in der Gesellschaft zu erhalten. Menschen mit Verdacht auf eine Infektion sollten sich nur noch fünf statt 14 Tage isolieren müssen. Mit diesem Vorschlag gehe er "bis an die Schmerzgrenze der Epidemiologie", sagte er am Dienstag in seinem NDR-Podcast. Er regte zudem an, die fünf Tage nicht für Tests zu "verschwenden", sondern erst nach Ablauf zu testen, ob die Betroffenen infiziert waren und noch infektiös sind.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Christine Aschenberg-Dugnus, sprach sich ebenfalls für eine lediglich fünftägige Quarantäne aus. Damit erhöhe man die Akzeptanz in der Bevölkerung und entziehe "zugleich den Verschwörungstheoretikern und Corona-Leugnern den Boden", sagte sie der "Welt".

Die Grünen-Gesundheitspolitikerin Kordula Schulz-Asche sagte: "Für die breite Masse der Bevölkerung kann es sinnvoll sein, bei Verdacht auf einen Kontakt mit einer infizierten Person zunächst in eine verkürzte Quarantäne zu gehen und diese mit einem negativen Test abzuschließen." Der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Detlev Spangenberg, sieht durch Drostens Aussage die Meinung der AfD bestätigt, "dass die bisherigen Maßnahmen überhastet und nicht ausgewogen angesetzt wurden".

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag, verwies auf eine Prüfung zu dem Thema: Bund und Länder hätten das Bundesgesundheitsministerium und das Robert Koch-Institut damit beauftragt, "die vorhandene Studienlage zur Quarantäne auszuwerten - und dann im Austausch mit den europäischen Partnern einen Bericht vorzulegen". Auf dieser Basis werde dann entschieden, ob eine verkürzte Quarantäne angeraten werden könne.

 

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